Kind hat Geld geklaut - Wie viel zu Weihnachten noch schenken?

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43 Antworten

Ich würde ihn nicht zusätzlich bestrafen, indem man ihm das Weihnachtsfest entzieht, aber ihm auch nicht Geld schenken, wenn er dazu neigt es einfach auszugeben für irgendeinen Unfug bzw. das durch Stehlen schon bewiesen hat. Generell halte ich Geldgeschenke bei Kindern nicht für die erste Wahl weil sie auch oft noch nicht genug Verantwortungsgefühl im Umgang damit haben. Er sollte sich etwas wünschen dürfen, das aber einen bestimmten Betrag - vielleicht 20-30 Euro - nicht übersteigt, mehr aber nicht.

Ihn jetzt an Weihnachten ansonsten knallhart zu bestrafen indem man ihm nichts schenkt oder die Bescherung rauszieht etc. wäre auch ein Schuss in die falsche Richtung weil man damit die Ursache nicht bekämpft. Wenn ein Kind/ein Jugendlicher stiehlt, dann hat er irgendein seelisches Problem (was für eins maße ich mir nicht zu sagen an) & sollte deswegen auch behandelt werden, um dieses Problem zu beheben. Das erscheint mir wie ein Hilferuf nach Aufmerksamkeit oder so was...

Es ist auch in meinen Augen sinnlos das Weihnachtsfest damit zu verbinden. Dass er vor Weihnachten "überführt" wurde ist ja mehr oder weniger offenbar ein Zufall gewesen. Das eine hat mit dem anderen wenig zu tun.

Ich würde an eurer Stelle mit dem Jungen dafür in absehbarer Zeit einen Termin beim Psychologen vereinbaren, auch wenn ich von "Therapien" eigentlich wenig halte - vllt. kann ein Besuch beim Hausarzt bzw. Kinderarzt den der Junge kennt & dem er auch vertraut vorher die Hemmschwelle etwas einreißen, wo man vllt. auch ein paar gute Tipps schon kriegt (z.B. für gute Fachärzte oder Therapeuten) von diesem Arzt der am besten auch den Jungen schon etwas besser kennt!

Hoffe ich kann euch helfen - schöne Weihnachten wünsche ich trotz allem...

HarryKlopfer 20.12.2014, 21:02

Wer braucht den Psychologen? Das Kind oder die Eltern?

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Wie aus deinen Antworten zu entnehmen ist, wurde das Kind schon bestraft, bzw es muss das Geld zurück geben oder abarbeiten. Das ist sinnvoll und somit die Tat gesühnt. Weihnachte sollte man nicht zum Strafen nutzen, es ist das Fest der Familie und dann noch ein Kind ausgrenzen das erst 10 Jahre alt ist, schafft sicherlich mehr Probleme als einem lieb sein dürfte.

Es wäre zu überlegen ob das Kind genügend Taschengeld bekommt. Manchmal ist es für Kinder enorm hart, wenn Schulkameraden alles haben.

Dramatisieren würde ich die Sache nicht. Es gehört zur kindlichen Entwicklung mal etwas zu klauen und auch erwischt zu werden. Daran kann man lernen..

Erzählt dem Kleinen wie ihr als Kinder geklaut habt und bestraft wurdet und wie ihr euch dabei gefühlt habt. Kinder machen Mist und unterliegen manchmal Versuchungen. Das ist bei Erwachsenen oft auch nicht anders. Holt ihn da ab wo er mit seinen Gefühlen steht aber sagt ihm auch, dass ihr enttäuscht und traurig seid. Er hat geklaut, nutzt es als Lernaufgabe.

Ganz wichtig, führt das Kind nicht in Versuchung, last kein Geld rum liegen.

Warum legt ihr nicht für einen Wunsch Geld zusammen und legt das gemeinsame Geschenk unter den Baum?

HarryKlopfer 20.12.2014, 23:15

Wo ist das? Ich lege mich als Weihnachtsmann verkleidet unter dem Baum

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@ Autorenfreund

Interessante Kommentare die hier bei deiner brisanten Frage kommen.

Leider schreibst du nicht, welche Sanktionen sofort darauf erfolgt sind.

Ich denke dass so manches Kind mal das eine oder andere mitgenommen hat und sei es nur ein Bonbon, das sollte man nicht mit Diebstahl gleichsetzen. Aber man muss es ihm erklären, was es bedeutet, etwas zu nehmen, was einem nicht gehört.

Hier sage ich nur meine eigene Meinung und ich würde ihm KEIN Geld schenken zu Weihnachten und weist du auch warum nicht?

Er hat das Geld innerhalb der Familie entwendet und würde von mir noch belohnt werden, indem ich ihm Geld schenke.Das wäre für mich keine Sanktion. Eine Sanktion ist für mich eine spürbare Reaktion.

Nein. er müsste das von dem Geld was er bekommen würde, zurückgeben und zwar persönlich bei den Leuten und sich gleichzeitig entschuldigen. Das wäre das mindeste.

Das wurde noch nicht erwähnt. Da müsste er bei mir durch, ich denke das würde mehr ziehen, wenn man an sein Gewissen appelliert Auch dass die anderen sehr entäuscht sind und das nie von ihm gedacht hätten. Das überlebt er. .

