Kindheit zurück gewünscht

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Hallo polditier!

Bist Du vielleicht aus gesundheitlichen Gründen an das Haus gebunden? Ist Dein Freundeskreis zu Gunsten Deiner Familie ins Hintertreffen geraten? Vielleicht kannst Du Dir Deinen Tag anders strukturieren, so das mehr freie Zeit für Dich übrig bleibt? Und selbst wenn Du aus gesundheitlichen Gründen in Deiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt bist, so kannst Du Dich immer noch mit einem spannenden Buch in den Park oder auf den Balkon oder in den Garten setzen und abtauchen... Oder Du begleitest Deine Tochter, wenn sie zu ihrem Pferd geht, setzt Dich auf eine Bank und schaust dem Treiben auf dem Hof zu...

Ich persönlich wünsch' mir meine Kindheit nicht zurück... Heute habe ich nämlich weitaus mehr Gestaltungsmöglichkeiten als damals! :)

Alles Gute wünscht Dir das Beutelkind!

Lieben Dank für den Stern polditier!

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Ich werde zwar erst fast 17, aber solche Gefühle hatte ich auch schon oft. Ich hatte meiner Meinung nach eine sehr schöne Kindheit, mir fehlt diese Zeit so sehr. Die Zeit in der Grundschule wo man Nachmittags immer viel Zeit für seine Freunde hatte, früher immer Cartoons anzusehen. Einige Freunde aus der Grundschule kenne ich jetzt zum Beispiel nicht mehr. Ich hatte in der Grundschule einen sehr guten Freund, welcher dann umgezogen ist nach der 3. Klasse und ich ihn also nun schon 7 Jahre nicht mehr gesehen habe, ich kann ihn leider über kein soziales Netzwerk finden, seine Telefonnummer weiß ich auch nicht

Ich musste schon öfters an die Zeit von früher denken, es schmerzt regelrecht.

Das klingt so nach einer "Früher war alles besser"-Verklärung und nach einem Anflug von Melancholie. Geh mal ne Stunde stramm durch die Landschaft - das hebt die Laune - und überdenke dabei, ob damals wirklich alles so toll war.

Ich kann sehr gut nachvollziehen was du meist. ich bin ähnlich aufgewachsen wie du, ich war denn ganzen Tag draußen, ich hatte viel Spaß mit freunden und lebte unbeschwerte in den Tag. Dieses unbeschwerte haben wir verlernt. Das liegt vor allem auch daran das uns die Medien ein Bild vor gauckeln das so nicht existiert. In der Werbung wird uns auf unbewußtem Wege eingetrichtert was wir zu kaufen haben damit wir so glückliche und unbeschwerde Menschen werden wie in den Werbespots. Aber was uns da gezeigt wird ist nicht die Realität. Ich stehe im Job unter Druck, unsere Umwelt setzt uns unter Druck weil wir uns nicht anpassen wollen. Aber müßen wir uns denn anpassen ? Wenn wir zur breiten Masse gehören wollen, ja ! Aber wenn wir unseren eigenen Weg gehen wollen dann wird es unbequem, dann müßen wir uns anstrengen damit wir wieder glücklich werden, und das haben wir verlernt. Wir sind im Laufe der Zeit manipuliert worden, manipuliert durch unsere Umwelt, durch die Medien, die Werbung, durch falsche Freunde usw. Erst wenn wir wieder auf unsere innere Stimme hören und jeden Wunsch hinterfragen der in uns aufkeimt, etwa auf die Art: Brauche ich das wirklich ? Hab ich das gebraucht bevor oder nach der Werbung ? Will ich eine oberflächliche Bekanntschaft, oder eine tiefe Freundschaft die sich dadurch äußert das man auch in schlechten Zeiten nicht alleine gelassen wird ? Die Menschen sind oberflächlich, konsumorientiert geworden. So konsum gesteuert das sie sogar ihre Freunde und Bekannte danach auswählen was sie für ein Auto fahren, was für Klamotten sie tragen, was sie für ein Handy haben, was sie für einen Job haben, was sie verdienen etc... was soll das ? Wer soll diesen Druck aushalten ? ist das nicht zwangsläufig so das wir krank werden müssen ? Depression ist das nicht was du hast,du hast eher resigniert vor der heutigen Welt und den Menschen, und das kann ich gut verstehen ! Sie merken doch schon gar nicht mehr wie sie manipuliert werden. Besinn dich wieder auf die Dinge die dir wirklich wichtig sind, vielleicht sind das auch die gleichen die dir früher als Kind wichtig waren. Beschäftige dich mit der Natur, treibe Sport und suche dir gleichgesinnte.... ich wünsche dir jedenfalls recht viel Erfolg dafür das du aus deinem Stimmungstief wieder herauskommst....

Ja dieses Gefühl kenne ich nur zu gut. Ich hätte früher zwar nur zwei beste Freunde, aber dafür unternahm ich mit denen damals soviele Sachen draußen. Heute muss ich schon mit dem Auto oder Bus in die nächste Ortschaft fahren um meine Freunde zu sehen und d.h. ich bin die meiste Zeit zuhause. Früher reiste ich auch viel mehr in andere Länder als heute.

Früher bekam ich gute Noten wie 1er und 2er nachgeschmissen, ohne, dass ich viel gemacht habe (In der Volksschule/Grundschule hatte ich sogar einen Notendurchschnitt von 1,0). Heute kann ich froh sein wenn ich in der Uni in manchen Fächern mit viel Lernaufwand noch eine 4 bekomme. Dafür gabs früher aber keine Highend Geräte wie Smartphones, sondern Handys mit schwarz, grünem Bildschirm und als Standardspiel Snake drauf xD.

Statt einem HDTV hatte ich damals einen Röhrenfernseher. Internet hatte ich damals auch noch keines. Sogar meinen ersten PC (mit 6 GB HDD, das hat heutzutage schon ein billiger USB-Stick xD) bekam ich erst mit 13 Jahren.

Es hat halt beides Vor- und Nachteile, sowohl Kindkeit, als auch jetzt mein Erwachsenenleben.

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