Kindesunterhalt einfach halbieren?

4 Antworten

Entscheidend ist, ob Du einen Unterhaltstitel gegen ihn hast, oder Ihr Euch ohne Titel bezüglich der Unterhaltshöhe geeinigt habt.

Liegt ein Titel vor, wäre weiterhin der darin festgelegte Betrag zu zahlen, würde er weniger überweisen, könnte der fehlende Betrag eingefordert, eingeklagt werden....
Er müsste einen bestehenden Titel erst abändern lassen, um weniger zahlen zu "dürfen".

Ohne einen Titel hast Du keine "rechtliche" Handhabe gegen ihn. Du solltest dann schnellstens zum Jugendamt gehen und eine kostenlose "Beistandschaft" für das Kind einrichten lassen - dann würde das Jugendamt den Unterhalt entsprechend seines Verdienstes berechnen und einen Titel ausstellen können. (Ein Anwalt könnte das ebenfalls bewirken, wäre aber kostenpflichtig...)

Die Einkommensüberprüfung wäre schon deshalb empfehlenswert, weil er bei einem Verdienst von 2500 Euro netto (und zwei minderjährigen Kindern...) ohnehin mindestens 273 Euro an Unterhalt zu leisten hätte (Kind bis sechs Jahre, sonst mehr..).
Für die Kinder der neuen Frau wäre er nur unterhaltspflichtig, wenn es seine leiblichen wären oder er sie adoptiert hätte, auch der neuen Frau selbst ist er nachrangig, minderjährige Kinder haben erstmal Vorrang....

Wir waren viele Jahre beim Jugendamt, diese Beistandschaft ist jetzt aber weg, da es mit dem Unterhalt bislang klappte. Wir wollten das immer machen mit dem Titel aber er wollte sowas nicht unterschreiben. Bei uns geht es um das Alter 13, die Kinder die bei ihm leben zusammen mit der Frau sind 6 und 1,5 Jahre, der älteste um den er sich auch nicht kümmert ist 17. Seine Frau hatte und ich denke sie arbeitet auch schon wieder noch ein höheres Einkommen als er wo er die andere Arbeit noch hatte.

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@saloju1301

Bei einem Einkommen von rund 2500 Euro (bereinigtes Netto dann schätzungsweise 2250 Euro) müsste er nach "Düsseldorfer Tabelle" für seine beiden Kinder (13 und 17 Jahre) 377 Euro pro Kind zahlen (469 Euro -hälftiges Kindergeld 92 Euro).

Sollten das 6-jährige und 1,5-jährige Kind seine leiblichen Kinder sein, wäre er auch ihnen unterhaltspflichtig und der Unterhaltsbetrag für die beiden älteren Kinder würde sich dadurch reduzieren.

Sind es aber nicht seine Kinder, wäre er für sie nicht unterhaltspflichtig, sie würden nicht berücksichtigt (auch nicht, wenn deren Mutter keinen Unterhalt von deren Vater erhielte....).
Ebenso ist aber auch seine Frau nicht für seine älteren Kinder (13 und 17) unterhaltspflichtig.
Ihr Einkommen wird deshalb auch nicht mit angerechnet für den Unterhalt dieser Kinder

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Waere die Frage, ob ein Titel ueber den Unterhalt besteht oder nicht. Oder eine Beurkundung. So was geht meist bis zum 18. Lebensjahr und man kann nicht eigenmaechtig was neues berechnen. Der Titel muesste vorher erst geandert werden.

Weiterhin steht es ihm auch nicht zu, zu einer Arbeit zu wechseln, wo er deutlich weniger verdient, nur weil es ihm zu stressig ist. War ja auch nicht zu stressig, so viele Kinder in die Welt zu setzen, da hat man nun mal Stress. Das muesste zumindest von einem Arzt bestaetigt werden, dass er die Arbeit absolut nicht mehr ausfuehren kann. Waere was anderes, wenn er entlassen worden waere.

Ich wuerde mich einfach ans Jugendamt wenden und eine Beistandschaft errichten (falls noch keine besteht). Die werden sich dann schriftlich an ihn wenden und sich um alles weitere kuemmern. Das ist das einfachste fuer dich. Gebe denen auch die Mail in Kopie. So hinnehmen wuerde ich das auf keinen Fall.

Er ist selbst gegangen. Wir hatten viele Jahre einen Beistand bei Jugendamt, anfangs zahlte er das Geld ans Jugendamt und die dann an mich. Seit 3 Jahren etwa zahlt er direkt an mich und das Jugendamt schrieb erst vor kurzen das da jetzt wohl keine Beistandschaft mehr besteht, na und nun kommt er jetzt damit an. Ich werde da morgen gleich mal anrufen.

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@saloju1301

du kannst die Beistandschaft wieder aufleben lassen (bzw. neu errichten). Ich habe das Geld, das ich fuer meinen ersten Sohn teilweise bekommen habe immer ueber die Beistandschaft beim Jugendamt laufen lassen, 20 Jahre lang, bis er 21 Jahre alt wurde. Die haben es mir dann ueberwiesen. So haben die die Kontrolle und muessen handeln, wenn er nicht mehr zahlt oder zu wenig.

Bei meinem juengeren Sohn habe ich leider noch nie einen Euro Unterhalt bekommen und die haben die Beistandschaft jetzt nach 13 Jahren beendet, weil es eh nichts bringen wuerde.

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Ich würde mich an deiner Stelle an das zuständige Jugendamt wenden, aber da er erst am 01.07. anfängt bei der neuen Arbeitsstelle müsste er am Ende 30.06. noch das Gehalt von der alten Arbeitsstelle bekommen haben; demzufolge müßte er erst Ende Juli eine Neuberechnung machen für den Kindesunterhalt. Also rein vom logischem und gesetzlichen würde ich nicht sagen das er das einfach so machen darf. Bei meinem Sohn hält das Jugendamt die Hand darüber, weil er lange Zeit gar nix zahlte und er selbst gegenüber dem Jugendamt erst richtig Rede und Antwort stand als die ihm mit dem Gericht drohten. Ist nicht bei jedem so, aber ich würd mich, um auf Nummer sicher zu gehen an's Jugendamt wenden. Und Gehälter werden meines Wissens nicht im voraus gezahlt.

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