Kinder sollten lernen, wenn sie etwas unrechtes getan haben, dass sie auch dafür geradestehen und sich dafür entschuldigen und den Schaden wieder begleichen.

Dann würde ich erst mal behutsam nachhaken, warum er das getan hat um den Grund herauszufinden.

Wenn das eine einmalige Sache wäre, die Sanktionen erfolgt sind, dann sollte der Fall abgeschlossen sein.

Aber bei mir müsste er in der nächsten Zeit seine überteuerten Wünsche etwas zurückschrauben und erst mal eine Weile sparen. Man tut seinen Kindern keinen Gefallen, wenn sie jeden Wunsch erfüllt bekommen.

Was spielt das für eine Rolle ob jetzt gerade Weihnachten ist, wenn man jemand "beklaut", dann würde man an anderen Tagen auch nicht anders handeln.

Ich würde ihn auch nicht ohne Geschenk im Regen stehen lassen, aber auf keinen Fall Geld, denn davon müsste er erst mal den Schaden begrenzen. Dann müsste er sich mit einem kleinen Geschenk zufrieden geben.

Kein Kind wird zurückgesetzt oder nicht mehr geliebt, wenn es etwas anstellt und es dafür die Konsequenzen trägt und dafür geradesteht.

Gesetzt den Fall so was würde wieder vorkommen, dann könnte er ja denken: macht ja nichts, ich muss da ja eh nicht dafür geradestehen. Aber so lernt er das nie und verlässt sich darauf, die Eltern werden das schon richten.

Drücke dir die Daumen, dass ihr eine gute Lösung findet.

Ich würde versuchen, einen Mittelweg zu gehen.

Geld würde ich vor diesem Hintergrund nicht schenken. Ich würde ihm ein paar der geringwertigeren Dinge, die er sich gewünscht hat, schenken. Aber Geld würde es von mir nicht geben, und ich würde ihm auch ganz ruhig und sachlich den Grund dafür erklären: nämlich, daß er gestohlen hat, daß er Menschen damit verletzt und ihr Vertrauen erschüttert hat. Das alles kann man so kindgerecht erzählen, daß er das verstehen kann (er ist mit 10 Jahren ja auch kein Kleinkind mehr). Er sollte erfahren, daß ER die Konsequenzen aus sowas selbst tragen muß.

Ich finde sowieso, daß ein Kind keine Geldgeschenke haben "muß", die das Budget einer kompletten Familie übersteigen. Wie soll er denn dann ein gesundes Verhältnis zu dem Geld entwickeln, welches in SEINEM persönlichen Umfeld vorhanden ist? Meine Eltern haben mir erklärt, warum ich kein eigenes Pony haben kann (was damals mein größter Wunsch war). Fand ich natürlich total blöd als Kind, aber ich habe es begriffen. Vor allem hat es mir geholfen, daß ich jetzt, als erwachsener Mensch, mit dem Geld, welches ICH zur Verfügung habe, umgehen kann, und nicht total erschrocken bin, weil ich eben dann auf einmal NICHT mehr ALLES haben kann.

Wurde der Junge überhaupt gefragt, warum er das gemacht hat? Oder bekam er Vorhaltungen über sein schlechtes Verhalten zu hören und "dass man das nicht macht"?

Sanktionen sind für die Füße. Besonders, da sie als Symptombekämpfung (oder den Versuch) dienen. Nicht aber, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Ich halte nichts von Erziehung, die bei vielen aus "Sanktionen, Grenzen setzen und Konsequenzen" besteht. Dafür fehlt im Gegenzug "Verständnis, eigene Grenzen zeigen, gegenseitiger Respekt und Vertrauen".

Ich würde ihm ein offenes Ohr anbieten und sagen, dass er mit mir reden kann, wenn ihn etwas bedrückt.

Kein Kind klaut ohne Not. Das muss noch nicht mal finanzieller Natur sein.

Hallo,

manchmal stehlen Kinder, weil sie zu Hause zu wenig Aufmerksamkeit bekommen:

  1. Ein Zweitgeborener: der Älteste ist immer gesprächsstoff, weil er z. B. das elterliche Betrieb übernehmen soll, der Jüngere genießt auch immer viel Aufmerksamkeit, weil er eben das Nesthäckchen ist ! Der Dritte im Bunde fühlt sich natürlich wie das berühmte fünfte Rad am Wagen !

  2. Die Eltern sind Berufstätig, und der Junge fühlt sich vernachläßigt, er bekommt nur Aufmerksamkeit in Form von Geld, also neigt er dazu, sich das anzueignen, was den anderen am wichtigsten zu sein scheint: Geld...

  3. Der Junge findet keine Annerkennung für seine Leistungen, also klaut er...

  4. Zu viele Erwartungen können auch Streß verursachen = Kaufrausch...

Usw...

Ich finde, man sollte nicht dramatisieren, aber auch nicht verharmlosen! Dem Jungen zu Weihnachten viel Aufmerksamkeit zu Teil kommen lassen und ihn auf einen schönen Ausflug mitnehmen.

Emmy

lieblingsmam 19.12.2014, 17:55

Genau, das ist viel wichtiger als irgendein Geschenk.

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Entdeckung 19.12.2014, 20:08

DH und zwar ein dickes und fettes ...

