Kindergeld, kann ein Kind selbst Kindergeld beantragen?

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4 Antworten

Nein, natürlich nicht, denn das Kindergeld ist keine Unterstützung für das Kind, sondern für die Eltern, die dadurch, dass ein Kind zuhause wohnt ja eine zusätzliche finanzielle Belastung haben. In dem Moment, wo das Kind auszieht, auch wenn dies nur vorübergehend ist , z.B. wegen Wehr- oder Zivildienst, gibt es kein Kindergeld. "Das Kindergeld wurde an das Kind über den Leistungsbezieher weitergeleitet." Wenn das heraus kommt, kann euch passieren, dass ihr das Rückzahlen müsst. Das Kindergeld ist ja eine Eltern-Beihilfe! Und wenn der Junior jetzt alle Brücken hinter sich abgebrochen ist, ist er eben für sich selbst verantwortlich, Wenn er sich eben nicht zum Ausbildung kümmert, ist ALG2 angesagt, und da muss er dann eben auch jeden Arbeiterjob annehmen, da besteht dann nicht mal das Recht, eine Ausbildung anzutreten, notfalls ist dann auch ne Stelle als Leiharbeiter zumutbar.

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Kommentar von unifresh
18.11.2016, 11:04

Danke, aber so sehen wir das auch. Auch wenn es harter Tobak ist und man ja auch immer noch eine moralische Verpflichtung hat, weil es halt das Kind ist. Aber wenn sie so erwachsen und unbelehrbar sein wollen, dann müssen sie halt die harten Seiten des Lebens direkt kennen lernen.

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Das Kind kann zwar keinen eigenen Antrag auf das Kindergeld stellen, da Kinder selbst keinen Anspruch darauf haben..., es könnte aber einen "Abzweigungsantrag" an die Familienkasse stellen: 

Dann würde das Kindergeld von den Eltern "abgezweigt" und direkt an das Kind ausgezahlt. 

Das ist z.B. "üblich", wenn das Kind nicht mehr bei den Eltern wohnt und/oder die Eltern nicht mehr zum Unterhalt verpflichtet sind, aber noch ein Anspruch auf Kindergeld besteht.

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Wenn das Kind alleine wohnt und keinen Unterhalt von euch erhält, dann kann es selbst Kindergeld beantragen. 

Ich verstehe deinen Gedankengang und würde das selbst genauso machen. Melde das Kindergeld einfach ab, um Nachzahlungen zu vermeiden. Dein Kind kann das Geld bis 4 Jahre rückwirkend beantragen, es geht also nichts verloren, wenn es ihm zusteht (intensive Ausbildungssuche). Wer auf eigenen Füßen stehen will, der muss auch beweisen, dass er es kann und Verantwortung für sein Handeln lernen.

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Ab 18J. muss jedes Kind einen Antrag auf Kindergeld (falls es überhaupt noch Anspruch darauf hat).

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Kommentar von CATFonts
18.11.2016, 11:50

Auf Kindergeld hat nicht das Kind Anspruch, sondern Eltern, bei denen ein Kind 8und wenn über 18) in Ausbildung wohnt. Sobald das Kind nicht mehr im Hause ist, erlischt dieser Anspruch, Unterstützen die Eltern dann das Kind trotzdem, ist das deren Problem. Das Kind hätte dann gegebenenfalls Anspruch auf BAFöG.

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