Kind rutscht trotz therapie wieder in Magersucht?

5 Antworten

Das Kind ist kein Kind mehr sondern 15 und somit ein Teenager. Sie
ist somit auch keine Kleine mehr, auch wenn man sie gerne so sieht.
^^. Nur so mal im Rande.

Ich erzähle nun mal aus erfahrungen und hoffe sehr, dass ich dir
damit ein wenig helfen kann. Ich weiss, dass jemand, der nie daran
erkrankt ist, oder war, es auch nie nachvollziehen kann. Nie.

Als erstes möchte ich gerade mal so am Rande vielleicht auch
sagen, falls du Rauchst, warum rauchst du denn und hörst nicht
einfach auf? (das ist nur falls du rauchst. :-D) Falls du das nicht
tust, dann gibt es Süchte, wie rauchen, Drogenabhängigkeit,
Alkoholsucht usw. die auch Süchte sind wie MagerSUCHT.

Aber ich glaube es ist dir bewusst das es eine Sucht ist. Nun, es
ist nicht nur eine Sucht sondern eine Schwerwiegende, tödliche Sucht
wie du es erkannt hast. Nun man nimmt immer mehr ab, und wenn man
mehr abnimmt, nimmt man auch Fette ab. Fette sind das wichtigste
überhaupt für den Körper für das Gehirn und die ganze Hormone.
Oft vergisst man, dass eigentlich das Ganze Gehinr, bzw. die
Gehirnmasse Fette sind.

Nieren sind in Fette gelagert, Hormone werden von Fette gesteuert,
somit auch die Tage, ab einem Gewissen Punkt kriegen also die Mädchen
keine Periode mehr.

Nun, man stirbt vorher, bevor man kein Fett mehr hat, also nicht
das man denkt, das das Gehirn quasie schrumpft, aber die Anzeichen
wie vergesslichkeit usw. sind da. Und eben NICHT NUR die
vergesslichkeit. Je mehr man abnimmt desto mehr nimmt auch das Gehirn
die Fähigkeit zum denken ab. Also, ich merke es immer wieder. Wenn
ich nur 2 Kilos oder so weniger habe, will ich extrem schnell weiter
abnehmen und ja nicht zu nehmen. Das macht das Gehirn, nicht der
Verstand, sonder durch das Untergewicht verliert das Gehirn an realen
Verstand.

Deshlab ist es oft so, wenn man in die Klinik geht. Das man nicht
auf das normale Gewicht gemästet wird, sondern einfach zu einem
Stabilen Gewicht, damit man die letzten Schritte mit der Therapeutin
aufarbeiten, da nicht das Abnehmen der Grund ist sondern es Gründe
gibt warum man diesen Weg gewählt hat (UNTERBEWUSST GEWÄHLT HAT).

Wenn man Gewicht verliert freut man sich natürlich darauf, und
das sind super Glückshormone die man in diesem Moment ausschüttelt
und denkt, weiter so. Diese Glückshormone kann man nicht so einfach
von irgendwas anderem Kriegen. Es sind nicht sowas wie, wenn du
dieses Mädchen glücklich machst.

Ich weiss nicht, ob sie irgendwas in
der Vergangenheit erlebt hat, was ihr weh getan hat / sie
traumatisiert hat. Es kann auch einfach eine schlechte
Familiesituation sein, oder etwas sein was nicht gerade traumatisiert
aber einen belastet. Und dann beginnt der Körper sich etwas heraus
zu suchen, damit er entlastet wird von diesem Problem. Im Gesunden
Fall sollte das eigentlich sein, dass man einem Hobby nach geht, oder
mit Freunden was macht. Aber da der Körper kein Verstand hat, also
die Gefühle und alles, entwickelt er etwas, was kurzfristig gut ist,
aber längerfristig schädlich werden kann. Es ist ein gutes Mittel
sich was gutes Zu tun, wenn man gerade mit wem Stress hat. Aber es
ist nicht gut, wenn man sich was gutes damit tut, indem man abnimmt
und sich dadurch glücklich fühlt. Nicht nur das Glück hat dabei
ihre Rolle, sondern auch die ständigen Gedanken an Kalorien zählen,
nicht essen dürfen und und und. Das bedeutet also, das man sich so
viel Gedanken macht, was man nicht essen sollte, wie viel man schon
gegessen hat und wie viele Kalorien das sind, dass man keinen Gedanke
an den Stress oder an ein früheres schweres Erlebnis (oder weswegen
man auch immer in die Magersucht geraten ist) mehr macht. Bzw.
Einfach deutlich weniger.

