Kind diskutiert fast täglich wegen Kindergarten

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mit zwei in den kindergarten kann eigentlich nur aus wirtschaftlichen interessen sinn machen. für die erwachsenen, versteht sich. kinder würden am liebsten zuhause bei der familie bleiben. mich wundert das verhalten deines sohnes überhaupt nicht. wenn kinder genügend nähe bekommen, sind sie eines tages satt und marschieren noch so gerne in die welt hinaus. zwingt man sie aber schon als kleinstkinder von der mutter weg, weinen sie ihr ein leben lang nach. nimm dir so viel zeit wie es geht für den kleinen.

Ohhh - das kenne ich. Wir haben auch alles mögliche versucht, aber richtig gerne ist er da nicht hingegangen, aber irgendwann auch ohne Theater. Zwei Dinge haben uns geholfen: erstmal haben wir herausbekommen, was ihm im Kindergarten nicht gefallen hat. Das diskutiert man am besten nicht am Morgen, sondern bei guter Laune in einem ruhigen Moment am Nachmittag, wenn das Kind etwas offener ist. Dann haben wir mit der Erzieherin darüber gesprochen. Für das Kind ist es wichtig zu sehen, dass du als Mutter dieses Anliegen ernst nimmst und auch was ändern willst, dass du aber nicht die Tatsache an sich (nämlich dass er in den Kindergarten muss!) ändern kannst und willst. Ebenfalls in einer ruhigen Stunde haben wir besprochen, dass wir gemeinsam überlegen wollen, wie er das lernen kann, morgens ohne Theater loszukommen. Also nicht: du nervst, weil du nicht loswillst, sondern: ich verstehe, dass du das nicht so gut kannst und will dir helfen, dass zu lernen. Bei uns gab es dann einen Wochenplan - wenn es morgens gut geklappt hat, wurde ein Smiley mit fröhlichem Gesicht reingemalt, sonst einer mit neutralem oder traurigen Gesicht. Für eine Woche fröhliches Gesicht gab es eine (klitzekleine) Belohnung. Und meine Haltung war immer: hej, du kannst das lernen. Selbst ein vierjähriger kann so eine "Verhandlung" schon verstehen. Ich hab meinem dann die Frage gestellt: was könnten wir denn tun, um das für dich einfacher zu machen? Da hatte meiner auch irgendeinen Vorschlag, den wir dann umgesetzt haben (ich weiß aber nicht mehr welchen). Mach das zu einem gemeinsamen Projekt!

Ach, und die Belohnung fand mein Sohn dann überhaupt nicht mehr wichtig - sondern die Tatsache, dass er es geschafft hat!

Nehmt es mir nicht übel, aber die Folgen von dieser Kuschelpädagogik (ich muss meinem Kind gerecht werden und alles mit ihm diskutieren) hatte ich in der Schule jeden Tag vor Augen. Natürlich ist es wichtig herauszufinden, ob etwas vorgefallen ist und das dann auch zu klären. Aber eine gewisse Disziplin MUSS sein. Sonst enden diese Kinder als Hartz-4-Empfänger, weil sie nicht gelernt haben, dass man manchmal auch über seinen Unwillen hinweg gehen muss. Ich hab auch nicht jeden Morgen große Lust, aufzustehen.

Wer sagt denn, daß man alles mit dem Kind diskutieren soll? Das hat hier nie jemand behauptet.

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@ErsterSchnee

Wenn ich zwischen den Zeilen lese, höre ich da so einiges raus. Glaub mir, die Folgen von dieser Erziehung habe ich täglich vor mir sitzen gehabt. Und viel viel Zeit mit völlig beratungsresistenten Eltern verplempert.

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Kind wird im Kindergarten gemopt

Hallo meine Tochter fast 4 geht seit einiger Zeit ungern in den Kindergarten erst nach und nach habe ich von ihr erfahren das sie dort immer geärgert wird gestern ist sie sogar mit einen blauen Auge nach Hause gekommen! Es hat lange gedauert bis sie mir unter Tränen erzählt hat das es ein anders Kind war und sie schon länger immer geärgert gehauen geschupst und bespuckt wird! Heute Morgen habe ich mit der Erzieherin und der Leiterin gesprochen die sagten mir sie hätten das auch schon gesehen aber das Problem ist das meine kleine nichts sagt sie weint nicht geht nicht zu den Erziehern sondern läßt alles über sich ergehen! Wir haben ihr gesagt das sie sich ruhig wehren darf oder laut weinen oder schrein damit die Erzieher das hören doch sie sagt nur "Nee mache ich nicht dann wird es nur schlimmer" Mir bricht es so das Herz weiss jemand was ich tun kann???

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Erzieherinnen überfordert?

Hallo an alle,

das Kind einer Bekannten von mir besucht seit ca. 2 1/2 Jahren den Kindergarten. Bis jetzt gab es keine Probleme im Kindergarten. Letzten Mittwoch wurde das Kind "zur Strafe" in einer anderen Gruppe geschickt, weil es mit einem anderen Kind seiner Gruppe Quatsch gemacht haben soll. Man hat auch versucht die Mütter beider Kinder am selben Tag telefonisch zu erreichen, was nicht ging da beide arbeiten. Erst nach drei Tagen hat man meiner Bekannten um ein Elterngespräch erbittet, obwohl sie täglich das Kind früh morgens dort bringt und auch abholt, was ich damit sagen will ist dass die Mutter des Kindes täglich von den Erzieherinnen gesehen wird. Heute gab es ein Gespräch mit der Direktorin und beiden Eltern des Kindes. Das Gespräch lief darauf hinaus, dass es angeblich in der Gruppe 4-5 Kinder (Jungs) gibt die die ganze Gruppe stören würden. Man wolle diese Kinder in den drei anderen Gruppen des Kindergartens verteilen. Auf die Frage der Mutter ob ihr Kind böse sei, andere Kinder hauen würde oder ob es nicht mitmache was die Erzieherinnen ihm sagen, wurde alles verneint. Es hieße nur diese 4-5 Jungs würden den ganzen Tag zusammenhängen und einer den anderen zum Blödsinn anstiften.

Die Frage ist nun was können die Eltern dieses Kindes unternehmen? Die Eltern sind kategorisch dagegen dass das Kind weder die Gruppe noch den Kinderkarten wechselt, da sie befürchten es würde psychische Probleme beim Kind auslösen mitten im Kindergartenjahr. Außerdem ist es das letzte Kindergartenjahr, September wird es die Schule besuchen. Für sein Alter ist das Kind intelligent, lieb und feinfühlig, das haben die Augenärztin, Kinderärztin und Ergotherapeutin des Kindes bestätigt. Auch hat das Kind einige male die Mädels seiner Gruppe gefragt ob er mitspielen darf, was verneint wurde.

Tatsache ist auch dass seit dem neuen Kindergartenjahr 2012/13 die Kindergartengruppe des Kindes neue Erzieherinnen bekommen hat. Für mich sieht es so aus dass die Erzieherinnen völlig überfordert sind und den Überblick verloren haben, oder sie wollen es sich einfach machen. Wir sind doch hier im Kindergarten, wie soll es in der Schule aussehen? Auch finde ich es so eine Art "Kindes-Diskriminierung". Sollen die Eltern juristischen Rat holen?

Danke.

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