Kind bekommt einen Wutanfall auf der Straße mit der Erzieherin?

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10 Antworten

Das würde ich vorher klären. Schau ihm ins Gesicht und wenn es dir zuhört klare Regeln verkünden und diese auch unbeding selber befolgen.

Wir gehen jetzt nur spazieren, wenn du dich benimmst: "Du bleibst nah bei mir und hälst meine Hand fest. Wenn du das nicht machst, beenden wir den Spaziergang sofort und du darfst nächstes mal nicht mehr mit (so oder ähnlich) formulieren. Ich möchte nicht, dass ein Auto dich umfährt und verletzt. Wenn du das nicht hinbekommst bleibst du zuhause, so einfach ist das."

Das darf keine leere Drohung sein. Eine zweite Person mitnehmen oder gleich in der Gruppe starten. Die anderen Erwachsenen sollten eingeweiht sein. Das Kind ggf. bei Fehlverhalten sofort heimbringen. Ganz in Ruhe und ohne Zirkus, und den anderen hinterherwinken - notfalls nach Hause tragen. Alle anderen beenden natürlich den Spaziergang. Beim nächsten mal, alle mit großem Trarah verabschieden und dann traurig zu dem Kind sagen: "Ach, die gehen alle jetzt so schön gemeinsam spazieren, aber wir müssen leider hierbleiben, weil du immer wegläufst."

Das ist eine schwierige Situation. Ich mein ist es innerhalb einer Kindergartengruppe, also 16 Kinder mit zwei Erziehern unterwegs oder warum ist die Erzieherin mit dem Kind, bzw zwei Kindern alleine unterwegs?
Wichtig ist tatsächlich die Vorbereitung.
Mit den Kindern die Regeln im Straßenverkehr besprechen. Nie mit "du sollst nicht auf die Straße rennen" beginnen sondern "ich möchte das du auf dem Fußweg bleibst" rein kognitiv kennt ein Kind ja sogar ein Mensch, das Wort "nicht" nicht.
Wenn ich sage denk nicht an einen blauen Elefanten, wirst du an einen blauen Elefanten denken. Das erste was also das kinderhirn denkt ist "auf die Straße laufen".
Natürlich kennen wir das Wort nein und nicht, aber unser Hirn eben nicht.
Also bei regeln nicht nicht sagen.

Dann in der Situation das Kind an die Regeln erinnern. Hört es nicht, Ausflug abbrechen.

Wenn Kinder nicht an der Hand laufen wollen (oder einfach bei mehr als zwei Kindern nicht möglich ist) eignet sich ein Seil zum Festhalten ganz gut. Es gibt nunmal Kinder die wirklich Probleme mit der Hand des Erziehers haben aber mitgehen wenn sie sich am Seil festhalten dürfen.

Und dann gibt es eben diese A oder B Lösung.
A: du schnappst dir das Kind nimmst es in arm egal, wie sehr es sich wehrt (ein noch nicht mal 3 jähriges Kind sollte man halten können ohne Probleme auch wenn es um sich schlägt und strampelt) das andere Kind einfach um Vernunft bitten und vor dir her laufen lassen ohne es an die Hand zu nehmen, aus der Gefahrensituation raus tragen

B: du sitzt es aus, bleibst in Reichweite des Kindes stehen und hast mehr Geduld als das Kind. Beschäftige dich mit dem anderen (natürlich immer den Bock im Blick) und lässt das Kind einfach Bocken.

Aber deine Reaktion kommt natürlich darauf an, was das für ein Kind ist und warum es so bockt. Will es Aufmerksamkeit, hat es etwas nicht bekommen was es will, ist ihm der Weg zu weit und es will nicht laufen... Und erst wenn das geklärt ist kann man auch richtig handeln.

Lg Mama Erzieherin und sozialpädagogin

So wie es eine Mutter auch machen würde, das Kind auf den Arm nehmen. Damit es sich beruhigt und es nicht in Versuchung gerät auf die Straße zu laufen. Lernt man so etwas nicht als Erzieherin, wenn man mit so einer Situation überfordert ist, sollte man sich einen anderen Weg suchen, wo man die Kinder ohne Angst laufen lassen kann. 

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