Kinder bekommen in der heutigen Zeit?

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11 Antworten

Ich sehe das positiv.

Kinder sind die Hoffnung auf eine bessere Welt, evtl. bekommt man das Kind, das später ein wenig die Welt vor Deinen angeführten Themen "rettet".

dann die Liebe, was bleibt vom Partner, wenn er plötzlich weg ist? Ein Teil von ihm lebt in den Kindern fast auf ewig weiter.

Kinder machen uns sehr glücklich, so glücklich wie noch nie im Leben, wenn es Dich das erste Mal anlächelt, die ersten Schritte, Mama/Papa "ich liebe Dich" und das ganz ehrlich.

Kinder halten jung. Man spielt als Eltern wieder, freut sich auf den Weihnachtsmann und hat später jemanden der einem das Handy und andere Medien erklärt (wenn man Glück, hat auch einrichtet).

Krankheiten sind fies, aber man kann entgegenarbeiten. Z.B. bei Fettleibigkeit in der Familie (meist ein generationvererbtes Ernährungsverhalten). Die medizinische Wissenschaft macht auch immer weiter Fortschritte.

Im Punkt "Verantwortung", jedes "Pubertier" wird das den Eltern mal vorwerfen, auch "ich hasse Dich" sagen. Langweilig wird es mit Kindern nie, da muss man schon mal durch manches Problem durch.

Großartig über das Thema (es sei denn, es ist für eine Hausaufgabe) nachdenken würde ich nicht, es kommt alles eh, wie es kommen soll und meist anders als man je gedacht hat.

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Hallo Wedding!

Also, ich kann Deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Es ging mir vor 20 Jahren nicht anders.

Ein bißchen meine Geschichte: Ich war 14 als mein Bruder bei einem Autounfall starb, 18 als meine Mutter an Krebs starb und 21 starb mein Vater ebenfalls an Krebs.

Nun, da hatte ich natürlich insoweit einen "an der Klatsche" dass ich sagte: Nie im Leben werde ich Kinder haben! Ich möchte niemals so leiden wie meine Eltern als mein Bruder starb oder meine Kinder sollen das erleben, was ich bei meinen Eltern erlebt habe.

Dann lernte ich mit 24 meinen Mann kennen. Der wollte natürlich Kinder ;-) Er wußte um meine Einstellung, klar. Er wußte aber auch, dass es mit meiner Vergangenheit zu tun hatte. Nunja. Ich lernte zwischenzeitlich, dass nicht jeder solche Dinge erlebt wie ich und so bekamen wir zwei Kinder...

Familie war schön. Alles perfekt. Und mit der eigenen Familie auch nicht mehr (so wie damals) die Gedanken, was wäre wenn...

2010 mit 36 Jahren und zwei Kindern im Alter von 8 und 9 wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Sch**ße. Da war sie wieder, meine damalige Vorahnung, dass ich lieber hätte keine Kinder bekommen hätte...

Auch wenn meine/unsere Erfahrung wirklich krass war so hat es mir und meiner Familie eines gezeigt: Die Medizin kann so unglaublich viel und es wird immer mehr und besser! Das, was vor 10 oder 20 Jahren noch gar nicht denkbar gewesen wäre, so ist es heute heilbar!

Es gibt wesentlich bessere Vorsorgeuntersuchungen. Die Menschen sind sensibler, was ihre Körper und ihre Gesundheit angeht. Wir sind informierter. Wir haben wesentlich mehr Möglichkeiten, als ich oder meine Eltern vor 20 Jahren.

Schau.

HIV - man kann sich schützen.

Stoffwechsel - bei frühzeitiger Erkennung gibt es wirklich gute Medikamente (und Übergewicht ist in seltensten Fällen Veranlagung!)

Demenz - Nun es bleibt nicht aus, weil die Menschen heute wesentlich älter werden als vor 50 Jahren.

Psychische Erkrankung: Die haben sehr viel mit Druck von außen und der Erfüllung von Erwartungen zu tun!

Und Krebs. Klar ist so eine Therapie alles andere als ein Spaziergang. Aber wenns hilft, hält man das aus. Wichtig ist eben, dass man auf seinen Körper achtet und lieber mal einmal öfters zum Arzt geht, wenn einem was "spanisch" vorkommt. Auch wenn es dann - wie bei meinem Mann - "nur" ein Reizdarm und kein Darmkrebs ist... Ich selbst kann durch meine gesundheitliche Erfahrung bei Ärzten irgendwann ganz andere "pochen" wenn es um die Gesundheit meiner Kinder geht! Die beiden später natürlich auch selbst!

