Kindheitstrauma, was soll ich tun?

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3 Antworten

Vorschlag: Wenn Dich das Schlagen belastet, musst Du es mit neuen Assoziationen in eine neue Richtung lenken, damit die Belastungsassoziationen schwächer werden.

Mein Tipp: Fange mit Boxen / Karate an, dort lernst Du, Schläge zu blocken, die Technik der Schläge und die Beherrschung der Schläge von Dir und von Deinem Gegner. Das hört sich für Dich vielleicht so an, als würdest Du Dich genau damit beschäftigen, was Dich belastet. In einem ersten Schritt ist das auch so. Im zweiten Schritt wird die Belastung aber beherrscht. Du wirst dadurch nicht brutal oder gar ein Schläger (trainierte Boxer und Karateka sind gerade keine Schläger), sondern stehst über dem Schlägern, da Schlägern und häusliche Gewalt ein Ausdruck undisziplinierter Aggression ist, Kampfsport hingegen bedeutet die Beherrschung von Gewalt - eigener sowie fremder. Versuche es! Und halte durch, bis der Schwarzgurt glänzt bzw. beim Boxen, bis die Reaktionen z.B. Wegdrehen, Ausweichen und extrem schnelles Ducken automatisch kommen. Dann tut sich ein neues Gefühl auf, Du bist nicht mehr wehrlos.

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Das ist kein Kindheitstraume... denn diese Mißhandllungen geschehen ja immer noch... sind also "ein laufender Prozeß"

Mit Deinem Freund  zu reden, wie es "StayInLife" vorschlägt kann höchstens ein erster Schritt sein.

Wobei... Du warst in Behandlung:ambulante Therapie und zwei Mal in der Klinik! Das ist eine Menge Holz...

Was sagen Deine Therapeuten,- die Gesprächsttherapeuten ebenso wie die  der Klinik?

Die haben bestimmt geraten, diese Mißhandlungen anzuzeigen. Aber Dein Vater scheint seine Angst sehr gut in Euer Leben gesteckt zu haben. Denn die blauen Flecken sind weder bei Dir, noch bei Deiner Mutter oder Schwester unbemerkt geblieben. Und die "Neue", die Dein Vater nun an seiner Seite hat... die wird ebenfalls ihre blauen Flecke verstecken. Und sage nicht, sie hat keine... das könnte ich nicht glauben.

Dein Vater wird erst zur Besinnung kommen, wenn überhaupt... wenn er durch eigene Erfahrungen dazu gezwungen wird. das ist nicht anders als bei einem Alkoholiker... auch Gewalt kann unkontrollierbare und süchtige Ausbrüche haben wie man es von Alkoholikern, Junkies usw. kennt. Oft hängen diese Dinge auch zusammen.

Dein Vater wird sich erst dieser Gewalt annehmen, wenn er durch Anzeigen usw. dazu gezwungen wird, sein Leben zu überdenken. Das heißt dann aber auch noch nicht, dass es ihm gelingen wird. 

Ich sage dies nicht, weil ich Deinen Vater beschützen möchte. Aber ich möchte Dir aufzeigen, dass es keinen einfachen Weg gibt, an dieses Thema heranzugehen, als mit brutaler Offenheit.Es gibt kein sanftes Herangehen... kein Appell  an das "gute Herz". Selbst wenn Dein Vater unter Tränen versprechen würde sich andern zu wollen... ohne dauerhafte und gezielte Begleitung schafft er es nicht. Verhalten lässt sich nicht ändern, wenn es nicht eine wirklich treibende Motivationskraft dahinter steckt.

Millionen Abnehmwillige, willige Nichtraucher...  ja, auch Alkoholiker, Junkies ... können Dir ganze Lieder davon singen.

By the way... was isst Du gerne? Gummibärchen oder Schokolade und Chips wenn Du alleine im Zimmer bist oder vor dem TV? Süßes Gebäck in der Pause?... oder lieber  herzhaftes? Eine leckere Bratwurst auf der Kirmes?  Ein Halbes Schwein zwischen 2 Scheiben Brot, wenn Du in der Stadt beim Shoppen unterwegs bist?

Versuch das zu lassen. Nicht zu essen... und selbst hier schon wirst Du feststellen, wie schwer es ist nur eigene kleine und harmlose Gepflogenheiten nicht zu tun.

Wie viel schwerer ist das mit einer schwierigen persönlichen und auch schädigenden Verhaltensweise? Die Gewalt Deines Vaters?

Also... hab Mut! 

Gehe zum Jugendamt und melde die Übergriffe. Hol beim nächsten Mal die Polizei. Geh zu Deiner Mutter... die scheint ja anderswo zu wohnen?

Wer kann Dich noch unterstützen? Welche möglichen Lösungen hast Du schon mit Deinen Therapeuten und Klinikärzten ausgearbeitet?

Sincerely, Norbert

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Auf jedem Fall mit ihm reden. Ihm deine Probleme klarmachen. Es mag sein, dass ihn das im ersten Moment schokiert, liebt er dich, wird er dich aber verstehen. Er wird mehr auf dich achten, auf sich und wie er mit dir umgeht. Zudem wird er im Hintergrund immer behalten was passiert ist. Kommt es irgendwann im Leben mal zu einer schwierigen Situation, weiß er, wie er sich verhalten sollte.

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Kommentar von georgiaaa
08.01.2016, 23:02

Er weiß es schon alles.

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