Kind ab 1 Jahr schreit beim zu bett gehen und wenn ............

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Diese Phase haben wir erst gerade gut hinter uns gebracht :)

Unser "Großer" hat das mit rund 1,5 Jahren angefangen. Bis zu jener Zeit gab es nie Probleme mit dem Einschlafen und auch nicht mit dem Durchschlafen.

Fakt ist, dass es eine normale Phase in dem Alter ist! Manche Kinder machen sie durch, manche nicht, manche länger, manche weniger.

So schwer und nervenaufreibend es sein mag, gilt als oberstes Gebot: Nerven und Geduld bewahren! Bevor man selbst zum Nervenbündel wird, einfach mal tief Luft holen und durchatmen :)

Wichtig ist, dass man mit dem Kind in dieser Zeit, sofern nicht vorhanden, ein immer gleichbleibendes Zubettgeh-Ritual einhält! Auch sollte die Schlafenzeit keineswegs überschritten werden. Wenn für Euer Kind also bspw. 19:00 Uhr Schlafenzeit ist, keinesfalls auch nur eine halbe Stunde überziehen!

Wenn man das Zimmer des Kindes schließlich verlässt, gilt Konsequenz einzuhalten! Auch wenn das Kind noch so schreit und weint, auf keinen Fall sofort wieder zurücklaufen, um es zu trösten. Hier wendet man einen aufstockenden 5-Minuten-Takt an.

Weint das Kind also weiter, geht man nach 5 Minuten nochmal an sein Bett, tröstet es kurz, legt es wieder hin und macht alles wieder zurecht. Geht das Szenario im Anschluss weiter, geht man nach 10 Minuten wieder ins Zimmer und wiederholt alles. So geht das immer weiter. Erst 5 Minuten, dann 10 Minuten, dann nach 15 Minuten usw.

Sicher mag das für manche Mutter härter sein, als fürs Kind selbst. Aber es wichtig diese Phase streng hinter sich zu bringen. Mögen Kinder in dem Alter noch so klein sein, so wissen sie, wie der Hase läuft: Ich schreie und Mama kommt angerannt!

Wenn Du also nicht willst, dass Dein Kind diese Prozedur mit Dir jeden Abend auf eine unzumutbare Länge hinauszieht und evtl. zu einem Schläfer im elterlichen Bett wird, dass dort letztendlich auch nicht mehr so schnell wieder raus will, solltest Du nicht nachgiebig sein.

Im Grunde ist diese Phase mit unter ein Austesten, wie weit das Kind gehen kann und wie lang Eltern das wohl mitmachen. Ebenso wie das Spiel mal ganz interessant war, dauernd etwas herunterzuschmeissen und Mama hebt es immer wieder auf.

Viele Mütter machen den Fehler, dass sie stundenlang mit am Bett stehen, bis das Kind eingeschlafen ist oder nehmen es mit in ihr eigenes. Wenn das Kind dann nachts wach wird und sich allein findet, macht man das Ganze aber nur schlimmer - Denn damit produziert man Angstzustände im Kind!

Gegenbeispiel: Stell Dir vor, Du schläfst auf Deinem Kissen ein und wirst nachts wach, aber das Kissen ist weg. Was machst Du? Richtig, Du suchst danach, auch wenn Du hellwach dabei wirst. Nicht anders reagiert ein Kind, wenn Mama oder Papa aufeinmal in der Nacht weg sind!

Und angemerkt: Diese Phase der Schlaf- und Einschlafprobleme, erstreckt sich meist bei Kindern zwischen dem 1. und 2. Lebensjahr und kann auch ebenso gut ein Jahr lang anhalten.

Viele Mütter machen den Fehler

Es liegt im Auge des Betrachters. In meinen Augen hast Du den Fehler gemacht, wenn man es überhaupt so nennen darf. Ich bevorzuge die Aussage, ich mache es anders.

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@FrauMutter

Ich habe keinen Fehler gemacht :) Mein Sohn hatte die Phase nach guten 2 Wochen hinter sich :) Und das Fallbeispiel mit dem Kissen bzw. die produzierenden Angstzustände sind absolut nachvollziehbar, dass kann man nicht abstreiten!

Wer natürlich lieber stundenlang Händchen hält am Kinderbett, der muss das machen, aber einen Gefallen tut man dem Kind damit am Ende nicht!

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@BRINCHEN82

Deshalb der "Fehler" in Anführungszeichen, weil Du selber davon geschrieben hast, dass viele Mütter den Fehler machen. Jeder mag es so handhaben, wie es beliebt. Aber die Erfahrungen und die Meinungen gehen auseinander.

Ich habe übrigens weder das eine noch das andere gemacht. Meine Kinder durften mit ins Familienbett und haben ansonsten selber früh gelernt, ihre eigenes Schlafbedürfnis kennenzulernen und danach zu handeln. Mit anderen Worten, sie konnten selber entscheiden, wann es für sie Zeit zum Schlafen war. Immer dann, wenn sie müde waren. Ich habe viele Kinder auf diese Weise problemlos und erfolgreich großgezogen.

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@FrauMutter

Stimme ich Dir zu. Meist spricht man ja auch vom Großteil, der die Masse ausmacht. Aber Du hast klar etwas verwechselt: Ein Familienbett GIBT ES NICHT! Es gibt ein Ehebett und es gibt Kinderbetten ;)

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@BRINCHEN82

Meine Tochter war ein Familienbettkind.

