Kind heult wegen jeder Kleinigkeit. Was kann ich tun?

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14 Antworten

Du solltest herausfinden, was der wirkliche Grund für ihr Heulen ist.

Kann sie ihr "echtes" Problem nicht artikulieren?

Ist sie vielleicht enttäuscht von sich selber?

Ist es ihre Art, ihre Wut herauszulassen?

Ich habe eine Tochter im gleichen Alter. Sie kann sehr gut reden und hat einen großen Wortschatz - daher reagiere ich nicht (und sage ihr das auch) in Fällen, in denen sie z.B. weint, weil sie den Reißverschluss ihrer Jacke nicht zubekommt. Sie soll mir sagen, dass sie Hilfe möchte - dann bekommt sie sie auch. Ich könnte mir vorstellen, dass die Situation mit Eurer "Kartoffel-Sache" vergleichbar ist und die kleine Dame entweder Hilfe beim Aufpieken möchte - oder alternativ einen Löffel.

Wenn Töchterchen aus Wut / Trotz heult und schreit, schicke ich sie auch in ihr Zimmer, erkläre aber ruhig, dass sie sofort wiederkommen kann, wenn sie sich beruhigt hat und wir sprechen können.

Ganz aktuell derzeit ist bei meiner Tochter, dass sie sehr mit sich selbst hadert, viel reflektiert, was sie tut - vor allem, wenn etwas falsch läuft. Kürzlich hat sie z.B. ihren großen Bruder gekniffen und wurde dafür natürlich von ihm zurück gekniffen ausgeschimpft. Sie kam dann heulend zu mir - nicht etwa, weil der Kniff wehtat, sondern sie sagte, sie könne einfach nie etwas richtig machen und würde immer Ärger bekommen. "Immer" und "nie" sind ohnehin gerade sehr aktuell bei ihr. Wir haben dann darüber gesprochen und ich habe ihr u.a. erklärt, dass sie ja erst vier ist und noch ganz viel lernen müsse. Und dass man beim Lernen immer wieder Fehler macht und auch daraus dann wieder  lernen kann.... - kindgerecht formuliert natürlich.

Also ganz kurz - im Kopf Deiner Kleinen geht vielleicht gerade ganz viel vor, was sie nicht formulieren will oder kann. Wenn Du versuchst, der Sache auf den Grund zu gehen, wird die Heulerei dadurch zwar nicht weniger - aber für Dich nachvollziehbarer und somit vielleicht auch leichter zu akzeptieren.

Alles ist nur eine Phase - auch diese. Sie wird vorbei gehen... und dann kommt die nächste... ;-)

Dein Kind befindet sich in der Ich-Entwicklungs-Phase. Es löst sich also nichtstofflich von Dir. 

Bis jetzt hat es gefühlt wie Du, mehr oder minder gedacht wie Du. Nun nimmt es eigene Gefühle, eigene Wünsche wahr. 

Hier und da stimmen ihre Gefühle und Wünsche nicht mit Deinen überein. Dein Kind erlebt einen existentiellen Konflikt. Es kann ihn nicht in Worte fassen, denn diese fehlen ihm ja noch. Es bricht in Tränen aus. 

Schicke es dann nicht in sein Zimmer. Stelle Dich hinter Dein Kind, so, dass Du es nicht berührst, es aber Deine Körperwärme spüren kann. Bleibe einfach so stehen. Im Bedarfsfall beruhige es, versichere ihm, dass Du es lieb hast. 

Das klappt nicht mit der Gabel? Ooooch, auch bei den Erwachsenen klappt nicht immer Alles. Das ist eben Übungssache. Und Kindheit ist nun mal dazu gedacht zu üben. Kindheit ist dazu gedacht, noch reichlich Fehler zu machen. Denn wir Menschen lernen aus unseren Fehlern. 

Bisschen Geduld mit sich selbst ist in so einem Fall für Dein Kind also dienlich. Wir bekamen in dieser Phase von den Erwachsenen Geschichten erzählt, welche Fehler sie selbst so gemacht hatten. Unsere Erwachsenen verloren also ihren Heiligenschein, gaben uns so die Möglichkeit zu verstehen, dass Übung den Meister macht. Und noch kein Meister vom Himmel gefallen ist. 

Das Kind will aus der aktuellen Situation nicht heraus? Erinnere es daran, dass sich die Situation ja immer wieder wiederholen lässt. Bleibe dabei ruhig. Vielleicht hat Dein Kind einfach vergessen, dass sich Situationen wiederholen lassen. 

Bitte beachte: 

Es entwickeln sich auch noch die Sinnesorgane. Das ist auch noch ganz schön anstrengend. Denn die Wahrnehmung wechselt tatsächlich auch mal im Nanosekunden-Takt. 

Für Dein Kind ist es also eine sehr anstrengende und verwirrende Zeit. 

