Kennt sich wer mit Aquarien aus?

6 Antworten

Hi,

Ich find deine Ansicht Klasse ;) du hast bereits gelernt das ein Aquarium nie zu groß ist, sondern eigentlich immer zu klein - im Gegensatz zur Natur. Und hier sind die Grundsätze schon da, man weiss das Arbeit ansteht damit es den Pfleglingen so gut geht wie möglich geht. 

Bei dem Hobby ist es wichtig auch die natürlichen Zusammenhänge, wie den biologischen Wasserkreislauf usw zu kennen, um positiv eingreifen zu können. So lässt man so ein Becken erstmal nur mit Wasser, Boden, Pflanzen und Filter laufen bevor man Fische einsetzt, damit die biologische Filterung auch funktionieren kann. Dieses Einfahren ist die etwas heikle Phase und man muss häufiger ran um Wasserwerte zu kontrollieren und ggf ein Teilwasserwechsel vorzunehmen. In dieser Phase schwanken die Werte stark, werden richtig schlecht und wenn der Punkt Überschritten ist pendelt es sich wieder ein und die ersten Bewohner dürfen einziehen. 

Hat man das geschafft reichen im Prinzip alle 2 Wochen Teilwasserwechsel von 25% und gelegentliches Nachdüngen,um die Pflanzen mit Nährstoffen zu versorgen. 

Da ich denke das du es auch eher natürlich magst kannst ja mal schauen wie man eigenständige Biotope erschafft, zB ostasiatisches Becken, Südamerika Becken, Malawibecken. Da versucht man dann den kompletten Lebensraum nach zu empfinden, damit die Fische und Co sich fühlen wie zuhause. :) 

Und später bei der Fischwahl eben keine Fische holen die größer als 10% der Beckenlänge sind und etwas nach der alten Formel rechnen pro cm Fisch = 1 l Wasser. Das hilft Anfängern das Becken nicht direkt überzubesetzen ;) 

Hallo,

Vor allen Dingen solltest du dich VORHER gründlichst informieren, also viel lesen:

Ein AQ ist am Anfang kein "Selbstläufer". Es ist nicht damit getan, alles zu
kaufen, es einzurichten und "gut ist". Gerade am Anfang hat man
meistens mit ganz vielen unterschiedlichen Problemen zu kämpfen, die einen Anfänger ganz schön zur Verzweiflung bringen können. Schnell wird aus dem erwünschten wunderschönen Hingucker eine grüne übelriechende Brühe mit einer Algenpest, gammelnden Pflanzen und kranken und sterbenden Fischen.

So ein AQ ist ein kleines biologisches System, indem viele unterschiedliche und voneinander abhängige Faktoren ineinandergreifen (müssen), damit es auch funktioniert. Und nur wenn es funktioniert, dann hat man so ein wundervolles AQ, wie man es immer wieder gerne im Internet oder in Büchern bewundert - aber das ist immer das Ergebnis von umfangreicher und ausführlicher Information.

Und wenn du alle notwendigen Haltungsvoraussetzungen der Fische beachtest, die Größe des benötigten Aquariums, die Wasserwerte (Gesamthärte, Karbonathärte, PH-Wert, Temperatur), die Gruppenstärke, die mögliche Vergesellschaftung und die benötigte Einrichtung (jede Art braucht es anders!), dann "dümpeln" die Fische im AQ auch nicht vor sich her, sondern können dort gesund und vital leben.

Der Zeitaufwand ist natürlich auch abhängig von dem, was man gerne möchte. Ein AQ mit vielen Pflanzen ist natürlich aufwändiger in der Pflege als ein Felsen-AQ der Großen Ostafrikanischen Seen (Malawi, Tanganjika). Aber für einen Teilwasserwechsel alle 14 Tage (mindestens) und die notwendigen Pflege- und Reinigungsarbeiten gehen schon ein paar Stunden darauf (1 x in der Woche bis 1 x in zwei Wochen). Am Anfang natürlich mehr, später dann meist weniger, wenn das AQ gut eingelaufen ist.

Ich verstehe immer nicht so ganz, was mit "sauber machen" gemeint
ist. Ein AQ wird nicht dreckig wie ein Fußboden, den man putzen muss. Ein
ordentlich laufendes und somit funktionierendes AQ muss man nicht wirklich
"sauber machen" - das wäre sogar höchst unpassend.

