Kessel Wasserchemie

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Das hat rein praktische Gründe, um eine Dosierungseinrichtung zu sparen. Um im Speisewassergefäß die Korrosion zu hemmen stellt man im Speisewasser einen pH von 9 - 9,5 ein. Sowohl Trinatriumphospaht (TNP) als auch Natronlauge wirken alkalisch in neutralem Wasser. Man könnte also auch nur mit TNP die gewünschte Alkalität einstellen. Da TNP aber teurer als Natronlauge ist, legt man im Kessel gerade so viel TNP vor um die Resthärte oder einen Härteeinbruch zu binden (i.A. sind das 10 - 20 mg/l Überschuss) und ergänzt mit Natronlauge um den pH-Wert einzustellen. Wird der Kessel mit salzarmen oder vollentsalztem Wasser betrieben wird die Alkalisierung mit Natronlauge nicht empfohlen, da, wie oben schon erwähnt wurde, eine erhöhte Gefahr der laugeninduzierten Spannungsrisskorrosion besteht.

Hallo, die Natronlauge dient der Alkalisierung, also zur Anhebung des pH-Wertes im Kesselwasser. Bei Überdosierung kann diese jedoch zu Spannungsrisskorrosion führen. Es gibt mittler Weile deutlich bessere Konditionierungsmittel als Na3PO4 und NaOH, zum Beispiel Fineamin (http://www.fineamin.de/)

Grüße

Boilerman

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