Kindesunterhalt, bei "faulen" Kindern, die keine Schule / Ausbildung machen wollen?

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19 Antworten

Ab seinem 18. Geburtstag ist der Sohn vorrangig selbst für seinen Lebensunterhalt verantwortlich.

  • Der Mann kann die Unterhaltszahlungen an die Mutter des Sohnes also einstellen....

Sollte der Sohn auch nach seinem 18. Geburtstag noch einen Unterhaltsanspruch haben, so wären dann beide Elternteile barunterhaltspflichtig (im Verhältnis ihrer Einkommen zueinander.

Einen  Anspruch auf Unterhalt hätte der Sohn

  • noch bis zum Abschluss seiner regulären Schulzeit
  • und auch ggf. während seiner ersten Ausbildung, falls dann sein eigenes Einkommen + Kindergeld nicht seine notwendigen Lebensunterhaltskosten decken würden.
  • sonst nicht....(ansonsten müsste er seinen Lebensunterhalt selbst verdienen).

Bevor die Eltern dem Sohn aber überhaupt Unterhalt leisten müssten, müsste er selbst

  • erst einmal seinen Anspruch nachweisen (Schulbescheinigung oder Ausbildungsvertrag,
  • die Höhe seines Anspruchs ermitteln - anhand Einkommensnachweise, die er von den Eltern selbst einfordern müsste...,
  • seinen ermittelten Anspruch auf die Eltern "aufsplitten",
  • die Unterhaltsanteile der Eltern ggf. tituölieren lassen
  • und die Anteile von den Eltern einfordern...
  • (Die Mutter könnte ihren errechneten Anteil dann in Form von Verpflegung und Unterhalt aufbringen statt als Bargeld und dürfte auch das Kindergeld weiter dafür einsetzen...)

Würde der Sohn also der Schule verwiesen o.ä., hätte er (erstmal) keinen Unterhaltsanspruch an die Eltern mehr..

  • weder müsste der Vater etwas zahlen
  • noch die Mutter den Sohn beherbergen und verpflegen.....
  • und es würde auch kein Kindergeldanspruch bestehen...

Denn es ist nur eine sich hartnäckig haltende "Mär", dass Kinder bis zum 25. Lebensjahr einen generellen Unterhaltsanspruch an die Eltern haben......

Hundele 23.11.2016, 21:43

Vielen Dank für die Antwort. Da du dich gut auskennst: was würde sich ändern wenn das Kind minderjährig wäre?

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DFgen 24.11.2016, 08:42
@Hundele

Solange das Kind noch minderjährig ist, besteht ein uneingeschränkter Anspruch auf Unterhalt von den Eltern, da noch die Sorgepflicht besteht (bei getrennten Eltern auf "Naturalunterhalt" vom betreuenden Elternteil und "Barunterhalt" vom anderen Elternteil).

[Sollte ein minderjähriges Kind bereits selbst ein eigenes regelmäßiges Einkommen erzielen (Azubi), so wird dieses auf den Unterhaltsanspruch angerechnet...]

Die Sorgepflicht der Eltern (ggf. eines Elternteils) für ein noch minderjähriges Kind schließt auch die Einhaltung der Schulpflicht ein - "schwänzt" ein Kind die Schule o. ä. und die Eltern/der verpflichtete Elternteil kommen ihrer Sorgeverpflichtung diesbezüglich nicht nach, könnten sie entsprechend belangt werden.....

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Wenn das Kind keine Ausbildung macht, muss er keinen Unterhalt zahlen. Erst wenn eine Ausbildung aufgenommen wird. Dann aber auch bis zum Ende der Erstausbildung - egal ob das Kind schon 25 ist oder älter.

Nein, das Kind hat kein Anrecht auf Unterhalt.

Um ab 18 noch Unterhalt zu beziehen, muß das Kind zwingend Schule, Ausbildung oder studieren.

Macht er das alles nicht, steht ihm kein Unterhalt mehr zu.

