Kindesunterhalt geht aus 2. Beziehung auch an 1. Kind?

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6 Antworten

Ich würde erst mal für das fremde Kind gar nichts mehr beisteuern. Das Problem ist wirklich, dass die Mutter nicht nachweisen muss, dass sie für dein Kind (Miete, Verpflegung, Schulsachen, Kleidung, Taschengeld, Fahrtkosten, Klassenausflüge etc.) exakt die 500 Euro ausgibt. Hält sie dein Kind knapp und gibt nur 300 Euro dafür aus, kann es durchaus sein, dass sie die übrigen 200 Euro in ihr anderes Kind oder in sich selbst steckt, auch wenn das nicht gerade fair ist. Aber leider kannst du da nicht wirklich was machen außer dahinter her sein, falls dein Kind zum Beispiel beim Papawochenende zerrissene Kleidung trägt oder notwendige Medikamente nicht bekommt. So oder so werden deine Freundin und ihr erstes Kind von den 500 Euro profitieren, und sei es nur, weil dadurch mal ein Extra-Eis für alle drin ist.

Man kann unter der Überschrift auch bei 'Details zur Frage' seibe Frage genauer darstellen. Das ist hilfreich, um passende Antworten zu bekommen.

Jedes Kind von dir, ganz gleich in welcher Beziehung es gezeugt wurde, hat seinen Anspruch auf Unterhalt von dir. Sofern du leistungsfähig bist, bekommt jedes deiner Kinder einen altersgemäßen Unterhalt.

Wenn es dir bei der mehr als knapp formulieren Frage eher darum ging, dass der Unterhalt, den du für ein Kind an deine ehemaligen Partnerin zahlst, von dieser Frau auch dazu verwendet wird, ein aus einer ihrer vorangegangenen Partnerschaften entstandenes Kind mitzuversorgen, dann kannst du nichts dagegen tun. Ich weiß,  dass es einem als Elternteil das Herz blutet, wenn man  sieht, dass Bekleidung oder Dinge, die für jetzt fürs eigene Kind besorgt worden sind, vom anderen Kind in Beschlag genommen werden. 

LG

Die Kindsmutter ist nicht verpflichtet nachzuweisen / eine Aufstellung zu machen, wofür genau das Geld verwendet wurde.

Da kannst du gar nichts dagegen machen.

Die Mutter muss dir nicht mitteilen, welches Geld sie für welche Anschaffung hergenommen hat!

Wie stellst du dir das auch vor? Ein Kühlschrank für dein Kind, ein zweiter für die Mutter und das andere Kind??

Dagegen kannst du nichts machen. In solchen Fällen wird das Kind dann als Einnahmequelle missbraucht. Bezieht die Frau dann auch noch Hilfe vom Staat, wird ihr aber der von dir geleisteter Unterhalt auf den Bedarf der Gemeinschaft  (Frau und beide Kinder) als  Einkommen mit abgerechnet, wodurch die Allgemeinheit der Steuerzahler nicht so viel zuschustern muss. Dann würde nämlich deinem Kind auch nur die staatliche Leistung für Unterhalt zugebilligt und der Rest ginge für die Deckung anderer Kosten drauf. Fazit: im Fall einer Trennung solltest du versuchen, das Kind zu dir zu nehmen, dann  wüsstest du, dass du wirklich nur dein Kind unterstützt.  LG

Hallo, ich wollte noch zu meiner Frage etwas ergänzen:

Meine Freundin hat aus 1. Ehe ein Kind, für welches es den Mindestunterhalt bekommt. Wenn wir uns trennen, würde sie für unser Kind rd. 500 Euro von mir bekommen. Das Geld ist ja für unser gemeinsames Kind gedacht?

Da ich auch so schon immer für das 1. Kind meist etwas beisteuern muss, gehe ich davon aus, dass das Geld weiterhin nicht reicht und sie auf die 500 Euro - die ja ausschließlich für unser Kind gedacht sind - zugreifen wird. Das finde ich im Interesse meines Kindes mehr als Unfair und würde gern mal wissen, wie sich das hier verhält und was man(n) dagegen machen kann?

Danke in die Runde

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