Viele wissen nicht warum sie in die
Magersucht gerutscht sind oder was der Auslöser war, was passiert
ist, und auch aussenstehende können es nicht immer wissen. Das muss
man mithilfe der Therapie raus finden, weil es immer einen Grund hat,
warum man diesen Weg UNTERBEWUSST gewählt hat.

Durch das wenige Gewicht und alles,
verliert das Gehirn auch die richtige Wahrnehmung. Das heisst man
fühlt sich noch dick obwohl man nicht mehr dick ist. Ich selber
WEISS dass ich nicht dick bin aber ich fühle mich dick. Das sind
ganz krasse Unterschiede, da die Gefühle oft mehr Macht haben als
die Gedanken. Gefühle steuern einen Menschen. Und das man sich dick
fühlt obwohl man es nicht mehr ist, ist nicht nur einfach unlogisch,
obwohl es in dem Moment, vor allem für aussenstehende unlogisch
aussieht, sonder wirklich logisch. WEIL psyche und und Süchte nun
mal nicht immer dem logischen Verstand folgen. Es ist auch unlogisch
das man Gestalte sieht oder Stimmen hört die nicht mal hier sind.

Die Sucht ist schwer zu verstehen für
Leute die nicht selber da drin sind. Und für Leute die Magersucht
haben ist es schwer zu erklären was in denen in dem Moment abläuft,
weil sie wissen, aussenstehende verstehen es nun mal nicht.

Das einzige was für dieses Mädchen
bzw. Für alle Magersucht kranke hilft ist einfach das aussenstehende
es akzeptieren. Akzeptieren, dass sie jetzt nun mal Krank ist, dass
sie Hilfe braucht und dass sie nicht von heute auf Morgen gesund
wird. Ich selber bin 3 Jahre in der Sucht. Bald 4 lange Jahre und
ehrlich gesagt ist es mir egal was da alles passieren kann. Und nein
ich habe keine Suizidgedanken, sondern in dem Moment will man einfach
dünn sein und abnehmen alles andere ist einem Egal.

Ihr sollt akzeptieren, dass sie nun
immer wieder einen Rückfall erleiden kann und nur weil sie mal auf
dem stabilen Gewicht war, heisst das nicht, dass man gleich gesund
ist. Dieser Weg ist lang, und im schlimmsten Fall, je nach dem wie
lange man in der Magersucht war und wie tief das Gewicht war. (es
gibt noch tiefere Gewichte als 41 ich war schon unter 40 kg bzw. Bin
es) kann es sein, dass man nie wirklich gesund wird. Das bedeutet
nicht, dass man nicht wieder bei einem Stabilen Gewicht ist, sondern
das man dann so einen Tick hat, dass man bei Essensresten, was mit
viel Fett angebraten wurde nur das Gemüse raus pickt, oder wenn man
gerade einen psychisch stressigen Tag ist, den ganzen Tag noch nichts
gegessen hat. So Sachen können und werden immer eher öfterer und
bemerkbarer bei Magersüchtigen bleiben, die zwar als gesund gelten.
Selbst die die gesund sind, haben bei Stress entweder gar kein
Appetit oder eben viel appetit, aber sind trotzdem normal gewichtig.
Solange alles im Rahmen ist, ist das kein Problem.

Jedenfalls wenn du/ihr es nicht
akzeptiert, (was nicht heisst das ihr ihre Krankheit ansich
akzeptieren müsst, und sie nie wieder gesund wird, sondern das sie
das nun hat und einfach ihre Zeit dafür braucht, egal wie lange)
dann wird es für sie auch einfacher diesen Weg zu gehen als wenn
alle gleich panik schieben und meinen ,,mädchen iss was, du nimmst
wieder ab'' da übernimmt ihr wieder die völlige kontrolle durch das
ständige sagen, dass sie was essen sollte. Manchmal, so schwer es
auch sein mag, muss man die Betroffenen machen lassen.