Unterhalt muß bis zum Ende der ersten Berufsausbildung geleistet werden ( Gehalt wird angerechnet!) und ab dem 18. Geburtstag sind beide Eltern zu Unterhalt verpflichtet.

Eine Altersgrenze von 25 Jahren gibt es im Unterhaltsrecht nicht.

Lediglich das Jobcenter muß einem unter 25jährigen keine Wohnung und Unterhalt zahlen, wenn keine zwingenden Gründe vorliegen, dass das Kind nicht bei den Eltern wohnen kann.

Erziehen darf man ab 18 nicht mehr.

Warum hatte der Vater kein Sorgerecht?

Menuett 23.11.2016, 13:23

Vorsicht: Besteht ein unbegrenzter Titel, muß er diesen erst abändern lassen und er kann nicht einfach die Zahlung einstellen.

Sonst hat er direkt eine Pfändung an der Backe.

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Das Kind ist volljährig - wenn es keine Schule besucht und auch keine Ausbildung macht - hat es auch keinen Anspruch auf Unterhalt.

Knackpunkt hier ist wohl, dass das Kind noch an einer Schule angemeldet ist, aber den Unterricht nicht besucht. - Wie lange versäumt es schon den Unterricht?

Also sollte hier eine Bescheinigung angefordert werden, dass das KInd noch Schüler der Schule XY ist und auch den Unterricht besucht. Hat der Vater auch Sorgerecht?

Gibt es einen Unterhaltstitel über das 18. Lebensjahr hinaus?

wilees 23.11.2016, 13:30

Ausserdem ist ab Vollendung des 18. Lebensjahres der Unterhalt von beiden Elternteilen anteilig aufgeteilt nach deren Einkommen zu erbringen und nicht allein vom Kindesvater.

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DFgen 23.11.2016, 13:59

Also sollte hier eine Bescheinigung angefordert werden

Der Unterhalt bräuchte einfach nur eingestellt werden....

Denn wenn ein Kind nach seinem 18. Geburtstag noch einen Unterhaltsanspruch an die Eltern hat, müsste es diesen erst einmal selbst nachweisen - z. B. anhand einer Schulbescheinigung....

Sollte es dies nicht tun, müssen die Eltern "von sich aus" überhaupt nichts tun - auch keinen Unterhalt leisten.

Und nachträgliche Forderungen für die "versäumte Zeit" könnten vom Kind auch nicht mehr gestellt werden - Unterhalt müsste erst ab dem Tag geleistet werden, an dem das Kind seinen Anspruch selbst geltend gemacht (also auch entsprechend nachgewiesen) hat.

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wilees 23.11.2016, 14:00
@DFgen

Außer es besteht ein Titel über das 18.LJ. hinaus.

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DFgen 24.11.2016, 09:17
@wilees

Dann könnte der Vater den Titel entsprechend abändern lassen - und da er ab Erreichen der Volljährigkeit Anspruch darauf hätte, müsste die Mutter bei der "Abänderung" entsprechend mitwirken.....

Aber "unbefristete" Titel sind in der Regel nur noch Relikte vergangener Zeiten.....

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Du musst nur zahlen, wenn er eine Ausbildung macht, zur Schule geht/studiert oder sich ernsthaft um eine Ausbildung bemüht.

Sonst muss er bzw die Mutter halt schauen wie sie klar kommt (finanziell)

Faulenzer werden vom Staat nicht unterstützt und auch die Eltern müssen dann nicht zahlen.

Wie wäre es in so einem Fall? Muss der Mann einfach bis zum 25. Lebensjahr Unterhalt zahlen und das Kind machen lassen?

Die Altersgrenze von 25 gibt es im Unterhaltsrecht nicht. Entscheidend ist die Volljährigkeit von 18 Jahren. Das heißt, sie müssen das Kind bis zum 18 und nicht bis zum 25. Lebensjahr machen lassen. Mit der Volljährigkeit besteht ein Unterhaltsanspruch nur noch während der Schul oder Berufsausbildung. Macht ein volljähriges Kind Nichts hat es auch keinen Unterhaltsanspruch.

