Kinderheim = negativ besetzt

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9 Antworten

die menschen haben vorurteile.

normal soll sein: mutter, vater, kind(er) glücklich im trautem heim.

und so denken viele, dass kinder ohne elterliche liebe oder fürsorge somit auch problemkinder mit defiziten sind.

und so abwegig / falsch ist das dann auch nicht immer

Na ja, stimmt ja auch irgendwie, nur muss es nicht zwingend die elterliche Liebe sein.

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@Zickizacki

das schlimmste ist heutzutage,

dass anders als nach den kriegsjahren, wo es viele waisen gab,

die kinder aus anderen gründen ins heim kommen. es liegt aber wohl meist an den eltern.

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@Undsonstso

Ja, leider liegt es an den Eltern, echte Waisen kommen in der Regel, wenn es keine eigenen Verwandten gibt, in Pflegefamilien. Im Heim landen die Problemkinder, die irgendwie massiv schwierig aufgefallen sind und dann erst die Familienproblematik aufgefallen ist.

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@Zickizacki

mit deinem letzten satz hast du dich selbst beantwortet.

und die leute, für die das wort kinderheim negativ besetzt ist,

wissen um diese problematik auch.

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@Zickizacki

Weil uns Familienhäuser fehlen, wie sie in den Nederlanden seit vielen Jahren gut und kostengünstig funktionieren. - Gut im Sinne von den Beteiligten / Betroffenen. Kostengünstig im Sinne der Gesellschaft. Viel kostengünstiger als das, was wir hier veranstalten.

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@dawala

Was ist ein Familienhaus? Habe ich noch nie gehört. Würde mich aber total interessieren!

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@dawala

leider weiß ich nicht wirklich etwas über familienhäuser,

aber es müsste doch eine möglichkeit geben,

hier so etwas in der art in deutschland aufzubauen???

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Nun, ich komme aus einer Gegend, in der Kinder in Kinderheime bis vor gar nicht so langer Zeit von ihren Eltern abgeschoben wurden aus den abstrusesten Gründen. Das Jugendamt machte fleißig mit. Heute hat es ein Rechtsanwalt geschafft die dort Misshandelten auch noch vom sogenannten Runden Tisch in Berlin zur Entschädigung komplett zu entfernen.

Dies ist nur ein Beispiel. Es gibt noch andere, ebenfalls sehr üble in unserer Gesellschaft.

Ja, ich weiß: die BILD berichtet über diese Menschenverachtung nicht. Aber die Nachbarn wissen Bescheid und unterstützen solche Vorkommnisse durch ihr Schweigen, ihren Stimmzettel.

Im Grunde könnte ich von Wohngruppen Vergleichbares berichten. So weit die Geschichten in staatlicher Hand sind irgendwie. Also egal, ob auf Kommunalebene, Landesebene oder auch in kirchlicher Hand.

Und dann - eben - gibt es in zunehmendem Maße in unserem Land Organisationen, die sich um unsere Zukunft kümmern, für sie da sind, ihnen zur Seite stehen, aufrechte und wertvolle Mitglieder unserer Gemeinschaft werden zu können. Aber das ist eben noch nicht so lange. Denn die Politik hat die Entstehung reichlich schwer gemacht. - Geht ja auch um Macht, nicht? Je früher der Mensch daran gewöhnt wird, nur als Befehlsempfänger geboren worden zu sein, je besser für die Macht. Bedenkt man dann noch, dass bis heute die sogenannten Ärzte gerne lernen, ihren Patieten Lust an Gewalterfahrung zu vermitteln, und niemand greift da ein, wenn eine Veranstaltung in diese Richtung lange angekündigt und dazu eingeladen wurde dann sagt das alles über unsere Gesellschaft.

Also Hut kaufen und vom Kopf ziehen für alle, die sich wirklich kümmern!!!! Ob deren Kinder es dann auch schwerer haben? So weit ich weiß werden einige auch schlicht beneidet, es so gut zu haben. Von den Kindern, nicht von den Eltern. Bei den Eltern sitzt noch die alte Vorgehensweise im Kopf und im Herzen.

Es sei denn, sie begreifen, dass es - auch - um ihr Geld geht. Ausgegeben, um ein Fass ohne Boden zu werden. Wenn sich das runspricht wird sich die Einstellung ändern.

Ca. 2.000 Jahre, schätze ich mal, vergehen nicht so schnell aus dem Gedächtnis einer Gesellschaft. Angesichts dieser 2.000 Jahre hat sich schon sehr viel getan. Gerade auch im Hinblick auf den Gegenwind.

Ansonsten: Sunt pueri pueri, pueri puerilla tractant.

Frei übersetzt: Kinder sind Kinder, Kinder betreiben Kinderhaftes. Alles andere ist Kappekäs von mir persönlich aus.

