Kindergeld wie lange kann man es rückwirkend beantragen?

1 Antwort

Noch geht das rückwirkend bis zu 4 Jahre !

Da Kindergeld eine monatlich zu zahlende Leistung ist,darf auch eine Nachzahlung nur als laufende und nicht als einmalige Einnahme betrachtet werden.

Das bedeutet,würde die evtl.Nachzahlung des Kindergeldes als einmalige Einnahme angesehen,dann würde diese auf einen Bezugszeitraum von 6 Monaten gleichmäßig verteilt,wenn bei der Anrechnung des einmaligen Einkommens in einem Monat der Leistungsanspruch entfallen würde.

Man könnte dann unter anderem pro Monat der Anrechnung ab dem 18 Lebensjahr nur 30 € Versicherungspauschale absetzen,ggf.Beiträge für die KFZ - Haftpflicht,Beiträge für staatlich geförderte Altersvorsorge wie z.B. Riester Rente und gesetzlich vorgeschriebene Unterhaltsverpflichtungen.

Bei laufenden Einnahmen darf aber nur im Monat des Zuflusses ( Zuflussprinzip ) angerechnet werden,im Folgemonat nur dann,wenn für den Monat des Zuflusses schon Leistungen erbracht worden und eine Anrechnung nicht mehr möglich war.

Das würde dann für deine Mutter bzw.für dich bedeuten,dass sollte es eine Nachzahlung geben,dann darf diese nur auf den Monat angerechnet werden in dem die Nachzahlung des Kindergeldes aufs Konto kommt bzw.im Folgemonat,wenn für den Monat schon ALG - 2 gezahlt worden wäre.

Im Monat nach dem Zufluss müsste es dann ganz normal weiter ALG - 2 geben,es würde also nur im Monat des Zuflusses der Leistungsanspruch entfallen,dann würde die Nachzahlung nicht mehr als Einkommen sondern als Vermögen gelten und das darf dann bis auf Höhe des sogenannten Schonvermögens nicht mehr auf die Leistungen angerechnet werden.

Das Schonvermögen beträgt pro vollendetem Lebensjahr 150 € + einmalig 750 € für notwendige Anschaffungen,min.aber 3100 € + diese einmaligen 750 €.

Kindergeld für öffentliches Dienst?

Guten Tag, ich habe eine Frage: Ich bekomme Kindergeld für meine drei Kinder von der Familienkasse. Ich habe im Jahr 2003 Antrag auf Kindergeld gestellt und Bescheid über Kindergeld für meinen Sohn bekommen, im Jahr 2004 habe ich Antrag auf Kindergeld für meine Tochter gestellt und Bescheid bekommen. Im Januar 2005 wurde ich als Angestellten bei einem öffentlich-rechtlichen Körperschaft (öffentliches Dienst) eingestellt. Ich habe die Familienkasse schriftlich über meine Einstellung informiert und auf Anfrage meinem Arbeitgeber mitgeteilt dass ich das Kindergeld von Familienkasse bekomme. Ich habe bei dem Arbeitgeber keinen Antrag auf Kindergeld gestellt und habe auch kein Kindergeld von ihm bekommen. Weil ich am Anfang wenig verdient habe, hatte die Familienkasse mir auch lange Zeit Kinderzuschlag gezahlt, dafür habe ich immer meine Lohnabrechnungen und andere Unterlagen von dem Arbeitgeber der Familienkasse zukommen lassen. Sprich die Familienkasse wusste auf jeden Fall das ich in öffentlichen Dienst tätig war. Im Jahr 2013 habe ich Antrag auf Kindergeld für meinen zweiten Sohn gestellt und auch Bescheid bekommen. Meine Frau arbeitet zurzeit nicht und früher war Sie nur geringfügig beschäftigt. Letzte Woche hörte ich von einigen Kollegen dass sie das Kindergeld doch mit Gehalt vom Arbeitgeber bekommen. Jetzt bin ich völlig durcheinander, habe ich was falsch gemach, hätte ich das Kindergeld doch bei Arbeitgeber beantragen sollen? Habe ich das Kindergeld unrecht erhalten, muss ich dass Kindergeld zurückzahlen?! Dann kann jetzt schon Insolvenz beantragen. Ich habe doch das Kindergeld nicht doppelt erhalten!!! Für kompetente Antworte bedanke ich mich ganz herzlich.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?