Kinderlärm am Morgen?

6 Antworten

  1. Ich weiß nicht, ob du das "ernsthaft hinnehmen" musst.
  2. Aber wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich zuerst das Gespräch mit deinen Nachbarn suchen. Also: Nicht den juristischen, sondern den menschlichen Weg einschlagen.
  3. Vor deinem Gespräch mit deinen Nachbarn solltest du mal mit dem Suchwort "Kinderlärm" googeln. Du wirst dann darauf stoßen, dass der Lärm, den Kinder verursachen, gar kein "Lärm" im juristischen Sinn ist. So hat es das höchste deutsche Gericht entschieden.
  4. Deshalb stehst du in deiner Verhandlungsposition gegenüber den Nachbarn eher schlecht da.
  5. Dies solltest du bei deiner Gesprächs-Strategie berücksichtigen & entsprechend nett, freundlich & zurückhaltend, nicht aber fordernd auftreten.
  6. Nur dann hast du gute Chancen für ein für dich gutes Ergebnis.

Gutes Gelingen! :)

Ja das habe ich auch schon durchgelesen. Allerdings wird in den Paragraphen immer von "normalem Kinderlärm" wie Lachen, Weinen etc. geschrieben. Trampolin und Spielzeugpistolen sind nicht normal. Ich meine ich kann meinem Kind auch ein Spielzeugbobicar mit Martinshorn kaufen und um 7 rausschicken

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@majesticc89

Du sprichst exakt den springenden Punkt an:

Normaler Kinderlärm

Aber:

  1. Was ist "normal"? Was nicht?
  2. Unterschiedliche Gerichte urteilen hier unterschiedlich.
  3. Deshalb besteht hier eine hohe Rechts-Unsicherheit.
  4. Die sollte man spätestens dann bedenken, wenn sich ein juristischer Nachbarschaftsstreit anbahnt. Der kann richtig teuer werden - ist aber gleichzeitig bei koooperativer nachbarlicher Absprache durchaus vermeidbar.
  5. Wie diese "kooperative nachbarliche Absprache" konkret aussieht, ist Verhandlungssache zwischen deinen Nachbarn & dir.
  6. Bedenke aber bitte beim Eintritt in die "Verhandlungen": Deine eigene Rechtsposition ist schlechter als die deiner Nachbarn (siehe meine Antwort oben).
  7. Aber du schaffst das mit klugem Geschick. Ich wünsch' es dir ;-)
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@HotXL

Ich werde auf jeden Fall alles versuchen um es NICHT auf juristischer Ebene auszutragen. Ich habe nur gehofft, dass ich evtl. etwas rechtlichen Beistand habe.

Auf die Gunst "dieser Familie" zu hoffen, lässt mich erschaudern. Habe ich als Bürger den gar kein Recht auf "Ruhe". Und ich möchte hervorheben, dass ich absolut kein Problem mit Kindern habe, im Gegenteil. Aber dieses Trampolin ist schlimmer als Schlagzeug.

Ich danke dir für deine Mühe um diese Uhrzeit. Ich werde morgen einmal versuchen diplomatisch und höfflich anzufragen.

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Es gehört leider zu den Spitzfindigkeiten unseres Gesetzgebers sich wie im Märchen "Des Kaisers neue Kleider zu verhalten". Wie meine Vorrednerin schon gesagt hatte ist das Bundesverfassungsgericht dahergekommen und hat Kinderlärm einfach per Definition aus dem Bundesemissionsschutzgesetz gelöscht. Nur weil Justitzia sich weigert die Realität zur Kenntnis zu nehmen ist der Lärm ja nicht verschwunden  sondern entfaltet immer noch seine negativen Auswirkungen.

Ich würde Ihnen ebenfalls raten an den guten Willen der Eltern zu appellieren. Vielleicht wissen sie ja gar nicht welchen unerträglichen Lärm dieses Herumgehoppse veranstaltet.

Sollte dies nicht der Fall sein können Sie sich zwar nicht direkt juristisch wehren aber es gibt dennoch viele Dinge mit denen Sie Ihren Nachbarn notfalls - in Zusammenarbeit mit deren Vermieter - das Leben entsetzlich schwer machen können.

Gegenseitige Rücksichtnahme müssen auch die kleinen Schratzen lernen.

Durch Zufall bin ich auf Deine Frage gestoßen, die vor einer Weile gestellt wurde.
Selbstverständlich sollen Kinder spielen, trotzdem bin ich der Meinung, dass gewisse Gesetze falsch sind.
Was ist mit anderen Kindern die durch Kinderlärm massiv gestört werden?
Diese Frage lasse ich einfach mal so in Raum stehen.
Abgesehen davon, ist es bestimmt nicht schädlich, Kindern ab einem gewissen Alter Rücksicht beizubringen.
Wie bei allen Dingen bringt oft ein Gespräch (meistens) mehr.