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HarryKlopfer 20.12.2014, 21:29

Nicht nur zu Weihnachten

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Normalerweise fände ich es auch ausreichend, wenn schon einmal bestraft wurde und das Kind auch zeigt, dass es ihm leid tut. Aber wenn ich lese, dass es sich trotz Aufforderung (die eigentlich nicht extra ausgeprochen werden müsste) nicht mal bei denen entschuldigt, denen es Geld geklaut hat, sehe ich da wenig Reue. Das klingt jetzt hart und klingt gleich noch härter, aber ihm tut eventuell nur leid, dass es erwischt wurde und "muss" nun halbwegs einsehen, um nicht alles schlimmer zu machen. Kinder sind ja nicht dumm.

Ich würde kein Geld schenken. Generell nicht und in dem Fall besonders nicht. Schenk ihm eine Kleinigkeit, nicht nichts. Sagt dem Kind ruhig warum— ihr habt ihm zwar erklärt, dass das, was es gemacht hat, falsch war. Aber ihr habt nicht das Gefühl, dass es ihm auch wirklich leid tut. Denn wenn man einsieht, dass man etwas Unrechtes getan hat, entschuldigt man sich wenigstens dafür. Das ist selbst ohne böse Miene und Unterton bitter. Aber was bitter ist, bleibt auch besser hängen.

Ich weiß das tut nichts zur Sache. Aber ich finde es schlimm, wenn man sich nicht mehr über Kleinigkeiten freuen kann. Und dass Geschenke in geringwertig und nicht geringwertig unterteilt werden. Ich hab als Kind auch nur "Kleinigkeiten" bekommen, mich aber riesig darüber gefreut. Nicht zuletzt, weil sich meine Eltern am meisten über das Freuen von uns Kleinen gefreut haben. Allein der geschmückte Tannenbaum war ein Riesen-Highlight für mich, genau wie das bloße Geschenkpapierzerfetzen! Das ich übrigens immer noch Wahnsinn finde und total gerne mache.

Boah, auch "nur" über neue Klamotten "nur so" hab ich mich irre gefreut! Auch weil dann auch an mich gedacht wurde. Mir tut fast weh für die Eltern, wenn ich lesen muss, dass die Sachen nicht gefallen haben und man sich deshalb nicht gefreut hat. Mann, ich hör jetzt besser auf, bevor mir die Buchstaben ausgehen. Wenn man nicht alles hat, lernt man auch kleine Dinge zu schätzen und kann sich über so was viel mehr freuen. Manche Kinder wissen gar nicht, was sie dadurch verpassen! So, jetzt bin ich aber echt fertig.

Ich wünsche euch trotzdem ein ganz doll schönes Weihnachtsfest!

"Profis" wird es, meiner Meinung nach, keine geben.
Jeder Mensch ist ein Individium, sollte es zumindest sein, daher hat auch jeder andere Ansichten und sieht andere Dinge als "richtig" und "falsch" an.

Weihnachten ist immer noch "ein Fest der Liebe", ein Fest, über das man sich das ganze Jahr über freut, vor allem als Kind.

Wie es bei euch mit dem Geld aussieht, weiß ich natürlich nicht, einerseits lese ich Sätze, wie:

Nun sollte er zu Weihnachten Geld bekommen, da er sich [...] die das Budget der kompletten Familie übersteigen würden

Da dachte ich Anfangs, dass ihr vielleicht nicht so viel Geld habt, aber kurz darauf las ich folgendes:

paar geringwertigeren Dingen, die er auch bekommt (CDs und Computerspiele fallen unter geringerwertige Geschenke.)

CDs, wenn ich bedenke, dass viele ca. 15€ kosten und Computerspiele es auch bis 80€ gibt, scheint es nicht so sehr an Geld zu mangeln.
Vor allem, da das Kind 8€ pro Woche (32€ im Monat) Taschengeld bekommt und sich im Grunde nichts selbst kaufen muss (weder Klamotten, Süßigkeiten etc.).

In die Erziehung möchte ich mich auch nicht einmischen, dazu habe ich außerdem nicht einmal das Recht dazu.

Ich würde, wenn man die 40€, die er anscheinend geklaut hat, verschmerzen kann, das Fest so feiern, wie es geplant war.
Die 40€ würde ich nicht von seinem Geldgeschenk abziehen (außer vielleicht, wenn er es von sich aus hergibt), sondern vom Taschengeld, da bekommt er statt 32€ vielleicht 15€ oder 20€.
Sollte wieder so ein Vorfall stattfinden, würde ich jedenfalls das Taschengeld mindern.

Einige "Tipps", die hier genannt wurden, zum Beispiel: Das Kind vom Fest ausschließen, Geschenke später geben, nichts schenken etc. würde ich nicht machen.
Davon hat niemand etwas, wenn man ihn vom Fest ausschließt.

Feste sollen gefeiert werden, nicht zerstört.

Dass Stehlen falsch ist wissen wir (und er wird es wahrscheinlich auch wissen), falsche Dinge wird er noch oft genug machen und da ist er nicht der einzige.
Konsequenzen gab es und wird es geben, aber das Fest muss man nicht gleich für ihn zerstören.

Für mich passt dazu ein altes Sprichwort:

Man muß die Feste feiern, wie sie fallen.

