KFZ-Schadensregulierung: Darf ich den Gutachter für ein Gegengutachten ebenfalls selbst wählen?

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3 Antworten

Als geschädigter hat man das uneingeschränkte Recht, den Gutachter selbst auszuwählen. Dieses muss die gegnerische Versicherung annerkennen oder muss eine Begründung angeben, wesalb sie das Gutachten nicht anerkennt. Eine solche Begründung muss schon in der Sachlage begründet sein und darf nicht aus Willkür (wie in Deinem Fall ) erfolgen.
Nur eine Richterliche Entscheidung kann ein Gegengutachten anordnen sofern es nicht gegen geltendes Recht verstößt.

Dringend zum Fachanwalt für Versicherungsrecht / Verkehrsrecht und nicht nochmal ein halbes Jahr warten. Ausser Du möchtest der Versicherung einen Gefallen tun. Überigens muss die Gegnerische Versicherung auch die Kosten für Deinen Anwalt tragen.

 Ein gutachten liegt der versicherung ja seit januar vor. Darf sie dieses überhaupt ablehnen?

Wenn dieses Gutachten korrekt ist, darf es nicht abgelehnt werden. Die Versicherung muss genau begründen, warum das eingereichte Gutachten zur Schadensabrechnung nicht geeignet ist.

Muss ich das gegengutachten zulassen

Zunächst einmal "nein" siehe oben.

 ohne gegengutachten kein geld... so hat er uns den fall auch zurückgegeben

Das ist keine Begründung, da ein Gutachten offensichtlich vorliegt. Nur wenn dieses zur Abrechnung nicht geeignet wäre bestünde das Recht auf Nachbesserung oder wenn diese nicht erfolgt auf ein weiteres Gutachten.

Ich würde jetzt erst einmal einen fachkundigen und einsatzbereiten Fachanwalt für Verkehrsrecht aufsuchen und mit ihm die Angelegenheit besprechen.

 Im Dezember 2015 bin ich Opfer eines Kfz-Unfalls geworden

So länge hätte ich nicht friedlich gewartet, ich hätte längst die Klage über einen Fachanwalt eingereicht.

Kann ich auch für das gegengutachten selbst wählen

Du darfst den ersten Kfz-Sachverständigen selber wählen und beauftragen. Ein zweiter ist jetzt nicht erforderlich und daher hast du kein Wahlrecht. Beim Gerichtsverfahren darf das Gericht noch einen Sachverständigen beauftragen

Gutachten der Versicherer sind in der Regel Parteigutachten und wie ein Parteivorbringen zu werten.. Wenn Sie dagegen durch einen öffentlich bestellten Sachverständigen das erste Gutachten fertigen ließen, hat das rechtlich mehr Gewicht.

Ich bewundere Ihren Langmut und hätte schon längst die Forderung rechtshängig gemacht. Da offenbar auch der Unfallgegner mit seinem Haftpflichtversicherer gemeinsame Sache macht, würde ich auch laut darüber nachdenken, den Unfall zur Anzeige zu bringen. Da beschleunigt nach meinen Erfahrungen die Regulierung ungemein.

Nach einer so langen Zeit müssen Sie eine weitere Verzögerung nicht hinnehmen. Die Rspr. hierzu m üsste Ihr Anwalt kennen.

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