Kerosin Verbrauch Wirtschaftlichkeit Ryanair

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2 Antworten

Hallo,

da gibt es mehrere Faktoren und Michael O'Leary ist ja als knallharter Geschäftsmann bekannt, der eben sehr gut zu verhandeln weiß.

  • Preissicherung bei Kerosin
  • Flugplätze abseits der großen Airports (wegen der Abfertigungsgebühren)
  • Druck auf die Flughafenbetreiber durch die Drohung mit Abwanderung (Politiker knicken dann schnell aus Angst um die zusätzlichen geschaffenen Arbeitsplätze)
  • Crews, deren Durchschnittseinkommen unter denen der Major-Airlines liegt
  • Crews werden zum Teil über Zeitarbeitsfirmen bzw. Agenturen in Irland gestellt
  • Geleaste statt gekaufte Flugzeuge (war früher mal bei Ryanair Standard; ob das immer noch so ist, weiß ich aber nicht). Die Flieger gingen dann nach wenigen Jahren, bevor die Reparaturen anfingen, zurück an die Leasingfirma oder den Hersteller.
  • Dadaurch entfielen die hohen Abschreibungskosten und man konnte die Leasingkosten direkt als Geschäftsausgaben verbuchen.
  • Eine beschränkte Anzahl von Flugzielen
  • Nur ein Flugzeugtyp
  • Flugzeuge als "generic aircrafts" gekauft, sprich, von der Stange weg ohne Sonderwünsche
  • Keine eigene Simulatoren, die ja von der EASA und der nationalen Luftfahrtbehörde zugelassen werden und jedes Jahr ihre Betriebserlaubnis verlängert bekommen müssen
  • Daraus folgt, dass Simulatorkosten bei einer Flugschule oder einem anderen Unternehmen normale, laufende Betriebsausgaben sind.
  • Beim Cockpit nur Einstellung von Ready Entries (keine eigene Flugschule); damit entfällt die kostenintensive Schulung des Nachwuchses.
  • Optimierter Flugplan. Flugzeug und Crew sind am Abend wieder auf der Homebase => spart Hotelkosten.
  • Ausnutzung der von der EU-OPS 1 erlaubten 900 Flugstunden pro Jahr für die Crews bis auf die letzte Flugstunde
  • "no frills": Kein Schnickschnack. Passagiere rein in den Flieger, Türen zu, abfliegen, fertig.
  • Aggressive Werbung und markige Sprüche wie z. B. zur Toilettenbenutzung gegen Geld bringt Aufmerksamkeit und damit auch mehr zahlende Gäste.
  • 25 €-Ticket: Wieviele gab es davon? Zwei, drei? Damit kann man dann Werbung machen, aber die Passagiere, die vielleicht 60 € oder mehr bezahlt haben, fragt keiner.

Es gibt also eine Menge Stellschrauben, um noch Gewinn zu machen und das Prinzip scheint ja auch zu funktionieren. Und da es auf dieser Welt nichts wirklich umsonst gibt (was irgendwo vorhanden ist, fehlt an anderer Stelle; nur die Verteilung mag anders aussehen), zahlt irgendwer Dein 25€-Ticket durch einen höheren Preis - das kann ein Passagier sein, aber auch jemand, der vielleicht seinen Arbeitsplatz verloren hat und durch einen Zeitarbeiter ersetzt wurde.

die anderen zahlen da mehr als 25€

du hast nen last minute genommen

die regulären sind teurer

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