Kind lügt und bestiehlt Lehrer, Freunde und Familie, was tun?

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6 Antworten

deine bzw. die meinung deiner freundin wird ganz deutlich: das kind soll schuld sein bzw. der böse; das problem soll alleine beim kind liegen.

und diese haltung ist schädlich. denn wenn die starke seite = eltern, der schwachen seite = kind das problem zuschieben, sollte klar sein, dass das problem nicht gelöst wird.

deine freundin sollte sich rat bei der erziehungsberatung suchen. dafür sind die da.

Der Junge hat doch schon seinen Stempel weg: Lügner und Klauer.

Da er ja "so gut erzogen ist", erfüllt er genau diese Erwartung, die gewisse Leute an ihn haben.
Egal, was er macht, ihm wird kaum (mehr) geglaubt werden.

Anstatt dem Jungen mit Strafen (Konsequenzen) zu kommen, sollten die Erwachsenen mal darüber nachdenken, was ihr Anteil an der Situation ist.
Auch die Lehrerin, die unfähig war, die Portemonnaie sicher(er) zu deponieren.

Mit Strenge wird der Junge vielmehr weniger erzählen und das Vertrauensverhältnis dürfte flöten gehen.

So aus dem Handgelenk fallen mir ein paar mögliche Gründe ein, die aber nicht zutreffen müssen.

Z. B. kann es sein, dass er sich durch seine Klauerei Aufmerksamkeit verschaffen will. Das heißt, dass er möglicherweise keine reale Aufmerksamkeit bekommt, sondern "nur" Erklärungen, Ermahnungen und Geschenke.

Es kann auch sein, dass er unter dem Druck von Klassenkameraden steht und vor ihnen imponieren will. Sei es durch seine Dreistigkeit, mit der er die Diebstähle begeht, sei es um sich mit den Anschaffungen Geltung zu versachaffen.

Ich denke, da ist fachlicher Rat von einem Sozialtherapeuten oder -pädagogen oder so nötig. Holt euch Hilfe!


Ich finde auch, der Junge muss die Konsequenzen als unangenehm (aus seiner Sicht)  empfinden, so dass er sie um jeden Preis vermeiden möchte. 

Ein Kind, das alles bekommt und um jeden Preis, nimmt sich ja so wahr, dass dieser Zustand von seinem Umfeld um jeden Preis gehalten werden muss - das ist sein Normalzustand. So probiert es jetzt aus, wieviel mehr das Umfeld dann noch erträgt - es lotet seine Grenzen aus. 
In dem Alter hat er vielleicht noch kein Moralgefühl und weiß nicht, was MAN tut und was nicht (obwohl, in dem Alter hatte ich das schon). So hört er auf seine Freunde und hat bestimmt einen Lustgewinn daraus, zu stehlen und zu lügen. 

So wird das Kind aber nicht ans wirkliche Leben mit seinen oft unsäglichen Realitäten herangeführt, sondern verzärtelt, verhätschelt. Verzicht, Einbußen und auch Ungerechtigkeiten zu ertragen, wäre eine bessere Lehre fürs Leben.

Da kann euch vielleicht eine Erziehungsberatung pädagogisch unterstützen.

Mit dem Kind wird zu viel geredet statt gehandelt.

Warum soll der Junge damit aufhören, wenn es keine Konsequenzen gibt.

Wer viel Zuwendung für Bockmist bekommt sieht keinen Grund mit Untaten aufzuhören.

Wenn er beim Lügen und Stehlen ertappt wird, sollte er mit Verachtung bestraft werden !

Es müssen nachhaltige Konsequenzen sein, sonst macht er das immer wieder !

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