Kinder an die Macht! Sollten Kinder Teil der Regierung sein?

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23 Antworten

Zunächst muss geklärt werden, welche Altersgruppen genau mit "Kinder" gemeint sind: Schulkinder? Teenager? Schüler ab weiterführende Schule / ab 5. Klasse? Jugendliche ab 16? Kindergartenkinder? Kinder, die zuvor eine politische Bildung/Ausbildung absolviert haben?

Auch ich bin dagegen.

Gründe:
1. Politik setzt auf längere Zeiträume an, dazu wird Folgenabschätzung benötigt. Das dafür zuständige Gehirnakrobatik real (Stirnhirn) ist so um den 20. Geburtstag voll entwickelt, somit vorher nur unzureichend vorhanden, um tatsächlich gut abschätzen zu können, welche Entscheidungen sich wie auswirken können (was es bringt, ob es was bringt, welche "Nebenwirkungen").

2. Kinder haben idR weder die Erfahrung noch das Wissen, um Politik sowie die Tragweite und deren Bedeutung zu erfassen. Dagegen sind Kinder umso leichter beeinflussbar, je jünger sie sind. Lobbyismus ist schon bei Erwachsenen ein Problem, bei Kindern ist die Gefahr der Beeinflussung von außen noch viel höher. Wie viele werden jetzt schon von Werbung, Trends, Ideologien, Vorbildern etc. zu einem Handeln gebracht, welches sie sonst nicht zeigen würden?

3. Kindern fehlt es an Feingefühl und Takt - und Diplomatie. Zwischen den Ländern kann das böse enden.

4. Besonders Kinder sind besonders an Dinge interessiert, die sie selbst betreffen. So wie Politiker am liebsten über Diätenerhöhung abstimmen, würden Kinder Dinge einbringen, von denen sie profitieren, die aber insgesamt kontraproduktiv sind.

5. So geradlinig und einfach, wie Kinder denken, ist das Leben nicht, vieles ist miteinander verflochten, manche Gründe kennen Kinder nicht oder können sie nicht nachvollziehen und Alternativen sind nicht zu finanzieren.

6. Kinder denken vermehrt radikal, in Extremen, und verlieren leicht das Interesse. Das Durcheinander in der Gefühlswelt von pubertierenden Teenagern tut das Übrige, um Kontinuität und rationales Vorgehen nicht zu gewährleisten. Des Weiteren überschätzen sich Kinder gerne, vor allem, wenn sie vom Elternhaus eine unbeschwerte Kindheit kennen.

7. Wie läuft das mit Schule? Gut, man könnte theoretisch Politiker als Ausbildungsberuf nehmen (mit Null Garant auf späteren Job), eine deutlich abgespecktere Form des Politikstudiums. Ob dann alles Notwendige gelehrt wird, steht auf einem anderen Blatt. Es können durchaus auch Leute ohne Politikstudium in der Politik weit kommen, aber die haben trotzdem idR eine Ausbildung und Berufserfahrung. Das alles sind Dinge, die Kinder, wenn sie nicht gerade hochbegabt sind, nicht erreichen.

An dem Punkt stellt sich mir gerade die Frage, warum man Leuten Macht geben sollte, deren Hauptmerkmal ist, dass sie eigentlich noch viel zu lernen haben. Ich würde auch nicht wollen, dass ein unausgebildetes Kind Arzt oder Pilot spielt. Genauso wie an diesen beiden Berufen Leben hängen, hängen Schicksale an der Politik und politischen Entscheidungen.

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"...Sie berechnen nicht, was sie tun..."

Das ist schon mal grundlegend falsch. Kinder berechnen durchaus, was sie tun. Schon die kleinsten. Und auf ihren Vorteil sind sie genauso bedacht, wie die Erwachsenen auch.

Und schau Dir mal einen Streit zwischen Geschwistern oder Freunden an, dann siehst Du, wie unerbittlich das abgehen kann.

Von daher ist das ein netter Gedanke, das kindliche Gemüt ist aber mit Sicherheit nicht von Natur aus so gutherzig, wie das in Grönemeyers Lied klingt.

Auch Empathie will erst mal gelernt werden.