Und - die Erfahrung einer schwerkranken Mutter haben meinen Kindern "gelehrt" dass Geld nicht alles ist! Das das wichtige im Leben mit Geld nicht bezahlbar ist... Meiner Familie geht es so gut wie nie zuvor. (Trotz der Zipperlein, die mir geblieben sind und mein Mann ja nun auch nicht jünger wird). Weißt Du warum? Weil wir dankbar und zufrieden sind über das, was wir haben: Eine Familie, die sich an niemandem messen muß, wir uns den Tag so machen wie es uns gefällt (und wenn wir den ganzen Sonntag alle 4 im Schlafanzug rumhängen). Das wir das wertschätzen, was wir haben, nämlich UNS. Jeder hat eine Arbeit die gefällt. Auch wenn Urlaub und dicke Autos nicht im Budget sind. Vor allem, dass unsere Kinder uns vertrauen und wir ihnen!

Was ich an den heutigen Kindern schlimmer finde ist, dass sie alles bekommen was sie wollen und am besten schon gestern. Das sie keine Grenzen mehr gesetzt bekommen und mit 10 das erste Smartphone. Dass die Familien oftmals noch nicht mal einmal am Tag gemeinsam Essen. Das die Kinder mit ihren Eltern nicht mehr reden. Das jeder so sein eigens Leben lebt. Dass, wenn was nicht mehr so ganz funktioniert - sei es ein Spielzeug oder die Ehe - diese gleich weggeworfen wird, anstatt zu reparieren. Dass unsere Kinder bedenkenlos vor´s Internet gepflanzt werden aber in allem und jedem behütet, betüttelt und der Hintern hinterhergetragen wird. Dass sie nicht lernen, Konsequenzen zu tragen (z. B. wenn schlechte Noten kommen, ist der Lehrer schuld). Oder das die Eltern nicht mehr Eltern der Kinder sind sondern verhalten wie Freunde und Kumpels. Wenn die Eltern mit Nachbarn, Freunden und Kollegen wetteifern, wer das größere Auto fährt und wie oft man sich Urlaub leisten kann oder Markenklamotten.

Also - auch wenn ich Deine Bedenken verstehe - solange Du wirklich keine schwerwiegende vererbare Krankheit hast, mußt Du Dir über Deine genannten Punkte keine Gedanken machen! Du kannst es ja auch nicht beeinflussen. Und. Auch wenn mein Mann bzw. und vor allem meine Kinder meine Krankheit mittragen mußten so haben wir alle gelernt, dass heutzutage und vor allem auch zukünftig nicht alles ein Todesurteil sein muß!

Hoffe, ich konnte Dir ein kleinwenig helfen ;-)

LG

Kugel

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Kommentar von Wedding0909
09.02.2017, 17:14

Hallo Kugel, 

Danke für deine Antwort und deine Lebensgeschichte. Bei mir in der Familie ist es ähnlich. Beide Familien meiner Eltern hatte vermehrt Krebsfälle und dadurch Todesfälle. Bei meinem Dad wurde auch eine angeborene Herzschwäche erkannt, die Familie meiner Mutter hatten alle Depressionen und Sozialphobien (Oma, Mutter, meine Schwester) und das habe ich nun auch. Desweiteren ist ein sehr langsamer Stoffwechsel bei uns angeboren. Diese ganzen Faktoren regen irgendwann doch zum nachdenken an. Obwohl ich nie in meinem Leben Zweifel habe oder hatte Kinder zu bekommen. Es war nur mehr ein Thema das ich loswerden wollte und andere hören wollte was diese denken. Einfach um auch festzustellen ob ich die einzige bin die so objektiv das von einer ganz anderen Seite betrachtet. 

Deine Antwort hat mir sehr weitergeholfen, ich bin froh das du meine Frage richtig verstanden hast und einfühlsam und Wertschätzend geantwortet hast :-)

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Wenn die Menschheit immer so abgewägt hätte, dann wären wir bereits ausgestorben.

In den schlimmsten Kriegen und Nöten werden Kinder gezeugt und geboren.

Jedes Kind ist ein Neuanfang und eine Hoffnung auf eine bessere Welt.

Vielleicht ist das nächste Kind genau der, der eine schlimme Krankheit zu heilen vermag. Wäre tragisch, wenn wir es nicht auf die Welt bringen würden.

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Ein Kind zu bekommen, ist eine Lebenseinstellung. Wenn man sich liebt dann ist die passende Motivation dazu da. In diesem Moment ist es zwar "rational gedacht" von dir richtig das für und wieder abzuwägen, doch Menschen haben keinen inneren Antrieb sich selbst zu verhindern, das Leben zu verhindern. Sie bauen nur Panzer.

