Kindliche Ängste im Erwachsenenalter.

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16 Antworten

Es ist eigentlich auch nicht normal, als Kind im Dunkeln Angst zu haben. turalo beschreibt schon sehr schön, wie solche Ängste überhaupt entstehen. Eltern und anderen Erwachsenen, die Kindern Angst machen, gehört der Hosenboden strammgezogen!

Genusssucht 14.09.2010, 17:32

Weshalb ist es nicht normal? Es wird doch immer gesagt, es ist eine Art Urangst aus grauer Vorzeit und recht verständlich, weil man ja nichts im Dunkeln sieht. Auch habe ich stets gelesen, viele Kinder haben diese Ängste vor Gespenstern oder Monstern unterm Bett. Wieso also genau unnormal? (Wie gesagt, bei Kindern. Bei Erwachsenen ist das mit den Monstern meines Erachtens nach nicht mehr normal, aber zuerst zu meiner Frage...)

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CrazyDaisy 14.09.2010, 18:35
@Genusssucht

Du hast es gelesen? Also diese Ängste nicht selbst gehabt? Siehste. Ich hatte die nämlich auch nicht. Alle ängstlichen Frauen die ich kenne, stammen von ängstlichen Müttern ab. Ich tippe auf ein erlerntes Verhalten, nicht auf ein angeborenes.

Und warum sollte man Angst haben, wenn man nichts sieht? Dann wären Blinde ja ständig ängstlich. Und man hätte auch Angst, die Augen zuzumachen.

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Genusssucht 14.09.2010, 21:41
@CrazyDaisy

Doch, ich hatte das als Kind, ich las nur, dass es bei vielen anderen auch so ist/war. Das mit der ängstlichen Mutter konnte sein, wobei ich nicht behaupten würde, meine Mutter hätte diese Angst geschürt, sondern ich wurde als Kind sehr erfolgreich getröstet. Aber Übersorgsamkeit, meintest du das?

Die Nacht war ja seit Urzeiten der Gegenstand von unheimlichen Geschichten, aber auch der Hauptzeitspanne von diversen Verbrechen in häufigerer Anzahl als am Tage. Eben aus diesem Grund, weil "böse" Dinge unbemerkter geschehen können. Vielleicht verinnerlichen manche das irgendwann, zB bei ständiger Konfrontation mit dieser Tatsache. Andere wiederum nicht... wer weiß. Aber danke dir trotzdem ;)

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CrazyDaisy 15.09.2010, 13:58
@Genusssucht

Oh, dann hatte ich Dich falsch verstanden. Deine Mutter hat es mit Sicherheit gut gemeint, leider verstärkt aber auch Trösten die Angst (in der Hundeerziehung wird das mittlerweile schon berücksichtigt).

Geschichten und Märchen, in denen von unheimlicher Dunkelheit die Rede ist, können natürlich in sensiblen Phasen auch als Auslöser in Frage kommen. Vor allem, wenn das Kind zuwenig mit Nachtsituationen in Berührung kommt und somit keine Gelegenheit hat, die Ängste als unbegründet zu erkennen. Wer als Kind auch öfter im Dunkeln draußen spielte, hat selten diesbezüglich Probleme.

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Hallu, ich würd diese Frage mal anhand meines Beispieles beantworten.

Ich bin 20, weiblich und lebe bei meinen Eltern.

Und ich leide, ehrlich gesagt, auch darunter, im Dunkeln Panikattacken zu kriegen und mir zwanghaft vorzustellen, wie aus jedem Winkel mich ziemlich widerliche Fratzen beobachten.

Mal eine Beschreibung so einer Situation:

Zumal, taucht das bei mir nur auf, wenn ich im Stress bin, psychisch. Nun muss ich zum Beispiel auf Toilette, für mich heisst das: "Ich muss durchs Treppenhaus, zwei Stockwerke tiefer."

Ich stehe vor meiner Zimmertür und auf einmal kommt mir der Gedanke: "Da könnte was dahinter stehen..."

Ich will diesen Gedanken zwar mit einem "Unlogisch, was soll da schon sein?" abzuschließen, aber mein Bauchgefühl sagt mir eindeutig: Lebensgefahr. Ab da fühle ich mich beobachtet, kann auch nicht durchs Schlüsselloch schauen. "Jemand könnte etwas dort durchstoßen"

Irgendwann schaff ichs die Tür langsam zu öffnen und... siehe da es ist nur dunkel, kein Vieh, kein Fremder, nichts.

Ich atme aus nehm meinen Schlüssel und schließe ab bevor ich runter gehe.

