Kindergottesdienstfest Wüstenfest

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3 Antworten

Deine Frage klingt ideenmäßig eher nach einem "Flop" mit wenig Aussicht auf Erfolg. - Ich zweifle sogar, ob du der richtige Typ bist, um so ein seltsames Wüstenfest überhaupt zu organisieren. - Besprich deine "tolle" Idee am besten zuerst mal mit deinem Gemeidndepfarrer/-priester, oder suche dir ein Thema aus dem Neuen Testament aus. - "Wüste, Hagar und Ismael" hat so einen islamischen "Beigeschmack" und kommt generell nicht so gut an.

homme 07.09.2013, 09:25

Danke für die Auszeichnung!

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Einen solchen Opferaltar aufzubauen und Kinder zu zwingen sich zum "Spaß" drauf zu legen fände ich menschenverachtend und asozial. Welch wiederwärtige Moral sollen denn Kinder bitte aus so etwas ziehen?

Andererseits führt es natürlich den Kindern und deren Eltern vor Augen, was für einem Gott man da huldigt, der echte Menschenopfer verlangt. Abrahams Sohn mag ja nochmal mit dem Leben davon gekommen sein, die Tochter Jephthahs hatte da schon weniger Glück! (Richter 11:30-40)

Ob Jephthahs Tochter wohl nicht auch gehofft hat, dass Gott sie im letzten Augenblick davor rettet auf dem Opferaltar für Gott als Dankeschön verbrannt zu werden, so wie Er Isaak gerettet hat? Hat Er aber nicht. Die Rettung in letzter Sekunde blieb aus.

http://bibel-online.net/buch/luther_1912/richter/11/

Hallo bronkomaster,

Du fragst:

Glaubt ihr man könnte so was wie ein Opferaltar bauen, wo sich dann ein Kind drauflegen muss, weil ja Abraham Isaak opfern sollte. Und dann fragen, wie es sich anfühlt und wie sie denken, wie sich wohl Isaak gefühlt hat. Ist das eine gute Idee?

Diese dramatische Begebenheit war nicht nur für Abraham eine Glaubens- und Gehorsamsprüfung, sondern auch für seinen Sohn Isaak. Nach der von Josephus aufgezeichneten jüdischen Tradition war Isaak damals 25 Jahre alt. Er war jedenfalls alt und stark genug, um eine ansehnliche Menge Holz den Berg hinaufzutragen. Hätte er sich also den Geboten Jehovas widersetzen wollen, so hätte er sich wehren können, als sein 125 Jahre alter Vater ihn binden wollte (Jüdische Altertümer, 1. Buch, Kap. 13, Abs. 2).

Isaak war aber unterwürfig und unternahm nichts dagegen, daß sein Vater daranging, ihn gemäß Gottes Willen als Opfer darzubringen. Da Abraham bei dieser Gelegenheit großen Glauben bekundete, wiederholte und erweiterte Jehova seinen Bund mit ihm, und nach dem Tod Abrahams übertrug er ihn persönlich auf dessen Sohn Isaak (1Mo 22:15-18; 26:1-5; Rö 9:7; Jak 2:21).

Noch wichtiger aber ist die Tatsache, daß dadurch ein großartiges Bild geschaffen wurde, das veranschaulichte, wie Christus Jesus, der größere Isaak, zur bestimmten Zeit sein menschliches Leben als das Lamm Gottes zur Rettung der Menschheit bereitwillig niederlegte (Joh 1:29, 36; 3:16).

Zu einer ausgelassenen, fröhlichen Stimmung passen diese ergreifenden Szenen eher nicht. Sie könnten aber einen Tag später nachgeholt werden.

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