Kindheit mit Alkoholiker Vater?

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2 Antworten

Also ich muss leider Gottes gestehen, dass ich dasselbe durchhabe. Nur ich habe es in meiner Kindheit nicht wirklich mitbekommen, da mein Vater auch noch auf Montage war. Meine Eltern haben sich damals scheiden lassen & meine Mutter ist dann ein paar Jahre später an Krebs verstorben. Erst dann habe ich das alles mitbekommen, da mein Bruder & ich zu ihm ziehen mussten. Er hat wirklich Tag täglich mindestens eine große Flasche Goldkrone & einen 11er Kasten Bier getrunken. Er war dadurch die meiste Zeit am schlafen. Er ist nicht morgens mit meinem Bruder & mir aufgestanden, wie wir es von unserer Mutter & unserem Stiefvater gewohnt waren. Ihm war alles egal, Hauptsache wir haben nicht's mit der Polizei zu tun. Er hat selten gekocht & sich auch für unsere schulischen Anliegen (Zensuren, Elternsprechtage usw) nicht interessiert oder für unsere Freiteitaktivitäten. Klar hatten wir dadurch sehr viel Freiraum aber er hat wie gesagt die meiste Zeit seinen Rausch ausgeschlafen & abends meistens weiter getrunken. Es ist einfach schlimm wenn sich jemand nicht für dich interessiert & du dann dadurch komplett auf dich alleine gestellt bist. Irgendwann war er schon Regelrecht Paranoid. Behauptete ich würde ihm die Sachen klauen, die er mir Jahre zuvor schon geschenkt hat usw. Ich hab irgendwann meine Sachen gepackt & bin zu meinem Freund, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Nach 5 Monaten bin ich dann zurück, weil ich meinen Bruder nicht alleine lassen konnte & mein Vater seinen Führerschein auch noch verloren hat. Aber das war dann der Punkt, als er selber gesagt hat, dass sich was ändern muss. Er hat von heute auf morgen aufgehört zu trinken & ist jetzt seit 2 Jahren trocken, hat seinen Führerschein wieder & wohnt inzwischen mit seiner Freundin & meinem Bruder zusammen & kümmert sich auch um die schulischen Angelegenheiten. Aber es ist gerade im Teeniealter das schlimmste was es gibt.

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Kommentar von Jessicahofst
07.06.2016, 02:35

Das kenn ich auch total ähnlich.

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Du darfst ruhig mal nachbohren, wenn es dich interessiert. Manchmal will der andere sogar gerne darüber reden, traut sich jedoch nicht weil er Angst hat, dich damit zu überfordern.

Falls er nicht intensiver reden will, wird er es dir deutlich sagen. Am besten sagst du mal in einer ruhigen Minute: "Ich würde gerne einmal mehr über die Zeit mit deinem Vater und seiner Sucht erfahren, wie es dir genau ging und wie das war. Das muss auch nicht jetzt sofort sein, und wenn du das gar nicht willst, dann natürlich nicht, das verstehe ich. Aber wenn du in den nächsten Tagen oder Wochen mir doch mal darüber erzählen magst, sag mir Bescheid, ich habe einfach viele Frage dazu."

Dann hat er Zeit sich das zu überlegen und zurechtzulegen, oder abzulehnen.

Denke daran, dass er nicht unbedingt bis heute Folgen davongetragen hat. Er kann es auch gut verkraftet haben. Und selbst wenn nicht, wärst du die letzte, die ihm helfen kann, dann muss ein Therapeut ran.

Es gibt im Internet viele Foren, in denen sich auch Angehörige von Alkoholikern austauschen können. Vlt siehst du dich auch mal dort um. In fast jeder Stadt gibt es auch Gruppen von Anonymen Alkoholikern und die Drogenberatungsstellen, wo du Informationen bekommen kannst!

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Kommentar von Kamatoro
07.06.2016, 01:47

Ja aber sie sollte auf jeden Fall fragen ob es okay ist

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