Keyboard, E-Piano, Klavier?

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4 Antworten

Hallo Shenae

Zu deiner Entscheidung ein Instrument zu lernen, kann ich dir nur gratulieren. Das ist ein lebenslanges Hobby und man kann sich mit wenig Geld und bei jedem Wetter durch Musik eine große Freude machen. Als Anfänger kann man sich ein gutes günstiges gebrauchtes Instrument kaufen oder auch mieten.

Damit du genauer erkennen kannst, was dir wirklich gefällt, hier ein paar Tipps. Schau mal in deiner Umgebung welche Musikschulen oder Musikhäuser "Probelektionen" anbieten. Da kannst du mehrere Termine abmachen und mit einer Lehrperson die verschiedenen Instrumente kennen lernen und selber ausprobieren. Schreib dir schon vorher alle Fragen auf, die dir in den Sinn kommen, sonst geht da einiges vergessen.

Du kannst weiters in Musikhäuser gehen und dir verschiedene Instrumente zeigen und anspielen lassen. Wenn du dich für ein richtiges Klavier entscheidest, brauchst du mindestens jährlich einen Klavierstimmer. Auch hier kannst du in deiner nähe mit Klavierstimmern Kontakt aufnehmen und fragen, ob sie du günstige und brauchbare Instrumente empfehlen können.

Auf keinen Fall solltest du ohne Kenntnisse irgend etwas im Internet kaufen oder ein gebrauchtes Instrument ohne Unterstützung und Kontrolle durch eine Fachperson  erwerben. Es gibt viele verborgene Schäden und niemand gibt dir Geld zurück.  Mehr zum Thema im Link:

https://www.gutefrage.net/frage/einsteigertipps-fuers-keyboard--klavierspielen-lernen?foundIn=unknown_listing

Liebe Grüße mary

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Hallo,

prinzipiell bieten heute E-Pianos und gute Keyboards/Synthesizer ein dem Klavier ähnliches Feeling, sowohl vom Klang, als auch von der Klaviatur. Freilich ist es eine Preisfrage. Damit ein E-Piano wie ein Klavier (und nicht wie ein billiges Kofferradio) klingt, muss es an einem Verstärker mit ausreichend leistungsfähigen Stereoboxen hängen.

Und wenn man explizit Klavier lernen will, muss die Klaviatur entsprechend gewichtet sein. Jemand, der ausschließlich auf einem üblicherweise leichtgewichteten Keyboard gelernt/gespielt hat, kommt mit einem "echten" Klavier/Piano/Flügel nicht klar. Wenn man nicht gerade Konzertpianist/in werden will, ist das heute allerdings auch nur noch selten erforderlich.

Zum Einstieg (und damit man beim Klavierunterricht keine Überraschung erlebt) ist es vielleicht am besten, sich ein E-Piano oder ein Keyboard mit mittelgewichteten Tasten zu holen. Das ist ein Kompromiss, sich nicht die relativ träge klaviermäßige Schwergewichtung antun zu müssen (die auch noch wesentlich teurer ist), und dabei aber immer noch ein gewisses Klavier-Feeling hat. Dazu sollte es mindestens fünf Oktaven (d.h. 61 weiße und schwarze Tasten) haben. Anschlagdynamik ist obligatorisch.

Erfahrungsgemäß sollte man nicht zu billig einstiegen, denn dann ärgert man sich hinterher. Klapprige (und störanfällige) Tasten, mangelhafter Klang (zu geringe Polyphonie bzw. billige Sound-Engines) und zu geringer Oktavenumfang können die Freude am Spielen verderben. Wenn es finanziell eng ist, dann lieber auf Schnickschnack verzichten oder ein gebrauchtes Gerät, z.B. bei Ebay, holen. Die bekanntesten Hersteller sind z.B. Yamaha, Korg oder Roland.

Bei Gebrauchtgeräten allerdings immer darauf achten bzw. zusichern lassen, dass nichts defekt ist. Bei manchen Modellen schlägt nach einiger Zeit der so genannte "Tastentod" zu, d.h. die Anschlagdynamik einzelner Tasten ist defekt. Ursache hier meist Kontaktschwierigkeiten durch Abnutzung. Wer schon mal eine Klaviatur auseinander gebaut hat, weiß, dass dieser Effekt praktisch unreparierbar ist.

