Kindsvater hält die vereinbarten Wochenenden selten ein

6 Antworten

Es ist richtig, man kann den Vater leider nicht zwingen.

Aber zu welchem wichtigen Kram brauchst Du denn seine Unterschrift?

Alltagsentscheiden kannst Du ganz alleine ohne den Vater treffen, da brauchst Du sein Einverständnis nicht.

Nur Entscheidungen mit langfristiger Wirkung, da brauchst du seine Unterschrift.

Als da wären,

Umzüge, aber nicht innerhalb der Stadt/des Kreises

Ops, außer Not-OPs, Psychotherapien

Schulwechsel

Pass/Personalausweis

Religionszugehörigkeit

§ 1687 BGB

Ausübung der gemeinsamen Sorge bei Getrenntleben

(1) Leben Eltern, denen die elterliche Sorge gemeinsam zusteht, nicht nur vorübergehend getrennt, so ist bei Entscheidungen in Angelegenheiten, deren Regelung für das Kind von erheblicher Bedeutung ist, ihr gegenseitiges Einvernehmen erforderlich. Der Elternteil, bei dem sich das Kind mit Einwilligung des anderen Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung gewöhnlich aufhält, hat die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten des täglichen Lebens. Entscheidungen in Angelegenheiten des täglichen Lebens sind in der Regel solche, die häufig vorkommen und die keine schwer abzuändernden Auswirkungen auf die Entwicklung des Kindes haben. Solange sich das Kind mit Einwilligung dieses Elternteils oder auf Grund einer gerichtlichen Entscheidung bei dem anderen Elternteil aufhält, hat dieser die Befugnis zur alleinigen Entscheidung in Angelegenheiten der tatsächlichen Betreuung.

Zunächst stellt sich mir die Frage, geht es um das Sorgerecht, oder um das Umgangsrecht?

In Punkto Umgangsrecht ist es tatsächlich so, dass du im Grunde damit leben musst. Was die Berufstätigkeit des Kindsvaters angeht, wenn du wissen möchtest, ob er arbeitet und wieviel er verdient, dann fordere ihn über einen Anwalt auf, sein Einkommen offen zu legen, um zu prüfen, ob er den laufenden Unterhalt für euer Kind ab Dato selber zahlen kann, denn dann kannst du dir deinen Anspruch auf UVG "aufheben", denn der besteht nur für die Dauer von 6 Jahren, aber bis das Kind 12 Jahre alt ist. Es besteht also durchaus ein plausibler Grund, seine Einkommenssituation zu prüfen.

Nebenbei kann dein Anwalt dann den Kindsvater auffordern, die vereinbarte Regelung bezüglich der Umgangskontakte einzuhalten, da es doch bekanntlich für euer Kind besser ist, sich während deiner Arbeitszeiten beim Vater und nicht in Fremdbetreuung aufzuhalten. Eventell könnte er im Schreiben ja einmal die Bemerkung fallen lassen, dass eine gerichtlich festgesetzte Umgangsregelung auch angepasst werden kann.

Vielleicht findet er Möglichkeiten, wenn er fürchtet, dass er demnächst das Kind nicht mehr auf eigenen Wunsch erst später abholt, sondern dies demnächst die einzige Zeit ist, zu der er sein Kind abholen kann.

Am Ende des Tages sieht es gesetzlich wirklich so aus, dass man das getrennt lebende Elternteil gerichtlich nicht zum Umgang zwingen wird.

Auf das Thema Sorgerecht ist Menuett ja bereits ausführlich eingegangen, daher möchte ich mich dazu nicht noch einmal äußern.

p.s. ich persönlich kann deinen Ärger verstehen, bitte dich aber trotzdem zu versuchen, das nicht auf euer Kind zu übertragen. Eltern sind manchmal leider einfach doof. :-(

er hat umgangsrecht. man kann ihn wirklich nicht dazu zwingen diesem nachzukommen. wenn du also für ein arbeitswochenende eine betreuung brauchst, dann solltest du einen plan b im kopf haben. er ist in dieser zeit für die betreuung nicht verantwortlich. das muss dir bewußt werden.

du musst dir von ihm nichts genehmigen lassen. was sollen das für dinge sein? außer taufe, konten oder schule musst du dir überhaupt nichts genehmigen lassen oder ihn informieren. er hat gsr, er kann sich selbst informieren wenn er das möchte. also entspann die situation, indem du ihm öfter mal zeigst das er dir egal ist. das du nicht auf ihn angewiesen bist und dich selber kümmern kannst.

wenn du weißt das er arbeitet, dann bist du verpflichtet das dem jugendamt mitzuteilen. er muss einkommen angeben. tut er dies nicht oder du nicht, dann erschleichst du leistungen. melde es also dem jugendamt, dem finanzamt, dem zoll und sollte er leistungen beziehen seitens des jobcenters, dann auch denen.

Mal anders rum...Vater will wegziehen zwecks Studium, doch dann wäre dass Umgangsrecht mit unserer Tochter nicht mehr gesichert, kann ich es ihm "verbieten"?

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