Kind Namensänderung

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4 Antworten

Zunächst mal muss der leibliche Vater der Namensänderung zustimmen, soviel ich weiß. Die Änderung muss auf dem Standesamt beantragt werden. Lehnt der Kindesvater die Änderung ab, kann ein Familiengericht entscheiden, dass es dem Kindeswohl dienst, den selben Familiennamen zu haben, wie Mutter und evtl. Halbgeschwister.

Was passiert, wenn der Vater der Namensänderung nicht zustimmt? In diesem Fall kann das Familiengericht die Einwilligung des Vaters ersetzen, d.h. das Familiengericht erlaubt, dass die Namensänderung auch ohne Zustimmung des Vaters erfolgen kann. Eine solche Entscheidung trifft das Gericht aber nur, wenn die Namensänderung zum Wohl des Kindes erforderlich ist.

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Namensänderung bei Wiederheirat eines Elternteils:

Beispiel: Jan Müller ist das Kind von Herrn und Frau Müller. Nach der Scheidung lebt das Kind bei seiner Mutter, Frau Müller. Frau Müller heiratet Herrn Schneider und heißt nun Frau Schneider. Kann das Kind, das bei ihr lebt, nun den Namen Jan Schneider erhalten?

Heiratet die Mutter, bei der Kind lebt, erneut, so kann das Kind den Namen des neuen Ehemannes bekommen, wenn auch die Mutter diesen Namen annimmt (§ 1618 BGB). Voraussetzung ist aber, dass der Vater des Kindes zustimmt. Ist das Kind bereits mindestens 5 Jahre alt, muss auch das Kind selbst zustimmen.

Stimmt der Vater des Kindes zu, kann das Kind statt des neuen Familiennamens auch einen Doppelnamen bekommen, also in unserem Beispiel Müller-Schmid oder Schmid-Müller

Was passiert, wenn der Vater der Namensänderung nicht zustimmt? In diesem Fall kann das Familiengericht die Einwilligung des Vaters ersetzen, d.h. das Familiengericht erlaubt, dass die Namensänderung auch ohne Zustimmung des Vaters erfolgen kann. Eine solche Entscheidung trifft das Gericht aber nur, wenn die Namensänderung zum Wohl des Kindes erforderlich ist. In § 3 Abs. 1 Namensänderungsgesetz steht, dass ein wichtiger Grund für die Namensänderung vorliegen muss. Eine Namensänderung ist aber nicht schon deswegen erforderlich, weil die Mutter und ihr neuer Mann einen anderen Familiennamen haben als das bei ihnen lebende Kind. Das allein reicht also nicht. Denn auch die Namensbindung zum "alten" Elternteil ist wichtig und soll grundsätzlich beibehalten werden. Hinzukommen muss vielmehr, dass ohne eine Namensänderung schwerwiegende Nachteile für das Kind drohen. Da dies selten der Fall ist, kommt es auch selten vor, dass ein Gericht die nicht vorhandene Einwilligung des Vaters ersetzt.

Einfacher ist es, wenn das Kind statt des Familiennamens des neuen Ehemanns einen Doppelnamen bekommen soll. In unserem Beispiel wäre das der Fall, . wenn Frau Müller nun Herrn Schneider heiratet und selber Schneider heißt, und das Kind soll den Familiennamen Müller-Schneider bekommen. In diesem Fall behält das Kind ja auch seinen alten Familiennamen. Dewegen stellen die Gerichte in einem solchen Fall nicht so hohe Anforderungen an die Zulässigkeit der Namensänderung (z.B. OLG Köln, 27 UF 221/01). Deswegen ist zunächst immer zu prüfen, ob das Kind nicht einen Doppelnamen aus seinem bisherigen und dem neuen Familiennamen tragen kann.

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/familie/sperling/namensr.html#ixzz35eOXj3zw

Sie war aber nicht mit dem leiblichen Vater verheiratet. Oben steht ja, dass das Kind ihren Namen trägt.

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im Interesse Deines Kindes bestehe darauf Dein zukünftiger Mann nimmt Deinen Namen an... :)) lach kostet auch nicht extra ...

. bedenke für Dein schulpflichtiges Kind ist es ggf. unangenehm einen Nachnamen von einem völlig fremden Mann tragen zu müssen ... es sei der Typ adoptiert Dein Kind .. dieses kannst Du ihm dann sicherlich lieb verständlich machen..und dann sieht es bestimmt auch anders aus..

Ich war noch nicht verheiretet. Meine Tochter hat also meinen Mädchennamen.

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