Das Problem:

Auf dem Weg dorthin sind 10 weitere Türen, eine davon muss ich öffnen.

Und selbst wenn ich im Bad bin.

"Es könnte aus der Badewanne hochkommen." "Es könnte aus der Waschmaschine kriechen" "Wenn du nach oben schaust wirft es sich auf dich" "Schau nicht in den Spiegel."

Wenn ich einmal Angst kriege warnt mich mein Bauchgefühl vor jeder Ecke.

Klingt verrückt? Ist es auch. Ich verstehe es selbst nicht. Und mit verstehen hat das auch nichts zu tun.

Ich glaube nicht an Monster, Geister oder sonstiges, aber mein Hirn warnt mich immer vor Dingen die es nicht geben dürfte.

Jetzt zur Masterfrage: Woran liegts?

Ehrlich gesagt, ich bin selbst ratlos.

Aber ich habe einen Tipp gelesen in dem es heisst sich den eigenen Ängsten zu stellen.

Also werd ich heute mal auf den Dachboden schauen, mal sehen was passiert...

Ich hoffe für mich und alle anderen, dass wir diese Zwangsvorstellungen überwinden können.

Liebe Grüße und ToiToiToi, Himeko Inaba.

InabaHimeko 17.10.2012, 14:42

Und bei deiner Frage ob solche Ängste normal sind:

Das kann niemand sagen, weil Ängste keiner Norm entsprechen. Aber.

Ich finde solche Ängste sind schon einen Psychologenbesuch wert.

Man kann für solche Ängste nicht, vielleicht sind sie angeboren, man weiss es nicht. Es ist auch egal woher unsere Ängste kommen, wir müssen sie nur besiegen ohne sie zu vergessen.

Ein Leben ohne Angst wäre zu gefährlich.

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also das ist bei erwachsenen eine angststörung,die von einem psycholgen behandelt werden kann,es geht von panikattaken bis zu phobien,wie verfolgungswahn. vllt hat man in der kindheit etwas nicht gut verarbeitet und das unterbewusstsein trägt es mit sich rum.sowas sollte sich aber ein psychologe ansehen,denn eine ferndiagnose kann man einfach nicht machen.einfach mal bei einem anrufen und sein problem schildern,aber denke nicht das du jetzt verrückt bist oder so,das unterbewusstsein ist sehr schwierig zu verstehen und verarbeitet sachen oder in dem falle auch nicht die man bewusst nicht verarbeitet hat.nach ein paar sitzungen sollte es schon besser sein,nur keine sorge, einfach einen termin machen und alles wird wieder gut.

Genusssucht 14.09.2010, 17:27

Bei der Sache mit den Panikattacken und Phobien ist klar Behandlungsbedarf vorhanden, da stimme ich schon zu. Aber bei bloßer Angst im Dunkeln, nur wegen einem kleinen, dumpfen komischen Gefühl, wenn man nachts auf die Toilette muss (oder so), schon einen Psychotherapeuten aufsuchen? Das scheint mir (zumindest für mich persönlich) etwas übertrieben, vor allem wenn ich bedenke, wie wenige Therapeuten es gibt und wieviele Menschen mit viel gravierenderen, wirklichen psychischen Störungen. Eigentlich hätte ich eher Tipps zur Selbsthilfe erwartet. Aber die kann ich mir schließlich auch selbst herleiten. Daher dennoch vielen Dank! (Und das Thema ist auch unabhängig von meinem kleinen Problem sehr interessant.) ;)