Außerdem sind bei volljährigen Kindern wenn beide Elternteile im Verhältnis der Leistungsfähigkeit zum Unterhalt verpflichtet. Ist das Kind nicht priviligiert ( unter 21 bei einen Elternteil lebend und noch in der Schule) so fällt es zudem im Rang deutlich zurück und der Selbstbehalt steigt.

Oder hat er evtl. die Möglichkeit (ohne Sorgerecht) dem Kind "Regeln" vorzugeben? Oder kann der Unterhalt verringert werden?

Bei volljährigen Kindern gibt es kein Sorgerecht mehr. Der Unterhaltspflichtig kann keine Regel machen, allerdings kann er vom Kind den Nachweis darüber verlangen, das die Ausbildung zielgerichtet verfolgt wird.

Wie zu reagieren ist, hängt davon ab, ob das Kind einen Titel hat, der über das 18 Lebensjahr hinaus geht. Falls nein, kann mit den Ende des Monats in den das Kind 18 geworden ist die Zahlung einfach eingestellt werden.

Falls ja, wäre der Titel herauszuverlangen, notfalls auch gerichtlich, und das Geld bis dahin beim Gericht zu hinterlegen.

Solange es noch zur Schule geht muss unterhalt gewährt werden. Aber die schule muss mit Fleiß und Zielstrebigkeit erfolgen. Ich rate mal zum Anwalt zugehen und es überprüfen lassen. Mit schulbescheinigung und Noteneinsicht. Denn ab 18 hat der junge Mann eine Mitwirkung sich schnellst möglich um Abschluss und Ausbildung zu kümmern. Tut er dies nicht kann man auch Unterhaltsverwirkung anstreben. Also Beratung beim Anwalt. Jungendamt macht ab 18 eh nichts mehr. Ich würde sowas nicht dulden. Die jungen Leute werden teilweise sehr unverschämt uns denken Kohle fließt ja weiter. Darum informieren was man tun kann damit es voran geht.

Mit 18 hat ein Kind nur Unterhaltsanspruch -dann jedoch gegen beide Eltern, quotiert, wenn es sich in Schul- oder Berufsausbildung befindet. Wenn es gar nichts macht, dann steht ihm auch kein Unterhalt zu.

Der Kindsvater kann dem Kind mitteilen, dass er den Unterhalt mit Ende des Monats einstellt und gern wieder zahlt, wenn das Kind ihm einen Nachweis führt, das es entweder eine schulische Ausbildung macht (Bescheinigung der Schule, dass dort angemeldet- ob es dann geht ist was anderes- hier kann er aber die Zeugnisse verlangen, um zu sehen, ob das Kind zielstrebig seinen Abschluss entgegen steuert) oder eine berufliche Ausbildung. Dann den Ausbildungsvertrag in Kopie vorlegen lassen, das das Nettoeinkommen des Kindes, vermindert um 90,-- Euro plus das Kindergeld den Gesamtunterhalt, den beide Eltern zu zahlen haben mindert.

Zahlung stoppen!

Menuett 23.11.2016, 13:21

Wenn der Knabe einen unbegrenzten Titel hat, dann sollte er keinesfalls den Unterhalt einfach stoppen.

Nach drei Tagen hat er dann die Pfändung im Haus.

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DFgen 23.11.2016, 14:04
@Menuett

"Unbefristete"  Titel sind in der Regel nur noch Relikte aus vergangenen Zeiten.... 

Sollte die Mutter - die ab der Volljährigkeit des Kindes keinen Anspruch mehr auf Unterhalt für das "Kind" hat  - noch einen solchen Titel besitzen, könnte der Mann die Abänderung beanspruchen.....

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Ganz wichtig: Bei einem volljährigen Kind sind beide Elternteile zum Unterhalt verpflichtet, das wissen viele Eltern nicht. Lasst euch von einem Anwalt beraten.

