Kind bei Kurs "rauswerfen"?

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8 Antworten

Schwieriges Thema. Ich kenne so was,d enn ich habe jahrelang auch mit immer wechselnden Kindern gearbeitet, von denn nicht alle wollten und dadurch das Gelingen für alle anderen riskierten.

In Deiner Situation hört sich Dein Verhalten schon ganz stimmig an.

Ich finde "anfassen" auch immer letzte Instanz und vermeide es nach Möglichkeit. Aber wenn es gar nicht anders geht.. zumal Du es ja wohl auch sanft machst.

Der probiert nämlich schon aus,w ie weit er gehen kann und was er sich erlauben kann. Das ist aber auch den anderen Kindern gegenüber doof, denn sie haben dadurch weniger Zeit.

Vielleicht hast Du mal "vorher", also vor einer Sitzung, Zeit, mit ihm zu reden? Und erklärst ihm ähnlich wie uns,d ass Du glaubst, er ist eigentlich ganz lieb ,aber unsicher, rüpelt deshalb.. und dass er dadurch doch den anderen Kindern Zeit nimmt ..dass er das dochj gar nicht machen muss.. und auch ruhig, dass Du das eigentlich doof findest,w enn Du ihn so rausführen musst, aber dass er ja manchmal nicht anders..

Manchmal, so sagt mir meine Erfahrung, wirken solche Gespräche Wunder.

Viel Erfolg!

So wie Du schreibst, machst Du ne gute Arbeit und denkst drüber nach,w as Du da tust.. das tut mnacher ausgebildeter Pädagoge nicht so :-)

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Gespräch mit den Eltern führen. Wenn sich keine Besserung einstellt, würde ich den Jungen generell ausschließen, ihm also die Teilnahme untersagen.

Habe es sogar schon beim Kinderturnen erlebt, wie ein 6-jähriger andere Kinder nach Lust und Laune geschubst, getreten, geschlagen und gebissen hat. Die Kursleiterin stand dem hilflos gegenüber, weil sie mit keinen Ermahnungen weiter kam und der Junge nach 5 Minuten das gleiche A-loch war wie vorher.

Dass dieser Junge dann ausgeschlossen wurde hat gleichzeitig für die anderen "Halb-Rabauken" ein Exempel statuiert. Der Kurs wurde danach viel ruhiger und friedlicher.

Es kann nicht sein, dass andere unter dem Verhalten eines Einzelnen leiden müssen, nur weil diese(r) nicht integrierbar ist.

Also: Gespräch. Erfolg? - Gut. Wenn nicht, Rausschmiss.

Grüße, ----->

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Du hast ihn doch nicht geschlagen oder getreten. Du hast ihm seine Grenzen gezeigt. Viele Möchtegern-Pädagogen labern und labern und labern. Erklären alles 10 mal, statt konsequent zu sein. Du hast völlig richtig gehandelt.

Natürlich kannst du mit ihm reden, aber nur einmal. Danach ist Handeln angesagt. Wenn du anfängst, dir den Mund fusselig  zu reden, machst du etwas falsch.

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Du machst das gut, trotzdem ist es für die Gruppe ätzend, wenn man ständig wegen solchen Rüpeln aufgehalten wird. Du machst den Kurs nicht, um einen schwer erziehbaren Jungen zu stabilisieren. Und dafür sind auch die anderen Kinder nicht da. 

Du kannst als letzte Chance versuchen, ob du den Jungen immer fünf Minuten früher antreten lässt, er muss dann schon mal 5 Runden rennen und anschließend sitzen, auf einem bestimmten Platz, still, bis es losgeht.

Ansonsten sprich mit den Eltern, denn du hast dort keinen Erziehungsauftrag! Lieb haben hin oder her, wenn er permanent stört muss er raus.

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Du solltest dir folgende Fragen stellen:

1. Wird der Sinn und Zweck des Kurses in vollem Umfang erfüllt, wenn so viel Zeit für einen Störenfried verloren geht. Solltest du dies verneinen, so empfehle ich dir von vornherein einen Ausschluss.

2. Ist die Sicherheit der Kinder gefährdet? Wenn der Junge um sich schlägt, dann wird es früher oder später zu Verletzungen anderer Kinder kommen und dann bist du als die Aufsicht führende Person diejenige, die verantwortlich gemacht wird.

Und ein Ratschlag meinerseits: Wenn du den Jungen körperlich angehst - egal wie - ist das für dich sehr problematisch, denn dafür kannst du unter Umständen belangt werden. Da kann auch "an den Arm packen" problematisch sein. 

Ich weiß nicht genau, was das für ein Kurs ist, ob die Eltern zustimmungspflichtig waren oder nicht, aber grundsätzlich würde ich den Jungen ausschließen, wenn die Situation sich nicht bessert.

Klar ist gerade der Sinn und Zweck deines Kurses die Arbeit mit solchen Kindern, aber a) fehlen dir die pädagogischen Kenntnisse (auch wenn du wahrscheinlich ganz gut mit Kindern kannst und b) ist das einfach ein zu großes Risiko.

