Kind wohnt bei uns - muss mein Mann trotzdem weiter Unterhalt zahlen?

6 Antworten

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Stimmt das so? Ist die Unterhaltspflicht eines nichtsorgeberechtigten Vaters wirklich nur an die Meldeadresse gebunden, unabhängig davon, wo das Kind gerade lebt?

Die Meldeaddresse ist daran gebunden, wo das Kind gerade lebt. Es gibt in Deutschland eine Meldepflicht. Das Kind ist dort zu melden wo es seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Lebt das Kind nicht nur vorübergehend beim Vater, dann MUSS es dort gemeldet werden. Bei 9 Monaten handelt es sich definitiv nicht mehr um einen vorübergehenden Aufenthalt. Lebt das Kind bereits beim Vater, dann sollte er sich umgehend an das Einwohnermeldeamt wenden und das Kind entsprechend ummelden.

Praktisch ist die Sache ganz einfach. Die Mutter hat das Sorgerecht und damit auch die Pflicht das Kind zu betreuen. Will die Mutter, das der Vater das Kind längerfristig betreut, dann muß sie sich mit Ihm über den Unterhalt einigen. Ansonsten kann er ihr das Kind ganz einfach vor die Tür setzen.

Bei den Zahlungen kommt es natürlich darauf an, ob es ein Titel gibt. Gibt es den, muß der Vater eine Änderung verlangen. Gibt es keinen Titel, dann muß dieser auch nicht geändert werden.

Danke für deine Antwort. So würde ich es auch sehen, war aber eben unsicher, weil mein Mann ja kein SR hat. Allerdings hat sie auch keinen Titel, der den Unterhalt festlegt, weil er von Anfang an immer freiwillig gezahlt hat. Soweit ich weiss, kann sie nur dann vollstrecken, wenn sie einen Titel gegen ihn hat. Aber falls es hart auf hart kommt, geht der Junge eben wieder zurück - so wie du auch geschrieben hast. Verar.... lassen wir uns nicht.

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@benztante

Den Titel hat sie innerhalb einer Woche vom Gericht...hab ich schon mehrmals miterlebt.

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@tipps4scheidung

Aaaah, DAS ist interessant!!! Genau das wollte ich wissen! Sie muss also den Titel einfach beantragen, fertig? Da muss vorher keine Klage wegen unterlassener Unterhaltszahlungen gewesen sein? Das ist natürlich sh... für meinen Mann... das habe ich nicht gewusst

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@ichweisnix

Nein, da muss keine Klage wegen unterlassener Unterhaltszahlung sein. Das Kind hat ein Recht auf den Titel - unabhängig davon, wie die Zahlungsmoral des Unterhaltspflichtigen war, oder ist.

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Danke für die schnellen Antworten! Mein Mann hat von der KM eine vorübergehende Vollmacht bekommen für die Erstversorgung im Notfall, aber keine Übertragung des SR. Das würde sie niemals machen, wir mussten ja schon das Umgangsrecht vor einigen Jahren einklagen und festlegen lassen beim FG. Damals konnte uns das JA auch nicht groß helfen, weil ja die Übertragung des SR nur mit Zustimmung der KM passieren kann. Wenn sie sich also querstellt - was sollen wir tun? Ich seh jetzt schon das ratlose Achselzucken der JA-Mitarbeiterin...

Das Kind lebt bei Euch bzw. soll bei Euch leben, das ist Tatsache. Und soviel ich weiß, liegt die Berechnung und Überwachung der Unterhaltszahlungen beim Jungendamt, also müssen sie dort reagieren. Und Entscheidungen treffen.

Wenn dort nichts geschieht (was ich nicht glaube), geht zur kostenlosen Rechtsberatung bei Eurem Amtsgericht.

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Damals konnte uns das JA auch nicht groß helfen, weil ja die Übertragung des SR nur mit Zustimmung der KM passieren kann.

Das hat sich nach einen Urteil des BVerfG übrigens geändert.

http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg10-057.html

Wenn sie sich also querstellt - was sollen wir tun?

Die ganz harte Variante wäre, Kind an die Addresse fahren, an der es gemeldet ist und das JA anrufen, das offenbar niemand da ist. Bezüglich der Meldeadresse ist nicht das JA, sondern das Einwohnermeldeamt zuständig.

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@ichweisnix

Ja danke, das Urteil kenne ich. Wir hatten leider Pech, der Vergleich ist von 2007 und da hatten wir nun ausgerechnet eine Richterin sitzen, die noch total pro-Mutti eingestellt war, obwohl der 5-seitige Bericht des JA eindeutig FÜR meinen Mann sprach und gegen die Mutter...

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Ganz genau wird euch das nur ein Anwalt beantworten können. Aus moralischer Sicht seit ihr natürlich im Recht, aber das zählt nicht immer. Also: Schnell Anwalt aufsuchen und Beratungsgespräch führen, kostet max. 80,-€

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