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Kommentar von Wedding0909
09.02.2017, 13:15

Das ist eine gute Antwort danke dafür. Du hast recht. Meine eigene Lebenseinstellung war immer eine eigene Familie zu gründen. In dem Moment ist es nicht mit Rationalität. Aber objektiv betrachtet finde ich man sollte sich einfach dessen bewusst sein.

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Nie ging es Kindern in unserem Land so gut wie heute! Dieses Gequatsche wie Kinderarmut usw. ist Blödsinn und hochgepusht³ von dem Medien!

Und was Krankheiten angeht...naja, meine Tochter hatte mit einem Jahr einen Gehirntumor, nun ist sie 11, hat noch immer Folgen und damit zu kämpfen, aber so ist das nun mal.

Mein Sohn dagegen hat gar nichts, ist kerngesund, war fast nie krank!

Ob ein Kind evtl. krank sein könnte usw. naja, man weiß es eben nicht, ebenso gut kannst Du mopsfidele Zwillinge gebären und auf dem Weg vom Krankenhaus nach Hause erfasst Dich eine LKW samt Kinderkarre....

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Das ist der typische Gedanke zu "was wäre wenn... ach dann mache ich es lieber nicht"

natürlich kann man auf kinder verzichten nur weil man keine krankheit weitervererben möchte, aber was garantiert einen dass es das Kind auch bekommt? zudem sind viele krankheiten in der heutigen zeit gut behandelbar, in zukunft sogar ganz heilbar?!

Ist es dann also rechtens keine kinder zu haben, sprich das eigen komplette erbgut auszulöschen nur weil "was wäre wenn?"

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Kommentar von Wedding0909
09.02.2017, 13:42

Ich will dich Kinder haben... warum denken hier alle ich überlege keine Kinder zu bekommen... ich wollte lediglich andere Meinungen hören und keine Anschuldigungen...

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Krankheiten gibt es schon immer und wird es auch immer geben. Unsere Medizin ist eben so weit vorangeschritten das du diese Krankheiten eben (früher) erkennst.

Wenn die Menschen vor 100 Jahren genau so gedacht hätten, wärst du nicht geboren. Also lasse dich nicht verrückt machen , das ist der Lauf des Lebens.

Liebe grüße aus Spandau nach Wedding , sollte dein Name für den Bezirk stehen in dem du wohnst ;)

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ich persönlich habe die Meinung, wir sind eh schon so viele menschen. ein paar weniger würden der erde ganz gut tun.

 zu deiner Veranlagung denke ich, die medizin entwickelt sich weiter und wer weiss, was in 50 jahren alles möglich und heilbar ist.

wie alt bist du?

wenn es dich zeitlich nicht drängt, warte ab, bis deine meinung und gefühl klarer werden und auch der geeignete partner auftaucht :-)

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Wenn alle Menschen so denken würden,wäre die Welt vom Auststerben bedroht.Du machst dir zu viele Gedanken.

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Kommentar von Wedding0909
09.02.2017, 13:13

Ich mache mir ja nur Gedanken für mich selbst und meine Meinungsfindung. Ich finde es beängstigend wenn man überlegt was man seinem Kind mitgeben kann. Vor 30 Jahren war das noch nicht so. Ich finde es schwerwiegend zu entscheiden wenn man sich selbst dessen bewusst ist was man dem Kind für einen Rucksack bzw. schweres Päckchen schon auf dem Weg gibt. Natürlich kann das Kind daran auch wachsen und stark werden. Aber wird die Elternrolle dann nicht umso schwerer? Heutzutage wo man so vieles über Erbgut weiß? 

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Kommentar von BigDreams007
09.02.2017, 13:29

Weist du wie es früher war? Anscheinend nicht - früher mussten Kinder noch ganz andere Sachen mit sich herum "schleppen"!

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Kommentar von Hardware02
09.02.2017, 18:19

"Vom Aussterben bedroht"? Auf welche Schule bist du denn gegangen? Das ist ja eine vollkommen abstruse Vorstellung. 

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Ich finde, wenn man eine solche Lebenseinstellung hat, sollte man tatsächlich keine Kinder bekommen.

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Kommentar von Wedding0909
09.02.2017, 19:15

Es ist ja keine Lebenseinstellung von mir. Oder meintest du wenn jemand nur so denkt?

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Mann muss nichts erben aber hiv/aids finde ich schon krass obwohl man glaube ich heutzutage ein neugeborenes sicher ohne ansteckungsgefahr auf die welt bringen könnte das Kind besitzt ja sein eigenes Blut man muss glaube ich nur mit dem Bauchnqbel aufpassen

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