Kind (11 j.) stürzte vom Baum. Arztpraxis informierte mich nicht! Was nun tun?

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sagt mal Leute.................. geht`s noch??

Ein 11 jähriges Kind kann und sollte sehr wohl auch alleine zum Spielen raus dürfen, und wenn es dann Blödsinn anstellt, dann möchte es dies Sicherlich nicht zu Hause ausdiskutiert haben. Völlig normale Reaktion.

Der Fragestellerin aber hier direkt und indirekt zu unterstellen, sie wäre eine schlechte Mutter und das Kind hätte Angst vor hier, das ist eine Frechheit!

Ich habe 2 Kinder im Alter von 10 und 11 Jahren und diese gehen ebenfalls alleine raus zum Spielen. Sie gehen sogar alleine zur Schule! Sollen wir da jetzt auch immer hinterher rennen und schauen, ob sie unterwegs keinen Quatsch bauen??

Ich glaube es ja wohl nicht!

Liebe Hera, natürlich würde ich mich auch über den Arzt aufregen, ob aber in dem Alter Deiner Tochter die ärztliche Schweigepflicht greift, das weiß ich leider nicht so genau.

Mit dem Arzt reden würde ich auf alle Fälle, denn normalerweise wärest Du ja, wenn Du mit Deiner Tochter zum Arzt gegangen wärest, darüber informiert worden, das Du mit ihr ins KH gehen sollst, wenn sich noch Kopfweh, Schwindel und / oder erbrechen einstellt. Deshalb finde ich persönlich das verhalten des Arztes schon ein wenig bedenklich!

Erkläre Deiner Tochter eben, das sie Dich in solchen Fällen einfach immer informieren sollte, damit eben Spätfolgen auch richtig eingeschätzt werden. Hätte sie es Dir Abends nicht erzählt, dann hättest Du ihr ein Schmerzmittel gegeben und nicht weiter nachgehakt.

Das Du von ihrer Aktion nicht begeistert bist, das ist klar, aber da muß sie eben durch. ;o)

Ich hoffe, Deiner Lütten geht es gut?

Liebe Grüße

Übrigens, sollten hier einige Antworten und Kommentare verschwinden, dann hat Hera damit nichts zu tun. Ich habe so einiges, was ich als Beleidigung und Unterstellung empfinde, gemeldet. Also bitte nachher nicht noch mit weiteren Unterstellungen herum werfen.

DH - tut gut hier...! :)

2

Vielen Dank für das Sternchen ;o))

3
@MaSiReMa

Bitte, MaSiReMa...scheinst ja auch bisschen was im Kopf zu haben und nicht so ein Verdreher zu sein :o))

3

Also das Sternchen hätte ich dir auch gegeben....manche Leute verstehen einfach nichts von Kindern.......gute Antwort und die anderen hier sollten sich wircklich schämen, dass sie solche unbegründeten Behauptungenhier als Antwort schreiben..............und ich denke der Artzt hat schon lange selbst eingesehen, dass er einen Fehler begangen hat.....

6

Die Schweigepflicht muss ein arzt auch einhalten wenn das Kind erst 3 ist und bei ihm vom stuhl gefallen ist während die Mutter auf dem Klo war.Das ist jedenfalls so in Deutschland.Und selbst das nicht so wäre,hat das Kind ein Recht darauf selbst zu entscheiden was die Mutter weiß und was nicht.

0
@Taskill

Es geht aber in diesem Fall um eine Gehirnerschütterung, welche die Kleine von dem Sturz hatte. Damit hätte der Arzt rechnen müssen und in diesem Fall der Mutter mal wenigstens einen Hinweis geben sollen. Wenn die Lütte es nicht doch noch zu Hause erzählt hätte, dann wäre die GE unerkannt und unbehandelt geblieben. Das kann Folgen haben.

Da der Arzt entscheiden kann, ob er die Eltern informiert hat er hier, meiner Meinung nach, völlig falsch entschieden.

Lies doch auch noch einmal diesen Auszug aus dem Link, der hier schon öfter gepostet wurde:

Bei Minderjährigen unter 15 Jahren ist der Arzt i. d. R . berechtigt, die Eltern in vollem Umfang zu unterrichten, da normalerweise unter 15 Jahren n och keine Einsichtsfähigkeit des Minderjährigen gegeben ist.