Wenn das Kind nicht mehr schulpflichtig ist und sich dann ein schönes Leben machen will, muss man das nicht akzeptieren. In solchen Fällen ist es möglich den Unterhalt einzustellen. Dies sollte man aber unbedingt mit den entsprechenden Stellen im Voraus absprechen und nicht einfach den Unterhalt von sich aus komplett einstellen.. 

Menuett 23.11.2016, 13:19

Wenn kein Titel existiert, kann er den Unterhalt einfach einstellen.

Existiert einer, sollte er so schnell zum Anwalt wie möglich, damit dieser abgeändert wird.

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M.E. hat das Kind bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf Unterhalt. Darüber hinaus besteht Unterhaltsanspruch nur, wenn es noch zur Schule geht oder eine Ausbildung macht

Ich kenne die Gesetze in der Richtung nicht so gut, aber der Mann sollte sich mal bei einem Anwalt eine fundierte Auskunft holen.

Hätte ich an dessen Stelle schon längst mal gemacht.

Das Kind ist 18 jahre Alt. es kann selbst bestimmen wie es leben möchte. die eltern haben ab diesem alter nicht wirklich mehr viel zu sagen.

Aber am besten ist es wenn der vater mal so einen Wink zum Jugendamt gibt. Unterhaltzahlungen sind ausserdem meines wissens nach nicht mehr gültig sobald das Kind Erwerbsfähig ist, oder das Sorgerecht entzogen wird.

so genau weis ich es jetzt nicht. ich würde den Mann raten seinen Anwalt zur hilfe zu nehmen. bzw ihn zu fragen was er da machen kann. die kennen meistens den besten rat, in so einem Fall

Menuett 23.11.2016, 13:18

Unterhalt muß bis zum Ende der ersten Berufsausbildung gezahlt werden.

Wenn einem Elternteil das Sorgerecht entzogen wurde, muß es trotzdem noch Unterhalt zahlen.

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Gigaandre19899 23.11.2016, 13:23
@Menuett

dann sollte der vater Den rat eines Anwaltes suchen. da gibt es definitive Schlupflöcher für solche fälle^^. danke für die aufklärung ;)

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Menuett 23.11.2016, 13:25
@Gigaandre19899

Nein, in diesem Fall gibt es keine Schlupflöcher.

Unterhalt und Sorgerecht sind völlig voneinander unabhängig.

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Menuett 23.11.2016, 13:24

Warum sollte der Vater da zum Jugendamt winken?

Das kann bei über 18jährigen nichts unternehmen.

Und darunter meist auch nicht.

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Gigaandre19899 23.11.2016, 13:33
@Menuett

weil trotz des alters von 18 jahren ist das Jugendamt immer noch für den Jungen Zuständig (bis 25) und sollte eine Kindeswohlgefährdung (was es in diesem sinne ist) im raum stehen, muss das jugendamt selbst bei Heranwachsenden etwas unternehmen.

Allerdings wundert es mich, dass der Jugendliche noch keine strafmaßnahmen vom Jobcenter bekommen hat wie z.b. Sperrung des Arbeitslosengeldes. denn auch wenn er bei der mutter lebt, muss er bzw die familie von etwas leben, wenn der junge keine ausbildung hat und keinen Job.

Und da der sohn offensichtlich noch bei der Mutter wohnt, ist er in der BG der mutter. sie ist zwar dafür verantwortlich, dass der sohn zur schule geht bzw eine ausbildung abschließt. trotzallem ist es letztenendes auch seine schuld.

Eventuell sollte man ihn einfach gewähren lassen. spätestens mit 30 merkt er, dass er sein ganzes leben versaut hat.

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DFgen 23.11.2016, 13:52
@Gigaandre19899

weil trotz des alters von 18 jahren ist das Jugendamt immer noch für den Jungen Zuständig (bis 25)

Nein - das ist absolut falsch.

