Kinder bekommen in der heutigen Zeit?

12 Antworten

Hallo Wedding!

Also, ich kann Deine Gedankengänge sehr gut nachvollziehen. Es ging mir vor 20 Jahren nicht anders.

Ein bißchen meine Geschichte: Ich war 14 als mein Bruder bei einem Autounfall starb, 18 als meine Mutter an Krebs starb und 21 starb mein Vater ebenfalls an Krebs.

Nun, da hatte ich natürlich insoweit einen "an der Klatsche" dass ich sagte: Nie im Leben werde ich Kinder haben! Ich möchte niemals so leiden wie meine Eltern als mein Bruder starb oder meine Kinder sollen das erleben, was ich bei meinen Eltern erlebt habe.

Dann lernte ich mit 24 meinen Mann kennen. Der wollte natürlich Kinder ;-) Er wußte um meine Einstellung, klar. Er wußte aber auch, dass es mit meiner Vergangenheit zu tun hatte. Nunja. Ich lernte zwischenzeitlich, dass nicht jeder solche Dinge erlebt wie ich und so bekamen wir zwei Kinder...

Familie war schön. Alles perfekt. Und mit der eigenen Familie auch nicht mehr (so wie damals) die Gedanken, was wäre wenn...

2010 mit 36 Jahren und zwei Kindern im Alter von 8 und 9 wurde bei mir Brustkrebs diagnostiziert. Sch**ße. Da war sie wieder, meine damalige Vorahnung, dass ich lieber hätte keine Kinder bekommen hätte...

Auch wenn meine/unsere Erfahrung wirklich krass war so hat es mir und meiner Familie eines gezeigt: Die Medizin kann so unglaublich viel und es wird immer mehr und besser! Das, was vor 10 oder 20 Jahren noch gar nicht denkbar gewesen wäre, so ist es heute heilbar!

Es gibt wesentlich bessere Vorsorgeuntersuchungen. Die Menschen sind sensibler, was ihre Körper und ihre Gesundheit angeht. Wir sind informierter. Wir haben wesentlich mehr Möglichkeiten, als ich oder meine Eltern vor 20 Jahren.

Schau.

HIV - man kann sich schützen.

Stoffwechsel - bei frühzeitiger Erkennung gibt es wirklich gute Medikamente (und Übergewicht ist in seltensten Fällen Veranlagung!)

Demenz - Nun es bleibt nicht aus, weil die Menschen heute wesentlich älter werden als vor 50 Jahren.

Psychische Erkrankung: Die haben sehr viel mit Druck von außen und der Erfüllung von Erwartungen zu tun!

Und Krebs. Klar ist so eine Therapie alles andere als ein Spaziergang. Aber wenns hilft, hält man das aus. Wichtig ist eben, dass man auf seinen Körper achtet und lieber mal einmal öfters zum Arzt geht, wenn einem was "spanisch" vorkommt. Auch wenn es dann - wie bei meinem Mann - "nur" ein Reizdarm und kein Darmkrebs ist... Ich selbst kann durch meine gesundheitliche Erfahrung bei Ärzten irgendwann ganz andere "pochen" wenn es um die Gesundheit meiner Kinder geht! Die beiden später natürlich auch selbst!

Und - die Erfahrung einer schwerkranken Mutter haben meinen Kindern "gelehrt" dass Geld nicht alles ist! Das das wichtige im Leben mit Geld nicht bezahlbar ist... Meiner Familie geht es so gut wie nie zuvor. (Trotz der Zipperlein, die mir geblieben sind und mein Mann ja nun auch nicht jünger wird). Weißt Du warum? Weil wir dankbar und zufrieden sind über das, was wir haben: Eine Familie, die sich an niemandem messen muß, wir uns den Tag so machen wie es uns gefällt (und wenn wir den ganzen Sonntag alle 4 im Schlafanzug rumhängen). Das wir das wertschätzen, was wir haben, nämlich UNS. Jeder hat eine Arbeit die gefällt. Auch wenn Urlaub und dicke Autos nicht im Budget sind. Vor allem, dass unsere Kinder uns vertrauen und wir ihnen!

Was ich an den heutigen Kindern schlimmer finde ist, dass sie alles bekommen was sie wollen und am besten schon gestern. Das sie keine Grenzen mehr gesetzt bekommen und mit 10 das erste Smartphone. Dass die Familien oftmals noch nicht mal einmal am Tag gemeinsam Essen. Das die Kinder mit ihren Eltern nicht mehr reden. Das jeder so sein eigens Leben lebt. Dass, wenn was nicht mehr so ganz funktioniert - sei es ein Spielzeug oder die Ehe - diese gleich weggeworfen wird, anstatt zu reparieren. Dass unsere Kinder bedenkenlos vor´s Internet gepflanzt werden aber in allem und jedem behütet, betüttelt und der Hintern hinterhergetragen wird. Dass sie nicht lernen, Konsequenzen zu tragen (z. B. wenn schlechte Noten kommen, ist der Lehrer schuld). Oder das die Eltern nicht mehr Eltern der Kinder sind sondern verhalten wie Freunde und Kumpels. Wenn die Eltern mit Nachbarn, Freunden und Kollegen wetteifern, wer das größere Auto fährt und wie oft man sich Urlaub leisten kann oder Markenklamotten.