2
@Taskill

Sorry, aber das ist Quatsch und verantwortungslos obendrein... Typisch deutsche Gesetzgebung !

1

Die ärztliche Schweigepflicht Der minderjährige Patient

Ärztinnen und Ärzte haben über das, was ihnen in ihrer Eigenschaft als Ärztin oder Arzt anvertraut oder bekannt geworden ist - auch über den Tod der Patientin oder des Patienten hinaus - zu schweigen. So die Berufsordnung der Ärzte.

Den Verstoss gegen die ärztliche Schweigepflicht stellt das Strafgesetzbuch unter Strafe (§ 203 StGB). So selbstverständlich und nachvollziehbar die ärztliche Schweigepflicht auch ist, wirft sie bei minderjährigen Patienten doch Fragen auf, die nicht einheitlich zu beantworten sind. Muss der minderjährige Patient einer Behandlung persönlich zustimmen? Wann dürfen die Eltern über eine geplante Behandlung informiert werden? Muss der minderjährige Patient der Abtretung der Honorarforderung an eine Verrechnungsstelle zustimmen? Die ärztliche Schweigepflicht gilt auch gegenüber minderjährigen Patienten. Das hat zur Folge, dass die Eltern bzw. die sorgeberechtigten Personen nicht ohne Weiteres in den Behandlungsablauf mit einbezogen werden dürfen. Der behandelnde Arzt wird sich vergewissern müssen, dass der minderjährige Patient keine Einwände gegen die Kontaktauf nähme mit seinen Eltern hat. Kontaktiert er die Eltern ohne die vorherige Zustimmung des Patienten, kann er mit dem Vorwurf der Verletzung der ärztlichen Schweigepflicht konfrontiert werden. Der Einwand, der minderjährige Patient sei nicht oder beschränkt geschäftsfähig, wird nicht helfen, da die fehlende Geschäftsfähigkeit nicht zugleich das Persönlichkeitsrecht aushöhlt. Auch ohne geschäftsfähig zu sein, hat der Patient das Recht, über die Verwendung seiner persönliehen Daten zu bestimmen. Kommt der behandelnde Arzt zu dem Schluss, der geplante Eingriff sei von der Zustimmung der Eltern abhängig, da der minderjährige Patient nicht einwilligungsfähig sei (vgl. hierzu den Beitrag von Dr. Daniel Combe, S. 31 f), heißt das nicht automatisch, dass der Patient auch nicht über die Verwendung seiner Daten bestimmen kann. Vielmehr ist eine gesonderte Überlegung erforderlich, ob der Minderjährige insoweit einsichtsfähig ist. Diese Frage wird bei 14 bis unter 18-Jährigen eher zu bejahen sein, als die Frage, ob der Minderjährige die Tragweite eines ärztlichen Eingriffs in vollem Umfang überschauen kann. Auch die Einwilligung des Patienten zur Abtretung der Honorarforderung an eine Verrechnungsstelle berührt die ärztliche Schweigepflicht und sollte von dem minderjährigen Patienten ab 14 Jahren (zumindest mit-) unterschrieben werden.

Unabhängig von den pädagogischen Diskussionen hier: bis 13 gibt es keine Schweigepflicht. Ab 14 darf Jugendliche(r) den Arzt unter Schweigepflicht gegenüber den Eltern stellen. Ausnahme: lebensbedrohliche Erkrankung oder Einwilligung für größere Eingriffe. Über "nichts" muss natürlich auch nicht zwingend informiert werden, so die Feststellung des behandelnden Arztes richtig war. Außerdem kann es unter Umständen schwierig sein, die Daten der Eltern herauszubekommen, wenn das Kind die nicht angibt.

https://www.aerztekammer-bw.de/10aerzte/40merkblaetter/10merkblaetter/schweigepflicht.pdf

Die Schweigepflicht des Arztes gilt auch gegenüber Minderjährigen. Der Umfang der ärztlichen Schweigepflicht hängt bei Minderjährigen von deren Einsichtsfähigkeit ab. Bei Minderjährigen unter 15 Jahren ist der Arzt i. d. R. berechtigt (1), die Eltern in vollem Umfang zu unterrichten, da normalerweise unter 15 Jahren noch keine Einsichtsfähigkeit des Minderjährigen gegeben ist. Bei Minderjährigen über 15 Jahren ist das Patientengeheimis jedoch regelmäßig zu beachten. Maßgebend sind aber immer die Umstände des Einzelfalles.(2)

(1) Berechtigt, nicht verpflichtet.