Ich glaube du verstehst überhaupt nicht was in dem Kind los ist. Schon wieder denkst du materiell. Das Kind schafft sich Ersatzbefriedigung weil er nicht genug Aufmerksamkeit oder Liebe bekommt. Für ihn gibt es nicht viele Möglichkeiten der Entfaltung, entweder wird er strank krank oder sucht sich einen solchen subtilen Ansatz. Es geht hier nicht um Geld, es geht um Anerkennung, Wertschätzung und Zuneigung. Du denkst schon wieder, wir können leider nicht mehr Geld aufbringen, weil es das Budget sprengen würde.

Hast du ihn mal gefragt, was er sich wünscht? (abgesehen von materiellen Dingen) Ich würde ihm ein Ereignis schenken. Geht doch alle miteinander Schlittenfahren und er darf bei einigen Sachen die Verantwortung übernehmen. Er darf selbst Sachen entscheiden. z. B. Schlittenfahren und er darf sich zwischen zwei Orten entscheiden.

Mach ihm bewusst, das man auch ohne Geld glücklich sein kann bzw. Geld zwar nett ist um sich Dinge zu erfüllen, der Mensch aber auch ohne glücklich sein kann. Führ doch Rituale ein, z. B. jeden Freitag abend wird Pizza gemeinsam gebacken und belegt.

Ich denke das wird ein längerer Prozess, er wird es dir sicher mal danken.

Als erziehungsprofi würde ich mich nicht bezeichnen, aber ich könnte ja trotzdem einmal versuchen dir bei deiner frage zu helfen:

Also in meinen augen sollte man das ganze aus sicht des kindes sehen; aus welchen gründen hat das Kind geklaut und woran liegt es dass er überhaupt dazu gekommen ist? Ich würde das Kind jetzt nicht noch mit einem Geldgeschenk beglücken, sondern eher mit etwas materiellem und sinnvollen. Da das Kind sich schon etwas "gegönnt" hat, was es eigentlich nicht hätte tun dürfen, finde ich sollte man dem Kind nicht noch etwa dazu beisteuern, denn erst soetwas fördert die gier nach Geld.

Möglicherweise könntest du das Kind auch dazu bewegen, das Geld was es bekommen sollte der Familie zurück zu zahlen und somit seine "schulden begleichen" kann. Es wäre zumindest das richtige und das Kind hätte seine Lektion ja wohl eindeutig gelernt, es sei denn, es hat psychotische hintergründe weshalb das Kind klaut.

Was man letzteres dagegen tut und wie das geschenk nun aussieht muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber ein Geldgeschenk halte ich an dieser Stelle für völlig fehl am platz.

LG MakeARainbow

Was wären denn bei dir "geringwertige Geschenke"? Und selbst wenn es nur eine CD sind oder ein PC spiel: Langt doch. Weihnachten muss man nicht mit Geschenken überschüttet werden. Geld würde ich einem 10 jährigen gar nicht schenken.

Und kommt so was mal wieder vor das er klaut: Er wird ein Sparbuch haben, davon kann er es zurückzahlen. Ansonsten Taschengeld um ein Viertel kürzen. Oder "abarbeiten" lassen. Er muss dann halt über das normal Maß hinaus bei der Hausarbeit helfen, aber nicht soviel das es in Sklaverei ausartet.

Autorenfreund 19.12.2014, 18:00

CDs und Computerspiele fallen unter geringerwertige Geschenke. Die über hundert Euro kann sich keiner mal eben aus dem Ärmel schütteln und so sind gerade solche Sachen nicht machbar. Ich weiß ja nicht wie andere Eltern ihren Kindern ne Playstation 4 oder ne Xbox One oder nen neuen Computer aus dem Ärmel schütteln können, aber sowas ist hier halt nicht drin...

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Nordseefan 20.12.2014, 14:30
@Autorenfreund

Und muss auch nicht sein. ( Auch dann nicht wenn das Geld da ist; aber das ist wieder ein anderes Thema)

Dies Art von Geschenken reicht völlig aus, kann mich auch nicht erinnern als Kind Geschenke im Wert von 200 Mark bekommen zu haben.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 17:06
@Nordseefan

200 Mark waren auch mehr Wert, als 200 Euro.

Aber du hast natürlich Recht. Nicht der Materielle Wert eines Geschenk zählt.

Aber unmaterielles ist natürlich schwer zu schenken, da muss man lange überlegene, weil es von Herzen kommen soll.

Verschenk Liebe in Form von was, kein Geld in Form von was.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 16:50

Das ist schonmal ein guter Ansatz " Einem 10jährigen schenkt man kein Geld"

Stattdessen lässt man ihn Geborgenheit spüren . Oder schenkt ihm Dinge, die ihm zeigen, dass du als Elternteil ihn kennst, und die ihn glücklich machen.

Und das muss nichts für 500Euro sein - da musst du dir Gedanken drüber machen ! Das würde er dir 10 mal höher anrechnen als nen Porsche zu Weinachten.

Gleichzeitig ist es ein besserer Erziehungsgedanke.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 16:59
@DeutscherFritz

Und ich bezweifle, dass ihr euren Sohn so kennt.

Eine kleinigkeit reicht wie gesagt aus, die kommt von herzen, die habt ihr ihm von den Lippen abgelesen, und dann freut der sich ein Bein ab.

Und DANN ! nehmt ihr ihn später in den Arm, lasst ihn Liebe spühren, und DANN erst, ist die Zeit einer ruhigen und besonnen, keine kritischen, Lehrstunde gekommen.

