Kindergarten/eingewöhung, Kind lehnt bisher Betreuerin ab

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Hey, du solltest nicht an dir zweifeln. Manchmal ist es eben so das bei zwei Menschen der Funken nicht überspringt und sie nicht gut miteinander umgehen können. jedes Kind hat seine Lieblingserzieherin, so wie auch jede Erzieherin Kinder hat die sie etwas lieber hat und leichter Kontakt zu ihnen findet. Vielleicht passiert das grad bei dir und dem Kind. Du sagst, dass deine Kollegin einen besseren Draht zum Kind hat. Warum übernimmt sie dann nicht die Eingewöhnung?

Wenn die Zeit nicht drängt solltet ihr mit den Trennungen von der Mutter ruhig noch warten. Das Kind scheint noch sehr die Mutter als Bezugsperson zu brauchen. Leider sind längere Eingewöhnungen manchmal nicht möglich. Ich arbeite in einer Betriebskrippe, und wenn Mütter ab nächster Woche eingestellt werden ist das Kind dann eben nach einer Woche Eingewöhnung im Eiltempo da. Leider.

Lass dich nicht entmutigen. Besprich dich mit deinen Kollegen und hol dir ihre Unterstützung. Als Team werdet ihr die Situation auf jeden Fall meistern. Und falls nicht ist die Krippe vielleicht auch die falsche Betreuungsform für das Kind, und es wäre in einer Kleingruppe bei einer Tagesmutter besser aufgehoben.

danke heute hatte ich besseren draht zu ihr. abwarten. es ist heute der 4.tag gewesen. es ist ein kinderhaus, ein offenes konzept.

