Kfz-Reparatur / Werkstätten / Fehlersuche durch Werkstatt / Öldruck

... komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Werkstätten glänzen gern als Teiletauscher und finden Fehler oftmals in dem sie anfangen das Billigste Teil auszutauschen was es sein könnte und sich hocharbeiten bis zum Teuersten. Irgendwann ist das betreffende Teil dabei gewesen. Und über die Syptomatik nachdenken können Viele auch nicht, nur noch Fehlerspeicher auslesen und ablesen was der Computer sagt.

Interessant wäre ob wirklich kein Öldruck vorhanden ist. Von VW/Audi hörte ich schon einige Male von einem defekten Öldruckschalter, der Schaltet dann die Leuchte einfach an obwohl Druck da ist. Man kann auch den Öldruck messen, bis man ein Messgerät angeschlossen hat dauert es allerdings so viel Arbeitszeit dass der Öldruckschalter auch bezahlt wäre. Wenn es nicht am Schalter liegt würde ich das Überdruckventil prüfen und dann erst nach der Ölpumpe sehen (auch nach dessen Antrieb). Von vorn herein natürlich erst nach dem Ölstand schauen.

Eine Ölpumpe geht gewöhnlich nicht einfach so kaputt, wenn sie verschleisst fängt die Kontrollleuchte bei Standdrehzahl an zu leuchten und geht bei höheren Drehzahlen aus.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dirrly
17.10.2012, 21:34

Bei Standdrehzahl leuchtet nichts. Danke dir für die Antwort. Aus den ganzen Antworten hier habe ich mich entschlossen jetzt erstmal nur den Öldruck messen zu lassen und dann mal schauen. Ist aber schön, wenn ich von hier ein paar Sachen habe, die ich sagen kann, was sie machen sollen.

0

Grundsätzlich gilt: Wenn die Werkstatt einen Defekt nicht behebt, für den sie aber beauftragt war und für dessen Beseitigung sie bezahlt wurde, hat sie kostenlos nachzubessern bis der Mangel behoben ist. Der Kunde hat auch Anspruch darauf, dass unnötige Reparaturen, z. B. unnötiger Austausch von Bauteilen, kostenlos rückgängig gemacht werden.

In der Praxis ist das alles jedoch ein wenig schwierig. Das fängt damit an, dass der Kunde einen unklaren Auftrag erteilt und die Werkstatt den unnötigen Austausch meist begründen kann ("An A hat es auch gelegen, aber auch B war defekt und C war auch defekt.")

Ich empfehle daher folgende Vorgehensweise. Beauftrage die Werkstatt zunächst nur den Fehler zu suchen! Schriftlich! Ich lasse sogar ausdrücklich immer in den Auftrag hineinschreiben, dass KEINE Reparatur durchzuführen ist, sondern nur eine Fehlersuche. Sicherlich kostet die Geld, aber letztendlich ist diese Vorgehensweise günstiger und vor allen Dingen transparenter und somit kostenüberschaubarer.

Ist der Fehler gefunden, frage nach! Frage, ob und wieso sie z. B. ausschließen können, dass es z. B. an der Ölpumpe liegt. Frage, ob und wieso sie ausschließen können, dass es an einem verstopften Ölsieb liegt, usw.

Dann definiere den Reparaturauftrag! Formuliere das Ergebnis ("Beseitigung des Defektes der leuchtenden Öldruckanzeige oder eines Defektes im Ölkreislauf") und NICHT, welche Arbeit konkret durchzuführen ist! Das überlasse der Werkstatt. Lasse dies extra so allgemein formulieren und eine maximale Obergrenze für die Kosten der Reparatur, also einen Festpreis, im Auftrag festhalten! (Bem.: Wenn die Werkstatt sich so sicher ist, woran es liegt, kann sie die Kosten ja genau abschätzen. Kann sie es nicht, hat sie den Erstauftrag "Ursachensuche" nicht ordnungsgemäß durchgeführt.")

Wenn die Werkstatt dir gegenüber dann z. B. als Fehler einen defekten Öldrucksensor vermutet und im Auftrag würde stehen "Öldrucksensor wechseln", hast du hinterher ein Problem, wenn es nicht am Öldrucksensor gelegen hat. Denn dann musst du die Reparatur trotzdem bezahlen, denn du hast ja schließlich den Austausch des Öldrucksensors beauftragt und diese Arbeit wurde durchgeführt.