(2) Hier haben wir dann wohl einen Einzelfall, in dem der Arzt eine Benachrichtigung unnötig fand. Darüber kann man diskutieren, rechtlich sehe ich da kein Problem.

4
@hydralernae

Die Altersgrenze 15 scheint eine willkürliche Festlegung einer Landesärztekammer zu sein. Die Gesetzlichkeiten gehen von einer Altersgrenze von 14 aus. Ab dem Tag des 14. Geburtstages entscheidet der behandelnde Arzt über die Einsichtsfähigkeit, falls überhaupt die Frage bzw. der Wunsch nach Schweigepflicht besteht. Zu gut deutsch, ab 14 kann sich beispielsweise ein Mädchen eine Pille verschreiben lassen, ohne dass die Eltern davon erfahren, wenn der Arzt zu der Einschätzung einer ausreichenden Einsichtsfähigkeit kommt.

2
@Coza0310
Ab dem Tag des 14. Geburtstages entscheidet der behandelnde Arzt über die Einsichtsfähigkeit

Nein, ab da gilt sie grundsätzlich. Vorher entscheidet er darüber.

falls überhaupt die Frage bzw. der Wunsch nach Schweigepflicht besteht.

Danach muss man nicht fragen, Schweigepflicht besteht grundsätzlich.

0
@Coza0310
Die Altersgrenze 15 scheint eine willkürliche Festlegung einer Landesärztekammer zu sein. Die Gesetzlichkeiten gehen von einer Altersgrenze von 14 aus

Ah ja... wenn also das Gesetz eine bestimmte Altersgrenze vorgibt, kann eine Landesärztekammer trotzdem einfach sich darüber hinwegsetzen. Interessante Theorie...

0
@hydralernae

Also, ich entscheide auch noch bei über 14 Jahre über die Einsichtsfähigkeit. Das Recht habe ich. Und mit 30-jähriger Erfahrung in diesem Beruf hatte ich noch nie Probleme: weder mit betroffenen Jugendlichen, noch mit den Eltern. Und es gibt auch Situationen, wo ich bei einem Alter unter 14 Jahren die Eltern nicht informiere, die führe ich aber nicht in einem öffentlichen Forum aus.

2
@hydralernae

Man zitiert immer die Gesetze/Bestimmungen, die gerade passen. Leider gibt es gerade bezüglich der Schweigepflicht sehr unterschiedliche Aussagen, Auslegungen, Gerichtsurteile und juristische oder medizinische Auffassungen. Im Zweifelsfall hilft gesunder Menschenverstand und Erfahrung.

1
@Coza0310
Man zitiert immer die Gesetze/Bestimmungen, die gerade passen.

Möglich... trotzdem sind das ja Gesetze, und keine Serviervorschläge. Ist ja nicht so, dass die egal wären.

1
@hydralernae

Eben, berechtigt, nicht verpflichtet, aber in dem Fall sollte ein guter Mediziner wissen, das sich das Kind bei so einem Sturz sehr wohl eine Gehirnerschütterung geholt haben kann und hätte in dem Fall einfach zur Sicherheit informieren müssen!

Wenn die Tochter Abends nicht gebeichtet hätte, dann wäre Hera nicht auf den Verdacht Gehirnerschütterung gekommen und wäre nicht nochmal deswegen zum Arzt gegangen. Eine unbehandelte Gehirnerschütterung kann chronische Kopfschmerzen und Sehstörungen zur Folge haben. Deshalb handelte der Arzt meiner Meinung nach unverantwortlich!

Wäre es um ein aufgeschlagenes Knie gegangen, dann wäre diese Frage nicht entstanden!!!

1

@ Coza0310...Die Praxis und die Angestellten dort kenne mich!!!...Es ist der Vertretungsarzt unserer Kinderärztin und HA, weil die beiden ein ehepaar und im Urlaub sind!

1
@Hera72

Da die Emotionen hier im Forum (pro/contra) große Wellen schlagen, kann ich nur empfehlen, dass Sie das mit der Praxis und natürlich auch mit Ihrer Tochter im konstruktiven Gespräch direkt klären.

4

Was möchtest Du wissen?