"In einer Straßenbahn trat ein vierjähriger fortwährend eine ältere Dame an das Bein.
Die Frau bat die Mutter ihren Sohn zu bitten dies zu unterlassen, woraufhin die Mutter meinte:"Nein, ich erziehe meinen Sohn antiautoritär" .
Eine Haltestelle später, stand ein junger Mann auf und klebte der Mutter einen Kaugummi auf die Wange und sagte: "Sehen Sie, ich bin auch antiautoritär erzogen"!

Nette Geschichte. Ich denke bei mir ist/war eher das Problem, dass die Eltern überfordert waren. Da hat auch ein Gespräch mit einem weiteren Mieter zusammen nichts gebracht. Jetzt im "Winter" war es eigentlich ganz ruhig. Warten wir mal den Spätfrühling ab.

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Viel Glück!

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Trampolin direkt vorm Fenster

Wir wohnen als Mieter in einem Zweifamilienhaus. Unter uns wohnt eine Familie mit 3 Kindern (ebenfalls Mieter). Wären wir kinderfeindlich, dann wären wir dort nicht eingezogen. Wir haben die Wohnung nicht unter Zeitdruck gesucht. Kinder waren für uns bislang nie ein Problem. Und die Kinder unserer Nachbarn sind eigentlich völlig in Ordnung. Bei ihren Eltern ist das leider etwas anders. Sie leben in diesem Haus so, als sei es ein (freistehendes) Einfamilienhaus, sowohl akustisch, als auch, was die Nutzung von Gemeinschaftflächen betrifft. Wenn sie im Garten sind, wird permanent laut geredet und oder telefoniert, ganz gleich, ob wir gleichzeitig auf unserem Balkon sind, oder Nachbarn aus umliegenden Häusern in ihren Gärten oder auf ihren Balkonen. Dass die Kinder ähnlich laut sind, ist eigentlich kein Wunder. Sind alle 8 Stunden am Stück draußen (kommt häufig vor), dann darf (muss!) man 8 Stunden an ihrem Familienleben teilhaben. Der kleine Gartenteil, der unseren Nachbarn exklusiv zur Verfügung steht, hat netto (also nach Abzug von Büschen und Bäumen) vielleicht 40 bis 50 Quadratmeter Fläche. Bislang gab es dort, neben einem kleinen Kaninchenstall mit Auslauf, einen Sandkasten, ein Spielhaus, eine Rutsche, ein kleines Fußballtor und eine Hollywoodschaukel. Jetzt ist noch ein Riesentrampolin mit Fangnetz hinzu gekommen. Einzige Möglichkeit, das noch unterzubringen, war direkt an der Hauswand (Abstand ca. 1 Meter) vor ihrem und unserem (darüber liegenden) Küchenfenster (Entfernung zu unserem Essplatz im Wohn-/Esszimmer ca. 2 Meter und zu unserem Balkon ca. 3 Meter). Wie gesagt - wir sind nicht kinderfeindlich, aber wenn bei dieser Distanz zu unserer Wohnung dann auch um 21:00 (zur Zeit ist es dann fast schon dunkel draußen) noch kreischend gesprungen wird (gern auch zusätzlich mit Hüpfbällen auf dem Trampolin), dann liegen die Nerven irgendwann blank. Reden kann man darüber mit unseren Nachbarn nicht. Die Ruhezeit beginnt eben erst um 22 Uhr. Wer das nicht erträgt ist kinderfeindlich.

Der Vermieter (er wohnt in einem anderen Ort) kann das Problem zwar theoretisch nachvollziehen, mag aber auf eine Familie mit Kindern, die zuverlässig ihre Miete zahlt, keinen Druck ausüben. Die Nachbarn verschanzen sich hinter ihren Kindern (Kinderlärm muss hingenommen werden. Und wenn man googelt, dann merkt man schnell, dass man gegen Familien mit Kindern mittlerweile kaum eine Chance hat. Egal, wie rücksichtslos sich die Eltern verhalten - im Zweifelsfall fallen die Betroffenen dem Kindeswohl immer zum Opfer.

Gibt es irgendetwas, was man tun kann?

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Baby der Nachbarn schreit unentwegt