0

Liebe bigmamaXS83,

ich möchte dir Mut machen und dir deine Verunsicherung ein wenig nehmen, so dass überhaupt per Mail geht. Ich bin seit über 25 im Beruf einer Krippenerzieherin tätig und hab schon viele Eingewöhnungen(in beiden Systemen) hinter mir. Glaub mir, jede ist anders. Seit einigen Jahren arbeite ich nach dem Berliner Modell und finde es persönlich als das passende für mich. Ich hab den Luxus, dass alle im Team hinter diesem Modell stehen und alles erdenkliche möglich machen, dass in den ersten 3 Tagen nur Mama, Kind und die neue Erzieherin für 1h allein im Zimmer sind. Es ist sehr schön mitzuerleben, wie sich die Kinder aus der behüteten Hülle von Mama lösen und selber entdecken gehen. Ich halte mich am ersten Tag völlig zurück, Mama und Kind sind eine Einheit in einer fremden Umgebung. Beide lernen das Zimmer kennen, spielen miteinander und hab Zeit zu beobachten, was macht das Kind, wie reagiert die Mutter/der Vater, wie läft zwischen den beiden die Verständigung. Außer Begrüßung/Verabschiedung läuft von meiner Seite nicht viel. Am zweiten Tag ähnlich, ich nehm gegen Ende der Stunde irgend ein Spielzeug oder komme in die Spielaktion der beiden mit rein und bin Teil davon. Am 3. Tag spiele ich und Mama/Papa blenden sich aus, ggf, wenn alles gut läuft, gehen sie mal für 5-10 Minuten vor die Tür. Ach ja die Tür, da steht für alle gut zu lesen STOPP und da weiß jeder im Haus, hier geht es jetzt nicht rein, die brauchen ihre Ruhe. Während der Eingewöhnung ist die Tür der zentrale Dreh- und Angelpunkt für die Kleinen, durch diese Tür ist meine liebe Mama weggegangen und hat mich hier allein gelassen. Wir Erwachsenen können uns gar nicht vorstellen (es sei denn wir haben Entwicklungspsycho studiert und forschen in der Hirnentwicklung von Kleinkindern), was in den Köpfen der Kinder vorgeht, wir sehen nur ihre Gefühle und können nur darauf reagieren. Zurück zur Tür. Die Tür ist bei uns in der Eingewöhnungszeit nur für Eltern, alle andere benutzen die "Hintertür", also durch den Schlafraum durch. Das geht zum Glück bei uns rein vom Grundriss her. Und da es ja nur für eine Stunde am Tag ist, geht das auch ganz gut. Ab dem 4. Tag verlängern wir auf 1 1/2h, die Trennungszeit wird länger und wir holen uns nach knapp 45 Minuten 1-2 Kinder aus der Gruppe zum spielen dazu. Mittagsschlaf streben wir an, erst am 10. Tag, wenn die Räumlichkeiten und die Kinder allesamt gut bekannt sind. Das ist so die letzte große Hürde. Wie gesagt, keine Eingewöhnung lässt sich vergleichen, alle Facetten sind dabei. Wir haben es dieses Jahr bis jetzt hinbekommen, jeden Montag mit einem Kind neu zu starten, immer abwechselnd mit meiner Kollegin. Ich hab diese Woche und nehm "mein" Kind am Montag mit zu den anderen in die Kindergruppe, gemeinsam verlassen wir den Raum und machen "Platz" für das neue Kind. Und so geht es jetzt 11 Wochen lang, bis alle da sind. Das Wichtigste ist, bleib ruhig und gelassen, auch wenn dich innerlich alles zerreist, weil es mal nicht so geht, wie du gern möchtest. Und wenn die Chemie zwischen euch nicht stimmt (das Sprichwort ich kann dich gut riechen trifft bei den Kleinen oft zu), dann bitte deine Kollegin , die Eingewöhnung zu übernehmen. Am Ende ist doch egal wer es macht, das Kind soll sich wohl fühlen, es soll mit Liebe und Geborgenheit empfangen werden undwenn es für deine Signale keine Antennen hat, dann ist das eben so, wir Erwachsenen haben doch auch unsere 7 Sinne wenn es um die Partnerwahl geht, wir nehmen doch auch den Menschen, wo wir uns hingezogen fühlen, bei Kindern ist das nicht anders. Lass dich nicht entmutigen, geh gelassen an die Sache und besprich die mit deiner Kollegin. Falls es zu einem Wechsel kommen sollte, erklärt es in Ruhe der Mutter, sie wird es verstehen, schließlich geht es ja um ihr Kind das sie bisher bemuttert/behütet/umsorgt hat. Mit der langen Trennung nach so kurzer Zeit würde ich vorsichtig sein, die Kinder haben kein Zeitgefühl und 1h kann endlos lang sein, wenn sie sich eingeweint haben und sie sich durch nichts beruhigen lassen. Ach ja, ich hab natürlich auch Negativerfahrungen gemacht, die gehören dazu. Gerade diese Woche ist das Eingewöhnungskind meiner Kollegin schon ab dem Frühstück da und obwohl er mich nun schon die 4. Woche kennt, morgens will er einfach nicht zu mir rein. Heute war meine Kollegin morgens für mich da, zwar nicht perfekt (der Trennungsschmerz sitzt morgens ganz besonders fest) aber 3x besser als mit mir. Im Gegenzug musste sie heute mein Engewöhnungskind betreuen und nichts ging, Kind lies sich nicht bespielen und Mama ging keinen Meter weg. Ich möchte dich ermutigen, keine Ahnung wie ihr das räumlich und personell bei euch gestaltet, zweifle nicht an dir, die Kinder entscheiden. Du bist nicht die Böse, du bist die, die ab jetzt Zeit zum spielen und kuscheln hat, die das leckere Essen auf den Tisch stellt und bei der man sich mit Farbe anmalen und mit Wasser spritzen darf. Lacht mal zusammen, lachen steckt an verbindet ohne Worte.

vielen vielen dank für deine antwort. ich beobachte mal die nächsten wochen. es ist eine woche jetzt um. es war gepalnt, dass ich dieses kind eingewöhne, weil eine kollegin zum okt.geht, die andere speziell für ein kind zuständig ist( weil das kind einen bestimmten förderbedarf verlangt) und die andere ( wir sind zu viert in unserer gruppe, aber offennes konzept) hat gerade ein kind eingewöhnt und ich habe es nicht so gut mit ihr... vielleicht ist es auch zu früh um sich gedanken zumachen, aber ich mache mir gerne mal einen kopf

