Kinderdepression

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10 Antworten

Du schreibst leider nicht, was sie dir genau verschrieben hat. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es ein klassisches Antidepressivum ist.

Die machen auf jeden Fall definitiv NICHT süchtig, wirklich nicht. Aber normalerweise brauchen sie auch keine 6 Monate, bis sie wirken. Allerdings kann es ein paar Wochen dauern, bis sie wirken, weil sich erst genug Wirkstoff im Blut anreichern muss (die Ärzte nennen das "Spiegel bilden").

Und ja, sie können dir durchaus helfen. Stell dir vor, du fährst auf einem ausgefahrenen Feldweg mit ganz tiefen Furche. Du kommst überhaupt nicht raus aus diesen Fahrrinnen und weil du immer weiter darin fährst, werden sie immer tiefer. Die Tablette ist der Füllstoff für diese Fahrrinnen. Du kannst dann auch woanders fahren und mit etwas Glück bilden sich diese Rinnen nicht wieder. So funktioniert in etwa ein Antidepressivum. Sprich aber nochmal mit ihr darüber, das kann man im direkten Gespräch oft leichter klären.

Diese Tabletten machen auch nicht an sich "glücklicher", dann wären es tatsächlich Drogen. Deine Probleme sind immer noch da, nur erscheinen sie dir anders, nämlich dass du sie in Angriff nehmen kannst, dass du es regeln kannst.

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Kommentar von Sanja2
10.10.2010, 20:15

wow, klasse Erklärung, die merke ich mir, denn so können es auch Kinder gut verstehen. Danke!!!

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Kommentar von SnowDown
10.10.2010, 20:19

Danke für diese Erklärung. Ich denke noch besser erklären könnte man es nicht und ich werde nochmal mit meiner Psychologin darüber reden.

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Kommentar von YlangYlang
10.10.2010, 20:32

Ich habe da schon von Betroffenen anderes gehört. Sie hatten durchaus Probleme die Tabletten wieder abzusetzen. Ich frage mich vor allem, warum so einem jungen Menschen ein Psychopharmakum verschrieben wird. Das ist eine Unsitte, die immer mehr um sich greift. Natürlich kann es Situationen geben, in denen das erst mal eine Notlösung ist, z. B. bevor derjenige sich etwas antut. Doch muss immer noch nach den Ursachen gesucht und diese gelöst werden. In unserer Gesellschaft wird sich kaum noch Zeit genommen Probleme zu lösen, stattdessen werden Menschen und sogar Kinder und Jugendliche einfach nur ruhiggestellt.

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Kommentar von SnowDown
11.10.2010, 21:06

Die Tabletten heißen " Mirtazapin HEXAL 15mg Filmtabletten".

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Es kann im Leben viele Probleme geben, und manchmal mögen sie überwältigend erscheinen. Aber man sollte wissen, dass Lösungen mit Psychopharmaka der falsche Weg sind. Psychiatrische Drogen können Probleme und Symptome chemisch verschleiern, aber sie können und werden sie niemals lösen. Wenn die Wirkung abklingt, ist das Problem immer noch da. Als Lösung oder Heilmittel funktionieren sie nicht. Mittlerweile gibt es zahlreiche funktionierende Alternativen. Vielleicht könntest Du aber noch etwas über die "Kinder depression" sagen. Z.B. wie hat denn Deine Psychologin das festgestellt ??

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Ich glaube kaum, dass dir die Psychologin die Tabletten leichtfertig verschrieben hat. Das werden auch keine Hammerdinger sein. Und sie machen dich auch nicht wieder glücklich, sondern helfen dir, in schlechten Phasen nicht in ein ganz so tiefes Loch zu fallen.

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es gibt da ganz verschiedene Arten von Tabletten.

  • Fast alle wirken erst, wenn man sie längere Zeit nimmt (das ist ganz anders als bei Schmerztabletten z.B.).

  • Nur von einigen kann man abhängig werden. Ich glaube nicht, dass du so eine bekommen hast.

  • Du hast völlig Recht mit den seelischen Ursachen. Das Schlimme ist, dass man manchmal nicht wieder "heraus" kommt, wenn man alles so laufen läßt. Die 6 Monate können aus zwei Gründen gut sein: sie brechen die Entwicklung erstmal ab, sodass es sich nicht verfestigt oder schlimmer wird - und fast alle Menschen haben Depressionen mal als eine Phase im Leben, dann sind die Tabletten wie eine Brücke, die über den Fluss hilft. Und später ist alles wieder gut. In diesem Sinne: alles Liebe !

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Eine Psychologin darf/kann dir keine Tabletten verschreiben. Dies kann nur ein Psychiater oder dein Arzt. Welche Tabletten wurden dir denn verschrieben? Ich würde auf jeden Fall erstmal mit Tabletten versuchen. Wenn du dir unsicher bist, oder bei sonst welchen Auffälligkeiten, sprich nochmal mit deinem Arzt darüber. Alles Gute!

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Vertrau Deiner Psychologin. Die wird sicher wissen, was sie tut. Ein Suchtpotenzial haben die eigentlich auh nicht. Solche Tabletten wirken, da sie in den Hormonhaushalt des Körpers eingreifen. Genaueres dazu findest Du hier: http://www.depressionen-depression.net/med/

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Du warst wohl bei einem Psychiater, nicht bei einem Psychologen. Ein Psychologe darf kein Medikament verschreiben.

Ich persönlich würde NIE ein Medikament gegen Depressionen nehmen. Weil jede Depression eine psychologische Ursache hat, der man auf den Grund gehen muss.

Das ein Arzt (ein Psychiater ist ein Arzt) eher dazu neigt, Medis zu verschreiben, ist klar. Das ist sein Job und er verdient sein Geld damit.

Ich würd mal lieber einen richtigen Psychologen besuchen.

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auch tabletten wirken auf die psyche, da sie z.b. die produktion von hormonen ankurbeln, die glücklich machen. aber deine bedenken sind berechtigt - es ist möglich abhängig zu werden. wenn du deiner psychologin nicht traust, kannst du entweder zu einer anderen psychologin gehen und eine 2. meinung einholen - oder du gehst zu einem psychotherapeuten. die geben dir keine pillen, sondern therapieren dich auf andere arten

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Kommentar von Moonie1970
10.10.2010, 19:56

Dann nenn mir mal einen Fall, wo ein Antidepressivum süchtig gemacht hat.

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Kommentar von Sanja2
10.10.2010, 20:17

Lieber Loki666, wie schon Moonie1970 schreibt kenne auch ich keinen Fall in dem ein Antidepressivum süchtig macht. Außerdem darf kein Psychologe Medikamente verschreiben, das darf nur ein Psychiater.

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erstens was für ein Mittel sollst du nehmen. zweitens mit Psyschopharmaka sollte man sehr vorsichtig umgehen und last notleast, hol dir von einer zweiten Selle nocheinal extra Rat ein

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Kommentar von SnowDown
11.10.2010, 21:01

Also die Tabletten heißen " Mirtazapin HEXAL 15mg Filmtabletten".

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Die Tabletten sind top und helfen (im Gegensatz zu den unsäglichen "Labertherapien") sehr gut. Kann ich nur empfehlen, hat mich auch gerettet.

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Kommentar von Sanja2
10.10.2010, 20:18

Stimmt, aber auf die "Labertherapie" sollte man deswegen nicht verzichten, denn die hilft, das man irgendwann wieder auf die Tabletten verzichten kann und hilft zu lernen, das man sie nicht irgendwann wieder braucht.

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