Das nimmt er sich zu herzen, NUR aus dem Grund, weil ihr ihn wieder in eure Mitte gestellt habt.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 17:01
@DeutscherFritz

Kritik prallt an ihm ab wie blabla an der Kloschüssel. Das treibt ihn nur noch weiter von euch weg. Er wird euch auch nicht sagen was los ist. Das kann der garnicht. Aber er fühlt sich wohl noch euch vernachlässigt was die Geborgenheit, Zuwendung, und Liebe anbelangt.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 17:03
@DeutscherFritz

Die Lehrstunde finde am besten erst ab folgeabend statt. Besser auf keinen Fall während seiner Freudenzeit. Das versauts ihm nur. Und wieder prallt eurer blabla ab. Komm dem nicht dumm, dann hört er euch zu.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 17:19
@DeutscherFritz

Und für Anerkennung und Dazugehörigkeit, tut ein Kind alles !!

Das ist das Wichtigste für ihn !

Hier herrscht diesbezüglich ein Defizit vor.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 17:21
@DeutscherFritz

Das schlimmste was man machen kann, ist ein Kind in dem Alter nicht für Voll nehmen. Das ist für ihn schlecht und führt unweigerlich zu Reiberreien in jeglichen Erscheinungsformen.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 17:22
@DeutscherFritz

Seit immer für ihn da, lasst ihn das spühren, aber verkauft ihn nicht für dumm, sondern nehmt ihn für vollwertig !

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HarryKlopfer 22.12.2014, 11:35
@DeutscherFritz

Hi deutscher Fritz! Könntest du mir das auch ins Gesicht sagen, was du da bzgl. Wohnung von dir gegeben hast? Wenn du willst, können wir uns treffen! H. Klopfer

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Nur um eine Aufklärung zu geben:

Ich habe hier nicht um Erziehungsratschläge gebeten, wollte weder wissen, wie er bestraft werden sollte, noch wie man ihn erziehen sollte, ob er einen Psychiater braucht oder was auch immer.

Wie viel Liebe, Zuneigung und Aufmerksamkeit er bekommt, wie viel die Eltern mit ihm und seinen Schwestern unternehmen und welche Probleme er hat, was ihn bekümmert und wie er lebt, habe ich hier ja auch nicht weiter aufgeführt, denn das ist nichts, was man im Internet klären könnte oder sollte.

Ich wollte nur wissen, was ihr davon haltet, ihm Geld zu geben und sonst nichts. Mag sein, dass das den meisten zu oberflächlich und kalt erschien, aber es ging ja auch nur um diese eine Frage und nicht um die ganze Erzieherei, die Liebe zu dem Kind und dem grundsätzlichen Umgang mit der Situation, auch wenn viele das gern aus der Fragestellung herauslesen würden. Ich fürchte ich habe mich durch die Antworten von Euch dazu verleiten lassen, tiefer in dieses Thema einblicken zu lassen und zu viel Interpretationsfreiraum zu schaffen. Es ist aber interessant, dass aus der Frage der Tante nach dem, was sie schenken soll, gleich eine kinderschädliche Erziehung abgleitet wird, ein liebloses Elternhaus und ein armes gequältes Kind.

Ich habe die Einsicht gewonnen, hier niemals wieder in sochen Fällen zu fragen, denn die richtige Antwort zum richtigen Geschenk bekam ich von seinen Eltern und Großeltern gemeinsam und es war definitv die richtige Wahl. Kindererziehung ist ein offensichtlich ein brandheißes Thema und sollte von Menschen ohne Kinder definitiv nicht angesprochen werden.

Frohe Weihnachten Euch auch.

HontaYO 27.12.2014, 19:54

Auch wenn ich nicht direkt geantwortet habe: Ich hab ein "Kind", das inzwischen 25 Jahre alt ist, aber Meinungsfragen gehören insbesondere hier auf GF eher ins Forum und du hast ein Riesenglück, dass deine Frage nicht gelöscht wurde - nur als Tipp fürs nächste Mal... :) Ich glaube dir aufs Wort, dass du es nur gut mit deinem Neffen meinst - darum alles Liebe für euch als Familie... :) Gruß, Elsie

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Regelmäßiges Taschengeld in der für das Alter üblichen Höhe wäre angebracht. Auch zu Weihnachten kann er Geld bekommen, nur sollte es nicht extrem viel sein.

Autorenfreund 19.12.2014, 17:47

Er kriegt Taschengeld.

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Energiefan01 19.12.2014, 18:35
@Autorenfreund

...........und warum nennst du den Betrag nicht, ist wohl zu wenig ?

..............und was muß er davon dann selbst bezahlen?

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Autorenfreund 19.12.2014, 18:52
@Energiefan01

Nicht, dass es Dich was angeht, aber er bekommt 8 Euro die Woche und muss nichts selbst kaufen, weder Kleidung, noch was zu lesen, noch Süßkram (der Schrank zuhause ist teilweise noch mit den Sachen von Ostern gefüllt).