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Ich würde ja behaupten, dass solche Ängste normal sind. Wie hier schon geschrieben wurde, sind es Urängste. Und sie sind berechtigt. Denn nehmen wir das Beispiel, im Dunkeln auf die Straße gehen. Ich wohne hier in einer Gegend, in der es ab 1 Uhr Nachts stockfinster ist. Die Straßenlaternen werden ausgemacht und wenn man angenommen um halb 2 von einer Party kommt, hat man ohne Taschenlampe oder ähnliches verloren. Man sieht nichts... absolut nichts! Glück hat man, wenn der Mond günstig steht. Ich bin auch eine Person, die das Dunkel meidet. Ich hasse es im "nichts" zu stehen. Hier bei uns hat man auch schonmal versucht einzubrechen - den Nachbarn sei Dank - erfolglos. Doch wer es war weiß man bis heute nicht. Was oder wer also sagt mir, dass die nicht nach zig Jahren nicht nochmal ein Versuch starten? Wir haben mittlerweile an fast allen Fenstern Sicherheitsgitter. Hat alles vor und Nachteile. Vorteil Einbrecher versuchen es wahrscheinlich erst gar nicht, weil die Gitter in der Wand verankert sind und es ein höllen Lärm machen würde, sollte man sich an diesen zu schaffen machen. Nachteil: Man hat verloren, sollte es brennen! Weiterer Nachteil: Diese Gitter könnten rüberbringen, dass es hier was zu holen gibt, auch wenn dem nicht so ist... Also mehr Schein als sein. Könnte dennoch einen Ansporn geben. Ein weiterer Grund ist, dass hier erst vor kurzem eine Straße weiter in zwei Häuser eingebrochen wurde und hier zur Zeit ziemlich viel Pack unterwegs ist. Ich hasse es auch alleine zu sein. Also Tagsüber kein Problem aber sobald es dunkel wird, wird mir mulmig. Eigentlich ist mir bi jetzt noch nie Nachts irgendetwas in der Richtung passiert. Die Frage die sich wahrscheinlich jeder im Unterbewusstsein stellt, ist, was man machen soll, wenn es dazu kommen sollte und genau das löst meiner Meinung nach Ängste aus. Eine weitere Angst ist, dass man verbrennt oder im Schlaf von Feuer überrascht wird. Dazu kann ich nur sagen so unwahrscheinlich ist das gar nicht, ich selbst hatte es, dass ich eines Nachts aufgewacht bin und eine Defekte heizdecke angefangen hat zu brennen. Der Raum war voller Rauch man konnte nicht Atmen, kaum etwas sehen und das Ding aus dem Fenster rauswerfen war nicht, wegen den Gittern. Haben es letztendlich geschafft, die Decke in die Badewanne zu tragen und sie dort, nach einigen Eimern Wasser komplett mit der Dusche der Wanne zu löschen. Natürlich hatte die matratze ebenfalls ein Riesenloch und das genau neben mir. Ich hab die Decke aus Reflex vom Bett auf den Boden geworfen - auch nicht schlau, schließlich waren nebendran Vorhänge. Aber unter Schock macht man viele Sachen, über die man sich im Normalzustand lächerlich macht! Zum glück war nur der Boden etwas angekohkelt und die Vorhänge fingen kein Feuer. Als meine Mutter den ersten Wassereimer brachte dachte ich nur Heizdecke - brennt- Wasser- Strom- Heizdecke ausstecken. Dies sind Vorgänge, die man total unkontrolliert denkt. Man macht es einfach. Ich hab Glück gehabt - wir haben Glück gehabt. Doch jedes anderemal könnte ganz anderst und viel dramatischer ablaufen. Ich war nicht alleine und ich habe ehrlich gesagt auch keine Ahnung, was ich alleine gemacht hätte. Genau daher kommen unsere Ängste. Letztendlich sind sie nur ein Warnsignal, auf das wir hören sollten. Wenn unsere innere Stimme sagt, dass wir nicht im unkeln rausgehen sollten, dann sollten wir auf sie hören und dies auch nicht tun. Denn wenn 1000 mal nichts/nichts schlimmes passiert ist, dann kann das 1001. mal alles schief gehen. ;)

vlg. :)

Hallo, Ich kenne diese Ängste auch. Vor allem in der Dunkelheit ist es ganz schlimm. Ich bin mir sicher, dass es an Erfahrungen in der Kindheit liegt und an fehlender Sicherheit. Die innere Sicherheit, sowie die äußere die man eig von zu Hause mitbekommt. Ich habe zu Hause mittlerweile sogar ein Nachtlicht, wenn ich alleine bin. ^^ Ansonsten kann ich dir nur den Tip geben, diese "ängste" zu bekämpfen, indem du genau in diesem Moment aufstehst und dort hingehst und zB nachschaust. Nach einer Weile hat es sich bei mir gelockert. Lg 🌹

ich finde das relativ normal. die angst dor der dunkelheit,bzw. die angst,vor dem,was im dunklen lauern könnte,ist eine urangst und so sind auch erwachsene nicht davor sicher!ich habe auch angst,wenn ich im dunklen durchs haus laufe oder nachts eine unbeleuchtete straße entlang gehe. und diese angst vor diversen gestalten unterm bett,im schrank,hinter einem,etc...kann ich ebenfalls komplett nachvollziehen.erstens wird ja schon kindern damit angst eingejagt,sowas "brennt sich" natürlich ins unterbewusstsein ein.zweitens kommt solch kram ja auch in jedem 2. horrorfilm vor,das macht einen dann schon paranoid. zusammengfasst:ich finde diese ängste völlig normal,der eine ist eben mehr schisser als der andere,und ich gehöre definitiv zu den oberschissern. ;)

solche ängste können menschen durchaus in erwachsenenalter mit "rübernehmen", wenn in ihrer kindheit dinge geschehen sind, die sie stark verängstigt haben:

