Kindergeld nach 1. Ausbildung dann Duales Studium?

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4 Antworten

Spätestens ab Beginn des Studiums hast du bzw.deine Eltern erneut Anspruch auf Kindergeld !

In diesem Jahr deiner Berufstätigkeit hast du keinen Anspruch auf Kindergeld und zwar in zweierlei Hinsicht.

    1. ) Dein Studiumsbeginn liegt über der 4 monatigen Übergangsfrist zwischen einem Abbruch / Beendigung einer Ausbildung und einer neuen Ausbildung.
    1. ) Da du bereiz eine abgeschlossene Ausbildung hast,würde sich dein Vollzeitjob Kindergeldschädlich auswirken,weil du dann neben einer regulären Ausbildung in der Woche nicht mehr als durchschnittlich 20 Stunden arbeiten darfst.

Das trifft dann auch zu,wenn du dein Studium begonnen hast und neben bei arbeiten möchtest.

Dein Einkommen würde da keine Rolle spielen,so lange du kein Bafög - bekommst,dann darfst du denke ich nur etwas über 400 € im Monat verdienen,sonst hat das Auswirkung auf dein Bafög - auf das Kindergeld nicht,wenn du dich an die Stundenanzahl hältst.

Weil die Einkommensgrenze bereiz am 01.01.2012 gefallen ist,was das Kindergeld betrifft.

das Du bzw. Deine Eltern im Studium wieder Kindergeld bekommen, das ist sicher, Du bist ja noch nicht 25 Jahre alt.

Im Übergangsjahr als Arbeitnehmer steht Dir, meiner Meinung nach, aber kein Kindergeld zu. In der Übergangszeit zwischen 2 Ausbildunsabschnitten (Ausbildung, duales Studium) hat man Anspruch auf Kindergeld, aber nur wenn diese Übergangszeit nicht länger als 4 Monate ist. Also fällst Du da nicht drunter.

Alfred06 01.07.2014, 21:53

In diesem Fall ist er das Kind ohne Ausbildungsplatz.

"3Ein Mangel eines Ausbildungsplatzes liegt sowohl in Fällen vor, in denen das Kind noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, als auch dann, wenn ihm ein solcher bereits zugesagt wurde, es diesen aber aus schul-, studien- oder betriebsorganisatorischen Gründen erst zu einem späteren Zeitpunkt antreten kann (BFH vom 15.7.2003 – BStBl II S. 845)." DA-FamEStG

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Teilweise hast Du bereits eine Antwort von den anderen, die ich noch ergänzen möchte. Du bist nicht das Kind in der Übergangszeit aber das Kind ohne Ausbildungsplatz, wenn ein früherer Beginn der Ausbildung tatsächlich betriebsbedingt nicht möglich ist. Lücken in der Ausbildung dürfen nicht von Dir verschuldet sein.

Wie die anderen bereits geschrieben haben, ist eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit über 20 h schädlich.

Nachlesen kannst Du in der Dienstanweisung zur Durchführung des Familienleistungsausgleichs nach dem X. Abschnitt des Einkommensteuergesetzes (DA-FamEStG) Stand 2013, als pdf im Internet

DA 63.4 Ausschluss von Kindern aufgrund einer Erwerbstätigkeit

DA 63.4.3.1 Regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit bis zu 20 Stunden

Hier findest Du Berechnungsbeispiele. Die solltest Du Dir genau ansehen, weil Du in der Zeit bis zum Studienbeginn einen der Grundtatbestände des § 32 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 EStG erfüllst.

"3Ein Mangel eines Ausbildungsplatzes liegt sowohl in Fällen vor, in denen das Kind noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hat, als auch dann, wenn ihm ein solcher bereits zugesagt wurde, es diesen aber aus schul-, studien- oder betriebsorganisatorischen Gründen erst zu einem späteren Zeitpunkt antreten kann (BFH vom 15.7.2003 – BStBl II S. 845)."

Dann kann es auch noch Probleme während des Studiums geben. Wenn Du die jetzt schon kennst, kannst Du noch was unternehmen, falls es nötig ist.

DA 63.4.3.2 Ausbildungsdienstverhältnis

"(2) 1Bei berufsbegleitenden und berufsintegrierten dualen Studiengängen fehlt es häufig an einer Ausrichtung der Tätigkeit für den Arbeitgeber auf den Inhalt des Studiums, so dass in solchen Fällen die Annahme eines Ausbildungsdienstverhältnisses ausscheidet. 2Liegt hingegen eine Verknüpfung zwischen Studium und praktischer Tätigkeit vor, die über eine bloße thematische Verbindung zwischen der Fachrichtung des Studiengangs und der in dem Unternehmen ausgeübten Tätigkeit oder eine rein organisatorische Verzahnung hinausgeht, ist die Tätigkeit als im Rahmen eines Ausbildungs-dienstverhältnisses ausgeübt zu betrachten. 3Eine entsprechende Ausrichtung der berufspraktischen Tätigkeit kann z. B. anhand der Studienordnung oder der Kooperationsvereinbarung zwischen Unter-nehmen und Hochschule glaubhaft gemacht werden."

Als dualer Student wohl schon, als ArbN nicht.

Siehe dazu auch §32 Abs.4 Einkommensteuergesetz, der sich damit beschäftigt, wann ein Kind berücksichtigt wird, man für dieses also Kindergeld erhält, insbesondere dort den Satz 2f. : "Nach Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums wird ein Kind in den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 nur berücksichtigt, wenn das Kind keiner Erwerbstätigkeit nachgeht. 3Eine Erwerbstätigkeit mit bis zu 20 Stunden regelmäßiger wöchentlicher Arbeitszeit, ein Ausbildungsdienstverhältnis oder ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Sinne der §§ 8 und 8a des Vierten Buches Sozialgesetzbuch sind unschädlich." (Markierungen von mir)

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