Kennt sich jmd. mit Vollstreckungsbescheid / Insolvenzverfahren aus?

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2 Antworten

Solange der Schuldner noch keine Inso beantragt hat müsst ihr mit gar nichts einverstanden sein und könnt auf Zahlung der kompletten Summe bestehen.

Wenn der Schuldner Insolvenz angemeldet hat und das Verfahren eröffnet wurde könnt ihr eure Forderung beim Treuhänder anmelden. Wenn dann etwas zu holen ist wird auf die Gläubiger entsprechend verteilt. Kann im Insolvenzverfahren nicht die gesamte Schuldsumme eingebracht werden ist der Rest nach 6 Jahren futsch. Den VB könnt ihr dann auf die Toilette hängen, nichts mehr mit 30 Jahre zum Vollstrecken.

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Wenn der Ex-Mieter einen Schuldnerberater aufsucht und einen außergerichtlichen Vergleichsvorschlag anstrebt, bedeutet das doch, dass sämtliche Gläubiger ihre Forderungen einreichen und dann nach errechneten Quoten einen Teil ihrer Forderungen in Raten zurückbekommen, oder?

Darauf wird ein solcher Vergleichsvorschlag hinauslaufen. Der Vorschlag kann aber auch ein flexibler Nullplan sein, so dass eben im Zweifel nichts verteilt wird.

Was ist, wenn wir das ablehnen würden. Dann "kippt" doch der komplette Vergleich, oder?

Unter bestimmten Voraussetzungen (mehr als die Hälfte der Gläubiger hat zugestimmt und die Gläubiger von mehr als 50% des Forderungsbetrages haben zugestimmt) kann die fehlende Zustimmung auch durch einen Beschluss des Gerichts ersetzt werden (§ 309 InsO).

Dem Schuldner bleibt es aber unbenommen, die Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens und die Restschuldbefreiung zu beantragen. Die Gläubiger bekommen dann eben noch weniger.

Mit der Eröffnung des Verfahrens gibt es dann ein Vollstreckungsverbot und mit Erteilung der Restschuldbefreiung wird der Schuldner von den Verbindlichkeiten befreit.

Normalerweise kann man ja durch den Vollstreckungsbescheid bis zu 30 Jahren das Geld pfänden.

Naja, so ungefähr.

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Kommentar von Katja6999
25.08.2015, 13:16

Mmmmh, klingt ja alles ziemlich kompliziert.

Mal konkreter gefragt:

Fakt ist, wir möchten uns definitiv nicht vergleichen, sondern die komplette Summe haben.

Durch das Vergleichsverfahren bekämen wir ja nur einen Teil davon.

Verlieren wir den Anspruch auf unser Geld, wenn wir den Vergleich ablehnen? Oder können wir dann weiterhin den Gerichtsvollzieher zum Pfänden vorbeischicken?

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