Kindergeld: wem steht es im folgenden Fall zu?

...komplette Frage anzeigen

9 Antworten

Kann ein volljähriges Kind in Ausbildung/ Studium noch im elterlichen Haushalt leben, können die Eltern das Kindergeld verwenden, um davon den "unterhaltsrechtlichen Bedarf" des Kindes abzudecken.

Sobald ein volljähriges Kind aber aufgrund des sonst unzumutbar langen Fahrtweges zur Ausbildungsstätte nicht mehr im Haushalt der Eltern wohnen kann, ist das Kindergeld an das "Kind" weiterzureichen. 

Hier wäre das Kindergeld also an die Tochter auszuzahlen, ebenso der Unterhalt.

Da die Tochter somit aber keinen weiteren Anspruch mehr hat, kostenlos im Haushalt der Eltern versorgt zu werden, müssen die Eltern sie am Wochenende weder beköstigen noch ihr ein Dach über dem Kopf zur Verfügung stellen - tun sie es dennoch, könnten sie von der Tochter "Kostgeld" für die Unterbringung, Verpflegung ggf. Wäschewaschen usw. verlangen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es kommt darauf an was die Eltern tatsächlich an Unterhalt laut Einkommen leisten müssten,nicht was sie ihr jetzt zum Bafög - zahlen !

Normalerweise steht das Kindergeld immer den Eltern / Elternteil zu,es sei denn das Kind kann eine eigene Meldeadresse nachweisen und die Eltern zahlen nicht min. Unterhalt in Höhe des Kindergeldes.

Man könnte also hier sagen das Kindergeld steht weiterhin den Eltern zu,weil sie ja Unterhalt von 250 € monatlich zahlen und dieser mit 60 € über dem derzeitigen Kindergeld von 190 € liegt.

Dennoch könnte es hier sein das dem Kind zumindest ein Teil des Kindergeldes zustehen würde,denn es ist ja auch außerhalb des Haushaltes gemeldet,denn dann steht dem Azubi / Student nach der Düsseldorfer Tabelle ein Unterhalt von min. 735 € zu.

Wenn sie also mit Bafög + 250 € Unterhalt unter diesen min. 735 € liegen würde,dann könnte es sein das ihr noch etwas vom Kindergeld zustehen würde bzw.sogar der volle Betrag.

Dann könnten die Eltern für die Zeit der Unterbringung / Verpflegung ein Kostgeld von ihr fordern.

Denn normalerweise wird das Kindergeld nämlich an das Kind ausgezahlt bzw.überwiesen,wenn es eigentlich ständig außerhalb untergebracht ist und dann wird das Kindergeld mit dem evtl.zustehenden Unterhalt voll verrechnet.

Wenn die Eltern also nach der Bafög - Berechnung nur 250 € an Unterhalt zahlen müssen,dann steht das Kindergeld nach wie vor den Eltern zu,weil sie ja 250 € Unterhalt zahlen und der über den 190 € Kindergeld liegt.

Hätten sie angenommen tatsächlich 440 € monatlich zahlen müssen,zahlen aber nur diese 250 €,dann stünde ihnen das Kindergeld nicht mehr zu,weil sie ihrer Unterhaltspflicht der sie ja laut Einkommen auch nachkommen könnten nicht nachkommen würden und somit ihre Unterhaltspflicht nicht voll nachkommen würden,obwohl volle Leistungsfähigkeit bestünde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

... da kann für mich aber etwas nicht stimmen, denn Eltern leisten doch nur, wenn sie können und dann aber nicht nach dem BAföG mit seinen läppischen Pauschalen, sondern nach dem BGB. Oder übersehe ich etwas?

Das Kindergeld gehört jedenfalls den Eltern, denn die leisten ja.

Zudem möge das Kind sich erkundigen nach Stipendien, denn deren Leistungen sind doch üppiger und komplett geschenkt.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hier ein Auszug, der der gesetzliche Lage sehr gut erklärt. Das Kindergeld (sollte so um 190 Euro liegen, also weit weniger als das, was die Tochter bekommt) ist für die Eltern, die Unterhalt leisten. In deinem Fall bekommt die Tochter weit mehr, als durch das Kindergeld abgedeckt würde. Sie hätte deshalb keinerlei Anspruch auf Kindergeld, denn sie bekommt es bereits in den 250 Euro von ihren Eltern.

Und mal ganz davon abgesehen, hat die die noch alle? Die Eltern sollten schleunigst lernen NEIN zu sagen. Das Auto der Mutter? Markenartikel im Kühlschrank? Was für eine völlig überkandidelte Einstellung. 

Wenn die Eltern schon nicht für sich selber ein Rückrad entwickeln können, dann wenigsten der Tochter zuliebe. Mit der Anspruchshaltung ist sie fürs Leben geschädigt!!

Hier die Rechtslage:

Kindergeld erhalten in aller Regel die Eltern. Sie sind nach dem Gesetz die Anspruchsberechtigten. Doch ein Elternteil bekommt das Kindergeld nicht zur freien Verwendung für sich selbst, sondern für seine Kinder. So steht es in § 1 Abs. 1 Bundeskindergeldgesetz. Das Kindergeld soll Eltern dabei unterstützen, den Lebensunterhalt ihrer Kinder sicherzustellen. Solange die Kinder zu Hause leben, leisten die Eltern sogenannten Naturalunterhalt: Sie geben dem Kind unter anderem Wohnung, Kleidung und Essen. Nur ein relativ kleiner Teil der Ausgaben dafür wird durch das Kindergeld bzw. die steuerlichen Kinderfreibeträge abgedeckt. Doch wenn das Kind nicht mehr bei den Eltern wohnt, stellt sich die Situation ggf. anders dar.