Also - auch wenn ich Deine Bedenken verstehe - solange Du wirklich keine schwerwiegende vererbare Krankheit hast, mußt Du Dir über Deine genannten Punkte keine Gedanken machen! Du kannst es ja auch nicht beeinflussen. Und. Auch wenn mein Mann bzw. und vor allem meine Kinder meine Krankheit mittragen mußten so haben wir alle gelernt, dass heutzutage und vor allem auch zukünftig nicht alles ein Todesurteil sein muß!

Hoffe, ich konnte Dir ein kleinwenig helfen ;-)

LG

Kugel

Hallo Kugel, 

Danke für deine Antwort und deine Lebensgeschichte. Bei mir in der Familie ist es ähnlich. Beide Familien meiner Eltern hatte vermehrt Krebsfälle und dadurch Todesfälle. Bei meinem Dad wurde auch eine angeborene Herzschwäche erkannt, die Familie meiner Mutter hatten alle Depressionen und Sozialphobien (Oma, Mutter, meine Schwester) und das habe ich nun auch. Desweiteren ist ein sehr langsamer Stoffwechsel bei uns angeboren. Diese ganzen Faktoren regen irgendwann doch zum nachdenken an. Obwohl ich nie in meinem Leben Zweifel habe oder hatte Kinder zu bekommen. Es war nur mehr ein Thema das ich loswerden wollte und andere hören wollte was diese denken. Einfach um auch festzustellen ob ich die einzige bin die so objektiv das von einer ganz anderen Seite betrachtet. 

Deine Antwort hat mir sehr weitergeholfen, ich bin froh das du meine Frage richtig verstanden hast und einfühlsam und Wertschätzend geantwortet hast :-)

1

Ich sehe das positiv.

Kinder sind die Hoffnung auf eine bessere Welt, evtl. bekommt man das Kind, das später ein wenig die Welt vor Deinen angeführten Themen "rettet".

dann die Liebe, was bleibt vom Partner, wenn er plötzlich weg ist? Ein Teil von ihm lebt in den Kindern fast auf ewig weiter.

Kinder machen uns sehr glücklich, so glücklich wie noch nie im Leben, wenn es Dich das erste Mal anlächelt, die ersten Schritte, Mama/Papa "ich liebe Dich" und das ganz ehrlich.

Kinder halten jung. Man spielt als Eltern wieder, freut sich auf den Weihnachtsmann und hat später jemanden der einem das Handy und andere Medien erklärt (wenn man Glück, hat auch einrichtet).

Krankheiten sind fies, aber man kann entgegenarbeiten. Z.B. bei Fettleibigkeit in der Familie (meist ein generationvererbtes Ernährungsverhalten). Die medizinische Wissenschaft macht auch immer weiter Fortschritte.

Im Punkt "Verantwortung", jedes "Pubertier" wird das den Eltern mal vorwerfen, auch "ich hasse Dich" sagen. Langweilig wird es mit Kindern nie, da muss man schon mal durch manches Problem durch.

Großartig über das Thema (es sei denn, es ist für eine Hausaufgabe) nachdenken würde ich nicht, es kommt alles eh, wie es kommen soll und meist anders als man je gedacht hat.

Krankheiten gibt es schon immer und wird es auch immer geben. Unsere Medizin ist eben so weit vorangeschritten das du diese Krankheiten eben (früher) erkennst.

Wenn die Menschen vor 100 Jahren genau so gedacht hätten, wärst du nicht geboren. Also lasse dich nicht verrückt machen , das ist der Lauf des Lebens.

Liebe grüße aus Spandau nach Wedding , sollte dein Name für den Bezirk stehen in dem du wohnst ;)

Kann eigentlich nicht jede Handlung, jede Entscheidung und jeder Gedanke auf Genetik und Veranlagung zurückgeführt werden?

Ist es nicht so, dass man eigentlich als Mensch nichts für seine Handlungen, Gedanken etc. kann, da man ja dazu die entsprechende Genetik und Veranlagung hat?

Nehmen wir als Beispiel einen faulen Menschen. Dieser wird sein Leben natürlich anders führen als ein fleißiger Mensch. Nur was kann er dafür wirklich, dass er faul ist? Irgendwas im Gehirn solcher Menschen muss sie ja davon abhalten, fleißiger zu werden oder nicht? Spielt hier nicht die Genetik die entscheidende Rolle? Wichtige Entscheidungen werden ja auch von verschiedenen Menschen ganz anders getroffen, weil eben in ihrem Hirn irgendwas  anders ist, irgend ein auslösender Faktor der die Entscheidung dann maßgeblich verändert.

Ich frage mich ob es sowas wie gute und schlechte Menschen überhaupt gibt. Würde ein guter Mensch nicht genauso handeln wie ein schlechter, wenn er die gleichen "Voraussetzungen"  im Gehirn hätte?