Möglichkeiten, dass Kinder gehört werden, gibt es aber dennoch einige. Schon Grundschulen haben sogenannte Kinderparlamente und die Parteien bieten auch Jugendarbeit an.

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Das praktiziert man doch in den USA bereits seit Monaten. Die Amis haben ein unreifes, ungezogenes, zorniges siebzigjähriges Kind zum Präsidenten gewählt und ihm die Schlüssel zu dem Koffer gegeben, mit dem er im Zorn jederzeit die Menschheit vernichten kann. Ausgang bislang offen.

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Kommentar von Lebenslauf
11.07.2017, 12:25

"dompfeifer"  Vielen Dank für diese tolle Antwort!

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Es gibt Jugend- und Nachwuchsorganisationen der einzelnen Parteien in Deutschland... wobei ich mir die NPD-Jungend nicht vorstellen mag... ;) welche auf Parteisitzungen auch mal auf die Bühne gelassen werden. Dabei geht es aber wohl eher um das Üben einer Rede vor Publikum u. ä...

Ein Mitspracherecht wäre zwar demokratisch konsequent, da auch Kinder ein (wichtiger) Teil unserer Gesellschaft sind, die bei der politischen Entwicklung gehört und beachtet werden sollten. Andererseits haben Kinder idR. weder das Wissen noch die Lebenserfahrung um objektive Entscheidungen treffen zu können.

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Es gibt bereits die Möglichkeit, dass Minderjährige in einer Politischen Partei beitreten können und dort sowohl die Partei kennenlernen als auch die Politik an sich. Durch viele kostenfreie Kurse und Veranstaltungen sowie die Arbeit an Politik, bieten die Parteien einen guten Raum.

Wenn "Kinder" also Minderjährige in einer offenen politischen Entscheidung präsent sind, hat das zu folge, dass das Wissen und dessen Handlung nicht ausreicht um die Politik und Gesellschaft zuführen.

Man benötigt immer eine gewisse Lebenserfahrung und Fachwissen um etwas bewirken zu können, alles andere wäre nur leichte Manipulation und Ausnutzung der Kinder in der Politik

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Es sollten Kinder befragt werden, sollten aber keine Entscheidungsgewalt haben. Kinder haben meist nicht die Bildung, Erfahrung und Weitsicht um die Folgen zu erkennen, die ihre Entscheidungen haben (was leider auch nicht bei allen Erwachsenen der Fall ist, aber das ist ein anderes Thema), und sind auch leichter unter Druck zu setzen und zu manipulieren. Deshalb sollten Erwachsene zwar Kinder befragen, was sie möchten, aber es wird dann durch die Erwachsenen umgesetzt.

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Es gibt schon einen guten Grund, Kinder Kinder sein zu lassen. "Regieren" ist kein Spiel. Die Themen sind komplex und erfordern Sachkenntnis. Sitzungen finden nicht nur während der Sesamstraße statt. Ein Politiker muss seine Meinung auch gegen Kritiker vertreten können. Wer bringt die Kinder nach Berlin oder in die Landeshauptstädte? Und sollen sie zur Zeit der Sitzungen regelmäßig der Schule fernbleiben? Wie ist es mit der Verschwiegenheitspflicht? Wie werden sie ausgesucht - oder werden sie gewählt? Machen sie auch Wahlkampf? Kinder sind leicht zu manipulieren. Wenn sie keine Lust mehr haben, dürfen sie jederzeit aufhören?

Beantworte erst diese Fragen und stell dann Deine Frage nochmal.

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Ich halte nichts davon. Kinder können fehlen jegliche Erfahrungen um eine fundierte Entscheidung treffen zu können. Außerdem sind sie noch nicht in der Lage abzuwägen welche Auswirkungen und Konsequenzen ihre Entscheidungen haben könnten.

Man könnte sie in Form von Bürgermitbestimmung zu gewissen Themen befragen, z.B. welche Band sie bei einem Konzert mehr interessiert oder welche Sportarten der Verein mehr fördern soll.

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Halte ich persönlich für Unsinn. Kinder sind zwar meist sehr ehrlich und sagen das, was sie auf der Zunge haben, aber sie sehen die Welt eben noch mit Kinderaugen. Es fehlt die nötige geistige Reife, bestimmte Dinge zu bewerten und die eigene Meinungsbildung ist noch nicht allzu ausgeprägt. 

