Kindergeld ohne Eltern erlaubnis?

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5 Antworten

Was in dem Brief steht, kann man nur vermuten. Möglicherweise ist es eine Mitteilung darüber, dass das Kindergeld jetzt an Deinen Freund ausgezahlt wird.

Da Dein Freund nicht mehr zu Hause wohnt, kann er es für sich beanspruchen. Der Mann hat schon korrekt Auskunft gegeben.

Der Vater von meinem Freund ist zur Familie gefahren und wir vermuten jetzt das die irgendwie versuchen wollen das er das Geld nicht bekommt. Können die sowas schaffen? 

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@kurdigirl

Der VATER von deinem Freund? ER muss es soch wissen, denn ER ist ja eigentlich derjenige, der Kindergeld beziehen sollte, wenn er seinen Sohn rechtmäßig unterhält.

Da stimmt einiges nicht ...

Gruß S.

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Aber doch nur, wenn er sich noch in einer Ausbildung oder einem Studium befindet.

Gruß S.

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@Sirius66

Ja. Wäre er das nicht, hätte der Mann doch nicht zugestimmt.

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Er ist in einer Ausbildung 

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In dem Brief wird nur geklärt, wie das Geld bisher geflossen ist. Er bekommt das Geld auf jeden Fall, auch ohne Erlaubnis der Eltern.

Aber was heisst, die nehmen das Geld auch nicht mehr seit einem Jahr? Das glaube ich nicht. Ich denke, sie haben ihm das bloß erzählt.

Wenn sie noch Kindergeld bekommen, werden sie gefragt, wann Dein Freund ausgezogen ist und dann müssen sie entweder nachweisen, daß Sie das Geld an ihn weitergeleitet haben oder es zurückzahlen. Dann bekommt Dein Freund rückwirkend das Kindergeld für die Zeit seit er ausgezogen ist.

Falls ihr den Verdacht habt, daß die Eltern da was vertuschen wollen, solltet ihr bei der Kindergeldkasse nachfragen.

Normalerweise muss in dem Brief angekreuzt werden, dass das Kindergeld weitergeleitet wurde. Und das Formular dafür muss von Deinem Freund unterschrieben werden. Seine Eltern müssten euch also eigentlich ein Formular zuschicken. Wenn sie nicht darüber reden wollen, ist die Frage, wie sie an die Unterschrift kommen wollen.

Oder ob sie einen anderen Termin für den Auszug von zu Hause angeben wollen. Jedenfalls solltest ihr da aufpassen, daß alles mit rechten Dingen zugeht. Das Kindergeld steht Deinem Freund zu! Vom Zeitpunkt des Auszuges an.

Kindergeld steht den Eltern zu, nicht dem Kind. Wenn das Kind unterhaltsberechtigt ist und nicht mehr zuhause wohnt, kann man das Kindegeld per Abzweigungsantrag gleich auf das eigene Konto bekommen. Die Eltern drüfen es dann aber vom zu zahlenden Unterhalt abziehen.

Gruß S.

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@Sirius66

Falsch! Das Kindergeld steht den Eltern zu, (solange das Kind zu Hause wohnt) Edit: Dem volljährigen Kind auch wenn es noch im Haushalt der Eltern wohnt. Danach wird es normalerweise an die Eltern ausbezahlt und wie Du richtig schreibst, mit dem Unterhalt verrechnet. Das ausgezogene Kind kann aber verlangen, daß das Kindergeld direkt überwiesen wird, ohne Umweg über die Eltern. Der Unterhalt durch die Eltern ändert sich dadurch nicht, weil sie ja immer noch den gleichen Unterhalt zahlen müssen. Nur der Überweisungsbetrag ändert sich, weil das Kindergeld einen anderen Weg nimmt. Hier wurde aber von den Eltern behauptet, sie hätten kein Kindergeld bekommen und es deswegen auch nicht weitergeleitet. Das ist etwas anderes.