0

Hört ihr euch eigentlich mal selber zu? Wir reden hier über die Köpfe der Kinder hinweg. Wir reden es uns gut- aber nichts ist gut. Das was wir tun ist gegen die Natur- wir zwingen die Kinder in ein Verhaltensmuster das Unnatürlich ist. Ein Kind das bemuttert, behütet, umsorgt von der eigenen, natürlichen Mutter wurde, zwingen wir in eine völlig unnatürliche Trennung. Hallo, an alle Erzieher die die Ausbildung hierzu genossen haben, habt ihr wirklich alles vergessen? Oder redet ihr euch das alles nur schön? Mal ehrlich, wenn ihr selbst Mutter werdet- gebt ihr eure Kinder ohne Vorbehalt, in dem Alter, in eine Fremdbetreuung? Ich kenn keine die das tun würde, selbst die, oder gerade diejenigen, die in einer Krippe arbeiten, würden soetwas nicht tun.

0
@anni51

Nein ich habe nichts vergessen und nach 5 eigenen Fehlgeburten kann ich aus eigener Erfahrung als Mutter und Erzieherin sagen, wie schwer es mir selber gefallen ist, mein Kind in eine Einrichtung einzugewöhnen. Ich habe mir den Luxus geleistet und war 3 Jahre voll zu Hause, habe auf alles verzichtet, was auch nur andeutungsweise mehr war, als man zum Leben braucht (Zeitung, Fernsehen, Kaffee...) und wir haben es durchgehalten, auch mit jährlicher Arbeitslosigkeit meines Mannes. Aber wir gehören nun mal zu einer Minderheit. Ich betreue nebenbei auch noch eine Eltern-Kind Gruppe und egal wo, ob hier oder bei den Erstgesprächen in der Kita, überall höre ich als erstes Argument die finanzielle Seite warum die Kinder unbedingt in die Kita müssen und die Eltern arbeiten gehen. Wer will schon von den meisten jüngen Eltern auf einmal erlebten Luxus verzichten, wo werden die Kinder ihrem natürlichen Schlafbedürfnis noch zur Ruhe gelegt. Ich selber bin auch gegen eine frühe Trennung, aber ich musste akzeptieren lernen, dass es eine Generation Eltern gibt, die da ganz anders denkt, die kaum mehr als nötig stillt, mit Pampers wickelt und essen aus dem Glas serviert. Und so kann ich auf der beruflichen Seite nur dafür sorgen, dass es irgendwie gut geht, langsam und das Tempo dem Kind angepasst. Ich kann nicht verstehen, aber ich erlebe es gerade wieder, dass Eltern ihre Kinder so schnell wie möglich los werden wollen, am besten gleich am ersten Tag raus und am Freitag voll mit allen Mahlzeiten + Schlaf, und das, obwohl die Mamas in Elternzeit sind, sich also einen netten Tag ganz privat gönnen und das so lange, bis sie wieder arbeiten gehen. Das geht mir sowas von gegen den Strich, da die gute Balance zu halten zwischen Anwalt der Kinder und Verständnis der Eltern ist nicht immer leicht, es gelingt mir nicht immer, aber ich gebe nicht auf. Ich kann aber nicht die Eltern an den Schultern packen und sie mal direkt fragen was das soll, - um auf deine Worte zurück zu kommen, nicht wir (Erzieher) zwingen die Kinder in eine völlig unnatürliche Trennung sondern die eigenen leiblichen Eltern die ihr Kind behütet, bemuttert und umsorgt haben haben sich für diesen Weg entschieden, es gibt in Deutschland keine KitaPflicht!

1

Erst mal ist das Verhalten in meinen Augen ganz normal. Ich bin selbst Mutter eines 1,5 jährigen Jungens. Er ist jetzt seit 3 Monaten in der Kita und wir hatten auch eine recht schwere Eingewöhnung.

Ich denke allerdings, dass ihr schon viel zu früh trennt. Eine Woche könnte man dem Kind schon mindestens geben Vertrauen zu fassen.