Ich hoffe ihr versteht mich

...zur Frage

Steuererklärung: gemeinsam oder getrennt veranlagen bei Arbeitslosigkeit?

Ich verdiene knapp das Doppelte, wie mein Mann, er war letztes Jahr 6 Monate arbeitssuchend, wir hatten daraufhin von der Steuerbeamtin die Steuerklassen 3&5 empfohlen bekommen. Mein Mann hat keine Konfession, ich bin römisch-katholisch. Was lohnt sich denn nun mehr, die getrennte oder gemeinsame Veranlagung bei der Steuererklärung?

...zur Frage

Wie kann ich mein schlechtes Gewissen beruhigen?

Hallo, ich bin 20 Jahre alt und studiere BWL. Ich habe mir in den letzten Wochen, aufgrund der Hinweise eines Freundes, viele Dokumentationen über unsere Welt, hauptsächlich über die ungerechte Vermögensverteilung, die Umweltzerstörung, die Massentierhaltung, die hungernden Menschen, etc., angesehen. Mich macht es einfach krank, dass die Welt so ist wie sie ist und nicht genug dagegen unternommen wird, obwohl es möglich wäre. Ich finde es erschreckend wie uninformiert ich vor einigen Wochen noch gewesen bin und der Gedanke, dass es die meisten Menschen immer noch sind macht das nur noch schlimmer. Die Tatsache, dass wir, wenn wir nur die Nutztiere abschaffen würden, die komplette Welt zweifach ernähren könnten gibt mir zwar einen kleinen Funken Hoffnung, jedoch schockiert es mich umso mehr, dass darüber nicht gesprochen wird. Genauso krass ist es, dass die Hälfte der Umweltverschmutzung nur durch die Massentierhaltung entsteht oder, dass man mit einem Steak 4000 Liter Wasser verbraucht (ich meine das wären 100 Duschen.. da soll mir nochmal jemand sagen, ich solle beim Zähneputzen das Wasser abdrehen.. haha). Naja genug mit den Erklärungen und zu meinem momentanigen Problem. Seitdem ich das weiß geht es mir deutlich schlechter, vor allem weil ich als einziger nicht viel dagegen machen kann. Eigentlich will ich momentan nur mein Gewissen beruhigen und wieder ein bisschen mehr Freude empfinden können. ich rede mir schon als ein, dass ich dafür nichts kann, jedoch bringt das nicht besonders viel. Habt ihr Ratschläge, damit ich mein Gewissen beruhigen kann? Ich lebe nun seitdem vegetarisch und vllt. schon bald vegan aber ich merke, dass das auch nicht viel ändert. Außerdem, fange ich jetzt schon sogar an, an meinem Studiengang zu zweifeln. Ich würde mich über Antworten freuen. Liebe Grüße

...zur Frage

Wie steht ihr zu einer Freundschaft plus zwischen einem Mann und einer Frau?

Hallo,

Für uns, orthodoxe Christen gehört dies zu einer der größten Sünden, die man überhaupt begehen kann.

...zur Frage

Wenn etwas gutes in der Welt passiert ist meist eine Frau dafür verantwortlich?

Wir sollen für Deutsch Argumente gegen diese These finden,jedoch fällt mir fast nichts ein. Hat jemand von euch ein paar Ideen?

...zur Frage

Mit Cousine und Cousengs wieder Kontakt aufnehmen!

Hallo Community,

mir gehts um folgendes und vielleicht wart ihr mal in einer gleichen Situation und könnt von euren Erfahrungen erzählen.Ich hab insgesamt 3 cousengs und eine cousine um die es hier geht.Wir haben uns 8 lange Jahre nicht gesehen durch Familienprobleme mit denen wir Kinder natürlich nichts zutun hatten.Jetzt bin ich 18 und kann selber entscheiden mit wem ich Kontakt aufnehme und mit wem nicht.Auf jeden Fall haben wir uns vor kurzem auf einer Familienfeier gesehen bei der ich eingeladen wurde.Ein Komisches Gefühl.Der eine war damals 4 und ist jetzt immer hin 12.Hat mich nicht gekannt.Meine 2 älternen Cousengs sind jetzt auch schon älter als 20 und meine Cousine ist auch schon 18 und zu einer jungen Frau geworden.An dem Abend danach war ich erstmal sehr traurig,weil wir damals als ich 10 war ein gutes Verhältnis hatten.Wie eine richtige Familie und es jetzt so ist als würden wir uns nicht kennen. Habt ihr das selbe erlebt? Vielleicht könnt ihr Erfahrungen austauschen? Will einfach,dass es so wie früher wird und ich zu meinen Cousengs wieder einen guten Kontakt habe.

Nun hab ich Sie jetzt über Facebook gefunden und wir hatten ja erst vor wenigen Wochen Kontat,aber ich zögere Sie anzuschreiben. Weiß nicht warum.

Freu mich auf eure Meinungen.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?