Meine Mutter z.B. Hat aufgegeben mich
dauernd zu fragen ob ich hunger habe und ob sie für mich auch was
kochen sollte. Sie hat einfach etwas gekocht und wenn ich lust hatte
habe ich genommen und wenn nicht dann eben nicht. Sie musste es
akzeptieren und hin nehmen und verstehen das ich hilfe durch die
Therapie bekomme. Oftmals sind die nahe stehende Personen wie Mutter,
Vater, Schwester, Bruder, Freund, Freundin, Tante, Onkel, Oma oder
Opa, sowie Cousinen oder Cousin nicht immer die Richtigen Personen um
zu sagen, sie sollte essen. Es kann aber auch sein, dass genau die
Personen das sind. Aber eine Magersüchtige braucht eben beides.
Therapeutische Hilfe und Familiäre sowie Freunde die Helfen. Aber es
sind nicht alle dafür zuständig sie zu drängen und zwingen jeden
Tag einen Teller zu essen. Regeln ja, wie das sie immer beim Essen
dabei sein muss und etwas essen muss, aber selber schöpfen kann wie
viel sie mag. Es liegt, so schwer es auch sein mag, nicht alles in
euren Händen. Manchmal muss man los lassen damit man selber nicht
auch noch in ein grosses Loch fällt und die Zeiten einfach
geniessen. Beten und Hoffen das es besser wird und für sie da sein.

Bei Fragen darfst du dich gerne bei mir
melden. Schönen Abend noch :-)

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Vielen Dank für den Text 🙏🏻
Ich weiß es ist sehr schwer, und eine Sucht. Ich wünsche dir Alles Gute und gute Besserung. :)

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Hallo,

Ich weiß nicht, ob die Frage noch aktuell ist (ich hoffe der Tochter deiner Freundin geht es mittlerweile besser!!!), aber deine Frage wurde mir gerade unter einer aktuellen vorgeschlagen und auch wenn es schon zwei Jahre her ist, dass sie gestellt wurde, habe ich das Bedürfnis zu antworten.

Magersucht ist echt eine teuflische krankheit und gerade wenn sich Betroffene dann auch noch in pro-ana Foren herumtreiben, stricken die sich ihre eigene Realität, die nicht mehr viel zu tun hat mit “unserer“. Ich habe das vorher auch nicht wirklich verstanden, aber habe vor kurzem einen roman gelesen (wolkentänzer wiegen nichts) in dem es genau darum ging. Die Protagonisten rutscht in die magersucht und ist selbst auch in pro-ana Foren aktiv... das Buch macht die konstruierte Gedankenwelt einer magersüchtigen transparent... Mir hat es in Sachen Verständnis für die krankheit viel geholfen!!

Alles Gute!

Das ist so verdammt schwer zu verstehen.

Ich bin nicht betroffen.

Man fühlt sich immer zu dick, man sieht sich im Spiegel dicker als man ist. 

Jede Kalorie ist eine Höllenqual, man versucht zwanghaft die Kalorien zu notieren und durch Sport, Abführmittel oder Entwässerungsmittel loszuwerden.

Man hat Hunger, aber irgendwann gewöhnt man sich daran und mam ist stolz, wenn man die Kontrolle hat, dabei hat man die schon längst verloren.

Man will immer weniger wiegen, immer mehr die Kontrolle über sich haben, etwas haben worüber man bestimmen kann.

Man weiß, dass man unter Umständen in Lebensgefahr ist, aber man blendet das aus.

Das einzige  Ziel was man vor Augen hat ist abnehmen und egal was da für Konsequenzen kommen.

Wenn man nicht selbst betroffen ist kann man das nicht nachvollziehen. Das ist so gut wie unmöglich.

Ich weiß nicht wo ich weitermachen soll. Hast du noch Fragen?

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Aber ich verstehe nicht, wie kann man sich noch zu dick finden wenn man untergewichtig ist und man sogar teilweise Knochen sieht?

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36
@dil771

Man findet immer Stellen die zu dick sind und wenn man keine mehr findet, dann ist das die Haut die zu viel ist.

0
50
@dil771

Jede Hautfalte wird als Fett gesehen, nicht nachzuvollziehen, aber es ist so. Ganz schwer heilbar.

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30
@dil771

Die Wahrnehmung ist nicht realistisch, der Betroffene sieht sich im Spiegel so, wie es sein Kopf suggeriert.

1
36
@djNightgroove

Das ist so viel. So viele Gründe die für Nicht-Betroffene nicht nachvollziehbar sind. Das ist schlimm. Ich habe richtig Mitleid mit denen.

0
14
@dil771

Es kann sehr unterschiedlich sein mal finden Sie sich Dick und mal dùnn aus "Schutz "bleiben sie  lieber dick" 

0
13

Aber hat man den kein Hunger? Es tut mir selber weh sowas zu zu sehen

0
36
@dil771

'Man hat Hunger, aber irgendwann gewöhnt man sich daran und mam ist stolz, wenn man die Kontrolle hat, dabei hat man die schon längst verloren.'

Hab ich in meiner Amtwort geschrieben.

Tut mir Leid wegen den Rechtschreibfehlern, ich verfehle manchmal die Tasten.

0

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