Kindesunterhalt bei Ausbildung des minderjährigen Kindes

4 Antworten

Solange der Sohn noch minderjährig ist, ist der Vater zwar weiterhin allein barunterhaltspflichtig, aber das Netto-Einkommen des Sohnes wird zur Hälfte auf diesen Unterhalt angerechnet.
Die andere Hälfte kannst Du beanspruchen, um davon Ausgaben für den Sohn zu bestreiten.

Ob die 90 Euro für "ausbildungsbedingte Ausgaben" (Fahrtkosten, Schulbücher.... des Sohnes9 geltend gemacht werden können, hängt von den Richtlinien des zuständigen OLG ab.

Der Vater müsste demnach statt bisher 590 also ab September nur noch 360 Euro (590 - 460/2) zahlen, bzw. bei Anrechnung der ausbildungsbedingten Ausgaben dann 405 Euro (590 -370/2).

Sobald der Sohn volljährig wird, muss er seinen Unterhaltsanspruch dann selbst geltend machen, dann bist auch Du barunterhaltspflichtig (könntest deinen Anteil aber auch als Kost unf Logis erbringen....). Das Kindergeld und das Einkommen des Sohnes werden dann in voller Höhe auf seinen Bedarf angerechnet....

in Fällen, in denen das minderjährige Kind noch im Haushalt eines Elternteiles lebt und sich in Ausbildung befindet, wird die Vergütung vor Anrechnung um 90 Euro pauschal für ausbildungsbedingten Mehrbedarf gekürzt. Von den 550 Euro monatlich sind also nach Kürzung um 90 Euro 460 Euro auf den Bedarf anzurechnen.

Da der Bedarf geringer ist, kann Ihre Tochter diesen also nun durch eigenes Einkommen in voller Höhe decken. Dies hat zur Folge, dass ein Unterhaltsanspruch zur Zeit nicht besteht, Sie also nicht mehr zahlungspflichtig sind.

Sie hier der Vater ... aus ...Frage: Meine Tochter ( 17 Jahre) hat am 1.09.13 eine Ausbildung begonnen. ..http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/108855-unterhaltspflicht-bei-ausbildung-der-tochter

der Vater muß bei einem bestehenden Titel eine Abänderungsklage beim Familiengericht einreichen

Die Antwort stimmt so nicht!

Der Grundsatz der Gleichwertigkeit von Bar- und Naturalunterhalt gilt im Regelfall für jede Altersstufe minderjähriger, unverheirateter Kinder bis zum Eintritt der Volljährigkeit, vgl. Eschenbruch/Klinkhammer/Wohlgemuth Unterhaltsprozess 5. Auflage 2009 Kap. 3 Rn. 95

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@Eifelmensch

die Information ist veröffentlicht worden am** ** ** 21.09.2013 Online-Rechtsberatung von Rechtsanwältin Silke Fasterling, weiteres unter den link..** s.o

m.l.G. ;)h

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@himako333

Dann sollte man potentielle Mandanten vor dieser Anwältin warnen! .-)
Ok, sie ist ja gegen Falschberatung versichert. Allerdings finde ich es schon erschreckend, wenn solche Falschinformationen auf einer Anwaltspage ins Netz gestellt werden.

Bei Minderjährigen wird eigenes Einkommen, wie auch das Kindergeld, gleichwertig auf den Bar- und Betreuungsunterhalt aufgeteilt. Das ist eigentlich familienrechtliches Grund- und Allgemeinwissen.

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Das Nettoeinkommen ist ausschlaggebend !

590 € Unterhalt - 460 € Nettoeinkommen = 130 € Restanspruch.

Wegen den Mehrbedarf müsstest du dich noch mal schlau machen.

Ich dachte, dass Brutto oder Nettoeinkommen (???), abzüglich einer Aufwandpauschale, die dem Kind so oder so bleibt, muss unterhalb der Eltern geteilt werden... ?!

Bist Du Dir ganz sicher, dass er mir dann noch einen Unterhalt von 130,00 EUR zahlen muss ???

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@Stefanie111111

Wenn er bis jetzt 590 € gezahlt hat oder musste und man nur die 460 € Nettoeinkommen abzieht,sind das 130 € was er noch zahlen müsste !

Habe eben noch mal nachgelesen,diese 90 € ist eine Pauschale die vom Azubi Einkommen abgezogen werden müssen.

Also müsste der dann insgesamt 220 € zahlen.

Ab dem 18 Lebensjahr muss der Unterhalt aber neu berechnet werden,denn dann seid ihr beide zum Barunterhalt verpflichtet,dann zählt auch dein bereinigtes Nettoeinkommen.

Das Kindergeld wird dann voll auf den Unterhaltsbedarf des Kindes angerechnet.

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@isomatte

Während der Minderjährigkeit wird eigenes Einkommen des Kindes, genau wie das Kindergeld, nur hälftig auf den Barbedarf angerechnet. Erst mit Eintritt der Volljährigkeit wirkt es vollumfänglich bedarfsdeckend.

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@Eifelmensch

Ich danke dir für den Hinweis ,, Eifelmensch " !

Bedeutet also, das von den 460 € Azubi Einkommen zunächst die 90 € abgezogen werden,blieben dann noch 370 € übrig und solange er noch minderjährig ist,wird nur das hälftige Resteinkommen,also 185 € angerechnet.

Diese werden dann von den bisher gezahlten 590 € Unterhalt abgezogen und es bleibt ein Zahlbetrag von 405 €,den der Vater noch zahlen müsste.

Ist das richtig so ?

isomatte

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@isomatte

Genau so!
Bei Eintritt der Volljährigkeit ändert sich die Berechnung dann aber, das ist dir ja bekannt.
Auch wird die Mutter dann selbst barunterhaltspflichtig. Bei dem hohen Einkommen des Vaters dürfte das aber nur eine marginale Rolle spielen, es sei denn, sie verdient ebenfalls sehr gut.l

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