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Liebe Hourriyah,

ich verstehe eine Menge von diesem Thema, gebe selbst Kurse, auch solche wie Du, aber verfüge auch über den entsprechenden Background. Du schreibst:

aber ich habe keine Pädagogische oder Erzieherische Ausbildung.

Warum um alles in der Welt gibst Du dann solche Kurse? Wer läßt es zu, jemanden ohne die entsprechenden Kenntnisse und Fähigkeiten auf Kinder, die, wie Du schreibst:

Die Kinder sind durchweg unruhig, neigen dazu sich zu schubsen und zu kämpfen

loszulassen?

Alleine schon die Aussage:

obwohl ich ihn eigentlich sehr gerne mag

wirkt auf mich ziemlich unprofessionell. Es geht nicht darum, ob Du sie magst, Du bist da, um ihnen etwas zu vermitteln, das Du selbst nicht mal in der Lage bist vorzuleben!

Ich möchte Dir wirklich nicht zu nahe treten und schätze Dich aus unseren bisherigen Kontakten, aber bist Du ehrlich der Meinung, dass Du an dieser Stelle richtig bist?

Tust Du Dir und den Kindern einen Gefallen? Sorry, meiner Einschätzung nach leider nicht. Was für eine Erfahrung ist es für ein eh schon 'gestörtes Kinderseelchen' in einem Kurs für Entspannung von einer 'unentspannten' Dozentin rausgeworfen zu werden?

Bitte überdenke das alles in Ruhe.

LG

Buddhishi

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Kommentar von hourriyah29
19.11.2016, 09:32

Hallo Buddhishi,

meiner Meinung nach sagt ein Abschluss nicht viel aus über die Qualifikation. Durch meine Berufsausbildung und nebenberufliche Weiterbildung bin ich qualifiziert für Gruppenarbeit und kenne mich gut mit den Bedürfnissen von Kindern und Psychologie aus.

Außerdem beinhaltet mein Beruf intensive Supervision, Intervision und Selbsterfahrung.

Ich habe selbst genügend Erzieherinnen und Lehrer kennengelernt, die trotz Abschluss gravierende Fehler machen.

Die Aufgabe ist mir angetragen worden, weil ich dem Leiter ausreihend qualifiziert scheine und er war die ersten zwei Stunden in der Nähe und hat meine Arbeit ausdrücklich gelobt.

Dann hätte nach Plan noch eine pädagogische Fachkraft dabei sein sollen, die mir den Rücken freihält, damit ich mich auf meine Aufgabe konzentrieren kann. Leider hat sich niemand gefunden. Mir wäre das auch lieber gewesen. Aber ich lasse den Kindern zuliebe den Kurs trotzdem stattfinden.

Ich bin überzeugt, dass ich den Kindern einen Gefallen tue, weil sie begeistert sind, gerne kommen und auch im Durchschnitt eine gute Entwicklung machen. Am Anfang war es nicht möglich 5 Minuten mit ihnen ruhig zu malen, inzwischen malen sie 30 Minuten konzentriert. Am Anfang haben sie beim Malen einfach irgend ein Gekritzel hingeschmiert, inzwischen malen sie deutlich besser. Am Anfang konnten sie eine Entspannungsübung nicht ruhig mitmachen, inzwischen klappen kurze Übungen (ca. 5 Minuten) ohne gravierende Störungen.

Das Setting ist nicht ideal (kein schöner Raum, sehr kleine und größere Kinder, alle Kinder hoch belastet und dementsprechend unruhig und ohne Gefühl für Grenzen, keine zweite Person) aber ich bin nicht verantwortlich für das Setting sondern den Inhalt und es gibt im Moment dort keinen, der den Kurs besser halten könnte als ich (weil ich sowohl Bewegung, als auch Entspannung, als auch Yoga, als auch Übungen mit Körperkontakt, als auch Ausdruck und Kunst mit ihnen machen kann).

Mir ist auch klar, dass ich keinen Entspannungskurs leiten kann, wenn ich selbst nicht entspannt bin. Ich bin aber sehr gut in der Selbstregulation. Nach so einem Event atme ich dreimal tief durch und bessinne mich auf meine innere Ruhe und dann geht es weiter.

Ich verbinde mich auch zwischendurch immer wieder bewust mit meiner inneren Ruhe, damit ich trotz der Unruhe im Außen entspannt bleiben kann.

Ob ich den Kurs in dem Setting mit diesen Kindern wirklich machen will habe ich davor und nach den ersten zwei Stunden seeeehr gründlich bedacht und habe mich entschieden.

Wenn Du also nützliche Tips für mich hast, dann gerne her damit ;)

Wenn Du nahezu ohne Informationen über mich meine Qualifikation anzweifeln willst kannst du das gerne machen, es nützt mir aber nichts ;)

LG, Hourriyah

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Ist der Junge aus freien Stücken in deinem Kurs oder weil es die Eltern so wollen?

Solange er dort ist, weil es andere so wollen, wird sich im Grunde nichts ändern.

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Kommentar von hourriyah29
19.11.2016, 09:08

Die Kinder sind freiwillig dort und der Leiter des Zentrums hat mir ausdrücklich gesagt, dass ich Kinder die mehrfach stören rausschicken soll.

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So wie du es machst ist es genau richtig würde ich sagen :-)

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