Kindsunterhalt bei Gründung Selbstständigkei

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2 Antworten

Auch für Selbstständige gibt es eine Pfändungsgrenze, die ist genauso hoch wie bei einem Arbeitnehmer. 950 € bzw herabgesetzt auf 770 € bei Hartz IV- Empfänger für JA.

Allerdings pfändet das JA nicht so schnell. Du hast sicherlich nicht auf irgendwelche Schreiben reagiert. Du kannst nur mit allem hingehen und eine

Bei meinem Partner funktioniert das folgendermaßen: Er arbeitet selbstständig und bezieht ergänzend mit mir Hartz IV. Wenn wir einen neuen Bescheid erhalten, kopiert er die ganzen Seiten (einschließlich der Berechnung) und schickt sie freiwillig ohne Aufforderung der JA-Kasse zu. Er hatte deswegen noch nie Problem.

Das ist jetzt keine direkte Antwort, sondern nur eine Nachfrage. Arbeitet er tatsächlich selbstständig, oder freiberuflich? Wenn er einen mehr oder weniger festen Betrag für diese "selbstständige" Tätigkeit vertraglich bekommt ist das wohl vermutlich eine ganz andere Sache, als wenn er wirklich mit einem eigenen Unternehmen "unterwegs" ist. Eigentlich ergibt sich das ganze schon daraus, dass es eigentlich nicht möglich sein kann, dass jemand im Monat A das Gewerbe anmeldet und noch auf Sozialleistungen angewiesen ist. Im Monat B ist "flaute" - immer noch auf Sozialleistungen angewiesen - Im Monat C hat die Firma einen "Gewinn" von 10.000 Euro die sofort verballert werden. - Im Monat D ist wieder Flaute und man ist wieder auf Sozialleistungen angewiesen. Anscheinend habe ICH da was falsches gelernt, weil so kann das eigentlich nicht gehen.

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@Vienna1000

Da bei einer Neugründung nun mal nicht gleich die Auftraggeber massenhaft vor der Tür stehen, braucht es nunmal einige Zeit um in die Gewinnzone zu kommen.Aus diesem Grund gewährt die Arge eine Existenzsicherung für Selbstständige. Der Gewinn wird dann auf das ganze Jahr verteilt. Du hast nichts falsch gelernt, nur eben nicht alles. Ich versuche wenigstens auf die Beine zu kommen und sitze nicht nur zu Hause rum.

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@Allegra1

Es ist einfach erstaunlich, dass gerade in einem Land wie D - wo alles bergab geht - gerade in diesem Bereich noch sinnvolle Gesetze existieren,. Normal ist es, dass man beim Arbeitsamt spätestens dann "abblitzt" wenn man in einem Fragenkatalog nur EINE Frage mit nein beantwortet. Beispielfrage : "Haben Sie bereits potenzielle Kunden?" ansonsten bekommt man den Hinweis, dass man ja trotzdem ein Gewerbe anmelden kann. In anderen EU Ländern wird dann erstmal die "finanzielle Eignung" geprüft. Und wenn man damit durch ist ändert das normalerweise gar nichts daran, dass man mit einem Gewerbeschein ein Unternehmer ist der VOLLHAFTET gegenüber dritten. Das wären sonstige zivilrechtliche Gläuber als wie auch anderen Behörden die im Endeffekt einen verlängerten "Arm" des eigentlichen Gläubigers darstellen. Aber ja, dass ist selbstverständlich absolut positiv wenn da jemand was tut. Und schoen, dass Deutschland da wohl Ausnahmeregelungen hat! - Mangels genauen wissens sag ich dazu nun nichts weiter und entschuldige mich für meine "europäische Unwissendheit".

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@Vienna1000

Naja, er muss alle 6 Monate seinen Einnahmen und Ausgaben offen legen. Da wird wegen Über-/ Unterzahlung von Seiten der Arge geschaut. Ist es nach einer bestimmten Zeit nicht tragfähig, muss er die Selbstständigkeit in den Nebenberuf stellen und sich wieder bewerben. Ich glaub auch nicht, dass man im zweiten Monat 10000 € hat und dann danach nichts weiter- man muss dann davon leben und haushalten.

Ist aber nicht das Thema.

Er muss mit seinen Unterlagen zum Jugendamt und jetzt schauen, wie er die Pfändung los wird. Und er kann das Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln lassen.

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@Vienna1000

Du musst dich nicht überall auskennen, tut keiner bei den Gesetzen. :)

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@Hexesyl

Hallo, war auf dem JA und die wollten die Pfändung bis Januar 2013 aussetzen nun im November die Große Überraschung wieder Pfändung. Das Blöde daran Arge zählt dieses Geld ja als Einkommen. Im Dezember werde ich aber ca. 600€ an das FA zu zahlen haben. Die sagen das Geld steht mir ja Privat zur Verfügung, aber Umsatzsteuererstattung ist doch nur vorläufig, bis zur Umsatzsteuererklärung. Na mal sehen wie es weiter geht. Das mich hier keiner falsch versteht. Ich möchte ja Unterhalt für meinen Sohn zahlen und bin mir auch bewußt darüber, das ich den Vorschuß zurück zahlen muss.

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Ich verstehe da jetzt als ordentlicher Kaufmann ehrlich gesagt gar nichts. Ich weiss gar nicht, wo ich da anfangen soll. Wenn du eine Geschäftsidee hast, dann musst du deine ganzen AUSGABEN zuerst realistisch bewerten um dann zu kalkulieren, was du EINNEHMEN musst. Wenns ein einfacher Gewerbeschein ist, dann haftest du ab dem Zeitpunkt der Gewerbeanmeldung für alles persönlich. Da gehen dann im Zweifelsfall auch alle Betriebsmittel drauf, wenn gepfändet wird. Das muss für einen Kaufmann von vorne herein klar sein. Wenn dir diese Arge noch irgendeine Unterstützung ( vermutlich eher eine Art Schonfrist ) einräumt, dass ist das eine absolut unübliche Sache. Die Rückzahlung der Vorsteuer / MwSt. Differenz ist sicherlich ein vorhandenes Vermögen und somit pfändbar. Und doch. Mit ca. 350Euro-400 Euro müssen viele irgendwie existieren können. Hattest du bei der Geschäftgründung denn überhaupt irgendein kfm. Hintergrundwissen? Einen Unternehmensberater? Hast du irgeneinen Kurs zur Geschäftsgründung besucht, oder hast du das Gewerbe einfach mal so angemeldet?

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