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Miramar1234 20.12.2014, 11:46
@Autorenfreund

Dann ist er übersättigt! Unbedingt einschränken.Acht Tacken Taschengeld für einen 10 Jährigen in der Woche,für etwas sinnvolles,wenn er es denn kauft oder spart ist in Ordnung.In diesem Falle würde ich maximal 20,.geben,aber im Monat und im Voraus.Weg ist weg....so lernt er.Überhaupt gäbe es Ansätze die Erziehung anders zu gestalten.Allerdings würde ich Weihnachten das Thema nicht anschneiden.Die Tatsache das Süßkram gekauft wird,obwohl welcher vorhanden ist,läßt mich einerseits an Verwöhntheit denken,aber auch an Trost ,den er sucht. Bitte mal jetzt das Gespräch suchen,fragen,warum genau jetzt so ist,und nachbohren. Kinder in dem Alter würde ich mit Ausflügen ,Ansprache und Nähe belohnen, weniger mit Geschenken.40,.Euro bei mehreren Personen...da geht es weniger um den Betrag,sondern um Vertrauen,Ehrlichkeit...und er muß lernen,das eine Geldbörse,die da liegt...niemals etwas ist,woran man geht.Mit 10 ,sicher erfolgreich möglich.Laßt mal einen fünf Euro Schein hinterm Flurschrank rauslugen....so testet Ihr die Ehrlichkeit.Vielleicht kommt er ja und sagt ich hab fünf Euro gefunden. Das wäre ein Erfolgserlebnis.Ist der Schein weg,warten und ihn dann bei Gelegenheit knallhart ins Gebet nehmen.Ich wünsche Euch ersteres.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 22:47
@Miramar1234

Genau. Weihnachten ist unantastbar - dem Kind zu Liebe.

Hier sagte schon jemand was richtiges "Feiert die Feste so, wie sie fallen"

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Goodnight 21.12.2014, 05:43
@Autorenfreund

8 Euro pro Woche für ein Kind von 10 Jahren und es muss nichts selber bezahlen?! Das Kind hat keinen Bezug zu Geld oder materiellen Dingen und den Eltern scheint Erziehung ziemlich egal zu sein. Wofür bekommt es Taschengeld, wenn es nicht eingesetzt wird?

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So wie du es, auch in den Kommentaren beschreibst, hat er seine 'Strafe' ja schon bekommen. Er hat die Strafpredigt erhalten, muss 'arbeiten' und Geld zurückzahlen.

Es ist ja nun quasi zufällig, dass relativ nah am Aufdecken der Tat Weihnachten vor der Tür steht.

Warum soll dieses Fehlverhalten denn das Fest überschatten. Wer hat etwas davon? Und welchen erzieherischen Wert soll das haben?

Was ist denn mit den schönen Werten von 'Verzeihen können?' Gerade an Weihnachten wird das doch so gern gepredigt.

Ich würde das Fest so 'normal' wie möglich feiern und ihn nicht auch noch dabei in die Ecke stellen. Ein Gutschein für eine Unternehmung seiner Wahl und ein Buch, vielleicht passend zum Thema, wäre meine Idee.

Er ist 10 Jahre und ihr seid eine fürsorgliche Familie keine Feinde.

Ich würde das so machen: Bei der Bescherung erst mal gar nichts geben, damit er erst mal richtig zum nachdenken kommt und Ihm die Geschenke 1-2 Stunden Später geben. (((Ich weiß das ich ein mieser A.. Bin, Spart euch die Kritik)))

davidgarrett 19.12.2014, 18:01

1 zwei wochen wären gescheiter und ja ich meine das ernst

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frosting2 19.12.2014, 18:02

Das ist die Beste Idee, man muss ihm beim überreichen des Geschenkes nur noch sagen warum er es erst jetzt bekommt und das er es auch nur bekommt wenn er nicht mehr klaut.

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DeutscherFritz 20.12.2014, 16:53
@frosting2

Das wird ihn wütend machen, dann traurig, dann fühlt er sich noch mehr ausgestoßen, allein, wird euch hasse, das Verhältnis leidet weiter, und ihr verliert euren Sohn.

Nicht nur deswegen - in der Vergangenheit wird es n haufen Dinge gegeben haben, die ihn erst zu der Tat haben schreiten lassen.

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Er sollte gar nicht bekommen. Und zurückzahlen sollte er auch - im Rahmen des Taschengeldes.

Wofür hat er das Geld denn ausgegeben? Wenn noch Spielsachen oder so da sind - pack sie ein und schenk sie ihm "offiziell". Wenn es Süßkram war - schenk ihm entsprechende Fotos mit dem Hinweis, dass er die leider schon gegessen hat.

Dazu eine schöne Karte, in der du nochmals festhältst, was er wem geklaut hat. Was ihr ihm schenken WOLLTET (damit er kapiert, was ihm dadurch entgangen ist). Den gestohlenen Betrag zieht ihr ab. Und den Rest verteilt ihr als Schadensersatz an seine "Opfer". Legt eine Liste dazu, wie er sich stattdessen was VERDIENEN kann - Haushalt, gute Noten usw. und gebt ihm die Chance, das auch zu tun.

Ob er jetzt gefrustet oder todtraurig oder tief verletzt reagiert - da muss er durch! Ihr alle musstet diese Gefühle auch durchstehen, und Mitleid halte ich für übertrieben. Wenn er es wirklich bedauern WÜRDE, hätte er längst angeboten, auf Geschenke zu verzichten oder es anderweitig wieder gut zu machen, oder???

