Kennt sich jemand mit Unterhaltsvorschuss aus?

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4 Antworten

Du bist der Vater des Kindes, wenn ich das richtig verstehe. Das bedeutet, wenn ihr zusammen zieht, dann steht Deiner Freundin kein Unterhaltsvorschuss mehr zu. Das fällt nämlich weg, wenn man heiratet oder mit dem Vater des Kindes zusammen wohnt. Wenn ihr eure gemeinsame Wohnung nicht meldet, dann besteht ja das Problem, dass ja sowohl die Freundin ihre aktuelle Adresse hinterlegen muss, und auch der Vater wird ja angeschrieben und dann fällt das ja auf, wenn das die gleiche Adresse ist. Von daher wäre eine polizeiliche Ummeldung auf alle Fälle sehr gefährlich. Weiterhin hat Deine Freundin unterschreiben müssen auf dem Amt, dass sie verpfichtet ist, jede Änderung zu melden und zwar unverzüglich. Und wenn man dieser Verpflichtung nicht nachkommt und das kommt irgendwann raus, dann kriegt man eine Anzeige wegen Sozialbetrug und man muss alle Gelder, die man erhalten hat ab diesem Zeitpunkt zurückzahlen und man bekommt in Zukunft auch keine Leistungen mehr, auch wenn sie einem zustehen. Von daher würde ich mir das sehr gut überlegen, erstens mit dem Zusammen ziehen und zweitens mit dem nicht melden beim Amt. Wenn ihr zusammen zieht und es nicht klappt, dann hat Deine Freundin natürlich die Möglichkeit, wenn ihr wieder auseinander seit, sofort wieder den Unterhaltsvorschuss betragen, denn dann ist sie ja wieder bezugsberechtigt.

Allesvergeben12 29.01.2013, 19:05

Sie wohnt mit unserem Sohn zusammen und ich wollte ca. 1 Monat auf Probe bei ihr einziehen bevor ich mir sicher bin meinen Wohnsitz umzumelden

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Mein "Gott" was macht ihr das Kompliziert. Ihr geht am besten beide zum Amt (bei ihrem Wohnsitz) und sagt dort Offiziell was Phase ist. Konkret das der Kindesvater für 1 Monat am besten noch mit Datum(01.01-31.01z.b.) als Eheähnliche Gemeinschaft mit wohnt.(eben zur Probe) dann wird dir kein Unterhalt abverlangt für den Monat und sie bekommt auch für den Monat keinen Unterhaltsvorschuß. Ein guter Kompetenter Sachbearbeiter wird auch das bearbeiten können.Somit seit ihr beide auch Angehalten und Verpflichtet wiederum änderungen unverzüglich wieder Mitzuteilen. Dann ist doch alles geklärt. Die Frage jetzt schon im Vorfeld zu klären, ob , dich deine noch Freundin nach drei Tagen wieder vor die Tür setzt ,und ihr euch das Streiten bekommt ,wer nunfür drei Tage Vorschuß oder Unterhalt nachzahlen muss : Das ist ja wohl denn doch vom Amt ein wenig zu viel des guten verlangt, diese zu bearbeiten , und werden es auch nicht tun. MFG Rudi

Allesvergeben12 30.01.2013, 05:30

Danke für alle Antworten, so werden wir es machen :)

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Wenn der Unterhaltsvorschuss weg fällt, erhöht sich (fast) entsprechend das ALG II.

Warum also die Ämter betrügen?

Und das für max. 30,- Vorteil im Monat?

Gruß aus Berlin, Gerd

Der UH-Vorschuss wird vom Jugendamt / UH-Vorschusskasse gezahlt - nicht vom Jobcenter ;)

Ganz allgemein: Wenn jemand bei ihr einzieht (oder sie mit jemandem zusammenzieht) muss deine Freundin es dem Jobcenter umgehend melden, da die andere Person sich dann auf jeden Fall anteilig an den Unterkunftskosten beteiligen muss (und deine Freundin entsprechend "nur" noch den angemessenen Wohnkosten-Anteil für sich und das Kind erhält.) Egal, wer diese andere "mitwohnende" Person ist.

Wenn du als Vater des gemeinsamen Kindes mit ihnen zusammenziehst, bildet Ihr+ Kind automatisch eine 3er-Bedarfsgemeinschaft nach § 7 SGB II. Der Unterhaltsvorschuss fällt weg (sie muss Euer Zusammenwohnen auch der UH-Vorschusskasse unverzüglich melden) , Freundins ALG2- Alleinerziehungsmehrbedarf fällt weg, und du musst mit deinem anrechenbaren (!) Einkommen ggf. auch für die Lebens-und Wohnbedarfe der beiden aufkommen ... und Freundin umgekehrt ggf. auch für deine+ Kinds Bedarfe.

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