Kinderarzt strafbar wegen unpassender Medikamente?

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12 Antworten

dann wird es keine Medikamente für Säuglinge geben, ergo muss er auf andere Mittel ausweichen. 

Er macht sich nicht strafbar; er hat euch sicherlich eine Instruktion bezüglich der Medikation mitgegeben

Einen StrafTAT muss erst mal vollzogen worden sein. 

Ok. Ihr habt die wohl richtige Entscheidung getroffen. Aber lasse mich dazu mal grundsätzlich werden:

1. Deutsche sind seit Jahrzehnten für ihre Titelgläubigkeit vor allen Dingen im internationalen Gesundheitsbereich bekannt und verrufen. 

2. Bereits 1977 warten europäische Abgeordnete in Medien die deutschen Wahlberechtigten vor dem massiven Pharmalobbyismus, den deutsche Politik betreibt und forderten andere Wahlentscheidungen. 

3. Mittlerweile ist seit Jahrzehnten die starke Verflechtung zwischen Pharmaindustrie und deutscher Ärzteschaft bekannt. 

4. Wir haben freie Arztwahl.

Unbestritten war Eure Entscheidung richtig. Gut ist ebenfalls, dass Du diesen Fall hier als Frage einstellst. Denn Deine Frage kann manche Eltern dazu anregen, sich anders zu verhalten während eines Arztbesuches. 

Richtig ist natürlich, dass auf Beipackzetteln viel steht. Gerne auch mal die Unwahrheit. 

Denn die zuständigen Überprüfungsbeamten übernehmen in der Regel die Empfehlungen der Pharmaindustrie und ihre selbst  ausgewerteten Studien Eins zu Eins. Dank, wie vorhin festgestellt, deutscher Politik und dessen massiven Einfluss in der EU.

Was nun Babys und Kleinkinder angeht, so liegen in der Regel nicht mal irgendwelche Tests vor. Es wird in der Regel einfach nach Gewicht runter gerechnet. 

Das hat, natürlich, Gründe. Wer will schon gerne sein Baby der Pharmaindustrie zu Testzwecken zur Verfügung stellen? Selbst, wenn es schwer krank ist. 

Ok. In immer mehr  Teilen der Welt ist es die einzige Überlebensmöglichkeit. ABER wir leben da nun mal nicht. Was nicht berücksichtigt wird. 

Hinzu kommt, dass jeder Mensch sich in seiner eigenen Zeit entwickelt. Es kann also nicht auf Alter Bezug genommen werden bei einer Behandlung. 

Bleibt weiter kritisch und fürsorglich. :)

Ist tatsächlich so das auf Beipackzetteln viel Unsinn steht.
Ein Pharmakonzern will sich gegen alles mögliche absichern und so findest dann oftmals auf einer Kopfschmerztablette eben auch Nebenwirkungen die bis zum Tod gehen können.

Ich habe über Jahre hinweg ein Medikament bekommen welches eigentlich nicht für meine Erkrankung zugelassen war, dennoch hat es den gewünschten Erfolg gebracht und ist heute auch für diesen Zweck zugelassen.

Sollte kein Schaden entstehen, dann ist der Arzt auch nicht zu belangen. Und wenn doch, dann müsste man dem Arzt beweisen das er mutwillig einen Schaden in Kauf genommen hat. Ein einfacher Beipackzettel wird da wohl nicht ausreichen.

Der Arzt ist nicht an den Beipackzettel gebunden. Aber der Arzt verletzt seine Sorgfaltspflicht und macht sich strafbar, wenn er die Risiken, die mit der Verabreichung des Medikaments verbunden sind, nicht sorgfältig gegen den therapeutischen Nutzen abwägt und den Patienten (im Falle eines Säuglings natürlich die Eltern)  über alle Risiken aufklärt. Kommt der Patient zu Schaden, wäre der Arzt sogar schadensersatzpflichtig.  

Das Problem wird aber dann immer die Beweisbarkeit sein. Die Haftpflichtversicherungen der Ärzte haben immer jede Menge Gutachter an der Hand, die bescheinigen, dass der Arzt keinen Fehler gemacht hat. Die Patienten dagegen müssen ja erst mal einen anderen Arzt als Gutachter finden, der bereit ist, (notfalls vor Gericht unter Eid) zu erklären, der Kollege hätte einen folgenschweren Fehler gemacht. Und bei Ärzten ist das wie bei Krähen: Eine hackt der anderen kein Auge aus.

Auch wenn Embryotox mehr für Schwangere und Stillende gedacht ist, kann der Arzt diese bestimmt auch zu Rate ziehen, wenn es um die Medikation eines Babys geht.

Da an Babys - meines Wissens - keine Medikamente getestet werden dürfen, sind die Hinweise auf den Beipackzetteln eher eine Absicherung für die Hersteller gegen mögliche Regressansprüche.

Hallo,

ist dadurch ein Schaden entstanden?
Ist diese Aussage belegbar, zB in der Krankenakte vermerkt, oder hast du das nur mündlich? Hast du das Rezept aufgehoben?

Wenn es zu einem Schaden kommt, würde ich schon Anzeige erstatten. Jedoch wird eine Klage gegen Ärzte oft niedergeschmettert.

Hatte den Fall mit einer Falschdiagnose (Kreuzbandriss "nicht entdeckt") mit Folgebeschwerden und verzögerter Heilung... Wurde auch nichts draus... Der Arzt habe "im Ermessen" gehandelt.

Wenn Du zweifelsfrei nachweisen kannst, daß durch die Medikation ein Schaden entstanden ist, dann wäre der Arzt ggf. schadenersatzpflichtig.

Wenn der Säugling wegen der Medikamentengabe erkrankt oder gar stirbt, muß sich der Arzt natürlich verantworten.

Aber grundsätzlich entscheidet der Arzt, was er verschreibt. Er weiß jedenfalls besser als hysterische Eltern, was seinem Patienten guttut und was nicht. Insoweit sind die Waschzettel Nebensache.

Der Arzt entscheidet was er verantworten kann und was ein passendes bzw. unpassendes Medikament ist. Solche Entscheidungen trifft kein Laie.

Erst, wenn Nebenwirkungen auftreten die kausal mit der Einnahme des Medikaments zusammen hängen

Ist denn was passiert?

Wenn du unsicher bist, frag einen Apotheker, was Medikamente betrifft, sind die ohnehin besser informiert als Ärzte.

Wir haben die Praxis verlassen und das Rezept zurück auf den Tisch geknallt. Waren dann bei jemand anderes und dort wurde uns gesagt das es die richtige Entscheidung war, da das verschriebene Medikament die Gesundheit unseres Babys verschlechtert hätte

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@An1mal

Also nichts passiert. Und wofür sollte er nochmals bestraft werden?

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Es gibt Medikamente die vom Hersteller für Kleinkinder nicht empfohlen sind. Dennoch kann es Situationen geben wo die Verabreichung auch für Kleinkinder sinnvoll ist.

Damit macht sich der der Arzt nicht strafbar, wenn das Medikament indiziert ist.

Ausführlich beantworten kann das so hier aber niemand, ohne die genauen Einzelheiten zu wissen

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