Kindergeld und Unterhalt nachträglich holen?

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3 Antworten

Hallo!

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Wenn Ihr der Mutter des Kindes freiwillig das Geld überlassen habt, dann habt ihr jetzt auch keinen Anspruch mehr, das zurückzuverlangen.

Unterhalt kann man sowieso in der Regel nicht nachträglich fordern. Kindergeld kann zwar auch rückwirkend gezahlt werden. Aber immer nur von der Familienkasse an den berechtigten Elternteil. Hier müsstet ihr die Ansprüche privat an die Mutter des Kindes geltend machen. Allerdings nur, wenn ihr beweisen könnt, dass sie das Kindergeld unrechtmäßig behalten hat. Aber Eurer Schilderung nach war das nicht der Fall.

Wenn das Kind jetzt bei seiner Mutter lebt, hat diese Anspruch auf Unterhaltzahlungen ab dem Moment, an dem diese ihn fordert. Die Höhe richtet sich nach dem Einkommen des Kindesvaters. Falls die Frau nicht gerade ein Managergehalt o.ä. bezieht oder über ein großes Vermögen verfügt, wird er auch zahlen müssen.

Es wäre aber eine Überlegung wert, ob DAS KIND seiner Mutter gegenüber eine nachträgliche Auszahlung des Unterhaltes einklagen könne. Schließlich hat es selber ja nicht entschieden, dass es von seiner Mutter keinen Unterhalt bekommen will. Aber hier kenne ich mich nicht aus. Es ist nur so eine Idee. Hierzu müsstet ihr einen Anwalt für Familienrecht befragen. Der müsste aber das Kindv vertreten und in dessen Auftrag die Mutter verklagen.

Wichtig zu klären ist auch noch, wer das Sorgerecht hat. Denn in dem Moment, wenn die Mutter ihr Kind zurücklässt und auszieht, hat sie das gemeinsame Kind in die Obhut des Vaters gegeben, der dann das alleinige Sorgerecht hätte. Dann wäre auch noch das Alter des Kindes wichtig. Ab einem bestimmten Alter kann es selber entscheiden**,** bei welchem Elternteil es lebt.

Wenn nun das Kind bei Euch wohnen bleiben würde, könnte und sollte dessen Vater umgehend Unterhalt von der Mutter fordern. Ebenso muss er umgehend die Familienkasse informieren, dass er das Kindergeld erhält.

Sollte das Kind bei seiner Mutter leben wollen und das auch entscheiden dürfen, dann muss mein seinen Wunsch auch respektieren

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Schöne Grüße

Unerhalt kann nicht rückwirkend geltend gemacht werden. Dieser wird erst ab dem Zeitpunkt der Aufforderung zur Zahlung fällig.

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Kindereld bekommt grundsätzlich derjenige ausgezahlt, bei dem das Kind lebt.

Das hälftige Kindergeld wird auf den Unterhalt angerechnet.

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Grundsätzlich interessiert das Einkommen des betreuenden Elternteils bei der Festsetzung des Kindesunterhaltes nicht.

Erst wenn ein sogenannter Mangelfall vorliegt und das Einkommen des betreuenden Elternteils mindestens 2-3 mal so hoch ist, wie das des barunterhaltspflichtigen Elternteils, kann vom betreuenden Elternteil zusätzlich auch verlangt werden, das er sich am Barunterhalt beteiligt.

Warum habt ihr der Frau das Kindergeld überlassen ? Das verstehe ich nicht. Versuchen könnt ihr es, ob ihr es zurückbekommt. Es wäre auch eine Möglichkeit das Kindergeld und den Unterhalt gegenzurechnen, dann bekommt sie erst mal nichts. Das würde ich rigoros von ihr einfordern. Existiert denn ein Unterhaltstitel ? Lasst euch bloß nicht einschüchtern, schließlich habt ihr gute Gegenargumente. Die würde ich auch rückhaltlos beim Jugendamt vertreten.

Wir wollten halt einfach keinen Ärger haben. Darum haben wir ihr einfach alles überlassen. Auto... was immer sie halt wollte. Dann ist die gute Frau ausgezogen und hat das Kind da gelassen. (Zu diesem Zeitpunkt gab es mich allerdings noch nicht in seinem Leben). Er hat das Kind gehabt und sie Geld und alles andere. Sogar die Kaution für ihre Wohnung hat er bezahlt. Natürlich ohne einen Vertrag o.ä. zu vereinbaren. Denke da werden wir wohl auch nichts mehr sehen von diesem Geld. Nettigkeit wird halt immer ausgenutzt!

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@DahoamisDahoam

So schnell würde ich aber nicht aufgeben. Schließlich muss sie erst mal das Gegenteil beweisen. Und eine Mutter, die ihr Kind einfach zurücklässt, ist keine gute Mutter und das Jugendamt wird da schon hellhörig werden. Wieso lasst ihr euch so einschüchtern. Immer keinen Ärger haben zu wollen, zahlt sich nicht immer aus. Manchmal muss man Ärger machen um zu seinem Recht zu kommen. Diese Frau weiß doch jetzt ganz genau, dass sie den Bär mit euch machen kann. SChiebt dem Ding einen Riegel vor und fangt endlich an zu kämpfen. Wieso habt ihr nicht gleich das Jugendamt eingeschaltet und darauf bestanden, dass das Kind bei euch bleibt. Ich verstehe euch nicht !

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@truxumuxi

Für was sollen sie denn hier kämpfen?

Das Unterhaltsding hat sich erledigt, da rückwirkend nich forderbar.

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Das einzige was man versuchen könnte, ist sich an die Familienkasse zu wenden um das Kindergeld für die vergangen 2 Jahre zu bekommen, aber auch da habe ich wenig Hoffnung.

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@Eifelmensch

Für mich stellt sich die Frage warum die leibliche Mutter einfach das Kind wieder bekommt nachdem sie es einfach zurückgelassen hat und gegangen ist und dann ihren Mann auch noch gelinkt hat. Die Unterhaltsfrage ok. mag sein, dass da nichts zu machen ist. Aber das käme alles auf den Versuch an. Aber ich glaube einfach die beiden haben sich schlicht und einfach über den Tisch ziehen lassen.

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