Texte es nicht zu, denn meistens wird es mit viel Text überfordert sein. 

Biete ihm eine klare und verlässliche Struktur. Da mag es dann hier und da heftig gegen rebellieren. Lass es dann rebellieren, bleibe aber bei Deiner Struktur. Denn diese gibt dem Kind halt. 

Es ist aktuell wie ein Blatt in einem Wind, der schnell mal die Richtung ändert. Sei sein Ast, an welchem es sich festhalten kann. 

Noch angemerkt: 

In dieser Phase kann ein Mensch noch gar nicht trotzen oder manipulieren, denn die Grundlage dazu fehlt. Wissenschaft erbringt uns entsprechende Nachweise. Z.B. die ForscherInnen in Kanada und Australien, die in dem Bereich nach meiner Kenntnis weltweit führend sind. 

Für die Kleine sind das schwerwiegende Gründe.

Während dessen kannst du deinen Atem sparen. Sie ist in dem Moment blind und taub für ihre Umwelt.
Sie registriert nicht, mit was du ihr dann die Ohren voll laberst.

Da hilft nur: Schaumstoffstöpsel in die Ohren, in ihrer Nähe bleiben und sich selbst ablenken.

Es wird sich ändern.
Wann, wird dir allerdings keiner sagen können.

Nur, dass es nicht schneller geht, wenn du ihr mit erzieherischen Maßnahmen kommst.

Sie testen auch oft ihre Grenzen in diesem Alter! Das geht vorbei! Wen es für dich zu viel wird würde ich einfach mal vor die Tür gehen und gut durch atmen!
Was wirklich wichtig ist das du dir auch Zeit für dich nehmen solltest! Das vergessen viele Mamis oft

Ich bin kein Pädagoge und kann nur meine Meinung dazu sagen.

Einfach mal das Kind weinen lassen.

Aufs Zimmer schicken ist unnötig und kommt einer Bestrafung gleich.

Wenn das Kind alles hat, um glücklich zu sein, muss man sich finde ich nicht zum Sklaven des Kinds machen. Aber ich rede da auch ungern anderen Eltern hinein. Wenn die meinen, immer da sein zu müssen, wenn das Kind mit den Fingern schnippt, sollen sie es machen.

Erstmal ist diese Phase ziemlich normal und kommt bei dem einen Kind mehr, bei dem anderen weniger oft vor.
Es muss auch nicht daran liegen, dass sie dadurch schon mal ihren Willen bekommen hat, sondern sie weiß wahrscheinlich momentan selbst nicht, was mit ihr passiert.
Da niemand hier deine Erziehung beurteilen kann, lass dir auch nicht einreden, sie verzogen zu haben.

Meine Tochter ist auch fast vier und weint oft ohne (für mich) ersichtlichen Grund. Ich versuche dann die Situation zu analysieren und mich in sie reinzuversetzen.
Wenn ich sie frage, weiß sie oft selbst nicht, warum sie weint...oder sie erzählt mir plötzlich Situationen, die schon Monate vergangen sind. Meist sind es aber Situationen, in denen ihr gesagt wurde, dass es völlig okay ist zu weinen und traurig zu sein (der Tod unseres Hundes zum Beispiel).
Wichtig ist es, sie in diesen Momenten nicht alleine zu lassen, sondern ihr immer anzubieten, dass du da bist und ihr zuhörst.
Du kennst deine Tochter am besten und kannst sicher unterscheiden, wenn sie aus Trotz oder aus "Verzweiflung" weint.
Anschreien oder auf sie einreden bringt in dem Moment nix, da sie eh nicht zuhören wird.

Noch ein kleiner Tipp:
Bitte vermeide das Wort HEULEN...es ist immer negativ behaftet und kann deinem Kind lange Zeit nachhängen.
Wenn der Opa meine Kleine eine "Heulsuse" oder "Heulboje" nennt, sehe ich an ihrem Gesichtsausdruck immer ihr kleines Herz brechen.

Alles Gute!

Wichtig ist herauszufinden WARUM sie weint. Will sie nur ihren Willen durchsetzen, dann bleib konsequent. Irgendwann wird sie einsehen, dass sie weinen nicht weiter bringt und damit aufhören.

Ist sie frustriert, weil etwas nicht klappt (wie vllt mit der Kartoffel) dann zeig ihr wie es geht oder biete Ihr Hilfe an.

Ist sie wütend, lass sie sich beruhigen und redet dann über die Situation und wie man damit besser umgehen kann.

Schenke dem ganzen nicht zu viel Aufmerksamkeit, lass sie sich beruhigen und redet dann in Ruhe darüber. Denn erst wenn sie sich beruhigt hat, kann sie dir überhaupt zuhören. Sie vorher vollzuquatschen, führt nur zu muttertaubheit.