Ich würde dir empfehlen, dich mit deinen Kollegen zu beraten. Du scheinst noch etwas unerfahren zu sein. Sie können dir sicher wertvolle Tips geben.

ich arbeite schon über 7 jahre indem bereich, aber allerdings bin ich was die eingewöhnung angeht unerfahren, weil ich im spätdienst bisher gearbeitet habe. aber danke für den tip, zweifle schon etwas an mir ;)

0

Zuerst habe ich gedacht das du über Kita schreibst und bin erst später auf das Alter des Kindes gestoßen. Für Ü3 Kinder hätte ich dir anders geantwortet. Ich möchte nur am Rande erwähnen das ich Gegner der zu frühen, und unnatürlichen Fremdbetreuung/ Trennung von Mutter und Kind bin. Ein Kind U3 und auch Ü3, sucht sich die Bezugsperson Selbstbestimmt aus und das sollte man auch tolerieren. Die Kleinen U3 leiden unter einem physisch und psychisch sehr belastenden Trennungsstress. Wenn überhaupt, sollte ein Fremdbetreuung, laut Grossmann und Grossmann, nicht vor dem 18 Lebensmonat erfolgen. Für mich, und auch für viele Kinderpsychologen und Psychologen die die Folgen der zu frühen Fremdbetreuung,im Erwachsenenalter zu behandeln haben, ist das auch noch zu früh. Zudem reagiert jedes Kind individuell verschieden auf eine Trennung. Eine Eingewöhnungszeit sollte jedem dieser Kinder gerecht werden. Das eine Kind geht, scheinbar problemlos mit der trennung um, das andere Kind braucht Wochen bis es nicht mehr ,,brüllt". Böse ausgedrückt, das eine Kind braucht etwas länger bis es resigniert, beim anderen gehts schneller. Es gibt Eingewöhnungsmodelle die näher auf die Dauer und Art der Eingewöhnung eingehen- Berliner Modell. Dieses Modell wird z.B. in unserer und in vielen anderen Krippen angewandt. Es ist zumindestens ein Versuch den Schaden an den Kinderseelen etwas zu minimieren. Für eine Erzieherin die schon seit 7 J. im Beruf ist, ist die frage die du hier stellst sehr naiv und zeugt nicht von hoher Fachkompetenz. Du musst doch in der Schule Unterricht in Psychologie, der Bindungstheorie, Kleinkindpädagogik gehabt haben. Selbst wenn du nur im Spätdienst eingesetzt warst, darf das doch nicht heißen das dir die einfachsten Grundkenntnisse abhanden gekommen sind. Außerdem sollten doch, wenn man den Krippenbefürwortern, dem Qualitätsmanagement für Krippen glauben schenkt, nur Fachkräfte für Kleinkindpädagogik hier die Betreuung übernehmen- also mit Qualifikation im Krippenbereich. Wie siehst es mit dem Ausstausch unter den Kollegen aus? Ihr müsst doch Stunden für die KOOP bereitgestellt bekommen- Fallbeispiele besprechen. Und selbst bei Ü3 Kinder ist, nach 3 Tg. in der Kita, noch keine Rede von abgeschlossener Eingewöhnung und wir maßen uns auch hier nicht an, nach 3 Tg.eine Prognose über die benötigte Zeit, geschweige denn über eventuell vorhandene Probleme/Abneigungen bei bestimmten Betreuern, zu urteilen. Es kann, muss aber nichts mit deiner Person zu tun haben. Es kann sein das du einer Person ähnelst mit der das Kind schlechte Erfahrung gemacht hat, es kann sein dass das Kind ,,dich nicht riechen mag", das ihm deine Stimmlage nicht gefällt usw., usw. Wie gesagt, kann! Das ist nach 3 Tg. überhaupt noch nicht zu beantworten.

ja wir arbeiten auch nach berliner modell bzw. nutzen das modell als leitfaden, da jedes kind individuell ist. ich bin kinderpflegerin, keine erzieherin. ja wir haben auch dienstbesprechungen und koopzeiten. sicher ist das zu früh um eine prognose zustellen und klar ist die eingewöhnung noch nicht zueende. trotzdem kann ich mir doch meiner sache unsicher sein und mir meine gedanken machen, auch wenn ich schon 7 jahre in dem bereich arbeite. ich habe bisher keine unter 3 eingewöhnt.

0

Was möchtest Du wissen?