Ketamin behandlung beim Zahnarzt?

3 Antworten

Moin,

vom analgetischen Potential her ist es mit Ketamin durchaus möglich, eine zahnmedizinische Behandlung mit deutlicher Schmerzreduktion bis Schmerzlosigkeit durchzuführen. Ich selbst würde diesen Weg jedoch nicht gehen.

Ketamin hat zwar den enormen Vorteil gegenüber Opiat/Opioid-Analgetika, dass erst sehr spät eine Atemdepression (also eine Dämpfung des Atemreizes) auftritt, jedoch werden durchaus Schutzreflexe wie der Schluckreflex gedämpft - und das möglicherweise auch in geringeren Dosen. Gerade bei zahnmedizinischen Behandlungen, bei denen auch mal eine Blutung o.ä. im Mundraum auftreten kann, stehe ich solchen Verfahren kritisch gegenüber. Ketamin verursacht unter anderem zum Teil auch eine Hypersalvitation, also eine verstärkte Speichelproduktion. Ist der Schluckreflex gedämpft und der Zahnarzt passt kurz nicht auf, können Fremdkörper oder Flüssigkeiten aspiriert, also in die unteren Atemwege (Luftröhre, Bronchien etc.) angeatmet werden und im schlimmsten Fall zu einer Aspirationspneumonie (einer durch die Aspiration verursachten Lungenentzündung) führen.

Das unten angeführte Statement kann ich nur unterstützen, eine Lokalanästhesie reicht in den meisten Fällen auch aus und birgt dabei weniger Risiken.

Ich hoffe, deine Fragen soweit beantwortet haben zu können. Wenn noch was offen ist, bitte gern!

Lieben Gruß :)

Für Füllungen wird bei einem niedergelassenen Zahnarzt nur in Ausnahmefällen eine Narkose gemacht. Dies ist auch wirklich nicht erforderlich. Was sind Wangen Zähne? Meinst du Backenzähne? Da reichen Lokalanästhesieen völlig aus.

Ketamin wird ausschließlich für Tiere bzw. meist Pferde benutzt !

Nicht nur, es wird auch bei Zahnärzten verwendet 

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Nein, das ist falsch. Ketamin und Esketamin finden in der Humanmedizin, insbesondere in der Notfallmedizin, aber auch in der klinischen Anästhesiologie und Intensivmedizin viel Verwendung.

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