Ab seinem 18. Geburtstag ist ein "Kind" volljährig - die Sorgepflicht der Eltern endet dann und somit ist das Kind allein für seinen Lebensunterhalt zuständig.

Nur unter bestimmten Voraussetzungen hat es dann noch einen Unterhaltsanspruch an die Eltern - den es allerdings erstmal selbst einfordern müsste.

Dabei könnte das Jugendamt das Kind bis zu dessem 21. Geburtstag noch beraten, dürfte aber selbst nichts mehr für das Kind einfordern o.ä.....

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Gigaandre19899 23.11.2016, 13:59
@DFgen

soweit wie ich es weis, ist man letztendlich erst volljährig mit 21. und ich weis aus persönlichen erfahrungen, dass das Jugendamt sehr wohl für einen 18 jährigen noch teilweise zuständig ist. da das kind letztendlich erst mit 21 voll und ganz Erwachsen ist, und das Kind bis zum 25. lebensalter bei den eltern leben muss*

*Ausgenommen hier ist es so, das dass kind bereits mit 18 das Elternhaus verlassen darf, wenn es einen beruf hat und sich selbst versorgen kann, oder das Kind sich nicht mehr dort wohlfühlt und das Jugendamt dafür verantwortlich ist, dass es in eine Jugendanstalt (Jugendwohnen) kommt, bis es eine abgeschlossene ausbildung hat, oder alt genug ist sich selbst zu ernähren

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Menuett 23.11.2016, 14:13
@Gigaandre19899

Das Jugendamt berät noch Jugendliche bis 21.

Eine Kindeswohlgefährdung liegt hier nicht vor - es ist kein Kind mehr da...

Nein, ab 18 kann das Jugendamt genau NULL unternehmen.

Wo steht denn, dass die Mutter Hartz 4 bekommt?

Mit 18 trägt die Mutter keinerlei Verantwortung mehr dafür, was ihr Sohn macht.

Ein Vater, der so uninteressiert ist, dass er nicht mal das Sorgerecht einforderte, der trägt allerdings eine Mitschuld, das ist richtig.

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Menuett 23.11.2016, 14:15
@Gigaandre19899

Wenn das Jugendamt Maßnahmen vor dem 18. Geburtstag begonnen hat, dann kann es diese auch weiterführen, wenn das Kind bereits über 18 ist.

Sonst nicht.

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DFgen 24.11.2016, 08:49
@Gigaandre19899

soweit wie ich es weis, ist man letztendlich erst volljährig mit 21.

Entweder lebst du nicht in Deutschland oder aber noch in der Mitte des vergangenen Jahrhunderts....

In Deutschland ist eine Person nach dem geltenden Gesetz mit 18 Jahren volljährig - und ab dann in vollem Umfang für sich und sein eigenes Tun und Handeln voll verantwortlich.

Dass ggf. noch von einem Jugendlichen gesprochen wird, hat dann mehr mit der persönlichen Reife zu tun....

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Gigaandre19899 24.11.2016, 16:08
@DFgen

nein ich lebe in deutschland. und vollwertig erwerbsfähig ist ein Mensch erst ab 21 Jahren. hab ich alles in der schule damals gelernt ;) (Abschluss 2006)

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Gigaandre19899 24.11.2016, 16:09
@Menuett

das steht nirgends. aber das Kind muss arbeitslos gemeldet sein. und dieses bekommt h4

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Nein Du musst nicht zahlen, das Kind hat den Unterhalt verwirkt.

Ich habe das leider auch durch, hab sämtliche Zahlungen eingestellt und dem Jugendamt das so mitgeteilt. Die sahen es ähnlich. Wer nicht willig ist, hat auch nichts zu wollen. Ich habe den Kühlschrank gefüllt, für Kleidung und Unterkunft gesorgt.
Mittlerweile ist mein Kind erwachsen, selbst Papa und hat die Kurve bekommen. Es dauert halt ab und zu mal bissel länger, den richtigen Weg zu finden.
Hier hilft nur Konsequenz.