Das ist die berühmte Trotzphase. Hab nur Geduld, tröste die Kleine, es gehen viele Dinge mit/in ihrem Körper und Geist vor, so dass sie völlig überfordert ist.

Sie lernt gerade, sich von Dir abzugrenzen (bisher warst Du ein Teil von ihr), das ist ganz normal und ja, sehr, sehr anstrengend.

Aber es geht vorbei.

Sprich mit anderen Müttern, die Kinder in dem Alter haben, mit den Kindergärtnerinnen, die können Dir mehr Tipps geben.

Aber nicht schlagen oder anschreien, die Kleine kann nichts dafür. :)

http://www.netmoms.de/magazin/kinder/erziehung/trotzphase-10-erziehungstipps/

Hey, das Problem ist, dass du sie einfach falsch erzogen hast und sie jetzt schon vier ist. Wenn man vier Jahre machen konnte, was man will und das auch noch in diesem Alter, wird das sehr schwer. Ich habe selbst keine Kinder und kann dir deshalb sicher selbst keine guten Tipps geben, aber ich würde mal nach Erziehungsratgebern von angesehenen und sehr guten Psychologen schauen. Du musst das Kind umerziehen und wird sicher nicht sehr leicht.
Das wäre das einzige, was ich dir raten kann
LG

Cruzix1902 17.05.2017, 12:15

Was Annelein69 geschrieben hat ist eine gute Methode.

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perry012 17.05.2017, 15:15

Ich war auch mal si wie du und dann habe ich selbst Kinder gehabt. Glaub mir.eine Bilderbuch erziehung gibt es nicht und eine falsche Erziehung zu erschliessen durch eine Ferndiagnose ist das letzte. Kinder gehen durch Phasen. Manche schnell und manche langsam. Es hat auch mit der erziehung zu tun aber darauf zu schliessen nach EINER Frage ?

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wurstbemmchen 17.05.2017, 15:34

Das hat nichts mit schlechter Erziehung zu tun. Das sind einfach Entwicklungsphasen die jedes Kind mehr oder minder ausgeprägt durchmacht.

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Cruzix1902 17.05.2017, 15:53

Ich sage ja auch nicht, dass die gesamte Erziehung falsch ist. Genau so wenig habe ich eine "Ferndiagnose" gestellt. Niemand kann seine Kinder richtig erziehen, denn es gibt kein Richtig und Falsch in so einer Angelegenheit. Es ist die Erziehung und die Sache der Mutter. Die Mutter hat eine Frage gestellt, auf die sie Antworten hören will. Ich habe eine Antwort gegeben und meine Meinung geäußert. Mir ist es egal, was das Kind macht, denn es ist nicht meins. Ich habe nur eine Frage beantwortet.

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Du solltest ihr in diesem Falle nicht so viel Aufmerksamkeit schenken.

Schick sie nicht in ihr Zimmer sondern lass sie ruhig auch bei dir weinen.Je mehr du darauf reagierst,desto interessanter wird das für sie.Eventuell will sie damit auch ihren Willen durchdrücken.

Ignorier das Weinen.Das dauert eine Zeitlang,wenn sie aber merkt,dass die gewünschte Aufmerksamkeit ausbleibt,wird sie das Weinen auch einstellen.

Das sind schon kleine Schlitzöhrchen:-))die Kleinen.Auch schon in dem Alter.

Allyluna 17.05.2017, 13:34

Wieso gehen hier eigentlich so viele davon aus, dass das Weinen einzig und allein dazu da ist, um zu manipulieren?

Wer das glaubt, kann sich a) nicht mehr an seine eigene Kindheit erinnern und/oder hat b) keine eigenen Kinder in dem Alter.

Kinder weinen aus vielen Gründen und nur EINER davon kann Manipulation sein. Und selbst dann sollte man bei Vierjährigen nicht ignorieren. Was soll das denn ausdrücken? Du willst etwas - aber mir ist es egal? Kein Kind in dem Alter wird von sich aus umschwenken und sagen: "Oh, das Weinen hilft wohl nichts - dann werde ich in Zukunft vernünftig mit Dir reden, Mama." Das schaffen nicht mal alle "temperamentvollen" Erwachsenen!

 

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Sie versucht mir dem Weinen ihren Willen durchzusetzen. Da heißt es wirklich, Nerven behalten. Ignoriere das weinen. Was anderes gibt es nicht.

Das müsste glaub ich normal sein für kleine Kinder. Ich glaube das machen sie bis sie ungefähr 7,8 sind und merken auch wenn sie heulen bringt es nichts. Viel Glück:D

Wahrscheinlich hat sie mal durch das Heulen ihren Willen bekommen und probiert es jetzt immer wieder.

Auch wenn es schwer ist, einfach heulen lassen und ignorieren.

irgendwann erkennt sie, dass das Heulen nicht zum Erfolg führt und läßt es sein

Weil die Kleine Ihren Willen nicht bekommt.

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