Ist der Auftrag jedoch wie oben beschrieben allgemein und ergebnisorientiert formuliert, hast du Anspruch auf kostenlose Nachbesserung durch die Werkstatt bis der Mangel "leuchtende Lampe" bzw.. "Beseitigung des Defektes im Ölkreislauf" behoben ist. Denn in diesem Fall hast du einen Werkvertrag geschlossen, der nicht zur Zufriedenheit durchgeführt wurde. Die Werkstatt kann nun, wenn sie sich geirrt hat, den Reparaturpreis nicht mehr anheben, denn sie hat ja den Auftrag mit dem Festpreis bereits akzeptiert und du - so muss deine Argumentation lauten - hättest sonst gar keinen Auftrag erteilt, wenn du gewusst hättest, dass es teurer wird.

Will oder kann die Werkstatt zu dem vorher bereits festgelegten Festpreis die Reparatur nicht durchführen, kannst sowohl du, als auch die Werkstatt nachträglich vom Vertrag zurücktreten. In diesem Fall muss natürlich gar nichts bezahlt werden; auch nicht der Austausch des Öldruckgebers, da diese Arbeit ja offensichtlich nicht notwendig gewesen war. Diese Arbeit geht dann leider zu Lasten der Werkstatt. Dennoch wäre die Werkstatt berechtigt, den alten Zustand wieder herzustellen und dir den alten Öldruckgeber wieder einzubauen. Das werden die aber in den seltensten Fällen tun.

In den allermeisten Fällen werden sie zähneknirschend die nötige und aufwendigere Reparatur durchführen, wenn sie nicht allzu kostenintensiv (z. B. eine neue Ölpumpe) ist. In diesem Fall ist verhandeln gefragt. Denn wenn du jetzt eine andere Werkstatt mit dem Wechsel der Ölpumpe beauftragen solltest, wird das ähnlich viel kosten, als wenn du den Auftrag gleich bei der Werkstatt aufgibst, bei der du gerade bist.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dirrly
17.10.2012, 21:37

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich denke, dass ich zuerstmal Öldruck messen lasse, ob der wirklich weg ist, oder ob nur die Anzeige leuchtet (also Sensor kaputt ist). Sollten danach dann weitere Aufträge folgen (müssen), werde ich deinen Beitrag im Hinterkopf behalten und entsprechend die Aufträge formulieren. :-)

0

Bevor die Ölpumpe getauscht wird, misst man den Öldruck. Dafür gibt es in der Werkstatt MAnometer, die anstelle des öldruckschalters eingeschraubt werden. Wenn der Druck stimmt, und die LAmpe trotzdem leuchtet, ist es der Schalter ( Wie meistens) ölstand ist in Ordnung, un dauch der Filter wurde mal gewechselt?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dirrly
17.10.2012, 21:32

Hallo! Ja, der Ölstand ist in Ordnung, daran kann es nicht liegen. Der Ölfilter wurde beim letzten Ölwechsel wohl mit ausgetauscht. Zumindest Laut Rechnung. ;-) Dann werde ich wohl erstmal nur den Auftrag erteilen den Öldruck zu messen. Danke dir.

0

Wenn du jetzt mal geschrieben hättest,was das für ein Auto ist und wie alt,hätte ich gesagt,fahr in die Werkstatt und lass den Fehlerspeicher auslesen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dirrly
17.10.2012, 18:10

Ja, sorry. Es ist ein Audi A4. EZ 10/2001, Benziner 1,8t

0

Wenn du genügend Öl ( Max ) drin hast kannste normalerweise weiterfahren bis die Werkstatt Termine frei hat. Aber normal fahren und nicht die Karre treten.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von machhehniker
17.10.2012, 18:42

Das würde ich nicht machen, wenn der Antrieb zur Ölpumpe gebrochen ist oder das Überdruckventil offen festhängt und wirklich kein Öldruck vorhanden ist geht dies ziemlich auf die Kurbelwellen-/Pleullager, auch bei zurückhaltender Fahrweise.

0

VW Golf 4 1,4 16 V AKQ mit 163 Tkm

Kein Öldruck nach Reperatur (Selbst gemacht) !!!

Drehzahlmesser zeigt Nicht an !!!

Zylinderkopf Neu

Kopfdichtung, Schrauben Neu

Ölpumpe und Dichtung Neu

Öldruckmesser Neu

Zahnriemen, Wasserpumpe, Spannrollen Neu

Alles wieder richtig zusammen gebaut und nichts vergessen !

Grund für die Reperatur war Ein Durchgebranntes Auslassventil !!!!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

ist es ein VW? Ansonsten die Lambdasonde überprüfen lassen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Dirrly
17.10.2012, 18:10

Es ist ein Audi A4. Baujahr 2001.

0
Kommentar von Filburt
17.10.2012, 19:43

lach.. genau.. - und das Wischwasser und die Heckscheibenheizung gleich auch dazu! :D

0

Was möchtest Du wissen?