Dadurch hat sie sich ihr Urvertrauen behalten, was auch andere schon bemerkt haben. Andere Kinder hätten da Defizite. Tja - warum wohl?

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@BRINCHEN82

Aber Du hast klar etwas verwechselt: Ein Familienbett GIBT ES NICHT! Es gibt ein Ehebett und es gibt Kinderbetten ;)

@Brienchen

Nein, ich verwechel hier nichts. Es ist nur so, dass ich es anders sehe als Du. Für meine Familie gibt es das Familienbett. Das haben wir selber gebaut. Es ist 2,40 m breit und 2,20 m lang. Und es ist, wie der Name schon sagt, für die gesamte Familie gebaut worden. Der Sinn der Sache ist, dass sich niemand alleine fühlen muss. Hier darf gekuschelt und geschmust und natürlich auch geschlafen werden. Ein Ehebett ist ein Bett, dass ursprünglich und ausschließlich für Eheleute gebaut wurde. Gemeint ist aber, dass dort Paare ungestörten Sex miteinander haben sollen. Doch dafür gibt es genügend andere Plätze und Möglichkeiten. Habe ich schon erwähnt, dass wir viele Kinder haben? ;) Und ja, es gibt auch Kinderbetten. Die sind dafür gedacht, dass Kinder hier schlafen können, es aber nicht müssen! Wir haben übrigens auch noch ein Ruhezimmer. Dorthin kann sich jeder zurückziehen, der alleine sein will!. Zutritt nur für Einzelpersonen! :-)

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Hier auch mal ein Link: http://www.babycenter.de/toddler/schlaf/schlaf18_24/

Da wird auch betont, dass Kinder LERNEN MÜSSEN, allein einzuschlafen, da es sonst zu Angstzuständen kommt!

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@BRINCHEN82

Ja, Kinder sollen und werden es lernen, alleine einzuschlafen. Allerdings halte ich die beschriebenen Methoden für falsch. Aber das ist meine Meinung, die sich aufgrund von meinen Erfahrungen gebildet hat.

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@FrauMutter

Muss jeder selbst wissen. Aber wenn mir jemand erzählt, dass sein Kind regelmässig im Ehebett mitschläft, finde ich das inakzeptabel! Ab einem gewissen Alter sollte das nicht mehr zum Ritual gehören.

Und ehrlich gesagt: Wenn ein kleines Kind um 22:00 Uhr immer noch hellauf ist, ist das auch nicht wirklich zumutbar oder angemessen. Nun ja, Du hast Deine Meinung, ich meine.

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@BRINCHEN82

Aber mit dem Partner - der doch längst das Alleineschlafen gewohnt sein sollte - in einem Bett zu liegen ist okay?

Wenn ein Kind noch das Bedürfnis hat, in der Nacht bei Mama (und Papa) zu sein, dann hat man das als Eltern zu erfüllen. Kinder ziehen von selbst aus, wenn dieses Bedürfnis erfüllt wurde.

Ich finde festgesetzte Schlafenszeiten eh Schwachsinn. Warum sich 30 Minuten oder länger mit einem munteren Kind abquälen, dass 30 Minuten später problemlos einschläft?

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Oh die herzlosen Empfehlungen aus dem Buch einer Psychologin, die keine Ahnung von den Bedürfnissen von Kindern hat.

Müttern ja nur schön einreden, dass die Bedürfnisse des Kindes nach Nähe ignoriert werden können.

Feste Schlafenszeiten bei einem noch munteren Kind erhöhen den Stress auf beiden Seiten.

Co-Sleeping ist entspannender und erfüllt eher das Bedürfnis nach Schlaf.

Was meinst du, warum der Kinderschutzbund gegen dieses Programm ist?

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@kiniro

Was meinst du, warum der Kinderschutzbund gegen dieses Programm ist?

Nicht nur der Kinderschutzbund ist dagegen. Auch etliche Eltern. Schade ist nur, dass dieser Bestseller diesen Unsinn schon so weit verbreitet hat. Und so viele glauben auch noch daran.

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Ist normal, dass Kinder irgendwann nicht mehr durchschlafen und mehr Nähe zu Mama benötigen.

Also sie mit ins große Bett genommen und ihr Bedürfnis gestillt.

Es wird aufhören, wenn ihr Hirn reif genug zum durchschlafen ist und sie weniger Körpernähe in der Nacht braucht.

Methoden, wie in "Jedes Kind kann schlafen lernen" lehnt sogar der Kinderschutzbund kategorisch ab. Die seelischen (Spät-)Schäden kann keiner richtig ermessen. Aber es ist schädigend.

Und sie schlafen lassen, wenn SIE müde ist und nicht weil es gerade 19:30 Uhr ist.

Wir machen diese Phase auch seit 3 Wochen durch. Unsere Tochter ist 20 Monate alt. Wir haben alles ausprobiert und das was am besten gewirkt hat war ein CF-Player im Zimmer mit einem ihrer liebsten Geschichten als Hörspiel auf dauerschleife ;-) Sie schläft zwar immer noch nicht ganz durch wird dafür aber nur 2 mal die Nacht wach und das so um kurz vor 1 Uhr und um 3 Uhr und hat dann bis 8 Uhr geschlafen, davor war es ab kurz vor 22 Uhr jede Stunde bis 6 Uhr ab da war gar nicht mehr an schlaf zu denken.

Mfg und ganz viel Kraft :-) S.B.

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