Autorenfreund 19.12.2014, 18:09

Jepp, der Junge hat über 40 Euro gepflegt in Süßkram angelegt. Vermutlich wird es ihm wirklich abgezogen und vor seinen Augen den beklauten gegeben. Mal sehen, wie sich der Familienrat einigt.

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taigafee 19.01.2015, 02:25
@Autorenfreund

Na der hat doch Kummer in sich reingefressen. Eine Scheidung kann noch so glatt verlaufen, sie hinterlässt doch Narben.

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Wenn er Taschengeld bekommt monatlich anteilmäßig den Betrag abziehen den er gestohlen hat.

DeutscherFritz 20.12.2014, 16:41

Das nützt nichts, weil die Ursache woanders liegen wird.

So stößt man den Jungen, in seiner Gefühlswelt, nur von sich weg. Sondert ihn aus, bestraft ihn immer wieder.

Ohren hat der. Einmalige Worte sollten reichen. Wenn das nichts bringt, muss man woanders ansetzen, aber nicht durch wegnehmen von irgendwas,

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suckmycockbitch 20.12.2014, 19:52
@DeutscherFritz

Klar, man muß den Bengel noch belohnen und die Geschädigten haben halt Pech gehabt. Später gehts dann genau so weiter, denn auch in der Justiz gilt leider viel zu oft das Motto "erst der Täter, dann das Opfer".

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Hallöchen, ein sehr heikles Thema, über das man sich echt streiten kann... ich würde sagen du musst es selbst entscheiden... ich würde, auch wenn der Schock bei dem kleinen tief sitzen würde nur kleine, alltägliche Geschenke schenken, wie Klamotten. Es kommt ganz darauf an, wieviel er geklaut hat. Man kann auch gänzlich auf Geschenke verzichten, was bei ihm aber einen bleibenden Schaden hinterlassen würde. Oder schenkt ihm das Geld und sagt, dass er es sinnvoll ausgeben soll und macht ihm klar, das man seine Fehler begleichen muss! Er sollte das Geld zurückzahlen!

Deine Sunnycat13

Zunächst einmal: @DeutscherFritz, ich habe diese Frage durch Zufall gefunden und bin absolut entsetzt, was ich hier oben als meistgedeäumelte Antwort finde. Ich bin sehr froh über Deinen Kommentar unter all diesen Beifallsbekundungen fragwürdiger "Erziehungsprofis" hier - ich hätte niemals für möglich gehalten, dass das Unverständnis über die pädagogischen und psychologischen Hintergründe von Situationen wie der oben beschriebenen bei so vielen Leuten dermaßen groß ist.

Vielen Dank für die Platzierung Deines Hinweises auf die anderen "99% des Berges" an dieser Stelle. Man muss sehr blind sein, um diesen "Rest" nicht wahrzunehmen. Der Junge hat bei solchem Denken in der Gesellschaft allen Grund, so deutliche Signale zu senden.

An alle anderen oben unter der höchstgedäumelten Antwort: Informiert euch, bildet euch, lernt pädagogisch zu handeln und übt euch in psychologischem Denken. Was eine von euch befürwortete "Bestrafung durch Entwürdigung und persönliche Verletzung" an der Psyche eines Kindes bewirkt, das ohnehin bereits durch Verhaltensauffäligkeit (stehlen) versucht, auf seelische Problematik aufmerksam zu machen, könnt ihr in eurer Inkompetenz gar nicht ermessen - und erst recht nicht verantworten. Die Folgen badet der Junge dann allein aus - und wieder wird man dann völlig verständnislos auf das noch auffälligere Verhalten reagieren, das folgen wird.

"Zur Strafe nur einen Schlafanzug zu Weihnachten schenken - am besten in Rosa, wenns ein Junge ist..."

Dieses Kind wird den Eltern nach "Vollzug" einer solchen Entwürdigung wegflutschen wie ein Stück Seife. Ein übler Rat für die Eltern, wenn man bedenkt, dass sich der Junge bereits in der Vorpubertät befindet! Die dann entstehenden weiteren Krisen und Probleme fallen hier dann auf ein bereits zerstörtes Eltern-Kind-Vertrauen. In der Pubertät ist aber dieses Vertrauen der seidene Faden, der für alle Fälle auch in schwereren Krisen halten muss, wenn man sein Kind gut durch die Pubertät begleiten möchte - und verhindern will, dass es entgleist. Ein zerstörtes Verhältnis zum Kind ist ein hoher Preis für dieses pädagogische und menschliche Unvermögen. An solche Maßnahmen erinnern Kinder sich noch, wenn sie 40 sind.

Er könnte in 3 Jahren bereitwillig lieber mit jedem I*dioten kiffen und saufen gehen als sich mit irgend einer persönlichen Problematik noch nach Hause zu trauen. Mit derartigen Maßnahmen wie den oben beschriebenen wift man dem Jungen jetzt bereits Türen zu, die er später noch dringend zum "Wiederkommen" bräuchte - was immer da dann los sein könnte.

Vertrauen und Orientierung, die in der Pubertät gut funktionieren sollen, baut man mit dem Kind in den Jahren davor auf, uns zwar seit dem Kleinkindalter bereits - später ist es zu spät. Bei dem Unverstand, den Erwachsene bezüglich psychologischer Themen in der Erziehung an den Tag legen, ist es kein Wunder, dass so viele Kinder und Teenager so problematisch sind und mit den tieferen Ursachen für ihr Verhalten so allein dastehen.

