Kennzeichen einer manschen Depression?

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Mann nennt die manische Depression auch bipolare Störung. Dies wird meist durch ein einschneidendes Erlebnis beim Betroffenen ausgelöst.

Meist ist es so, dass der Betroffene selbst sich nicht als krank ansieht und dementsprechend eine Medikation schwer werden kann. Außenstehende, abgesehen von den Angehörigen, können diese Erkrankung und ihre Folgen auch nur sehr schwer nachvollziehen. Das Wesen dieser Erkrankung ist ein starker Wechsel zwischen diesen Episoden, je schwerer die bipolare Störung ausgeprägt ist, desto schneller gehen die Episodenwechsel von statten und umso schwerer ist das Einstellen auf Medikamente. Wichtig ist, dass der Erkrankte annehmen und akzeptieren muss, dass etwas mit ihm nicht stimmt.

Die depressive Phase zeichnet sich durch Antriebslosigkeit, viel Schlaf, fehlende Körperhygiene und Todeswunsch aus. Die manische Phase zeichnet sich durch übermäßigen Tatdendrang aus, es kann zu Kaufsucht kommen, eine sehr verstärkte Libido. Dies sind nur einige Anzeichen, die natürlich je nach Mensch und Ausprägung der bipolaren Störung unterschiedlich sein können.

Ich empfehle bei Verdacht auf bipolare Störung bzw. allgemein ein Missverhältnis in der Gefühlslage einen Arzt aufzusuchen.

Ich wünsche viel Kraft und Erfolg.

Für diese affektiven Störungen sind die Episoden/Phasen von veränderten Stimmungslagen (depressiven oder manischen) typisch. Dazwischen liegen Perioden „normaler“ Stimmung.

Während einer manischen Episode ist die Stimmung ohne objektive Gründe sehr gehoben, expansiv oder reizbar. Dieser aufgeladene Stimmungszustand, der im allgemeinen eine Woche und länger andauert, wird begleitet von rastloser Aktivität, Ideenflucht, dem Drang, schnell, laut und viel zu sprechen und von einem übersteigerten, grandiosen Selbstwertgefühl. Typisch ist auch ein herabgesetztes Schlafbedürfnis und leichte Ablenkbarkeit. Der Betreffende fühlt sich tatkräftig ist gut gelaunt und traut sich alles zu. In diesen manischen Phasen funktioniert die Realitätseinschätzung leider nicht gut. So schaden sich viele Menschen etwa durch Distanzlosigkeit, unangemessenes, risikoreiches Verhalten oder übersteigertes Kaufen selbst. Daraus ergibt sich die Behandlungsbedürftigkeit.

Fast immer haben jedoch Personen, die manische Episoden erleben auch depressive Episoden, die am anderen Ende des Stimmungskontinuums liegen. Sie sind durch Verlust von Interesse, Freude und Genussfähigkeit gekennzeichnet. Es treten intensive Gefühle der Wertlosigkeit, Schuldgefühle, Energie- und Kraftlosigkeit sowie Suizidgedanken hinzu.

Sie zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit außerhalb des Normalniveaus in Richtung Depression oder Manie schwanken.

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