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@thomasbuescher

NICHTS FALSCH - der geldwerte Vorteil ist und bleibt dei den Eltern, aber nur, wenn sie ihr Kind unterhalten. Bar oder Natural.

Wenn es dem Kind ausgezahlt wird, dürfen die Eltern es abziehen. Finanzvorteil bleibt bei den Eltern.

Wenn sie tatsächlich Kindergeld bezogen haben und ihr Kind weder Bar noch Natural unterhalten, haben sie ein Problem und müssen es zurückzahlen. An wen? Die Kindergeldkasse. Wäre es ein Anspruch des Kindes, würde es an das Kind gehen - oder?

Das Kind an sich hat einen Anspruch auf Versorgung. Die erfolgt durch die Eltern und der Staat hilft ihnen dabei. Funktioniert dies nicht zuverlässig durch die Eltern, wird wenigstens das Kindergeld vom Staat direkt an das Kind überwiesen. Unterhaltspflicht bleibt trotzdem bei den Eltern - abzüglich Kindergeld. Der Vorteil bleibt bei ihnen.

Gruß S.

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@Sirius66

Das bestreite ich ja gar nicht. Scheinbar wurde hier aber nicht kommuniziert, daß der Unterhalt einschliesslich Kindergeld-Anteil überwiesen wurde, sondern explizit Unterhalt ohne Kindergeld.

Beispiel: Eltern sind zusammen (wie in diesem Fall). Unterhaltsbedarf 850 Euro. Die müssten überwiesen werden. Davon sind ungefähr 200 Euro Kindergeld. Dann hätten die Eltern aber davon gesprochen, daß sie das Kindergeld genommen haben.

Meine Lesart des ursprünglichen Beitrags: Nur der Zahlbetrag wurde überwiesen. ca. 650. Das Kindergeld wurde nicht darauf angerechnet und auch nicht mit überwiesen. Die Beträge sind fiktiv, da das Einkommen ja nicht bekannt ist.

Aber Du musst doch zugeben, daß das so klingt, als wenn da was nicht stimmen würde. Warum sollten die Eltern sich denn das Kindergeld nicht mehr auszahlen lassen, wenn es ihnen zusteht? Und warum sollten sie ein Geheimnis aus dem Brief machen? Das klingt doch sehr danach, daß das Kindergeld unterschlagen wurde.

Zumindest liegt  der Verdacht so nahe, daß es Sinn macht, da mal nachzubohren.

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@thomasbuescher

Du LIEST nicht sinnerfassend ... der Vater von meinem Freund ist zur Familie gefahren ...

Die Eltern leben also ganz offensichtlich NICHT im gemeinsamen Haushalt und auch der Vater kommt seiner Unterhaltspflicht NICHT nach.

Mag sein, dass die Mutter das Kindergeld einstreicht, obwohl auch sie ihrer Pflicht nicht nachkommt.

Dumm hier aber auch der Vater, denn ihm stünde - wenn er Unterhalt zahlen würde - anteiliges Kindergeld zu. Entweder er bekommt es anteilig oder er darf seinen Unterhalt entsprechend kürzen. Er hat aber irgendwie Null-Ahnung, was da passiert.

Ja - Freund der Fragestellerin wird sein Kindergeld in Zukunft selbst bekommen, weil er kindergeldberechtigt ist, denn er ist ein unterhaltsberechtigtes Kind. Der Staat leitet dann seine Hilfe lieber direkt an den Bedürftigen. Die Berechtigung an sich bleibt bei den Eltern, die ihn sich allerdings verwirken, wenn sie nicht unterhalten. Das ist einfach Fakt.

Der Freund sollte seinen Anspruch den Eltern gegenüber knallhart durchsetzen.

Gruß S.