Angst vor Dunkelheit: ein mensch wurde als Kind regelmässig zu strafe in eine kammer ohne licht und ohne die möglichkeit, sich selbst dort heraus zu begeben, eingeschlossen...

wenn dann in späteren jahren sich die situation mildert - so in der pubertät, verschwinden die erinnerungen daran erst mal irgendwie...

doch sobald als erwachsener eine ähnliche bedrohliche situation erlebt, tauchen die ängste ganz massiv wieder auf...

dann kann man versuchen, mit hilfe eines therapeuten die angst zu bekämpfen - doch je nachdem wie tief die angst vor dunkelheit sitzt, hilft oftmals nur, in dunklen räumen, beim einschlafen immer ein kleines lämpchen leuchten zu lassen, damit man jederzeit eine übersicht über den raum hat, in dem man sich aufhält... lg

das sind urängste, die hat man in uns drinne. da kann mnn nicht viel tun. angst ist ne schutzfunktion des körper

Wie es sein kann, dazu gibt es mehrere Antworten.

Und ich als Laie in Sachen Psychologie möchte darauf nicht näher eingehen.

Dies zubeanworten möchte ich ausschließlich einem Fachmann (selbstverständlich auch einer Fachfrau) überlassen.

Sind die Ängste sehr stark ausgebildet ... dann gehört die Behandlung in die Hand eines guten Therapeuten.

Das kostet Geld und Zeit, aber es ist die einzige Möglichkeit, damit umgehen zu lernen.

Jedoch zum Selbstentgegenwirken habe ich einige Vorschläge (die auf Erfahrungswerten beruhen).

Sind es "nur" Störungen einfacherer Art, dann kann man mit gesundem Lebensstil und entsprechender Ernährung (ich weiß, für manche könnte das übertrieben klingen, dem ist aber absolut nicht so) und ... Entspannungsübungen, besonders mit autogenem Training wirkungsvoll Verbesserungen bewirken.

Jedoch ist dies alles kein Wundermittel mit sofortiger Wirkung ... man braucht dazu Selbstdisziplin und Konsequenz ... doch wenn man die aufbringt, dann sind eine allgemeine Verbesserung und dazu noch einige zusätzlichen positive Wirkungen garantiert.

Man muß Kinder nur oft genug mit "dem schwarzen Mann" drohen oder ihnen Angst vor dem dunklen Keller machen, oder wovor auch immer.Das verankert sich und ist sehr schwer abzulegen. Auch manchmal noch bis ins Erwachsenenalter.

Ich könnte mir vorstellen, dass da etwas in früher Jugend falsch gelaufen ist. Vielleicht fehlt das "Urvertrauen", das eigentlich von Eltern und Heim vermittelt werden sollte oder es sind Sachen passiert, die schwere emotionale Nachwirkungen haben. Ich würde einen Psychologen aufsuchen und versuchen, diese Ängste mithilfe einer Therapie in den Griff zu bekommen.

wohlmögliche eine Angststörung..lass dir helfen. ich kenne das.

das ist doch normal.brauchste nich zu behandeln :)

Genusssucht 14.09.2010, 17:23

Nervig ist es schon.

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Klar ,gibt es auch Ängste bei Erwachsenen.Du kannst doch jeden Abend vorher unter das Bett schauen,ob da jemand wartet.

CrazyDaisy 14.09.2010, 17:14

Aber die Enttäuschung jedesmal, wenn da keiner ist...

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Genusssucht 14.09.2010, 17:23
@marilda

Und wenn nicht, und jemand wartet unterm Bett, Herzinfarkt? :D

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CrazyDaisy 14.09.2010, 17:28
@Genusssucht

Nein, artig das "gute" Händchen geben und sich mit vollem Namen vorstellen!

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Genusssucht 14.09.2010, 17:36
@CrazyDaisy

Vielleicht ist Angst im Dunkeln ja auch der Schlüssel zu Anfängen einer wunderbaren Freundschaft. Na klar, jetzt geht mir ein Licht auf! * ein unsichtbares DH verschenk*

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zockst du viel oder lange? vll liegt es daran....war bei mir auch so! lg

Mit jemandem reden. z.B. Psychologen. Trauma?

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