Kind mit Entwicklungsstörung, wird in einer Whatsappgruppe von anderen Kindern aufgefordert, seinen Penis zu fotografieren. Was tun?

11 Antworten

Das ist natürlich doof, daß es passiert ist. Gut das sind Schüler in einem Alter, wo so Spielereien mal vorkommen und leider oft auch Grenzen überschritten werden. Auch wenn es nicht an die große Glocke gehängt wird, wird die Schule sicher schon angemessene Maßnahmen treffen. Für deinen Sohn ist es aber sicher angenehmer, wenn es nicht an die große Glocke gehängt wird. Das läuft ja sonst so ab "um welches Bild geht es?" "warte ich habe es noch ich schicke es weiter" usw. Deshalb auch im Interesse deines Sohnes nicht zu viel Wind darüber machen. Die Schule wird sich sicher durchaus entsprechende Schüler voknüpfen. Ein bißchen hat dein Sohn ja selbst schuld, wenn er das Bild so bereitwillig anfertigt und verschickt. Allerdings weiß ich jetzt natürlich auch nicht, inwieweit die von dir beschriebene Entwicklungsstörung dazu geführt hat, daß er es einfach so gemacht hat. Wichtiger ist, daß du einfach mit ihm redest und ihm klar machst, wie gefährlich und unangenehm so etwas werden kann und er das künftig nicht mehr machen soll. Und dann bestraf deinen Jungen jetzt nicht auch noch zusätzlich und gib ihm sein Handy wieder zurück.

das ist für dich sicher sehr traurig, dass es dazu gekommen ist. so schön das WA auch ist, es hat halt auch diese besonderen nachteile.

ich glaube fest daran, dass man seine kinder möglichst täglich daran erinnern sollte, was sie nicht tun sollen, zumindest für einen gewissen zeitraum, dann pendelt sich das wieder ein.

als mein sohn in die schule kam, konfrontierte mich die lehrerin nach 1 monat mit der aussage, xyz prügelt, ist aggressiv zu den schwächsten in der klasse usw. ich hatte meinen sohn bisher nie als auffällig gesehen und habe mit ihm eine strategie entwickelt - auf die ich jetzt nicht näher eingehen will.

was ich dir aber empfehlen kann, jeden morgen gehst du mit deinem sohn punkte durch, die er verinnerlichen soll

1. keine bilder von dir oder andern, schon gar nicht unbekleidet

2. kein weiterleiten von bildern - siehe oben

3. bevor du dich zu dingen von dritten auffordern lässt, lass uns erst mal drüber reden.

usw. nach 3 monaten rattert dein sohn diese affirmationen runter und es bleibt im gedächnis.

verlass dich jetzt darauf, dass die schule das regelt, viellt. könntest du aber auch die lehrer aus der regelschule darum bitten, beim nächsten elternabend entsprechenden aufruf an die eltern dieser kinder zu machen, damit diese ihre kinder sensibilisieren und fairer mit den kindern mit einschränkungen umgehen.

Also ich (angehender Lehrer) habe dieses Jahr in einer 5. Klasse (Gym) zwei Ünterrichtsstunden mit dem Thema "Würde wahren im Web" gehalten, mit dem Schwerpunkt auf Whatsapp und seiner gefahren. Die SuS haben dort gelernt wie schnell sich Nachrichten verbreiten und wie unkontrolliert das von statten geht. (Viele wissen nicht mal das WA laut AGB erst ab 16 ist)

Handy oder Whatsapp verbot ist meiner meinung nach nicht die Lösung des Problems. Erstmal solltet ihr euren Sohn unbedingt Reflektieren lassen was da passiert ist.

Weiter würde ich mich mit Eltern zusammentun und den Direktor der Schule dazu ermuntern die Medienkompetenz und Medienerziehung der Kinder zu fördern. In dem alter ist es für die SuS wichtig sich über die Gefahren im Internet (auch Apps) klar zu werden.