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Leute ihr versteht da was falsch. Die Eltern bekommen das Geld auch nicht von der Arbeitsagentur. Die wollen nicht mein Freund irgendwie verarschen um das Geld zu behalten. Wahrscheinlich machen die das einfach aus " stolz " was in meine Augen einfach Egoismus ist. 

Und mit dem Satz " der Vater ist zur Familie gefahren " meinte ich nicht das er zu mein Freund oder so gefahren ist sondern zu einem Bekannten ( habe jetzt einfach Familie geschrieben weil die sich schon seid klein aus kennen. )

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Wann ist das Kindergeld an eine andere Person oder

an eine Behörde auszuzahlen?

Wenn der Berechtigte seinem Kind keinen Unterhalt leistet, kann die Familienkasse das auf dieses Kind entfallende Kindergeld auf Verlangen an diejenige Person oder Behörde auszahlen (abzweigen), die dem Kind tatsächlich Unterhalt gewährt. Das Kindergeld kann auch an das Kind selbst ausgezahlt werden, wenn es volljährig ist und für sich selbst sorgt. Das Kindergeld kann auch dann abgezweigt werden, wenn der Berechtigte Unterhalt nur in einer Höhe leistet, der die Höhe des anteiligen Kindergeldes unterschreitet oder wenn er keinen Unterhalt leistet. Bevor die Familienkasse über eine anderweitige Auszahlung entscheidet, erhält der Berechtigte Gelegenheit, sich zu den erheblichen Tatsachen zu äußern. Behörden, die dem Berechtigten oder einem Kind ohne Anrechnung von Kindergeld Leistungen gewährt haben (insbesondere Sozial- und Jugendämter), können die Auszahlung des anteiligen Kindergeldes unter bestimmten Voraussetzungen verlangen.


Nachzulesen im "Merkblatt Kindergeld" der Familienkasse auf Seite 34 unter dem Punkt 13:  https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mte4/~edisp/l6019022dstbai378751.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378754


Na ja, zuerst wird denen mal Bescheid gegeben und sie können Gründe vorbringen, warum das nicht okay für sie ist (z.B. wohnt noch zu Hause), die wissen ja nicht, ob deine Angaben auch korrekt. Und weiterhin müssen die ja auch wissen, ob die Eltern noch Unterhalt zahlen an das Kind oder nicht. Zahlen sie mehr als 192 Euro Unterhalt, dann kann man das Kindergeld nicht abzweigen, es steht dann weiterhin nur den Eltern zu. 

Von daher, sie werden wohl fragen, ob und wann das Kind ausgezogen ist und ob die Eltern noch Unterhalt zahlen und wieviel. Sie fragen nicht nach einer Erlaubnis, sondern sie überprüfen die Berechtigung und die Erfüllung der Voraussetzung für den Abzweigungsantrag.

Das ist dumm. Kindergeld steht ihnen zu. Wenn sie darauf verzichten, unterhalten sie ihr Kind wahrscheinlich auch nicht. Wovon lebt er denn? Ist er noch in einer Ausbildung oder einem Studium? Zahlen seine Eltern denn Unterhalt?

Gruß S.

Er macht momentan eine Ausbildung und bekommt auch bab deswegen kommt er auch über den runden. Wie schon gesagt er und die Eltern bekommen schon ein ein und halb Jahren kein Kindergeld.

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@kurdigirl

Verstehe ich nicht ... der VATER fährt zur FAMILIE?

Was stimmt denn da nicht?

Seine Eltern - BEIDE - sind ihm gegenüber unterhaltspflichtig. Sein Einkommen aus der Ausbildung wird natürlich angerechnet.

Es gibt die Möglichkeit, dass er dan Kindergeld bekommt, dann wird auch das noch von seinem Unterhaltsanspruch abgezogen. Anteilig für beide Eltern, falls die getrennt sein sollten.

Wenn im lezten Jahr ein Kindergeldanspruch bestanden hat, kann es sein, dass es nachgezahlt wird.

Gruß S.

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