Ach, übrigens: Da gibt es doch diese klassiche Rockband in Italien. Rondo Veneziano. Ohne Heimkinder wäre die nie entstanden. Und sicher ist dies nur ein Beispiel, wie es gehen kann.

Warum Kinder, die in Heimen leben, ausgegrenzt sein sollen, weiß ich nicht! Aber fakt ist, daß sie nie ein relativ gut funktionierendes Elternhaus hatten, ihnen immer was "fehlt", sie können es definieren, während Kinder im elternhaus aufgewachsen sind und denen auch was"gefehlt" hat, auch mitunter Defizite in ihrer Persönlichkeit haben!Man kann ja vielem die Schuld geben, aber letztendlich muß man selber sich hochrappeln und was aus sich machen!

Es ist leider so, dass sie es werden. Heimkinder dürfen von Freunden nicht zum Geburtstag eingeladen werden, Heimkinder werden nur selten von Freunden im Heim besucht, weil deren Eltern das nicht wollen, es wird Kindern damit gedroht das man sie ins Heim steckt, sozusagen als Strafe, damit ist es doch negativ besetzt.

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@Zickizacki

Ja, da muß ich dir wohl recht geben, wenn das so ist. Weiß ich nicht, aber ich kann es mir vorstellen! Ich kenne und kannte nie Heimkinder,meine Kinder auch nicht.Wenn es sich so ergeben hätte damals, als meine Kinder klein waren, Freundschaften usw. hätte ich aber nix dagegen gehabt, wenn es nicht ins negative verfallen würde, wie bei anderen Kindern auch!

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Ich kenn mehrere "Heimkinder", die sich da super wohl fühlen, und glücklich sind, da zu leben!

Wieder so eine unerträgliche Verallgemeinerung.

Wie soll ich das jetzt verstehen? Ich möchte verstehen warum diese Kinder oft negativen Vorstellungen ausgesetzt sind, ich verallgemeinere nicht. Ich möchte Meinungen hören und besonders die Meinung die Kinderheime negativ besetzen verstehen.

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Es ist schon wirklich traurig, das gerade solchen Kindern das Leben noch schwerer gemacht wird...Traurig das es solche Einrichtungen überhaupt geben muss! Ich war selber eine Zeit lang im Betreuten Wohnen also einer Mädchenwohngruppe, ob man das mit einem richtigen Heim vergleichen kann, weiß ich nicht...!

Ich weiss nicht, ob DU eine direkte Antwort verkraftest:

Wer im Kinderheim lebt, dem fehlt die tägliche Liebe und Geborgenheit, wie man sie nur von zuhaus von Eltern bekommen kann.

Das kannste nicht vom Pfleger/in kriegen.

Du kannst Kinderheim nicht einfach positiv besetzen wollen. Es ist auch nicht gleich eine Abwertung, ein Vorurteil. Denk mal in Ruhe nach.

Du schreibst etwas pauschal. Sicherlich ist es okay für viele Kinder so eine Hilfe zu haben.

Wie kommst du zu einer solchen Meinung? Viele Eltern sind leider nicht in der Lage ihren Kindern Liebe und Geborgenheit zu geben. In einem Kinderheim arbeiten gut ausgebildete Pädagogen, keine Pfleger, die mit zum Teil (aus ihren Familien) hoch traumatisierten Kindern arbeiten. Die Arbeit dort ist gerade deshalb so anstrengend und fordernd, weil die Pädagogen eben so gefordert sind den Kindern Liebe und Geborgenheit zu geben.

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@Zickizacki

Die meisten sexuellen Missbräuche an Kleinkindern finden in nahen sozialen Unfeld statt. Berlin hat als erstes Bundesland eine Statistik zu Gewalt an Kindern. Durchschnittlich 500 Kinder unter 4 Jahren werden jedes Jahr dort ermordet. Von Heimen steht dann in den Berichten aber gewiss mal nichts. Da steht was von Eltern, von Großeltern allenfalls. Vielleicht noch Onkel und Tante, Lebenspartner. Dann hört es aber in der Regel auf. Alle anderen Bundesländer bis auf Hamburg, das erst nachgezogen hat, haben keine Statitik. Da lässt sich leicht fabulieren.

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Solche Kinder entwickeln oft Persönlichkeitsstörungen aufgrund mangelnder Bindung zu den Eltern. Es handelt sich also nicht nur um ein negatives "Image".

stimmt nicht, sie haben in der Regel Persönlichkeitsstörungen wenn sie ins Heim kommen. Dort versucht man daran zu arbeiten, aber das ist ein langer Prozess. Viele dieser Kinder sind in Verhältnissen aufgewachsen wie zum Beispiel Vernachlässigung, Gewalt, Überforderung der Eltern, ...

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ich habe damit kein Problem bei manchen Elter ist es ja auch besser wenn die Kinder im heim sind

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