Er ist nicht mein Sohn, aber wenn ich diese Geschichte so lese, würde ich gern mal selbst mit ihm reden - und dann aber auch mit den Eltern.

Lieber @Autorenfreund, lasse Dich bitte nicht durch Leute inspirieren, die hier offenbar kein Problem mit der Anwendung eines mittelalterlichen Prangers haben. Soweit ich weiß, gab es selbst bezüglich des Prangers ein Gesetz, das verhinderte, dass diese Prozedur an Kindern angewendet wurde. Bediene Dich im Sinne Deines Sohnes der modernen Psychologie und Pädagogik.

Wenn ein Kind aus "inneren" Gründen ein äußeres Mittel gebraucht, das ihm die benötigte Aufmerksamkeit verspricht - und wenn man es dafür auf diese Weise bestraft - dann hat das Mittel den Zweck nicht erfüllt. Das Problem, auf das da aufmerksam gemacht werden sollte, geht aber nicht von selbst weg, sondern es wächst noch - und er wird demnächst drastischere Mittel entwickeln, sich bemerkbar zu machen. Ein Kind, das sich jetzt schon ungeliebt und unverstanden fühlt, wird irgendwann auch den Rest auf eine Karte setzen und immer höheren und riskanteren Einsatz haben, bis zur Selbstschädigung, um zu sehen, was es wert ist - und wem überhaupt.

Trennt Weihnachten und Diebstahl thematisch voneinander, lasst für den Jungen Weihnachten sein, gebt ihm diese Freude und Wertschätzung, er kann sie gebrauchen. Wer sich wertgeschätzt fühlt und eine konstante Zuverlässigkeit bezüglich Aufmerksamkeit und Zuwendung erlebt, muss nichts stehlen, damit er sich gut fühlt.

Es ist in eurer Verantwortung, in behutsamen und ruhigen Gesprächen mit ihm herauszufinden, was da in seinem Empfinden bezüglich seiner Umgebung (und mit welchem Gefühl er vor dieser steht) nicht in Ordnung ist. Hört ihm gut zu und lasst ihn reden - und lasst ihm auch straffrei Gelegenheit, vorher gemachte Aussagen (z.B. darüber, was er mit dem Geld gemacht hat und warum) noch einmal zu korrigieren. Straft ihn dann nicht auch noch wegen Lügen, sondern lobt ihn für seinen Mut, die Dinge doch noch richtig zu stellen.

HontaYO 21.12.2014, 09:09

DH ! :)

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notknowing 27.12.2014, 15:09
@Buntfisch

@Miss MarpelGown: schön, dass du Dir die Mühe gemacht hast... ich hatte auch kurz überlegt, doch dann dachte ich: wo fängt man bei so viel Stumpfheit an.... Unglaublich die Lust auf Strafe bei "Fest der Liebe"....

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MissMarplesGown 27.12.2014, 15:48
@notknowing

Dankeschön, notknowing. Die Hälfte meiner Beiträge ist hier während der Feiertage regelmäßig gelöscht worden. Es ist hoffnungslos, hier als Pädagogin zu schreiben - auch, wenn oben doch danach gefragt wurde - siehe meine Beiträge weiter unten in dieser Frage.

Ich habe aufgegeben, hier einen pädagogischen Blickwinkel vermitteln zu wollen. Hier fehlen sämtliche Grundvoraussetzungen zum vollständigen Erfassen der Problematik, die Leute bleiben an dem "Straftatbestand" und ihren "Bestrafungs"-Fantasien hängen und sind offenbar nicht bereit und in der Lage, auch noch darüber hinaus zu denken und zu sehen. Hier würde aber sinnvolle und wirksame Pädagogik überhaupt erst anfangen.

Dieser Thread ist absolut gruselig. Sollten ratlose Eltern in ähnlichen Situationen tatsächlichen päd. Rat suchen: Bitte schreibt mich für ein Telefongespräch direkt an, ich nehme mir Zeit dafür. Auf GF gehören Pädagogik und Psychologie offensichtlich zu den Bereichen, die gern zugunsten überlieferter "Traditionen" und althergebrachter Überzeugungen aus jeder Diskussion ausgeschlossen werden.

Eines noch an alle, die sich hier so vehement sperren, fachlichen Rat mit einzubeziehen: Es geht in solchen Fragen NICHT um Schuld - auch nicht um Schuld von Eltern und Familie. Unwissenheit bewirkt Fehlverhalten, das ist nun einmal so. Wo viel Verantwortung ist, geschehen Fehler. Wichtig ist nur, dass Eltern und Familen die Bereitschaft haben, sich mit diesen ernsthaft auseinander zu setzen.

Es geht in päd. Fragen schlicht gesagt um KORREKTUR von Fehlverhalten bei Kindern UND Eltern - um den Kindern zu helfen und ihnen eine SINNVOLLE und FUNKTIONIERENDE Orientierung geben zu können - und damit ihre Entwicklung positiv verlaufen kann. Oder positiver als zuvor.

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HontaYO 27.12.2014, 16:58
@MissMarplesGown

Ich finde es schön, dass du da bist - andere wenige eingeschlossen - die werden es wissen... :) :)

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