Fall 1: Kind wohnt nicht mehr zu Hause - ist aber weiterhin kindergeldberechtigt

Wohnen Kinder nicht mehr zu Hause, befinden sich aber noch in einer (Erst-)Ausbildung oder sind arbeitsuchend, bleiben die Eltern weiterhin unterhaltspflichtig. Sie sind zu Barunterhalt verpflichtet. Wenn ihr Kind nicht selbst in der Lage ist, sich zu unterhalten, müssen die Eltern mit Geldleistungen einspringen. Auch dabei hilft ihnen das Kindergeld, das von staatlicher Seite in der Regel längstens gezahlt wird, bis das Kind 25 Jahre alt wird. Das Kindergeld selbst wird den Töchtern oder Söhnen dann zwar nicht ausgezahlt, ist aber quasi in dem Betrag, den das Kind von den Eltern als Unterhalt erhält, versteckt. Nun gibt es Eltern, die unterhaltspflichtig sind, aber ihrer Pflicht nicht nachkommen. Dann haben sie auch keinen Anspruch darauf, das Kindergeld weiterhin zu erhalten. Ein volljähriges Kind kann in einem solchen Fall einen sogenannten Abzweigungsantrag stellen. Darin heißt es: Hiermit beantrage ich die Auszahlung des (anteiligen) Kindergelds an mich selbst. Mit dem Antrag bekunden Kinder, dass sie weiterhin kindergeldberechtigt sind, ihr Vater oder ihre Mutter aber keinen oder nur in zu geringem Maße Unterhalt zahlt. Gestellt wird der Antrag bei der Familienkasse der Arbeitsagentur.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von SimonG30
17.10.2016, 12:17

Und mal ganz davon abgesehen, hat die die noch alle? Die Eltern sollten schleunigst lernen NEIN zu sagen.

Dieses Verhalten kommt für die Eltern auch relativ überraschend.

Seit Beginn des Studiums scheint sich die Tochter sehr zu verändern, dass sogar die ältesten Freundinnen aus früher Kindheit gerade etwas auf Abstand zu ihr gehen...

0

Da das Kind bei den Eltern gemeldet ist und dort auch regelmäßig Vollpension genießt steht das Geld den Eltern zu. Theoretisch ist es mit den 250€ Taschengeld jeden Monat abgegolten, natürlich in Abhängigkeit von der Baföghöhe.

Sofern sie ihr Kindergeld bekommen würde und dafür alles selbst zahlen muss, wird sie sich umgucken - Auto (Sprit, Versicherung, Steuer), Nahrungsmittel etc.

Kindergeld steht ihr nur selbst zu, wenn sie eine komplett eigene Wohnung (ein Wohnsitz) hat und die Eltern sie nicht dauerhaft "aushalten".

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von wilees
17.10.2016, 11:50

.......Kindergeld steht ihr nur selbst zu, wenn sie eine komplett eigene Wohnung hat......... Nein !!

Kindergeld steht immer nur den Eltern zu. Zumindest so lange sie Unterhalt leisten, der den Kindergeldbetrag übersteigt. Heißt die Eltern dürfen grundsätzlich das Kindergeld mit dem geleisteten Untrhalt verrechnen.

0

Das Kindergeld steht in diesem Fall der nicht mehr zu Hause wohnenden Studentin zu. Die muß ja Wohnung usw. finanzieren, da braucht sie das Kindergeld. Sie kann einen Abzweigungsantrag stellen.

Die Leistungen zu Hause würde ich in diesem Fall komplett streichen, bzw. würde ich von der Tochter ein angemessenes Kostgeld verlangen.

Wenn das alte zu Hause so häufig in Anspruch genommmen wird und die Tochter da so gierig ist - da kann das Kostgeld dann schon mal 180€ und mehr betragen. Kann also für die Vergangenheit glatt verrechnet werden....

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schleudermaxe
18.10.2016, 11:15

Oh, ein Kenner? Wo steht das, das mit dem Kindergeld?

0

Das Kindergeld steht den Eltern zu.

Und diese dürfen das KG mit dem zu zahlenden Unterhalt verrechnen. Und dabei ist es vollkommen schnuppe ob das "Kind" im elterlichen Haushalt lebt oder nicht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kindergeld ist für das Kind
Und unterhalt ist für das Kind

Wenn ihr SO viel Unterhalt bezahlt dann kürzt doch das
Aber auch auf einen gewissen Unterhalt hat sich Anspruch

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von schleudermaxe
18.10.2016, 11:14

... aber doch nicht nach dem BAföG mit seinen läppischen Pauschalen, also bitte!

0
Kommentar von Dave0000
18.10.2016, 11:19

??hä??

Da ich weder weiß wie hoch die Unterhaltsansprüche sind noch in wie weit welche Summen da angerechnet werden kann ich dazu nix sagen
Ich weiß nur das Eltern sich nicht vollständig vor der Finanzierung drücken können wenn sie in der Lage sind zu zahlen

0

Beantworte mal meine frage bitte. Das mit Französich Hauptfach ? Also allgemeiner!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?