Hallo,

um es gleich verwegzunehmen: nein ich bin nicht kinderfeindlich und ja, ich weiß juristisch kann man nix machen, ABER: das baby der nachbarin über mir schreit seit ca. 3 Monaten permanent, ewiglang zu allen möglichen tag- und nachtzeiten. von dem getrampel fang ich erst nicht an. das ist auch nicht das größte problem. durch den altbau und dadurch, dass die nachbarn immer ihre fenster offen haben ist der lärmpegel ohrenbetäubend und das langanhaltend. mir kann einer erzählen was er will das ist nicht nur unangenehm, das IST eine belästung, vor allem wenn man so gut wie jede nacht bis zu 2x aus dem schlaf gerissen wird von dem gebrüll... ich habe 3 monate nix gesagt, dachte das kind bekommt zähne und das geht vorbei, aber es wird nicht besser. gestern hats mir gereicht und ich bin zu meiner nachbarin hoch und habe ihr - höflich und nett!!! - gesagt, dass ich das geplärre nicht mehr aushalte und sie gebeten wenigstens die fenster zu schließen, um den schall zu dämpfen (einen teppich vorzuschlagen brauchte ich erst gar nicht)...sie hat völlig verständnislos für meine situation (und damit die aller in ihrer umgebung) reagiert und das ganze abgewiegelt nach dem motto: so sind kinder halt...ist dazu noch pampig geworden!! ich habe eher den eindruck sie is überfordert. kriegst nicht auf die reihe das kind zu beruhigen, denn ungewohnte begebenheiten/geräusche lassen das kind plötzlich verstummen (ist so eine beobachtung). komisch, denk ich mir... Es kann doch nicht sein, dass man da nix machen kann. ist schon klar, dass man ein kind nich einfach "abstellen" kann, aber ein bisschen verständnis für leute in der umgebung zeigen ist doch wahrlich nicht zuviel verlangt? was kann man da machen? immerhin haben die sich das kind angeschafft, also müssten die meiner meinung nach dafür sorgen, dass eventuelle belästigungen aller art so gering wie möglich gehalten werden...ich mach doch auch keinen lärm/laute musik/hab n hund der kläft/etc. das scheint ganz selbstverständlich vorrausgesetzt zu werden...aber andersrum muss man alles ertragen? mit welcher berechtigung?? NICHT FAIR! Vorschläge?

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Baulärm langsam nicht mehr auszuhalten... Tipps um für Ruhe zu sorgen?

Vorweg... ich bin sicherlich nicht lärmempfindlich, aber mitlerweile habe ich seit mehreren Wochen von etwa 6:30 bis 19:00 Uhr Baulärm, den ich langsam nicht mehr aushalte.

Das Reihenhaus welches direkt an unseres angrenzt wurde abgerissen um Platz für neue Wohnungen zu schaffen. Der Abriss selbst war vom Lärmpegel aus gesehen auch noch zu ertragen, aber die anschließenden Bauarbeiten rauben mir nun den letzten Nerv.

Jeden Tag fahren mehrere Betonlaster direkt vor mein Fenster (etwa 1 m Abstand). Der Motor läuft meistens über den gesamten Zeitraum in welchem das Fahrzeug stehen bleibt. Außerdem geht dann natürlich immer wieder diese "drehende Tonne" (;-D Weiß nicht wie ich das sonst beschreiben soll) los um den Beton herauszupumpen, was natürlich nochmals Lärm macht. Irgenwo habe ich mal gelesen, dass diese Laster in Wohngebieten auf Grund der Lärmbelastung sogar verboten sind, stimmt das?

Dann habe ich noch über den gesamten Zeitraum den "normalen" Baulärm. Wobei "normal" hier vielleicht schon untertrieben ist. Es wird nämlich immer häufiger stundenlang mit Presslufthammern gearbeitet. Die sind so laut, dass ich in der Wohnung schon nichtmal mehr die Musik aus dem Radio höre. Wenn diese Betonlaster schon nicht erlaubt sind, dann wären es doch diese Geräte erst recht, weiß jemand etwas darüber?

Dazu dann noch ständige Bohr- und Hämmergeräusche, den Lärm des Baukranes und der ganzen anderen Maschinen. Außerdem schreien sich die Bauarbeiter ständig gegenseitig an (verstehen wohl selbst nichts^^) und lassen meist, wenn die Laster schon vor meinem Fenster parken, auch noch das Radio laufen.

Ausschlafen ist also trotz Urlaub seit mehreren Wochen nicht mehr möglich. Um 7 beginnen sie zwar erst mit den eigentlichen Bauarbeiten, davor kommen aber bereits die Laster.

Außerdem kann ich kein Fernsehen mehr schauen/kein radio mehr hören, da ich sowieso nichts verstehe. Bücher lesen oder irgendwas anderes zu machen bei dem man sich etwas konzentrieren muss geht auch nicht. Ich habe rund um die Uhr Kopfweh und auch die beiden Katzen verkriechen sich tagsüber nur noch. Telefonieren ist manchmal auch schon schwierig.

Jetzt zur eigentlichen Frage... Muss ich das ertragen? Gilt solch extremer Baulärm noch als "normal"?

Und vor allem: Was kann ich dagegen tun? Die Bauarbeiter selbst lassen natürlich nicht mit sich reden. Weiß jemand wie ich den Bauherren herausfinden kann um diesen zu kontaktieren?

Langsam verzweifle ich hier echt... Einzig mein Hund freut sich, weil ich mit dem, um wenigstens etwas Ruhe zu haben meist täglich mindestens 4-5 Stunden unterwegs bin... ;-)

Falls also irgendwer Ideen habe, wie ich diesen Lärm ein Ende setzen oder zumindest mildern kann, dann antwortet mir bitte.

Vielen Dank im Voraus. ;-)

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