Kind mit 18 rausgeworfen!

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2 Antworten

Hallo,

mit deinen Abgaben zur Sozialversicherung leistest du genug für den Freund deines Sohnes. Wir leben in einem Sozialstaat, d.h. jedem wird geholfen. Auch dem Freund deines Sohnes wird durch den Staat geholfen. Er bekommt Hartz IV, eine Wohnung, Verpflegungsgeld, Kleidung, manchmal sogar mehr, als andere Familien zur Verfügung haben, die auf Harzt IV verzichten.

Wenn du ihm eine Chance geben willst, biete ihm diese Arbeiten im Garten an. Deine Gegenleistung kann Geld sein, Hilfe, Unterstützung und Ratschläge bei der Suche einer Ausbildungsstelle, Essen, usw......

Du bist nicht zu hart, du bist nicht verpflichtet ihn aufzunehmen und damit seiner Mutter in den Rücken zu fallen. Manche Jugendliche oder auch Erwachsene müssen erst mal tief fallen, bevor ihnen bewusst wird, dass sie an ihrer Einstellung, ihrem Verhalten etwas ändern müssen. Manchmal muss das eben sein, um zur Vernunft zu kommen. Andererseits kann ich deinen Sohn recht gut verstehen, wenn er seinem Freund helfen will. Du muss ihm klar machen, aus welchen Gründen du so handelst, er wird es verstehen.

StupidGirl 07.09.2014, 12:03
Er bekommt Hartz IV, eine Wohnung, Verpflegungsgeld, Kleidung,

Bekommt er das auch, ohne jemals etwas geleistet zu haben? Ist seine Mutter nicht barunterhaltspflichtig, wenn sie ihn aus dem Haus wirft? Kindergeld müsste ihm doch auch zustehen. Er hat das Gymnasium nach der 12. Klasse abgebrochen, weil er die Abi-Zuslassung nicht geschafft hat. (Nicht aus Dummheit, sondern aus Faulheit) Eine Ausbildung hat er nicht bzw. sich nicht darum gekümmert, dass er eine bekommt.

du bist nicht verpflichtet ihn aufzunehmen und damit seiner Mutter in den Rücken zu fallen.

Ich würde seiner Mutter nicht damit in den Rücken fallen, sondern sie aus ihrer Verpflichtung ihrem KInd gegenüber entlassen. Und das gefällt mir ganz und gar nicht.

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Volkerfant 07.09.2014, 12:12
@StupidGirl

Das ist dasselbe.

Harzt IV bekommt jeder, der über 18 Jahre alt ist und keinerlei andere staatliche finanzielle Unterstüng bekommt und keinen eigenen Verdienst hat.

Kindergeld bekommt man ab 18 Jahren nicht mehr, es sei denn er besucht eine Schule, ist in der Ausbildung oder man studiert.

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Volkerfant 08.09.2014, 13:43

Danke für den Stern.

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Nein, du bist nicht zu hart. Selbst deine Idee mit dem Garten finde ich schon zu gutmütig. Ich kannte einige, die bei Verwandten oder sehr freundlichen Bekannten für leichte Arbeit bisschen Geld verdient haben. Die dachten prompt, sie wären jetzt super selbständig.

Du könntest als Kompromiss ihn für zwei Wochen aufnehmen, aber mit Privatvertrag, den er selbst unterschreibt, dass er sich kümmert und wirklich wirklich in zwei Wochen wieder auszieht. Er muss von der ersten Sekunde an merken, dass du es ernst meinst und ihn keine einzige zusätzliche Nacht duldest.

Er muss es schaffen, selbst mit dem einfachsten Job, Geld zu verdienen und seinem Chef in die Augen zu schauen, wenn er zu spät kommt. Und vor allem muss er es schaffen, aktiv! was zu suchen.

Die Mutter würde ich aber auch nicht so verurteilen. Vielleicht war es nötig, dass sie mal den großen Crash herbeiführt, und ihrem Sohn zeigt, dass sie keine Zauberin ist. Ich kann mir vorstellen, die Frau ist mit ihrer Kraft am Ende. Aber klar, du bist nicht diejenige, die ihr helfen muss. Falls du den Jungen bei dir übernachten lässt, solltest du sie aber mal anrufen oder irgendwie kontaktieren.

StupidGirl 07.09.2014, 11:56

Vielen Dank für deine Antwort. Allerdings möchte ich ihn auch nicht für zwei Wochen aufnehmen, hinterher werde ich den nicht mehr los. Nach dem Motto: Man reicht ihm den kleinen Finger......usw. Und ich denke auch , dass er mit gerade mal 18 Jahren nicht den nötigen Weitblick hat. Statt dessen wird mir dann ein schlechtes Gewissen eingeredet, dass ich den armen Jungen nicht unterstütze. Es gibt Dinge, die ich von vornherein vermeiden möchte.

Angeblich hat er einen Nebenjob. Dann aber frage ich mich, warum mein Sohn mir Kostgeld für ihn geben will. Da passt doch was nicht zusammen.

Die Mutter des Kumpels kenne ich seit Jahren. Sie hat sich wenig um ihre Kinder gekümmert, den eigenen Spaß im Kopf gehabt und ihrem Sohn ständig irgendwelche Aufgaben aufs Auge gedrückt, damit sie feiern gehen konnte. (z. B. sollte der Kumpel bei uns übernachten. Es war alles abgesprochen. Um 23 Uhr klingelte das Telefon, er soll sofort nach Hause kommen. Er müsse auf seine kleine Schwester aufpassen, sie wolle jetzt weg!) Es hat sie aber nicht daran gehindert, mir persönlich zu erzählen, was ich in der Erziehung meines Sohnes alles falsch mache. Und jetzt steht sie da und jammert (zu meinem Sohn): " Ach ich kann nicht mehr!" Ich denke, wenn sie ihn nicht zu Hause haben will, dann ist sie barunterhaltspflichtig. Da kommt aber nix. Sie kümmert sich nicht, er kümmert sich nicht. Die Sache ist mir eindeutig zu heikel.

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