Kindliche Störungen- Unterentwicklung?

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5 Antworten

Bei der Einschaetzung, ob ein Kind besser in Vorschule oder die erste Klasse passt, spielt die kognitive Entwicklung genauso eine Rolle, wie die soziale und emotionelle. Ein Kind, das z.B. noch sehr verspielt ist, mag es schwer in der Schule haben und deshalb wird noch ein Jahr gewartet. Auch ein sehr schuechternes und introvertiertes Kind kann von einem Extrajahr profitieren und dann ganz normal in die erste klasse kommen.

Die Entwicklung von Kindern ist oft relativ sprunghaft und ein Jahr in der Entwicklung eines 6 jaehrigen kann einen Riesenunterschied machen (ist schliesslich ein sechstel seines Lebens!) Das ist dann noch keine "Stoerung" oder "Unterentwicklung" - einfach fehlende Reife.

Ich weiss nicht, warum deine Ma deinen Fragen ausweicht... vielleicht weiss sie es wirklich nicht und hat fraglos den Rat der Authoritaeten angenommen? (Passiert ja oft, auch mit Aerzten usw...) Auf jeden fall scheint es dir nicht geschadet zu haben, mach dir also nicht zu viele Gedanken :-)

Die Entscheidung ein Kind etwas später in die Schule zu schicken, wird häufig gefällt. Das hat überhaupt nichts damit zu tun, dass man weniger intelligent oder introvertierter als andere Kinder ist. Ich finde, die Gedanken die du dir machst sind nicht notwendig, zu mal du ja selbst sagst, dass deine Entwicklung zum heutigen Standpunkt eine völlig normale ist und du dir selbst nicht im Weg stehst. Was meinst du mit Menschen die "anders" sind? Der Spruch "stille Wasser sind tief" kommt nicht von ungefähr ... Stille und zurückhaltende Menschen haben oft Qualitäten die der breiten Öffentlichkeit verdekct bleiben, was aus vielerlei Hinsicht nicht immer ein Nachteil ist. Nur wenn man sich mit einer introvertierten Charaktereigenscahft oder was auch immer selbst im Weg steht, sich damit nicht wohl fühlt, dann gibt es meiner Meinung nach Gründe daran etwas zu ändern.

Deine Mum sollte Dir allerdings schon mitteilen was damals der Grund war - du bist ja heute wesentlich älter und kannst damit umgehen, refklektierst dich ganz anders als damals ... Bitte sie doch noch mal darum, damit du da bald einen Schlusstrich ziehen kannst.

caori 26.03.2012, 19:47

Ich habe meine Mutter schon öfters auf dieses Thema angesprochen und keine befriedigende Antwort erhalten. Das wird wohl nichts.^^

Mit "anders" meine ich schon einerseits ein bisschen freakig sein, aber nicht so, dass man sich nicht in diese Gesellschaft einfügen kann, sondern eher als normal betrachtet wird und akzeptiert wird.

Still war ich eher in diese Richtung gehend, dass ich den Meinungen der anderen zufolge einfach zu wenig gesprochen habe. Die meisten Kinder haben Gespräche geführt und ich war da eher zurückhaltender, obwohl ich das aus meiner Sicht nicht so betrachten würde.

Hmm.. Danke für deine Antwort.

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YOkurt 26.03.2012, 19:50
@caori

Um mal bei Yokurt anzuschließen: Und wie ist es heute? Führen die anderen heute auch noch offener und häufiger Gespräche als du es tust? Wenn ja, geht es Dir schlecht damit? Oder geht es dir gut damit? Das sind die Fragen, die ich mir stellen würde...

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Steffile 26.03.2012, 21:43
@YOkurt

Weisst du, eine Lehrerin hat mir mal ins Zeugnis geschrieben, dass ich "der ruhende Pol der Klasse" sei... das glaubt mir heute niemand mehr.

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Du machst dir leider einen Kopf, obwohl kaum ein Argument für die Urteile Deiner früheren Beurteiler belastbar d.h. belegbar scheint. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  1. Erzieherinnen haben durchschnittlich einen gewissen Horror vor "Verschulung" der Kinder und plädieren statistisch mehrheitlich für längeren Verbleib im Kiga

  2. Der Rohrschachtest als typischer Projektionstest beruht auf nicht belegten Interpretationen, die von Psychologe zu Psychologe anders sein können und deshalb nicht zuverlässig sind

  3. Heutige Forschung belegt, dass ein Kind als GESAMTmensch mit Wechselwirkungen seiner einzelnen Bereiche zu sehen ist (systemisch) und deshalb eine Vorhersage seiner Entwicklung sehr schwer präzise vorauszusagen sein kann: Innerhalb eines Jahres kann es "Plötzlich" Entwicklungssprünge geben

  4. Nach Deiner Beschreibung hat man Dich früher vorwiegend nur sog. defizitorientiert gesehen ("Fehler", Mängel" gesucht) und beurteilt und nicht deine Stärken, Ressourcen und Kompetenzen beachtet, was ein anderes und förderlicheres(!) Urteil von einem Kind/Menschen entstehen lässt (und so heute zunehmend praktiziert wird).

Fazit: Such nicht länger nach Begründungen, die in Dir liegen sondern mache ganz überwiegend das unqualifizierte Be- und Verurteilen Deiner früheren Umgebung für Dein heutiges Unwohlsein-Gefühl verantwortlich und wirf das dann Stück für Stück über Bord. - Ein schönes zufriedenes Leben wünsch ich Dir.

Du kannst die Vergangenheit nicht mehr ändern. Vielleicht kannst du heute mehr über das freuen was du schon geschafft oder erreicht hast um mit dir selber zufrieden zu sein.

Also ich wurde auch ein jahr später eingeschult als viele andere ich seh da jetzt nich so das problem drin das man , auch wenns auf empfehlung war, ein jahr später. Ich denke du solltest einfach mit der vergangeneit abschließen ;)

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