Kind in der Schweiz, Vater in DE? Muss ich für se Besuche bezahlen?

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3 Antworten

In der Regel muss der umgangsberechtigte Elternteil die Kosten des Umgangs - also auch Fahrtkosten etc.. - allein tragen.

Aber: wenn der betreuende Elternteil mit dem Kind so weit weggezogen ist, dass dadurch der Umgang mit dem anderen Elternteil erheblich erschwert wurde, so muss sich der betreuende Elternteil ggf. an den erhöhten Kosten beteiligen (Fahrtkosten, Übernachtung...) oder anderweitig entgegenkommen (z. B. Hinbringen/ Abholen des Kindes...bzw. Transportkosten übernehmen)

Er zahlt ca nach der Düsseldorfer Tabelle (was hier in der Schweiz nur die Tagesschulrechnungen deckt :/)

Das Kind hat Anspruch auf Unterhalt zu den gesetzlichen Bedingungen des Landes, in dem es lebt.

Wenn du mit dem Kind in der Schweiz lebst, könntest du also Ansprüche nach Schweizer Recht geltend machen (nicht nach dem deutschen Unterhaltsrecht...).

  • Leben Kind und Eltern in verschiedenen Ländern, könnten bei der Berechnung die höheren oder geringeren Lebenshaltungskosten des barunterhaltspflichtigen Elternteils entsprechend berücksichtigt werden....
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die erste sache die zu klären ist, wer hat die distanz geschaffen? ist er soweit weg gezogen oder du? wenn du es warst, dann hat er irgendwo einen berechtigten grund und kann auch verlangen das du die strecken fährst - das muss er allerdings erstmal gerichtlich durchsetzen. das könnte auch bedeuten, dass es gerichtlich festgestellt, den unterhalt senken könnte.

nur weil er ein haus baut, hat das nichts damit zu tun, dass er seiner unterhaltspflicht nachkommen muss. nicht nach düsseldorfer tabelle, sondern nach den sätzen der schweiz in der die kinder leben. das könntest du dort vor ort berechnen lassen. solange kein titel besteht, hast du nichts in der hand, was du zur not pfänden lassen kannst. das wäre also nachzuholen deinerseits. kostet aber sicher wieder geld oder gibt es sowas wie ein jugendamt, dass dich bei der berechnung und festsetzung unterstützt? dann würde ich dort die ansprüche des kindes prüfen lassen.

zusammengefasst: nur weil er ein haus baut, ist dies kein grund den unterhalt zu kürzen oder gar einzustellen. annehmend, dass er die distanz geschaffen hat zwischen sich und dem kind, trägt er als umgangselternteil die kosten des umgangs und bringt und holt das kind. er hat nichts zu verlangen, er darf die kosten selbständig tragen. er darf auch den unterhalt nicht kürzen, das kind hat anpsruch und ein recht darauf. rechtlich dürftest du eigentlich auch nicht drauf verzichten.

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Vorrausgesetzt, das Kind ist mit Erziehungsberechtigten Umgezogen also in dem Fall die Mutter.
Ja, dann ist es in Deutschland üblich, das wenn die Eltern mehr als 150 km auseinanderwohnen die Reisekosten zur Ausübung des Umgangsrechtes auf beide Elternteile fallen. 

Ist der Vater von sich aus soweit weggezogen, ist es seine eigene Schuld.

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Kommentar von bienemaia1
18.05.2017, 10:43

Das wusste ich nicht, danke. Wir sind weggezogen da ich schon mehrere Jahre in der Schweiz arbeite und das auf Dauer nicht gegangen wäre weiter zu pendeln.

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