Kindesunterhalt bei Ausbildung und eigener Wohnung? Muss ich noch bezahlen?

5 Antworten

Das klingt ja bitter für dich, denn eigentlich steht sie sich ganz gut.

Mein (nicht ganz gesicherter) Kenntnisstand ist, dass Eltern bis zum Abschluss einer Ausbildung zum Unterhalt beitragen müssen - aber ist das nicht nur bei Bedürftigkeit so? Evtl. gelten da für deine Tochter die gleichen Grenzen wie bei Hartz IV??

Im übrigen bin ich ziemlich sicher, dass sie dir Einblicke in ihre finanzielle Situation gestatten muss, wenn sie weiter Unterhalt will, da sie sich sonst unbillige Vorteile verschaffen kann. Durch die Wohnungsgemeinschaft mit ihrem Freund würde ihre Bedürftigkeit in weite Ferne rücken.

Du klingst wie ein braver pflichtbewusster Vater - würde es dir schwerfallen, mal testweise den Unterhalt auszusetzen, bis sie dir ihre Bedürftigkeit dargelegt hat? Eine entsprechende Aufforderung -mit Fristsetzung für die Antwort!- würde ich ihr dann allerdings vorher schon zukommen lassen (das entspricht meinem Empfinden für Berechenbarkeit und Verhältnismäßigkeit). 

Noch ein möglicher Weg: bei dem Gericht, das den Unterhalt festgelegt hat, gibt es Rechtspfleger: an einen solchen könntest du dich wenden mit deiner Frage, vielleicht müsste das auch nichts kosten. (Mein Vater war seinerzeit  Beamter beim Amtsgericht und gab mir mal diesen Rat).

Alles Gute!

Ob sie mit Freund zusammenwohnt oder nicht spielt keine Rolle.

Sie hat einen Anspruch auf 735€ inklusive Kindergeld. Ihr Ausbildungsgehalt wird bis auf 90€ angerechnet.

Wenn da noch ein Bedarf ist, dann wird der von Mutter und Vater nach Gehaltshöhe gequotelt gezahlt.

Vorrangig muss sie aber zwingen BAB beantragen.

Du musst nichts mehr zahlen. Es wird ja zunächst der Bedarf berechnet, der bei einer alleinwohnenden Studentin ungefähr bei 850 € liegt.

Wenn beide gemeinsam wirtschaften, wird das sicherlich weniger werden.

Von diesem Bedarf wird das Einkommen abgezogen, also ggf. Kindergeld und das Azubi-Gehalt.

Nur, wenn dann noch etwas übrig bleibt, musst Du zahlen. Die Größe der Wohnung spielt dabei übrigens keine Rolle, das ist ihr Privatvergnügen.

In diesem Fall liegt sie sicherlich über ihrem Bedarf, daher bist Du raus aus der Nummer.

Ich würde die Zahlung erstmal einstellen, dann muss sie erstmal eine neue Forderung stellen und dann wird das ganze nochmal neu berechnet.

Du kannst das am besten über die Unterhaltsberechnungsstelle des Jugendamtes machen, das ist kostenlos.

Das Jugendamt macht keine Unterhaltsberechnungen für Unterhaltsschuldner.

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@Menuett

Aber im Auftrag der Tochter und sie wird ein Interesse an der Neuberechnung haben, wenn der Vater nicht mehr zahlt.

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Unterhalt mit 18, Ausbildung und eigener Wohnung

Hallo zusammen!

Für meine Frage muss ich ein wenig weiter ausholen...

Ich bin 18 Jahre alt, habe vor ein paar Wochen mein Abitur bestanden und werde ab dem 1.8. eine Ausbildung zum Fachinformatiker beginnen. Derzeit wohne ich (leider) noch bei meiner Mutter und meinem Stiefvater. Meinen leiblichen Vater kenne ich nicht, "beziehe" allerdings bereits seit meinem 18. Geburtstag den "Kindesunterhalt ab 18 Jahren". Diesr geträgt ca 385€. Da bei mir "Zuhause" allerdings alles nicht so läuft wie ich das schön finde: z.b. dass ich diesen Unterhalt komplett an meiner Mutter abgeben muss, obwohl sie auch Barunterhaltspflichtig mir gegenüber ist (ca. 104€), würde ich gerne, so schnell wie es nur möglich, ist ausziehen. Meine Frage ist nun:

Mit einem Ausbildungsgehalt von 502€ netto kann ich mir ja keine Wohnung leisten, allerdings habe ich gelesen, dass ich bei einer Ausbildung mit eigener Wohnung einen Unterhaltsanspruch von 640€ habe, stimmt das? Bekomme ich die 640€ oben drauf, oder wird das mit meinem Gehalt verrechnet? Wie sieht das mit Kindergeld aus? Das steht mir doch eigentlich auch dann zu oder? Also eigentlich will ich nur wisse ob ich es irgendwie realisieren kann von zuhause auszuziehen. Wohnungspreise fangen in der nähe meiner Ausbildungsstelle so bei 400€ warm an.

Ich hoffe das war nicht zu viel des guten und jemand kann mir ein bisschen weiterhelfen.

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