Wenn man es schafft, das besagte funktionierendes biologisches System
herzustellen, dann gibt es nur regelmäßige Pflegearbeiten, die da wären:

- ca. alle 14 Tage einen regelmäßigen ca. 30 %igen
Teilwasserwechsel (ist allerdings abhängig von der Menge der eingesetzten
Fische)

- je nach Wachstum der Pflanzen diese zurückschneiden und gammelnde Blätter etc. entfernen

- Scheiben reinigen (je nach Bedarf)

- je nach verwendetem Filter, diesen alle paar Wochen bis Monate reinigen.

Mehr "Putz- und Pflegearbeiten" hat man gar nicht. Keinesfalls
darf man ein AQ komplett leeren und dann reinigen - damit bringt man das
empfindliche System durcheinander und vernichtet die wichtigen nützlichen
Bakterien.

Das Wichtigste ist ein moderater Besatz, sparsame Fütterung, regelmäßiger
Teilwasserwechsel - dann wird sich ein stabiles Ökosystem einstellen, das wenig Aufwand und Arbeit macht.

Gutes Gelingen

Daniela

Dem ist nichts hinzuzufügen!

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Man liest da kennt sich jemand aus. Welche Größe würdest du einem Neuling am Anfang empfehlen, mit welcher "Einrichtung" sollte ein Anfänger die wenigste Huddelei haben, also Grün oder steinig/ felsig und welche Fische sind für einen Anfänger am geeignetsten oder die robusteststen, die hart im Nehmen sind? Und achja, wieviele sollte man ins AQ setzen, für ein Becken was du für einen Anfänger von der Größe am geeignetsten findest? (hoffe das waren nicht zuviele Fragen

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@lobster3221

Zu Pro und Contra der jeweiligen AQ-Größe habe ich hier mal ausführlich etwas geschrieben: Vllt. magst du das lesen.

https://www.gutefrage.net/frage/aquarium-fuer-anfaenger-?foundIn=unknown_listing

Welche Fische man pflegen kann und damit die Entscheidung, welche Einrichtung benötigt wird, hängt - neben der AQ-Größe - alleine von den Wasserwerten ab, wie sie bei dir aus der Wasserleitung kommen.

Felsen-AQ funktionieren fast nur ab einer Größe von mind. 300 l, weil die Fische diesen Platz brauchen. Ausnahmen gibt es natürlich auch.

Bei diesen AQ fehlen die Pflanzen, die das entstehende Nitrat und Phosphat verbrauchen - die Problematik hier ist dann, eine entstehende Algenplage zu verhindern. Außerdem brauchen die Fische der Großen Ostafrikanischen Seen ganz spezielles Wasser, das man selbst aufbereiten muss - für Anfänger nicht ganz einfach, aber auch nicht unmöglich.

Ansonsten gibt es eine breite Palette von recht pflegeleichten Zierfischarten, die ein breites Spektrum der Wasserwerte vertragen. Um da etwas zu empfehlen, müsste man aber eben erst mal die Größe des AQ wissen.

Wird es ein eher kleines AQ, dann könnten auch nur kleine Fische einziehen, wird es größer oder viel größer, sind andere Fische möglich.

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Beim Aquarium ist nicht wichtig, dass man viel Zeit investiert, sondern dass man die Zeit im richtigen Moment investiert. Also viel beobachten und nur dann was tun, wenn es auch sinnvoll ist. Und natürlich vor der Anschaffung ausgiebig informieren.

Ich persönlich halte nichts davon wöchentlich einen 50%-Wasserwechsel durchzuführen. Für manche Fischarten mag das u.U. nötig sein, aber dann will ich die Arten gar nicht. Wenn du es ähnlich siehst und dir einfache Fisch- und Pflanzenarten aussuchst ist ein Aquarium sehr pflegeleicht. Dann brauchst du keine CO2-Düngung, keine Osmoseanlage und vor allem keine chemischen Wasseraufbereiter und sonstigen Quatsch.

Ich halte mein Aquarium recht pflegeleicht und mache nur ca. 1 mal im Monat einen Wasserwechsel. Meinen Fischen scheint es zu gefallen. Sie vermehren sich immer wieder. (Und nein, ich spreche nicht von Guppys.)

Hier auf GF bist du mit solchen Fragen auf jeden Fall an der richtigen Adresse. Hier gibt es einige Leute, die sich sehr gut auskennen, und sehr ausführlich antworten.

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