Ich bin jetzt kein Experte, aber wenn es gesetzlich geregelt ist, dann spielt die Lebenssituation vielleicht erst in einer etwaigen Verhandlung / einem etwaigen gerichtlichen Verfahren eine Rolle? Heißt, dass er weiter zahlen müsste.

Ich an Stelle des Vaters würde jegliche Zahlungen mit obiger Begründung einstellen und das an ihn zu zahlende Geld beiseite legen, ohne es ihm zu geben. Dann müsste er sich erst einen Titel gerichtlich erwirken, um wieder an Geld zu kommen (oder natürlich sich um seine Zukunft bemühen, die Option würde ich ihm lassen).

Soolangedas Kind in der ersten Ausbildung ist muß er zahlen....fliegt er von derSchule oder ist fertig damit nur bis zum 18. Lj....beginnt er Ausbildung muß er wieder zahlen

Ja - zahlen musst du. Wie es soweit kommen kann, dass dein Kind scheinbar "faul" ist und die Mutter nix macht? Wie war das geregelt mit Kinder nehmen die letzten Jahre? Kann es sein dass die Mutter überfordert ist weil sie immer alleingelassen wurde oder keiner darauf geachtet hat, dass es ihr gut geht?
Menschen, für die man Sorge tragen sollte für die sollte man auch Sorge tragen - und deine Exfrau schliesst das nicht aus. Niemand kann dich dazu zwingen - aber sofern Mütter nicht genug Hilfe von Außen bekommen ist es verständlich, wenn sie irgendwann aufgibt - sich selbst und das Kind. Ich schimpfe jetzt zwar schon bevor ich weiß was Sache war aber ich höre solche Storys leider oft.
Mann regt sich auf weil Mama nix macht. Wenn du willst dass es besser oder anders läuft musst dich halt selbst um das Kind kümmern. Das Beste für das Kind sollte im Vordergrund stehen - nicht deine Ruhe vor der Ex. Ich krieg zumindest die Krise wenn ich sowas lese. Das Kind hat es nicht verdient vom Papa so dargestellt zu werden und die Mutter auch nicht.
Geh hin zur Mutter und frag wie du helfen kannst. Rede mit ihr und kommt klar.

Hundele 23.11.2016, 14:57

also: 1. ich bin eine Frau 2. es ist eine "was wäre wenn" Frage, d.h. es gibt die Situation so (noch) nicht 3. warum sind immer die Männer die dummen? Sind Frauen nicht auch für ihr Leben verantwortlich, auch wenns mal schwierig ist, aber klar einfach mal den anderen Schuld zuweisen... 4. wieso nimmst du dir das Recht darüber zu urteilen wo du doch dazu gar nichts sagen kannst 5. du kriegst die Krise? ich bei so antworten auch

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Kitharea 24.11.2016, 07:50
@Hundele

Sagte ja ich urteile hier vorschnell - oben schon. Und ich krieg die Krise weil ich sowas viel zu oft hör. Weil es trotz Allem die eigenen Kinder sind - und ja weil es sehr oft Männer sind die sowas abziehen. Dass es alle sind hab ich nicht behauptet ich bin nur davon ausgegangen. Dass es eine "was wäre wenn"-Frage ist habe ich so nicht verstanden aber gut - mitunter blendet man die Fakten aus wenn man solche Dinger 200 Mal ähnlich gelesen hat. Also Entschuldigung wenn ich Alles falsch verstanden hab - ich bin auch nur ein Mensch.

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Ein volljähriges Kind, das sich weder in einer schulischen noch in einer beruflichen Ausbildung befindet, hat keinen Anspruch mehr auf Unterhalt. Das muss aber durch das Familiengericht festgestellt werden. Der Vater soll das Familiengericht beauftragen, den Unterhalt neu festzustellen. Wenn das Kind nicht nachweisen kann, dass es zur Schule geht oder in einer Ausbildung/Studium ist, gibt es kein Geld mehr.

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