Und natürlich Keyboard-Ständer und Klavierhocker nicht vergessen. 

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übliche Keyboards haben viele Bezeichungen. Da gibt es Synthesizer. Workstations, Arranger Keys mit Rhythmussektion, Performance Keyboards für die Bühne etc.

Digitalpiano ist schon ok mit 88 Tasten & somit der vollständigen Klavierklaviatur & wichtig auch mit einer gewichteten Hammermechanik, sonst hast Du bei Keyboards nur ungewichtete, klapprige Plastiktasten ohne großen Widerstand.

Geh einmal in ein Klaviergeschäft & drücke mal die Tasten an einem Klavier herunter & dann bei einem günstigen Keyboard.

Will man eher Klavier spielen, ist eine gewichtete Klaviatur wichtig, um später keine Probleme auf einem echten Klavier zu bekommen.

Was Du unter "Gefühl" verstehst, ist die Anschlagsdynamik mit gewichteten Tasten.

Bei Digitalklavieren gibt es mittlerweile auch eine Vielzahl von div. Standmodellen.

Kleinere Modelle haben hier nur rudimentäre Gestelle aus Preßspan, dann gibt es große Modelle mit klavierähnlichem Korpus bis hin zu Slim Pianos mit nur ca. 30 cm Tiefe der Gehäuse, wenn man wenig Platz hat.

Dann verschiedene Umfänge bis hin zum Arranger Piano mit Schnickschnack wie Midi Styles, Rhythmus, Hunderten von Klängen, Mehrspur-Aufnahme über Sequenzer, Übungsstücke usw.

Blüthner hat jetzt die Homeline beim E-Klavier sowie Versionen EK3 bis zum Stagepiano für die Bühne.

Neu sind auch Transacoustic Pianos wie Kawai, Yamaha oder Bechstein mit Zusatzmodul zum Leisespielen. (Sog. Silent Modus). Die liegen aber bei ca. 8000 €, also ein echtes Klavier, das man dann nachts auf das Digitalmodul umschalten kann, dabei werden die Tasten vor dem Anschlag gestoppt & nur das digitale Signal übertragen über Kopfhörer.

Toll sind auch Alpha Piano sowie FL Keys Lachnit aus Österreich mit einem Design Flügel bzw. einem Stagepiano mit patentierter Klaviatur mit zig Tausend Anschlagnuancen.

Kawai, Roland, Yamaha, Korg, Orla Italien, Casio jetzt in Zusammenarbeit mit Bechstein & Echtholztasten.

Roland mit Modeling, andere Modelle mit Samples

Wie viel Geld willst Du denn ausgeben ? Von ca. 320 € für die Hausmarke des Musikhauses T namens DP 26 bis zum Alpha Piano für 20.000 € gibt es fast Alles

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Du solltest Dir darüber klar werden, ob Du Klavier oder Keyboard lernen möchtest (Keyboard ist ein Überbegriff und meint eigentlich alle Tasteninstrumente, englisch key ist auf deutsch Taste). Ein echtes Klavier hat einen anderen Anschlag, je nach dem, wie Du die Taste drückst, kommt der Ton etwas anders. Bei der Orgel sind z.B. die Tasten eher wie Knöpfe, die man halt drückt, egal wie, und der Ton kommt immer gleich. Dafür hast Du bei der Orgel oft zwei Manuale und auch "Tasten" für die Füße (Pedale).

Willst Du hauptsächlich Klassik oder anspruchsvollen Jazz spielen, dann ist ein echtes Klavier für Dich das richtige. Vorteil vom Klavier ist auch, dass es seinen Wert viel länger behält als ein elektronisches Instrument. Ein gutes Klavier kann bei entsprechender Pflege 100 Jahre und mehr werden. Somit ist auch ein echtes Klavier unter dem Strich auf Dauer billiger als ein elektronisches Keyboard, das nach einigen Jahren meistens nur mehr Schrott ist, was vor allem auf die billigen Keyboards zutrifft.

Informiere Dich in Fachgeschäften, spiele Probe und werde Dir darüber im Klaren, welche Art von Musik Du am liebsten spielen möchtest.

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