Ob eine Kontrolle der Aktivität der Kinder im Internet Sinnvoll ist wage ich nicht zu beurteilen da das sehr subjektiv ist.

(ich bin leider schon lange Wach und müde desswegen erlaube ich es mir mal meine Rechtschreibfehler nicht zu korrigieren)


lg Peter

ich bin leider kein sozialpädagoge oder Experpe für Inklusion, daher bin ich nicht sicher in wie fern ihr da genau mit euren sohn speziell umgehen sollt. den rest würde ich aber so stehen lassen

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DH.

Super dass du das in der Schule angeboten hast! Zuviele Erwachsene glauben immer noch, dass Handyverbot so ein Problem loest, und tatsaechlich ist es Erziehung und Medienkompetenz, die auf den Stundenplan gehoeren (auch der Eltern und des Lehrpersonals!). Deine Generation wird einiges auf dem Gebiet veraendern.

Als Mutter, die im IT Bereich arbeitet, erlaube ich mir zu sagen, dass Kontrolle sinnvoll ist - keine Rumschnueffelei, aber doch das Kind fragen, was es gerade macht, ob man mal mitmachen darf, ob das Kind das mal erklaeren kann, welche Bilder sind auf dem Handy, dass tatsaechlich nur echte Freunde in der Gruppe sind. Und ja, auch mal den Browserverlauf anschauen.

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@Steffile

Ich danke dir für die Anerkennung.  Leider habe ich keine empirische Daten, inwiefern meine Unterrichtseinheit etwas verändert hat. Aber vom Gefühl her, hat es die sus zum Denken angeregt.

Ich wüsste nur nicht wie genau ich Kontrolle und rumschnüffeln trennen soll. Außerdem habe ich Probleme in die Privatsphäre meines Kindes (aus der Sicht der Eltern,  denn es wäre deren Aufgabe)  einzudringen, denn im Alter von 12 Jahren, glaube ich, spielt diese intime Zone eine große Rolle zur selbstfindung. Aber das ist auch nur meine rationale Meinung. Da fehlt mir schlichtweg die Erfahrung. 

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@Peter242

wieso wird das thema grenze-verletztung das viel mehr ist als medien nicht in den folus genommen?

grenzen,tolleranzen, delikt? usw. das wäre viel wichtiger? denn medien gibt es bei jeder landesbildstelle viel infos?

nur tun müste man es halt?

grenzen und deren überschreitung wurd schon in diesem fall überschritten vor dem bild?

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@robi187

Man muss nun auch differenzieren was sollte Aufgabe der Lehrer und was Aufgabe der Eltern sein. Ich kann nun nicht als Lehrer die moralische Erziehung den Eltern ganz abnehmen.  

Wenn ich Chemie Unterrichte wo soll ich noch Zeit finden den sus moralisches handeln beizubringen. 

Medienerziehung kann ich allerdings auch im Unterricht einbringen. (Medienerziehung ist ja nicht nur "würde wahren im Web).  Und Medienerziehung ist für die neue Generation von großer Bedeutung und darf nicht untergehen. Ich glaube sogar dass es Bestandteil im Lehrplan ist.

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@Peter242

Du kannst den Eltern als Lehrer nicht die Erziehung abnehmen, das stimmt. Aber ich faende es gut wenn Schulen den Eltern Infos ueber Seminare/Vorlesungen anbieten wuerden, denn gerade an Wissen, nicht an Erziehung, hapert es oft. 

An der Grundschule meiner Kinder (Ausland) wird so etwas 1-2 mal im Jahr angeboten, zusaetzlich zu den Themen wie Mobbing, soziale Netzwerke, Viren, etc. die mehrmals im Jahr auf dem Stundenplan der Kinder stehen, und zu denen Cyberpolizisten (wie auch immer die heissen) an die Schule kommen.

Ausserdem wird in den Sprach- und Naturkundeunterricht oft eingebracht, wie man Informationen im Netz findet, diese beurteilt, liest und versteht - da steht mir manchmal der Mund offen, was die Viertklaessler schon wissen.

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