LG

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Nein, das ist populistische Sozialromantik. Sie entlastet Erwachsene nicht davon, dass wir bei der Wahl politischer Parteien auch an die künftigen Generationen denken. Wer nur sein jetziges Wohlleben mit Schulden auf Kosten der künftigen Generationen finanzieren will, dem hilft auch die Zustimmung zu solch sozialromantischen Forderungen nichts. Niedliche Liedtexte, die mit der eigenen Lebensrealität nichts zu tun haben, dienen dem Absatz der CDs, nicht den Kindern.

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Nein, ich bin dagegen. Ich war einst selbst auch ein Kind, wie die meisten von uns alle auch. Und rückblickend muss ich von mir selbst sagen, dass ich als Kind nicht das Basiswissen hatte um die Politik mitgestalten zu können, geschweige denn wählen zu gehen.

Kinder sind sehr naiv, stellen sich die Welt als das einfachste überhaupt vor. Sie lassen sich übers Ohr hauen und in der Pubertät können emotionale Überreaktionen uns schon internationale Beziehungen kosten. Trump verhält sich als 71 jähriger wie ein Kind. Wie die Politik eines Kindes in einem Körper eines Rentners aussieht müssen wir tagtäglich mit bedauern feststellen. Inzwischen traue ich mich gar nicht mehr in die Zeitung zu schauen, bei diesem Zirkusclown im Weißen Haus. Deswegen konsequent nein.

Kinder sollten Kinder sein und keine Berufspolitiker.

18 ist schon das richtige Alter um aktiv an der Politik teilnehmen zu dürfen.


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Beim allmächtigen Spaghetti-Monster.. NEIN!

Diese Armeen von politischen Analphabeten würden dafür sorgen das unsere nächste Kanzlerin vermutlich Claudia Roth heißen würde xD

,,aber natürlich sich dessen bewusst, was sie dort tun) ihre politische Meinung kundtun könnten und auch gehört werden?"

Die Meisten Kinder würden vermutlich denken, das sie etwas bewusst und durchdacht wählen. Wenn ein 10jähriges Mädchen sichtlich unsicher sagt ,,ich will die grünen weil wegen der Natuuuuur"... könnte man ebenfalls als politische Meinung durchgehen lassen. Daher kann man keine Abstriche machen.

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Kommentar von AalFred2
11.07.2017, 12:32

Offensichtlich kennst du nicht einmal die Spitzenkandidaten der Grünen.

Es gibt auch Volljährige, die denken, dass sie etwas bewusst und durchdacht wählen, und die wählen dann die AFD. Das passt auch nicht zusammen.

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Kinder können Jederzeit ihre Meinung kundtun. Auf GF, FB, YT, T u.s.w.

Aber regieren sollten Kinder auf keinen Fall. Kinder sollten die Kindheit genießen. Wenn Kinder mitregieren wollten, müsste sie sich das Politische Wissen aneignen. Das würde genauso ausarten wie die Kindermodels, die von Ihren Eltern dazu dressiert werden.

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Kinder sollten zur Schule gehen, etwas lernen und genügend Zeit für private Hobbys haben. Ich bin gegen Kinderarbeit.

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die eltern können ihre kinder doch bei jeder wahl vertreten und das wählen was für die kinder am besten ist

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Die haben mal in England ein Experiment gemacht mit einer Gruppe von Kindern, die so 8 - 12 Jahr alt waren und sich selbst überlassen waren.  Gott sei dank ist der Kameramann eingeschritten, als ein 9jähriger mit der Eisenharke auf die anderen losgehen wollte.

Ich denke das beantwortet deine Frage.

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Schwachsinn so was, könnte allenthalben im Narrenparadies hinpassen.

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Nein.

So würden nur Schulen abgeschafft, im Fernsehen liefen nur noch Barbie-Filme und es gäbe nur noch Fast-Food-Fraß von MC D.

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nie,mals, da kinder noch nicht genügend lebenserfahrungen besitzen, um ein volk zu regieren

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Na prima! Dann können wir künftig unseren Argumenten  Nachdruck verleihen, indem wir uns alle ´s Schäufele übern Schädel hauen, lach :)))

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